Trinkt alleine aus der PET-Flasche
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Getränke

Mit der Einführung der mehr oder weniger festen Beikost stellt sich auch die Frage nach einer zusätzlichen Flüssigkeitszufuhr. Eine Gesamtmenge von rund 400 ml Flüssigkeit pro Tag wird von vielen Fachleuten für das erste Lebensjahr als sinnvoll angesehen. Aber bei grosser Hitze im Sommer, bei trockener Heizungsluft im Winter und wenn das Kind Fieber hat, darf es ruhig auch mehr sein.

Wie viel zu Trinken braucht ein Baby?

Doch wie sollen Eltern wissen, wie viel Flüssigkeit ihr Sohn oder ihre Tochter tatsächlich benötigt? Ein Blick auf den Urin gibt Aufschluss: Zeigt der Urin eine dunkle Farbe und einen üblen Geruch, ist das ein Hinweis auf eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Je dunkler der Urin, desto konzentrierter ist er und desto ausgetrockneter ist Ihr Baby. Der Harn muss hellgelb oder strohfarben sein.

Babys reagieren auf ein Flüssigkeitsdefizit besonders empfindlich. Eine eingesunkene Fontanelle, Schläfrigkeit, wenig nasse Windeln und keine oder kaum Tränen beim Weinen sind deutliche Warnsignale für eine Austrocknung (Dehydratation). Auch am Stuhlverhalten erkennt man gut, ob ein Kind genug Flüssigkeit bekommt. Zu fester Stuhl oder Verstopfung können einen erhöhten Bedarf zeigen.

Viele Babys mögen zunächst gar nichts zusätzlich zur Milch trinken und verweigern Schoppenflasche und Trinklerntasse. Wenn Ihr Kind gesund und munter ist und 5 - 6 nasse Windeln am Tag hat, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Es bekommt dann durch die Milchmahlzeiten und die Breie genügend Flüssigkeit. Bieten Sie Ihrem Baby dennoch zu jeder Mahlzeit auch ein Getränk an, damit es sich nach und nach daran gewöhnt.

Vorsicht bei verdünnter Schoppennahrung!

Säuglingsmilchnahrung zu verdünnen, ist nicht nötig und kann im Extremfall sogar problematisch werden. Wenn Säuglinge zu stark verdünnte Nahrung erhalten, gedeihen Sie schlechter, weil zu wenige Nährstoffe in der verdünnten Schoppenmilch enthalten sind. Ausserdem kann es zu einer Wasserintoxikation kommen, weil Babys aus Hunger zu viel von der verdünnten Nahrung trinken und das zusätzliche Wasser über die Nieren nicht ausscheiden können.

Was Sie Ihrem Kind zum Trinken geben sollten

Der beste Durstlöscher ist immer noch einfaches Wasser. Wasser ist gut zu den Milchzähnen, überall erhältlich und hinterlässt keine Flecken. Wenn Sie es schaffen, dass Ihr Baby damit zufrieden ist, kann man Ihnen gratulieren! Leitungswasser muss in der Schweiz nicht vorher abgekocht werden. Lassen Sie Wasser aus dem Wasserhahn laufen, bis es konstant kalt fliesst. In den Leitungen stehendes Wasser könnte mit Keimen kontaminiert sein. Das selbe gilt für warmes Leitungswasser. Vorsicht bei Wasser aus dem eigenen Brunnen oder wenn Sie noch alte Eisen- oder Bleirohre im Haus haben.

Alternativ können Sie auch stilles Mineralwasser verwenden. 

Als zweite Wahl eignen sich verschiedene ungesüsste Tees. Zur Zubereitung können Sie die Teebeutel der Babynahrungshersteller verwenden, diese sind streng auf Schadstoffe geprüft. Ansonsten giessen Sie Kräutertee mit sprudelnd kochendem Wasser auf und lassen ihn mindestens fünf Minuten ziehen. Das ist notwendig, um Keime abzutöten, die sich in den pflanzlichen Produkten befinden können. Für kleine Mengen eignen sich Instanttees sehr gut, allerdings nur solche in Pulverform. Instanttees in Granulatform enthalten immer Zucker. Geeignete Teesorten für Ihr Baby sind:

  • Fenchel, Anis und Kümmel, welche sich auch bei Koliken bestens eignen.
  • Apfel
  • Hagebutte hat einen hohen Vitamin C-Gehalt, wirkt aber leicht abführend.
  • Lindenblüten
  • Melisse
  • Malve
  • Hibiskus

Ungeeignete Getränke für Ihr Kind

Rotbuschtee, auch Rooibostee genannt, ist ziemlich neu auf dem Markt. Da er koffeinfrei ist, kaum Bitter- und viele Mineralstoffe enthält, könnte er auch für die Babynahrung geeignet sein. Langzeit-Erfahrungen liegen aber noch nicht vor. Schwarzer Tee ist für die Babynahrung auf jeden Fall ungeeignet. Schon gar nicht in Form von Eistee, weil diesem zahnschädigende Zitronensäure und oft auch grosse Mengen Zucker zugesetzt sind. Auch Pfefferminztee sollte man Babys und Kleinkindern nicht geben: Das darin wirksame Menthol ist viel zu scharf.

Säfte und Saft-Wasser- oder Saft-Tee-Gemische sind nur noch die drittbeste Lösung. Auf Dauer führen selbst ungesüsste und verdünnte Säfte zu einer deutlichen Abhängigkeit von süssem Geschmack. Auch wenn es sich um natürlichen Fruchtzucker handelt - für die Zähne ist er genauso schädlich. Einige Kinder reagieren zudem empfindlich auf die Säure in den Fruchtsäften und bekommen dann leicht einen Windelausschlag.

Im ersten Lebensjahr sind auch alle Süssgetränke wie Sirup, Limonaden etc. tabu. Aber auch im Kleinkind- und Schulalter sollten diese Getränke nur bei speziellen Gelegenheiten, höchstens einmal pro Tag genossen werden. Mit ungesüssten Durstlöschern beugen Sie Karies und Übergewicht vor!

Becher oder Trinklerntasse?

Ab dem Alter von ca. 6 Monaten ist das Baby fähig, aus einem Becherli zu trinken. Eine Trinklerntasse wird von Zahnärzten nicht empfohlen, da die Bewegungen der Zunge bei diesem "Saugen oder Nuckeln" schlecht  für die Kieferentwicklung sind.

Häufige Fragen zum Thema

In geringen Mengen, sozusagen in der Umgewöhnungszeit auf die Beikost vom Löffel, ist das in Ordnung. Verwenden Sie aber frisches, reifes und ungezuckertes, selbst püriertes Obst.

Im Handel sind pürierte Früchte, so genannte Smoothies, überall erhältlich. Aufgrund ihres hohen Fruchtgehalts sind sie...

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Manche Kinder mögen einfach keine Milch trinken – nicht einmal gemischt mit Kakao oder als heisse  Schoggi. Dann ist es sinnlos, ein Kind trotzdem dazu überreden zu wollen. Milch ist zwar ein wichtiger Lieferant des für Zähne und Knochen unentbehrlichen Nährstoffs Calcium und verschiedener B-Vitamin...

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Newsticker

Fruchtsaft-Alarm | 29.09.2017

Die neuen Empfehlungen der Amerikanischen Kinderärztevereinigung: Babys sollten im ersten Lebensjahr grundsätzlich keine Fruchtsäfte erhalten und im Kleinkindalter lieber Obst essen. Im ersten Lebensjahr haben Fruchtsäfte keinen Nutzen für die Ernährung. Sie enthalten sehr viel Zucker und fördern die Entwicklung von Karies. Die leicht verdaulichen Kohlenhydrate machen dick und der süsse Geschmack könnte auf den späteren Konsum von anderen Süssgetränken prägen. Fruchtsäfte sind ausserdem frei von Ballaststoffen. Zum Stillen von Durst sei bei kleinen Kindern Milch und später Wasser das Beste. Fruchtsäfte sind auch kein Hausmittel gegen Durchfallerkrankungen. Im Gegenteil: Chronische Durchfälle, unter denen viele Kinder im Alter von 6 bis 36 Monaten leiden, bessern sich, wenn die Fruchtsäfte komplett gestrichen werden.

Letzte Aktualisierung : 09-09-20, MR

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