Eltern sein, ein Paar bleiben
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Vater und Mutter sind immer noch ein Paar

In den ersten Wochen nach der Geburt werden Mutter und Vater so vollständig von ihrem neuen Familienmitglied in Anspruch genommen, dass sie nur allzu leicht vergessen, dass sie ein Paar sind – und das auch bleiben sollten.

Zwar kann ein Baby eine schlechte Beziehung nicht retten, eine gute aber auch nicht zerstören. Die neue Konstellation kann allerdings durchaus Krisen hervorrufen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass sich Mutter und Vater immer wieder bewusst machen, dass sie nicht nur Eltern sind. Die bisherige Zweisamkeit sollte nicht mehr als notwendig vernachlässigt werden, auch wenn die Zeit für Zärtlichkeiten weniger geworden ist – behalten Sie Ihre gute Partnerschaft im Auge. Versuchen Sie, einige Rituale von früher in den neuen Alltag zu retten:

  • Nehmen Sie sich täglich wenigstens ein paar Minuten Zeit nur füreinander.
  • Reden Sie über Ihre Gefühle, Gedanken, Ängste. Der Vater sollte nicht zum Handlanger einer gestressten Mutter werden, sondern aktiv mit einbezogen werden. Wenn Sie als frisch gebackener Vater spüren, dass das nicht so geht, wie Sie es sich wünschen, reden Sie mit Ihrer Frau freundlich darüber!
  • Als Vater sollten Sie sich aktiv an der Versorgung des Kleinen und des Haushalts beteiligen und nicht darauf warten, bis Ihre Frau Sie um etwas bittet. Darauf zielt die Initiative Fairplay at home des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Mann und Frau. Vor allem sollten Sie nicht eifersüchtig auf die innige Verbundenheit zwischen Mutter und Baby reagieren. Das Kleine braucht Sie beide.

Bei Problemen hilft Ihnen z.B. die online-Paarberatung www.paarberatung.ch.

Ebenfalls lesenswert: Der Erfahrungsbericht "Papas voller Einsatz ist gefragt".

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Putzen ist sexy | 21.10.2016

Gleichberechtigung bei Hausarbeit und Kindererziehung galt lange als Lustkiller in der Ehe. Doch neue Studienergebnisse beweisen das Gegenteil: Paare, die sich die Hausarbeit teilen, haben mehr Spass im Bett. Sozialwissenschaftler der Cornell University, New York, werteten eine Umfrage zum Thema Partnerschaft, Sexualleben und Zufriedenheit aus. Demnach haben Paare, die sich die Hausarbeit teilen, im Schnitt 6,8 mal Sex im Monat. Paare, bei denen es eher traditionell zugeht – der Mann also das Geld verdient, während die Frau für Haus und Kinder sorgt – monatlich einmal weniger. Erstaunlich, denn noch in der Vorgänger-Studie 1992 war das umgekehrt, galt doch die traditionelle Rollenverteilung damals als Garant für ein glückliches Sexualleben.

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Letzte Aktualisierung : 08.2016, BH

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