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                              Finger an der Wirbelsäule bei einem Baby
                              ©
                              iStock

                              Os­teo­pa­thie - eine mög­li­che The­ra­pie für Schreiba­bys


                              swiss­mom: Kön­nen Sie uns er­klä­ren, was Os­teo­pa­thie ist?

                              Ema­nu­el Donckels: Os­teo­pa­thie ist eine sanf­te ma­nu­el­le Be­hand­lungs­me­tho­de, um Ver­span­nun­gen im Kör­per zu lö­sen: Es wer­den der Be­we­gungs­ap­pa­rat (Mus­keln, Bän­der, Kno­chen), das Ver­dau­ungs­sys­tem (von Ma­gen bis Dick­darm, Nie­re usw.) und das kra­nio­sa­kra­le Sys­tem be­han­delt. „Kra­nio­sa­kral“ steht für die Struk­tu­ren des Schä­dels (Kra­ni­um­=­Schä­del) und ihre Ver­bin­dun­gen zum Kreuz­bein (Sa­krum). Bei Säug­lin­gen/Kin­dern er­weist sich ge­ra­de die­se kra­nio­sa­kra­le An­nä­he­rung als sehr wirk­sam.

                              swiss­mom: Wie hilft Os­teo­pa­thie bei Kin­dern, die sehr un­ru­hig sind und viel schrei­en?

                              Ema­nu­el Donckels: Die „Un­ru­he“ und/oder das Schrei­en sind nur Sym­pto­me: Der Säug­ling kann erst sehr „pri­mi­tiv“ mit­tei­len, dass et­was nicht stimmt und dazu schreit er.  Der Os­teo­path kom­mu­ni­ziert über sei­ne Hän­de mit dem jun­gen Kör­per und löst auf sanf­te Art die Ver­span­nun­gen, die das Un­wohl­sein des Kin­des aus­lö­sen.

                              Zur Per­son

                              Emanuel Donckels ist Osteopath und hat eine eigene Osteopathie Praxis in Bad Ragaz.

                              swiss­mom: Wie kön­nen sich El­tern eine sol­che The­ra­pie vor­stel­len? Kön­nen Sie kurz be­schrei­ben, wie Sie die klei­nen Pa­ti­en­ten be­han­deln?

                              Ema­nu­el Donckels: VOR der Be­hand­lung fin­det eine aus­führ­li­che Be­fra­gung statt: Ak­tu­el­les Pro­blem, Ver­lauf der Schwan­ger­schaft/Ge­burt, Ge­sund­heits­zu­stand der Mut­ter wer­den be­spro­chen. An­schlies­send wird das Baby - in der Re­gel in Rü­cken­la­ge (evtl. auf dem Schoss der Mut­ter) - un­ter­sucht: Ver­span­nun­gen und Blo­ckie­run­gen wer­den mit­tels sanf­tem Tes­ting dia­gnos­ti­ziert. Ty­pi­scher­wei­se wer­den Pro­ble­me im Be­reich der Hüf­ten/Be­cken, des Zwerch­fells, des Hin­ter­kop­fes und des Schä­dels fest­ge­stellt. Durch sanf­te Druck- oder Zug­be­we­gun­gen wird die Be­weg­lich­keit im Pro­blem­be­reich nor­ma­li­siert. In der Re­gel ist die Be­hand­lung nicht sicht­bar, weil die Tech­ni­ken sehr sanft und mit ei­nem klei­nen Be­we­gungs­aus­mass aus­ge­führt wer­den.

                              swiss­mom: Kann al­len Schreiba­bys mit Os­teo­pa­thie ge­hol­fen wer­den? Bei wel­chen Kin­dern soll eine sol­che Be­hand­lung ver­mie­den wer­den?

                              Ema­nu­el Donckels: Um os­teo­pa­thisch be­han­deln zu kön­nen, müs­sen die so­ge­nann­ten vi­ta­len Pa­ra­me­ter (Atem­funk­ti­on, Blut­druck, Herz­funk­ti­on usw.) sta­bil sein. Lie­gen Kno­chen­brü­che vor (ty­pi­scher­wei­se Schlüs­sel­bein), wird in die­sem Be­reich nicht be­han­delt. Die Fra­ge, ob al­len Schreiba­bys ge­hol­fen wer­den kann, muss ich lei­der mit ei­nem „Nein“ be­ant­wor­ten: Die Er­folgs­quo­te liegt je­doch sehr hoch und wenn das Pro­blem nicht end­gül­tig be­ho­ben wer­den kann, wird in der Re­gel doch eine Lin­de­rung be­wirkt.

                              swiss­mom: Be­zahlt die Kran­ken­kas­se die­se Be­hand­lun­gen? Mit wel­chen Kos­ten müs­sen El­tern rech­nen?

                              Ema­nu­el Donckels: Os­teo­pa­thie wird - wie an­de­re kom­ple­men­tä­re Heil­me­tho­den - von den Kran­ken­kas­sen be­zahlt, so­fern man eine ent­spre­chen­de Zu­satz­ver­si­che­rung hat. Die Ta­ri­fe wer­den im Prin­zip vom Os­teo­pa­then be­stimmt. Es lohnt also, sich beim The­ra­peu­ten zu er­kun­di­gen: 

                              • wie viel eine Be­hand­lung kos­tet.

                              • ob der The­ra­peut sei­ne Os­teo­pa­thie-Aus­bil­dung schon ab­ge­schlos­sen hat und schon Er­fah­rung hat mit Säug­lin­gen.

                              swiss­mom: Gibt es auch an­de­re In­di­ka­tio­nen, bei de­nen Sie Klein­kin­dern mit Os­teo­pa­thie hel­fen kön­nen? Wel­che?

                              Ema­nu­el Donckels: Zu mir kom­men jun­ge Müt­ter mit sehr ver­schie­de­nen Pro­ble­men: Klar de­fi­nier­ba­re wie Schief­hals, Ver­stop­fung, „3-Mo­nats­ko­li­ken“, ge­stör­ter Schlafrhyth­mus, oder auch mit sol­chen, die sich nur schwer in Wor­ten fas­sen las­sen, wie z.B. „in­ne­re Un­ru­he“, Un­zu­frie­den­heit, usw. Je­des Pro­blem wird im Prin­zip gleich an­ge­gan­gen, in­dem der gan­ze Kör­per un­ter­sucht und bei Be­darf be­han­delt wird.

                              swiss­mom: Wie fin­den El­tern mit Schreiba­bys ei­nen Os­teo­pa­then in Ih­rer Nähe?

                              Ema­nu­el Donckels: Da sich die Os­teo­pa­thie lang­sam ver­brei­tet, ha­ben die meis­ten Müt­ter-/Vä­ter­be­ra­tungs­stel­len ent­spre­chen­de Adres­sen. Der Schwei­ze­ri­schen Ver­ei­ni­gung der Os­teo­pa­then, www.svo-fso.ch, ge­hö­ren ei­ni­ge, aber nicht alle Os­teo­pa­then an.

                              Kon­takt: Ge­sund­heits­pra­xis Ema­nu­el Donckels, Bad­stras­se 10, 7310 Bad Ra­gaz, Tel. 081 302 36 35, www.donckels.ch, email: ge­sund­heits­pra­xis­@donckels.ch

                              Letzte Aktualisierung: 03.08.2016, AS

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