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Be­deu­tet eine be­son­ders di­cke Na­cken­bla­se au­to­ma­tisch ein be­son­ders ho­hes Ri­si­ko?

Ja, bei­des steht in di­rek­tem Zu­sam­men­hang. Je di­cker die Na­cken­fal­te ist, umso häu­fi­ger wird dann bei den wei­ter­ge­hen­den Un­ter­su­chun­gen eine Ur­sa­che, d.h. eine Er­kran­kung des Kin­des ge­fun­den.

Das lässt sich am Bei­spiel des Down Syn­droms er­klä­ren: Das sta­tis­ti­sche Al­ters­ri­si­ko ei­ner 30jäh­ri­gen Schwan­ge­ren für die Ge­burt ei­nes Kin­des mit Down-Syn­drom ist zu­nächst ein­mal etwa 0,1 %. Wird bei ih­rem Kind eine Na­cken­fal­te von 3 mm ge­mes­sen, er­höht sich die­ses Ri­si­ko um das Drei­fa­che auf 0,3 %. Das ist im­mer noch nicht sehr hoch! Bei ei­ner Di­cke von 4 mm liegt es bei ca. 2 %, bei 5 mm schon bei 3 %. Aber selbst bei ei­nem Ri­si­ko von 3 % (ei­ner 30­fa­chen Er­hö­hung des Nor­mal-Ri­si­kos), kann man da­mit rech­nen, dass mit 97% Wahr­schein­lich­keit kein Down-Syn­drom vor­liegt!

Auch an­de­re Ano­ma­li­en kön­nen in der Früh­schwan­ger­schaft ein Na­cken­ödem ver­ur­sa­chen, z.B. Herz­feh­ler. Be­rück­sich­tigt man die­se zu­sätz­lich, be­steht bei ei­nem Ödem von 3,5 mm eine Wahr­schein­lich­keit von 30 %, dass eine Ent­wick­lungs­stö­rung vor­liegt oder eine Schwan­ger­schafts­kom­pli­ka­ti­on droht.

Um die­se Wahr­schein­lich­kei­ten ab­zu­klä­ren und eine ver­läss­li­che Dia­gno­se zu stel­len, sind wei­ter­ge­hen­de Un­ter­su­chun­gen wie ge­ziel­ter Ul­tra­schall, eine Cho­ri­on­zot­ten­bi­op­sie oder Am­nio­zen­te­se (Frucht­was­ser­ent­nah­me) zu über­le­gen.

Letzte Aktualisierung: 28.10.2019, BH

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