Brei leergegessen, Nuggi und Schoppen

Beikost – ab wann?

Beikost sind alle Lebensmittel in der Säuglingsnahrung, welche nach und nach die üblichen Milchmahlzeiten (Schoppen oder Muttermilch) ersetzen. Für stillende Mütter bedeutet Beikosteinführung nicht Abstillen, sondern eine langsame Verminderung der Muttermilchmenge und Stillmahlzeiten.

Der Wechsel von der Muttermilch zur Beikost muss natürlich Schritt für Schritt erfolgen. Für ein gestilltes Kind ist die Brust der Lebensmittelpunkt, eine vertraute Quelle für Nähe, Wärme und Trost. Wird sie ihm abrupt entzogen, kann seine kleine Welt ins Wanken geraten. Es empfiehlt sich, sehr langsam eine weitere Brustmahlzeit zu ersetzen. So kann sich das Kind langsam auf die neue Kost umstellen.

Ernährungsplan

Der Verband der Mütter- und Väterberaterinnen (SVM) hat zusammen mit den DROPA Drogerien, Impuls Drogerien und Bähler Apotheken einen Ernährungsplan erarbeitet, den Sie hier als pdf herunterladen können.

Grundsätzlich muss auch hier wieder betont werden: Muttermilch ist die beste und preiswerteste Nahrung, die es für Ihr Baby gibt. Deshalb wird das volle Stillen bis zum 6. Monat empfohlen.

Ab dem 5.-6. Monat ist in der Regel auch das Verdauungssystem, die Nierenfunktion und der Stoffwechsel so weit entwickelt, dass Ihr Baby Beikost vertragen kann. Spätestens im 7. Monat werden viele Babys dann mit alleinigem Stillen oder Schoppenernährung nicht mehr richtig satt und benötigen ausserdem Nährstoffe, die in der Muttermilch allein nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen - die wichtigsten Gründe für die Einführung der Beikost.

Zeitplan für die Einführung der Beikost

Tages-Menuplan für ein ca. 7 Monate altes Kind

Originelle Rezepte für Baby-Breimahlzeiten - Monat für Monat

Der passende Brei bei kleinen Wehwehchen

Und welche Getränke zum Brei?

Auch wenn Babys noch drei bis vier Still- oder Schoppenmahlzeiten bekommen, bieten Sie zu den Breimahlzeiten etwas Flüssigkeit zum Trinken an. Am besten ungesüssten Tee, Wasser oder stark verdünnten Fruchtsaft. Überlassen Sie dem Kind das Teefläschchen nie zum Dauernuckeln. Und geben Sie Teegetränke aus dem Becher, sobald Ihr Baby damit umgehen kann. Gesüsster Tee enthält zuviele Kalorien und ist eine grosse Gefahr für die Entwicklung der Milch- und bleibenden Zähne (Nuggelflaschenkaries).

Wie füttert man am besten?

Wir geben Ihnen Tipps zur Fütterungstechnik, damit es nicht zum Kampf mit dem Löffel kommt!


Häufige Frage zum Thema

Der erste Brei mit dem ersten Zahn?


Newsticker

Ruhe durch Brei | 15.09.2018

In der Hoffnung auf ruhigere Nächte führen manche Eltern die Beikost schon früher ein als von Experten empfohlen. Britische Forscher haben nun an Daten von über 1.200 Kindern untersucht, ob dies den Schlaf tatsächlich verbessert. Babys, die schon nach dem 3. Monat zusätzlich zum Stillen langsam Beikost in Form von Baby-Reis, später Joghurt erhielten, schliefen etwa eine Viertelstunde länger und wachten weniger häufig in der Nacht auf (nur 1,74-mal gegenüber zweimal) als Babys, die in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich gestillt wurden. Da der Babyschlaf einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Eltern hat, sind die bisherigen Empfehlungen in Grossbritannien zu überdenken. Bis dahin raten die Forscher jedoch, die geltenden Richtlinien zu befolgen. In der Schweiz lautet die offizielle Empfehlung, bis zum 6. Monat voll zu stillen und Säuglingen vor dem 5. Monat keine Beikost zu geben. Ein früherer Beikostbeginn sei mit späterem Übergewicht assoziiert. Auch bezüglich Allergien sei ein Beginn mit 4 – 6 Monaten am günstigsten fürs Kind.

Beikost – wann?