Unsere Tochter hat immer so kalte Füsschen. Darf ich ihr eine Wärmflasche ins Bettchen legen?

Weil Babys noch Probleme damit haben, ihre Körpertemperatur stabil zu halten, kühlen sie leicht aus. Vor allem die Füsschen fühlen sich oft kalt an. Eine warme Bettflasche für Kinderwagen oder Bettchen kann wohltuend sein - aber auch gefährlich! Eine zu heisse oder undichte Wärmflasche kann das Baby stark überhitzen, was die Gefahr für den plötzlichen Kindstod erhöht, oder gefährlich verbrühen.

Die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen:

  • Die Wärmflasche in einen dicken Moltonsack verpacken oder eine spezielle, wattierte Babywärmflasche verwenden.
  • Höchstens 40 °C warmes Wasser einfüllen. Nur wenig Wasser einfüllen und die Luft entweichen lassen, bevor man sie zuschraubt.
  • Vor Gebrauch testen, ob die Flasche dicht ist.
  • Die Flasche nur ans Fussende, nicht unter das Baby legen. Oder das Bettchen damit nur vorwärmen.

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Vorsicht heiss! | 07.02.2018

Auf den meisten Bettflaschen findet sich der Warnhinweis "Kein kochendes Wasser einfüllen". Das hat seine Berechtigung: Kochendes Wasser entwickelt Wasserdampf, der Platz braucht, um sich auszudehnen. Dabei kann die Wärmflasche platzen und zu schwersten Verbrennungen führen. Kochendes Wasser ist sowieso unnötig: Für Kinder genügt eine Temperatur von etwa 40 Grad, für Erwachsene etwa 60 Grad. Wasser aus dem Wasserhahn hat bis zu 65 Grad. Sie können die Wärmflasche also auch mit heissem Kranenwasser befüllen. Alternativ können Sie es nach dem Aufkochen etwa fünf Minuten lang abkühlen lassen. Grundsätzlich nie ganz voll füllen, sondern nur zu etwa zwei Drittel. So hat allfälliger Wasserdampf Platz, sich auszudehnen.

Letzte Aktualisierung : 16-08-16, BH