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Paar im Bett
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Die wich­tigs­ten Ver­kehrs­re­geln


Manch­mal stellt es sich schon nach dem ers­ten Ge­spräch in der Pra­xis her­aus: Der Ge­schlechts­ver­kehr fin­det zu sel­ten oder zur fal­schen Zeit statt. Zy­klus­kon­trol­le und Sex zur rich­ti­gen Zeit, näm­lich an den frucht­ba­ren Ta­gen kurz vor dem Ei­sprung hel­fen dann viel­leicht schon, schwan­ger zu wer­den – ohne dass wei­te­re Mass­nah­men not­wen­dig sind.

Die Wahl des rich­ti­gen Zeit­punkts spielt dar­über hin­aus auch eine Rol­le, wenn Sie das Ge­schlecht Ih­res zu­künf­ti­gen Kin­des be­ein­flus­sen wol­len.

Die Stel­lung beim Ge­schlechts­ver­kehr ist zu­nächst gleich­gül­tig, so­lan­ge ein völ­li­ges und mög­lichst tie­fes Ein­drin­gen des Glie­des in die Schei­de mög­lich ist. Das er­leich­tert es den Sa­men­zel­len, den Weg zum Ei­lei­ter zu fin­den. Wenn das Eja­ku­lat, also der Sa­men­er­guss, beim Ge­schlechts­ver­kehr tief in die Va­gi­na ge­langt, blei­ben die Sa­men­fä­den auch län­ger be­fruch­tungs­fä­hig. Le­dig­lich bei La­ge­ver­än­de­rung der Ge­bär­mut­ter (z.B. ei­ner Ab­kni­ckung nach hin­ten, was sich bei der kör­per­li­chen Un­ter­su­chung durch den Gy­nä­ko­lo­gen leicht her­aus­stellt) kann bei Rü­cken­la­ge der Frau das Ein­tau­chen des Mut­ter­mun­des nach dem Sa­men­er­guss in den Sa­men­see frag­lich sein. Dann soll­te der Ver­kehr in Knie-El­len­bo­gen-, Bauch- und Sei­ten­la­ge der Frau er­fol­gen.

Bei Kin­der­wunsch ist es güns­tig, wenn die Frau nach dem Ver­kehr etwa eine Stun­de lie­gen bleibt und das Ge­säss durch Un­ter­le­gen ei­nes Pols­ters et­was hö­her la­gert. Ge­schlechts­ver­kehr im Ste­hen oder Sit­zen lässt das Sper­ma nicht so tief in die Schei­de ge­lan­gen und schnel­ler wie­der her­aus­flies­sen.

Da Urin und an­de­re Flüs­sig­kei­ten sa­men­feind­lich sind, soll­te der Mann in der letz­ten hal­ben Stun­de vor dem Ver­kehr nicht sei­ne Bla­se ent­lee­ren und die Frau kei­ne Schei­den­spü­lung vor­neh­men. Dem­entspre­chend ist Sex in der Ba­de­wan­ne eher be­fruch­tungs­feind­lich – aber das be­deu­tet um­ge­kehrt na­tür­lich nicht, dass dies eine wirk­sa­me Ver­hü­tungs­me­tho­de ist...

Gleit­mit­tel sind eben­falls un­güns­tig, wenn sie nicht ei­nen ho­hen pH-Wert auf­wei­sen (wie z.B. Pre-Seed), der für die Mo­bi­li­tät der Sper­mi­en wich­tig ist.

Vie­le Fort­pflan­zungs­me­di­zi­ner ra­ten be­reits zur ver­tief­ten Ab­klä­rung, wenn die Frau nach ei­nem Jahr re­gel­mäs­si­gem Ge­schlechts­ver­kehr – das heisst min­des­tens zwei­mal pro Wo­che – nicht schwan­ger ist. An­de­re Ärz­te emp­feh­len, min­des­tens dop­pelt so lan­ge zu war­ten und zu­erst die Le­bens­si­tua­ti­on zu über­prü­fen: Ist der Mann oder die Frau über­mäs­sig ge­stresst? Dreht sich al­les nur noch um den Kin­der­wunsch? Könn­te das Ge­sund­heits­ver­hal­ten (Rau­chen, Über­ge­wicht usw.) ei­nen Ein­fluss ha­ben?

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Letzte Aktualisierung: 05.05.2020, BH
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