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Mann macht Büroarbeiten, Familie im Hintergrund
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Steu­er­li­che Er­leich­te­run­gen


Kin­der, und in die­sem Zu­sam­men­hang ins­be­son­de­re auch Krank­hei­ten und Un­fäl­le, kos­ten Geld. Der Ge­setz­ge­ber sieht da­her ei­ni­ge Mög­lich­kei­ten vor, wel­che u.a. Fa­mi­li­en mit Kin­dern zu­gu­te kom­men und da­her beim Aus­fül­len der Steu­er­erklä­rung un­be­dingt zu prü­fen sind.

Swiss Life

Steu­ern spa­ren und cle­ver vor­sor­gen

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Steu­ern spa­ren – ge­wusst wie


Wer die Steu­er­rech­nung best­mög­lich op­ti­mie­ren will, muss die Wei­chen früh­zei­tig stel­len. Beim Aus­fül­len der Steu­er­erklä­rung ist es viel­fach schon zu spät. Der steu­er­lich ge­för­der­te Auf­bau der Al­ters­vor­sor­ge, die cle­ve­re Staf­fe­lung von Un­ter­halts­ar­bei­ten am Ei­gen­heim, der steu­er­lich ge­schick­te Be­zug der Vor­sor­ge­gel­der – all das muss früh­zei­tig in An­griff ge­nom­men wer­den.

Wie viel Ih­nen eine Steu­er­spar­mass­nah­me bringt, hängt von Ih­rem Ein­kom­men und Ih­rem Ver­mö­gen ab. Für die Be­rech­nung re­le­vant ist der so­ge­nann­te Grenz­steu­er­satz. Der Grenz­steu­er­satz drückt aus, in wel­cher Höhe der letz­te Fran­ken des steu­er­ba­ren Ein­kom­mens be­steu­ert wird. Wenn man bei­spiels­wei­se ei­nen Grenz­steu­er­satz von 20 % hat und sein steu­er­ba­res Ein­kom­men um 1000 Fran­ken re­du­ziert, spart man 200 Fran­ken Steu­ern.

Be­schäf­tigt man sich mit Steu­er­op­ti­mie­rung, kommt man schnell auf das The­ma Vor­sor­ge. Vor­sor­ge­spa­ren wird steu­er­lich stark be­güns­tigt – von der Ein­zah­lung über die Ver­mö­gens­bil­dung bis hin zur Aus­zah­lung. Dies sind die bes­ten Mög­lich­kei­ten, um Steu­ern zu spa­ren:

•    Ein­zah­lun­gen in die Säu­le 3a
•    Ein­kauf in die Pen­si­ons­kas­se

Steu­er­ab­zü­ge


Die nach­ste­hen­de Auf­zäh­lung der Steu­er­ab­zü­ge ist zwar nicht voll­stän­dig, und es gilt auch zu be­rück­sich­ti­gen, dass wir mit Bund und den 26 Kan­to­nen 27 un­ter­schied­li­che Steu­er­sys­te­me ha­ben; den­noch fin­den Sie hier wei­te­re Hin­wei­se, wie Sie Steu­ern spa­ren kön­nen und wo Sie wel­chen Steu­er­ab­zug mit Kin­dern ma­chen kön­nen:

Kin­der­ab­zug

Steu­er­pflich­ti­ge Per­so­nen kön­nen für je­des min­der­jäh­ri­ge, er­werbs­un­fä­hi­ge oder in be­ruf­li­cher Aus­bil­dung ste­hen­de Kind ei­nen Steu­er­ab­zug ma­chen, falls das Kind im glei­chen Haus­halt lebt und falls für des­sen Un­ter­halt "zur Haupt­sa­che" ("über­wie­gend") ge­sorgt wird; zu­dem muss das Kind sich in ei­ner "Erst­aus­bil­dung" be­fin­den (Ba­che­lor, Mas­ter, Dok­to­rat; je­doch nicht Nach­di­plom­stu­di­en, wel­che i.d.R. als neue (Zweit)-Aus­bil­dung ein­ge­stuft wer­den.

Falls also Ihr Kind 21-jäh­rig ist, stu­diert und in der Frei­zeit in etwa mehr als Fr. 18'000 steu­er­ba­res Ein­kom­men pro Jahr ver­dient, wer­den die Steu­er­be­hör­den mit gros­ser Si­cher­heit den Kin­der­ab­zug ver­wei­gern, mit der Be­grün­dung, dass Ihre Toch­ter mit die­sem Ein­kom­men den Le­bens­un­ter­halt sel­ber be­strei­ten kann.

Stich­tag für den Kin­der­ab­zug ist der 31. De­zem­ber. Dar­aus er­gibt sich z.B. fol­gen­des:

  • Im Ge­burts­jahr des Kin­des kann im­mer der vol­le Kin­der­ab­zug gel­tend ge­macht wer­den, auch wenn das Kind erst am 31. De­zem­ber ge­bo­ren wur­de. Hat das Kind da­ge­gen am Stich­tag nicht mehr ge­lebt, ist kein Kin­der­ab­zug mög­lich, auch nicht teil­wei­se

  • Hat ein Kind das Stu­di­um im Ok­to­ber ab­ge­schlos­sen, ist ein Kin­der­ab­zug nicht mehr mög­lich

Für das im Jahr 2019 er­ziel­te Ein­kom­men kön­nen fol­gen­de Kin­der­ab­zü­ge ge­macht wer­den, falls die Vor­aus­set­zun­gen (sie­he oben) dazu er­füllt sind:

  • Bund: di­rek­te Bun­des­steu­er: Fr. 6'500

  • Die 26 Kan­to­ne sind un­ter­schied­lich, im Kan­ton Lu­zern sind es z.B. Fr. 6'700 für alle Kin­der un­ter 6 Jah­ren; Fr. 7'100 für ein min­der­jäh­ri­ges, aber in Aus­bil­dung ste­hen­des Kind und Fr. 12'500 für in schu­li­scher oder be­ruf­li­cher Aus­bil­dung be­fin­den­de Kind mit stän­di­gem aus­wär­ti­gem Auf­ent­halt am Schul- oder Aus­bil­dungs­ort.

Ab­zug von Ver­si­che­rungs­prä­mi­en

Ver­si­che­rungs­prä­mi­en kön­nen lei­der kaum von den Steu­ern ab­ge­zo­gen wer­den. Je nach Zi­vil­stand und je nach ih­ren Leis­tung an Pen­si­ons­kas­se oder 2. Säu­le be­lau­fen sich die Ab­zü­ge zwi­schen

  • 1'700 und 4'950 Fran­ken beim Bund

  • 550 bis 1'100 Fran­ken z.B. in Ba­sel-Stadt

Zu­sätz­lich kann beim Bund, even­tu­ell auch im Kan­ton (nicht je­doch z.B. in Ba­sel-Stadt) für je­des Kind für Ver­si­che­rungs­prä­mi­en ein Steu­er­ab­zug von 700 Fran­ken ge­macht wer­den wer­den.

Die Ab­zugs­be­rei­che be­zie­hen sich auf das Ein­kom­men 2006; die ge­nau­en Zah­len fin­den Sie in den Er­läu­te­run­gen, wie sie Ih­nen zu­sam­men mit der Steu­er­erklä­rung zu­ge­stellt wer­den.

Ab­zug von Krank­heits-, Un­fall- und Be­hin­de­rungs­kos­ten

Kin­der, auch Krank­hei­ten und Un­fäl­le, kos­ten Geld. Fa­mi­li­en (mit oder ohne Kin­der) kön­nen in al­len Kan­to­nen und im Bund u.a. ei­nen Steu­er­ab­zug für die fol­gen­den Sach­ver­hal­te ma­chen:

  • Ab­zug von Krank­heits- und Un­fall­kos­ten: Die sel­ber ge­tra­ge­nen – also nicht von den Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rern über­nom­me­nen – Kos­ten für Krank­hei­ten und Un­fäl­le kön­nen steu­er­lich ab­ge­zo­gen wer­den; zu die­sen sel­ber ge­tra­ge­nen Kos­ten ge­hö­ren z.B. Aus­ga­ben für Arzt, Zahn­arzt, Bril­len und Kon­takt­lin­sen, auch Selbst­be­hal­te und Fran­chisen der Kran­ken­kas­sen. Die Kos­ten müs­sen je­doch ei­nen be­stimm­ten Be­trag über­stei­gen, um ab­zugs­be­rech­tigt zu sein. Die­se Höhe ist von Kan­ton zu Kan­ton un­ter­schied­lich. Für Ba­sel-Stadt be­trägt er für das Ein­kom­mens­jahr 2006 5% Pro­zent. Bei ei­nem steu­er­ba­ren Rein­ein­kom­men von 50'000 Fran­ken sind dies 2'500 Fran­ken. Wenn folg­lich Ihre zwi­schen dem 1.1. und dem 31.12.2006 sel­ber be­zahl­ten Ge­sund­heits­kos­ten z.B. 4'000 Fran­ken be­tra­gen, kön­nen 1'500 von den Steu­ern ab­ge­zo­gen wer­den. Die Ab­re­chun­gen von Kran­ken­kas­sen, Zahn­ärz­ten etc. müs­sen da­bei der Steu­er­erklä­rung bei­gelegt wer­den. Im Bund ist der zu über­stei­gen­de Be­trag für 2006 auch 5%.

  • Be­hin­de­rungs­kos­ten: Die­se kön­nen voll­um­fäng­lich ab­ge­zo­gen wer­den. Ab­zugs­fä­hi­ge Be­hin­de­rungs­kos­ten sind Kos­ten, die ei­ner be­hin­der­ten Per­son als Fol­ge ih­rer vor­aus­sicht­lich dau­ern­der kör­per­li­chen oder phy­si­schen Be­hin­de­rung ent­stan­den sind, ge­kürzt um die Bei­trä­ge der Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rung so­wie der zur Ver­gü­tung von be­hin­de­rungs­be­ding­ten Aus­la­gen aus­ge­rich­te­ten Er­gän­zungs­leis­tun­gen und Hilf­lo­sen­ent­schä­di­gung der AHV und IV.

Die von den Steu­er­be­hör­den mit der Steu­er­erklä­rung ver­sand­te Weg­lei­tung er­klärt die kon­kre­ten Mög­lich­kei­ten.

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Letzte Aktualisierung: 22.04.2020, PvE / AS
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