Baby im Schaumbad
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Das Babybad - so geht's 

Denken Sie zuerst daran, alle zum Baden notwendigen Utensilien griffbereit zu haben. Nehmen Sie sich Zeit, aber vermeiden Sie langes Herumhantieren. Länger als 6-7 Minuten sollte Ihr Baby nicht in der Wanne sein.

Säuglinge frieren schnell, daher sollte man das Kind in einem warmen Raum (mindestens 22°C, besser 24°C Raumtemperatur, evtl. mit einem Heizstrahler oder einer Wärmelampe) und ohne Zugluft baden. Dieser muss allerdings nicht zwangsläufig das Badezimmer sein. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es je nach Temperament Ihres Babys ausserhalb der Babywanne recht nass werden kann.

Füllen Sie die Wanne mit genügend warmem Wasser. Die Temperatur können Sie gut mit Ihrem Ellenbogen testen. Das Wasser sollte sich dabei weder kalt noch heiss anfühlen. Ideal sind etwa 37°C, also Körpertemperatur. Befindet sich der Wasserhahn gleich über der Badewanne, lassen Sie unbedingt am Schluss ein wenig kaltes Wasser heraus, damit sich Ihr Kind nicht daran verbrennen oder am heraustropfenden Wasser verbrühen kann. Falls Sie nicht ganz auf Badezusätze oder Shampoos verzichten können, achten Sie auf milde, hypoallergene Produkte mit rückfettenden Eigenschaften und ohne Konservierungsstoffe. Sie sollten nur spezielle Babypflegeprodukte kaufen! Dosieren Sie ausserdem möglichst sparsam.

Ziehen Sie Ihr Kind zunächst nur bis auf Windel und Hemdchen aus, damit es nicht friert, während Sie ihm das Gesicht mit einem Waschlappen und klarem Wasser waschen. Die Augen bitte immer vom äusseren Augenwinkel zur Nase hin waschen. Verwenden Sie bei Bedarf für die Reinigung von Nase und Ohren einen Wattebausch, den Sie selbst zur Spitze drehen. Wattestäbchen sind hier nicht zu empfehlen, denn sie verletzen leicht das Trommelfell oder die Nasenschleimhaut und zerstören die Härchen im Gehörgang. Mehr zur Reinigung der Ohren.

Falls nötig, säubern Sie danach den Po und Windelbereich erst mit Wasser oder feuchten Reinigungstüchern, damit das Badewasser nicht verunreinigt wird. Entkleiden Sie Ihr Kind erst dann ganz.

Nach nochmaliger Kontrolle der Wassertemperatur lassen Sie Ihr Baby dann langsam mit den Füssen voran in die Babywanne gleiten. Am sichersten ist es, wenn Sie mit Ihrem Arm unter dem Kopf des Kindes durchgreifen und es am Oberarm festhalten. So liegt es mit dem Hinterkopf auf Ihrem linken Unterarm (wenn Sie Linkshänderin sind auf dem rechten Unterarm), und der Kopf kann sicher nicht untertauchen. Lassen Sie sich diesen Griff in der Geburtsklinik von einer Pflegeperson zeigen! Das Kind sollte bis zu den Schultern im Wasser sein, damit es nicht friert. Wenn das Bäuchlein aus dem Wasser ragt, hält ein Frotteewaschlappen warm.

Mit der freien Hand können Sie Ihr Kind nun waschen. Dem Kind gefällt das Bad meist besser, wenn es mit den Füssen an der Badewannenwand anstossen kann, da es dadurch eine Begrenzung wie zuvor im Mutterleib spürt und sich dadurch sicherer fühlt. Wenn Sie schon etwas Routine haben, können Sie anschliessend das Baby auch auf den Bauch drehen, sein Gesicht muss dabei jedoch unbedingt über das Wasser ragen.

Zuletzt wird der behaarte Teil des Kopfes gewaschen; gelegentlich können Sie dabei auch ein mildes Baby-Shampoo verwenden, vor allem wenn etwas Milchschorf vorhanden ist.

Nachdem die Haare gewaschen sind, sollten Sie das Kind möglichst schnell abtrocknen, denn über den nassen Kopf verliert es rasch viel Wärme. Trocknen Sie es besonders in den Hautfalten der Leistenbeuge und der Kniekehlen, auch am Hals und zwischen den Fingerchen sorgfältig ab. Aber bitte diese empfindlichen Stellen nicht zu sehr reiben, besser nur sanft trocken tupfen!

Wenn Ihr Baby sehr trockene Haut hat, können Sie es nach dem Bad noch mit Mandelöl oder Jojobaöl oder einer Babylotion pflegen. Babypuder, v.a. in Verbindung mit Creme oder Lotion,  ist nicht zu empfehlen, da es die Haut austrocknen und zu Reizungen führen kann. Anschliessend können - falls nötig - noch die Finger- und Zehennägel geschnitten werden.

Letzte Aktualisierung : 05-05-16, MR / BF

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