Kindergarten

"Unser Kind ist jetzt im Kindergarten"

Der Schritt in den Kindergarten oder in die Spielgruppe ist häufig nicht nur für die Kinder, sondern auch für Eltern mit gemischten Gefühlen, mit Ängsten und schmerzlichen Trennungserfahrungen verbunden. Auch wenn der erste Kindergartentag herbeigesehnt wurde, bringt er doch auch  viel Aufregung mit sich und für so manches Kind wird die anfängliche Vorfreude ein paar Tage vorher von ängstlicher Erwartung und Anspannung abgelöst.

Für die ganze Familie beginnt ein neuer Lebensabschnitt, eine Zeit des Übergangs, die für das Gefühlsleben Ihres Kindes zuerst einmal die Trennung von geliebten Personen und der vertrauten Umgebung bedeutet. Mit dem Eintritt in den Kindergarten erlebt ein Kind in der Regel zum ersten Mal, dass es mehrere Stunden täglich ausserhalb der Familie verbringt und es muss lernen:

  • sich in eine grössere Gruppe zu integrieren 
  • mehrere Stunden täglich ohne die Hilfe seiner Eltern auszukommen
  • zwischen den unterschiedlichen Anforderungen in Familie und Kindergarten hin und her zu wechseln
  • sich an eine neue Bezugsperson zu gewöhnen, die gleichzeitig auch noch für andere Kinder da sein muss
  • eine Beziehung zu anderen Kindern aufzubauen und Rücksicht zu üben
  • neue Regeln zu beachten, die es von zu Hause nicht kannte
  • sich an einen neuen zeitlichen Rhythmus zu gewöhnen.

Diese verschiedenen Aufgaben wird jedes Kind anders bewältigen. Während das eine spontan und freudig auf Neues zugeht und gleich ein "Gschpänli" sucht und findet, steht ein anderes schüchtern und ängstlich am Rand und wartet ab. Häufig gibt es auch Tränen beim morgendlichen Bringen oder zu Hause beim Abschied von Mutter oder Vater. Sich in einer fremden Umgebung zurecht zu finden, die Sicherheit des Bisherigen aufzugeben und nicht mehr bei allen Schwierigkeiten die elterliche Hilfe in der Nähe zu wissen, bedeutet für die meisten Kinder eine grosse Umstellung. Kein Wunder, dass mehrere Wochen, aber auch einige Monate vergehen können, bis Ihr Kind zu einem richtigen Kindergartenkind geworden ist, sich in seiner neuen Umgebung wohl fühlt, seinen Platz in der Gruppe gefunden hat und das nutzen kann, was ihm geboten wird.

Die neuesten Erkenntnisse zur gesundheitlichen Auswirkung von auswärtiger Kinderbetreuung finden Sie hier:
Krippenkinder: Öfter erkältet, aber seltener allergisch

Als Eltern hoffen Sie natürlich auf einen möglichst problemlosen Eintritt in den Kindergarten und auf eine kurze Eingewöhnungsphase. Auf verschiedene Art können Sie Ihrem Kind helfen, diese Anfangsschwierigkeiten zu bewältigen. Hier finden Sie ein paar Tipps zum Eingewöhnen! Im Artikel "Reif für die Schule" lesen Sie, wie Sie als Eltern dazu beitragen können, dass Ihr Kind nach dem Kindergarten gut in den Schulalltag starten kann.  


Wissen

Depressionen schon bei Kindergartenkindern

Newsticker

Ohne Impfung kein Kindsgi | 01.06.2017

Die italienische Regierung hat ein Gesetz über Pflichtimpfungen für Kinder erlassen. Die Impfpflicht gilt ab dem kommenden Schuljahr für insgesamt zwölf häufige Kinderkrankheiten, darunter Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Nicht geimpfte Kinder im Alter bis zu sechs Jahren werden künftig nicht in Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen aufgenommen. Eltern nicht geimpfter Kinder sollen beim Jugendamt gemeldet werden – und können auch das Fürsorgerecht verlieren. Hinzu sollen hohe Bussgelder kommen. Der Beschluss wurde durch die seit Jahresbeginn grassierende Masernepidemie befördert. Masern verlaufen meist harmlos, können aber auch – wie während der letzten grossen Masernepidemie 2002 in 15 Fällen - tödlich enden. Was halten Sie davon? Machen Sie mit bei unserer Umfrage...

Vorzeitig in den Kindergarten? | 24.08.2016

Eltern können ihre Kinder schon früher in den Kindergarten schicken, sofern sie dies als sinnvoll erachten. 2010 waren es im Kanton Zürich über 6 Prozent. Aber fast jedes vierte vorzeitig eingeschulte Kind musste bis zum Ende der 3. Klasse eine Jahr repetieren. Und bis zu 90 Prozent der früh eingeschulten Repetenten besuchen im Kanton ein 3. Kindergartenjahr. Die „Zurücksetzung“ kann negative Auswirkungen haben: Viele Wiederholer fühlen sich wegen des zusätzlichen Schuljahres minderwertig und schliessen die Schule deutlich häufiger in einem Schultyp mit geringeren Anforderungen ab im Vergleich zu Kindern, die niemals wiederholen mussten. Mehr zum Thema "Schulreife"...

Letzte Aktualisierung: 05.2016, AG