Baby trinkt an der Brust

Hebammentipp - Stillhütchen

Jede Frau hat eine etwas andere Brustwarzenform. Manche Mütter haben Flach- oder Hohlwarzen, welche den Stillstart etwas schwieriger gestalten können. Auch jedes Baby ist anders. Es gibt Kinder, die von Anfang an überhaupt kein Problem haben, eine flache Brustwarze weit genug in den Mund zu saugen, um ein gutes Vakuum bilden zu können. Andere haben mehr Mühe damit und brauchen etwas Übung.

In speziellen Fällen kann auch ein Stillhütchen nützlich sein. Stillhütchen sollten natürlich nicht leichtfertig eingesetzt werden, aber es gibt Fälle, in denen ein Stillhütchen helfen kann. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind hat Mühe, die Brustwarze zu fassen und ein Vakuum zu bilden, sprechen Sie mit der Hebamme oder der Pflegefachfrau auf der Wochenbettstation. Bitten Sie sie um eine Stillbeobachtung oder fragen Sie nach der Stillberaterin des Spitals. Es gibt einige Tricks, mit denen man dem Baby helfen kann, die Brustwarze zu fassen. Wenn alles dies nicht hilft, kann vorübergehend ein Stillhütchen eingesetzt werden.

Es kann auch schon hilfreich sein, das Stillhütchen nur am Anfang der Stillmahlzeit zu verwenden. Sobald das Baby einen Unterdruck erzeugt hat und die Brustwarze sich aufgestellt hat, kann das Vakuum gelöst werden, das Stillhütchen abgemacht werden und oft kann das Kind dann die Warze packen. Häufig ist die Brust auch nicht mehr ganz so prall, da das Kind schon etwas Milch von der Brust getrunken hat.

Stillhütchen ja oder nein ist immer eine individuelle Entscheidung und muss gut abgewogen werden. Wenn ein Stillhütchen nötig ist, kann es etwas dauern, bis man das Kind davon wieder abgewöhnt hat, aber oft gelingt dies gut, sobald sich die Stillbeziehung etabliert hat. 

Letzte Aktualisierung : 01.2017, JM

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