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                              Mutter betastet die Halslymphknoten ihrer Tochter
                              ©
                              iStock

                              Hals­weh


                              Wenn tro­cke­ne Hei­zungs­luft, kal­te Früh­jahrs­luft und ins­be­son­de­re Zug­luft die Schleim­häu­te aus­trock­nen, be­kom­men auch Kin­der häu­fig Hals­schmer­zen, dann kit­zelt, kratzt und brennt es im Hals. Klei­ne Kin­der kön­nen Hals­weh oft noch nicht be­schrei­ben, aber ver­än­der­te Aus­spra­che, Schluck­be­schwer­den und Hei­ser­keit deu­ten dar­auf hin. Das Kind mag auf­grund der Be­schwer­den nicht ger­ne es­sen oder trin­ken. Der Ra­chen ist leicht ge­rö­tet, die Hals­lymph­kno­ten kön­nen ge­schwol­len sein.

                              Hals­weh ist oft das ers­te Zei­chen ei­ner Er­käl­tung. Bei leich­ten Be­schwer­den ohne Fie­ber sind die Er­re­ger meist harm­lo­se Rhi­no­vi­ren, die man gut zwei bis drei Tage lang mit Haus­mit­teln be­han­deln kann.

                              Ge­ne­rell gilt: Über­hei­zen Sie die Räu­me nicht und sor­gen Sie für aus­rei­chen­de Luft­feuch­tig­keit (30-50 %). Das kann man mit feuch­ten Tü­chern über der Hei­zung er­rei­chen. Las­sen Sie Ihr er­käl­te­tes Kind zu Hau­se blei­ben, zie­hen Sie es warm an, le­gen Sie ihm ei­nen Schal um den Hals. Zu es­sen gibt es Sup­pe oder Pü­rier­tes.

                              Ihr Kind soll­te jetzt viel trin­ken, da­bei spielt kei­ne Rol­le, ob heiss, warm oder kalt. Gut hel­fen heis­ser Ho­lun­der­si­rup, war­me Milch mit Ho­nig (erst ab zwölf Mo­na­ten) und na­tür­lich un­ge­süss­ter Tee. Ka­mil­len, Sal­bei-, Mal­ven oder Thy­mi­an­tee wir­ken ent­zün­dungs­hem­mend und lin­dernd. Für die­se Heil­tees je­weils 1 Tee­löf­fel Pflan­zen­tei­le mit 2,5 dl ko­chen­dem Was­ser über­gies­sen. 5 Mi­nu­ten zie­hen und ab­küh­len las­sen. Frucht­saft soll­ten Sie Ih­rem Kind we­gen der Säu­re bei Hals­schmer­zen nicht ge­ben.

                              Um die Atem­wegs­schleim­häu­te feucht zu hal­ten, sind In­ha­la­tio­nen mit Was­ser­dampf ide­al. Bit­te nicht über der Schüs­sel mit heis­sem Was­ser in­ha­lie­ren, da es im­mer wie­der zu schwe­ren Ver­brü­hun­gen kommt, son­dern spe­zi­el­le Ge­rä­te ver­wen­den. Op­ti­mal: ein elek­tri­scher Ver­neb­ler mit der pas­sen­den Kin­der-Ge­sichts­mas­ke. Da­mit las­sen sich auch Salz­lö­sun­gen (oder Lö­sun­gen mit Em­ser Sole, Heu­blu­me, Ka­mil­le oder Fen­chel usw.) in­ha­lie­ren. Auf­pas­sen soll­ten El­tern bei der Damp­fin­ha­la­ti­on mit äthe­ri­schen Ölen wie Men­thol oder Min­ze. Sie kön­nen bei klei­nen Kin­dern star­ke Ne­ben­wir­kun­gen - von Schleim­haut­rei­zun­gen und Er­bre­chen bis hin zu aku­ter Atem­not - her­vor­ru­fen.

                              Bon­bons und Lutsch­ta­blet­ten gibt sie mit Wirk­stof­fen, die des­in­fi­zie­ren (zum Bei­spiel Ben­zal­ko­ni­um­chlo­rid), be­feuch­ten (Hyaluron­säu­re), den Schmerz neh­men (etwa Ben­zo­cain) oder Rei­zun­gen lin­dern (zum Bei­spiel Is­län­disch Moos). Aber Ach­tung: Schmerz­stil­len­de Pas­til­len mit ei­ner be­täu­ben­den Wir­kung sind bei klei­nen Kin­dern nicht ge­eig­net. Ein be­täub­ter Ra­chen kann dazu füh­ren, dass sich das Kind leich­ter ver­schluckt. 

                              Auch Ho­möo­pa­thie kann Kin­dern mit Hals­weh hel­fen. Bel­la­don­na kommt zum Ein­satz, wenn die Schmer­zen plötz­lich be­gin­nen und eher rechts lo­ka­li­siert sind. Das Schlu­cken fällt sehr schwer und ist schmerz­haft, die Stimm­bän­der kön­nen mit­be­trof­fen sein und das Kind hat kei­nen Durst. Ist der Hals da­ge­gen dun­kel­rot ent­zün­det, hat das Kind bren­nen­de Schmer­zen, Wund­heits- und Tro­cken­ge­fühl, zie­hen die Schmer­zen beim Schlu­cken bis hin­ter die Oh­ren und ist die Zun­ge hin­ten dick gelb be­legt, nützt Phy­to­l­ac­ca. Bei ei­nem ent­zün­de­ten Hals ver­schafft Schüss­ler-Salz Nr. 3 (Fer­rum phos­pho­ri­cum) Lin­de­rung. Bei sehr star­ken Ent­zün­dungs­schmer­zen kann zu­dem ein Spa­gy­rik-Spray mit Bel­la­don­na, Ar­ni­ca und Pro­po­lis hel­fen.

                              Ein al­tes be­währ­tes Haus­re­zept ge­gen Hals­schmer­zen sind Wi­ckel. Sie kön­nen warm oder kalt an­ge­wen­det wer­den, je nach­dem, was Ihr Kind an­ge­neh­mer emp­fin­det. Bei Hals­schmer­zen emp­fiehlt sich ein Quark­wi­ckel. Wenn der Quark mit der Haut in Be­rüh­rung kommt, be­ginnt ein Milch­säu­re­pro­zess. Die­ser wirkt ge­gen Ent­zün­dun­gen und ist schmerz­lin­dernd so­wie ab­schwel­lend.

                              Wenn sich zu­sätz­lich ho­hes Fie­ber oder gar Schüt­tel­frost ein­stel­len, der Blick in den Ra­chen fle­cki­ge Ver­än­de­run­gen oder Ver­fär­bun­gen zeigt und das Kind krank wirkt oder ei­nen Haut­aus­schlag hat, soll­ten Sie un­be­dingt den Arzt auf­su­chen. Ein feu­er­ro­ter Ra­chen kann auf Schar­lach hin­deu­ten, Stipp­chen auf den Man­deln auf eine eit­ri­ge Man­del­ent­zün­dung (An­gi­na). Die­se In­fek­ti­ons­krank­hei­ten müs­sen an­ti­bio­tisch be­han­delt wer­den, und zwar so lan­ge wie vom Arzt ver­ord­net – auch, wenn es dem Kind schon wie­der bes­ser geht. An­dern­falls kön­nen an­ti­bio­tika­re­sis­ten­te Er­re­ger ent­ste­hen.

                              Ei­ni­ge Kin­der­ärz­te füh­ren bei star­ken Hals­schmer­zen ei­nen Strep­to­kok­ken-Schnell­test durch. Nach we­ni­gen Mi­nu­ten kann so mit­hil­fe ei­nes Ab­strichs fest­ge­stellt wer­den, ob Strep­to­kok­ken vor­han­den sind. Will man ganz si­cher­ge­hen, kann zu­sätz­lich eine Kul­tur des Ab­strichs an­ge­legt wer­den, die je­doch erst nach 24 Stun­den ein Er­geb­nis lie­fert.

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                              Wis­sen


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                              1/29/2018
                              Kräutertee im Glas

                              Hals­schmer­zen

                              Ein alt­be­währ­tes Haus­mit­tel bei Hals­schmer­zen ist das Gur­geln. Kräu­ter­tees aus Ka­mil­le, Thy­mi­an oder Sal­bei wir­ken …
                              Letzte Aktualisierung: 17.05.2021, BH
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