Gläschen, Schoppen, Nuggi und Früchte

Folgemilch 2

Eine Umstellung auf Folgenahrung ist eigentlich nach dem heutigen Kenntnisstand nicht nötig, es kann während dem gesamten ersten Lebensjahr Säuglingsanfangsnahrung gegeben werden. Die erhöhten Mengen an Eisen (Blutbildung) oder Kalzium (Zahn- und Knochenaufbau) in Folgenahrungen sind nicht nötig, da das Kind durch die Beikost diesen höheren Bedarf decken kann, vorausgesetzt die Empfehlungen zur Beikost werden berücksichtigt, z.B. ab dem 7. Monat kleine Mengen Fleisch füttern. Trotz Beikost bleibt die Milchmahlzeit aber ein wichtiger Baustein in der Ernährung des Kindes.

Die Folgemilch (oder 2-Nahrung) ist in der Eiweissstruktur der Muttermilch bzw. der Pre-Milch und Anfangsmilch nicht mehr so stark angeglichen und sollte, wenn überhaupt, erst ab dem Alter von 6 Monaten gegeben werden, wenn das Kind auch Beikost (Brei) isst. Zufüttern von Folgemilch vor dem 7. Monat belastet die noch unreifen Nieren zu stark und kann damit zu Störungen im Wasserhaushalt des Körpers führen.

Neben der herkömmlichen Folgemilch ist auch probiotische Folgemilch erhältlich. Die probiotische Folgemilch kann helfen, die während der Nahrungsumstellung häufiger auftretenden Verdauungsstörungen wie Verstopfung und Durchfall zu regulieren. Die in der probiotischen Folgemilch enthaltenen gesundheitsfördernden Bifidus-Bakterien, die unerwünschte Keime im Darm zurückdrängen, können eine gesunde Darmflora auch nach dem Stillen aufrechterhalten. Ein klinisch relevanter Vorteil von Säuglingsnahrungen mit Probiotika ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt, weshalb die Verwendung nicht generell empfohlen wird.

 

 

Letzte Aktualisierung : 07.2018, BH