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                              Neugeborenes im Arm einer Kinderärztin
                              ©
                              iStock

                              An­ge­bo­re­ne Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on


                              Die Schild­drü­se liegt schmet­ter­lings­för­mig am Hals und re­gelt mit ih­ren Hor­mo­nen die Ge­schwin­dig­keit des En­er­gie­stoff­wech­sels im Kör­per. Al­ler­dings kann sie die Hor­mo­ne nur aus­rei­chend pro­du­zie­ren, wenn mit der Nah­rung ge­nü­gend Jod auf­ge­nom­men wird.

                              Wenn schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft zu­we­nig Jod über die Pla­zen­ta über­kommt, zei­gen die Kin­der bei der Ge­burt eine Schild­drü­sen­ver­grös­se­rung (Kropf oder Stru­ma). So­gar eine an­ge­bo­re­ne Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on (Hy­po­thy­reo­se) ist mög­lich, wenn durch die Ver­grös­se­rung kei­ne Mehr­pro­duk­ti­on von Schild­drü­sen­hor­mon er­reicht wer­den konn­te. Sym­pto­me der an­ge­bo­re­nen Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on sind eine auf­fal­len­de Teil­nahms­lo­sig­keit, Be­we­gungs­ar­mut, schlech­tes Trink­ver­hal­ten, Ver­stop­fung, eine ver­grös­ser­te Zun­ge, eine schwa­che und hei­se­re Stim­me und tro­cke­ne Haut. Häu­fig be­steht auch eine län­ger als nor­mal an­dau­ern­de Neu­ge­bo­re­nen­gelbsucht. Die an­ge­bo­re­ne Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on kommt etwa ein­mal un­ter etwa 3.000 Neu­ge­bo­re­nen vor.

                              Ohne Be­hand­lung (op­ti­ma­ler­wei­se schon in­ner­halb der ers­ten zwei Le­bens­wo­chen) führt eine an­ge­bo­re­ne Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on zu ei­ner Be­hin­de­rung der geis­ti­gen und kör­per­li­chen Ent­wick­lung. Da­her wird in der Schweiz beim so­ge­nann­ten Neu­ge­bo­re­nen­scree­ning ein ori­en­tie­ren­der Blut­test aus ei­nem Trop­fen Fer­sen­blut durch­ge­führt. Eine ver­grös­ser­te Schild­drü­se kann der Kin­der­arzt, die Kin­der­ärz­tin auch durch eine Ul­tra­schall­un­ter­su­chung er­ken­nen, eben­so das sel­te­ne völ­li­ge Feh­len der Schild­drü­se.

                              Glück­li­cher­wei­se lässt sich die an­ge­bo­re­ne Hy­po­thy­reo­se sehr gut mit Schild­drü­sen­hor­mon-Ta­blet­ten be­han­deln, so­dass eine kör­per­li­che und geis­ti­ge Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung gar nicht erst pas­sie­ren muss.

                              Letzte Aktualisierung: 04.11.2019, BH

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                              Kin­der, die viel Obst und Ge­mü­se es­sen, sind fröh­li­cher, aus­ge­gli­che­ner und ent­spann­ter , wie eine bri­ti­sche Stu­die …

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