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                              Teenager zeigt die Impfstelle
                              ©
                              GettyImages

                              Die Imp­fung ge­gen Wind­po­cken (spit­ze Blat­tern)


                              Die Imp­fung ge­gen Va­ri­zel­len wird Ju­gend­li­chen von 11 bis 15 Jah­ren emp­foh­len, wenn sie die Wind­po­cken noch nicht durch­ge­macht ha­ben, was nur für ca. 4% der Ju­gend­li­chen zu­trifft. Der Grund für die spä­te Imp­fung: Kin­der sol­len spit­ze Blat­tern „na­tür­lich“ durch­ma­chen. Erst wenn das nicht pas­siert ist, wird ge­impft - weil eine Er­kran­kung im Er­wach­se­nen­al­ter sehr viel schwe­rer und mit ei­ner deut­lich hö­he­ren Kom­pli­ka­ti­ons­ra­te ver­läuft.

                              Die Kos­ten wer­den von den Kran­ken­kas­sen im Rah­men der Grund­ver­si­che­rung über­nom­men (ab­züg­lich Fran­chise und Selbst­be­halt).

                              Wie weiss man, ob ein Kind schon Wind­po­cken ge­habt hat?


                              Wenn Zwei­fel be­stehen, ob man die wil­den Blat­tern ge­habt hat, kann mit­tels ei­ner Be­stim­mung der An­ti­kör­per im Blut fest­ge­stellt wer­den, ob eine Imp­fung not­wen­dig ist oder nicht. Ist das nicht mög­lich, scha­det die Imp­fung auf kei­nen Fall: Wenn be­reits An­ti­kör­per exis­tie­ren, neu­tra­li­sie­ren die­se so­fort und ohne Ne­ben­wir­kun­gen die Impf­vi­ren.

                              Wer soll­te ge­gen wil­de Blat­tern ge­impft wer­den?


                              Sehr wich­tig ist die Imp­fung für Kin­der mit  Im­mun­schwä­che (nach Krebs­be­hand­lung oder Or­gan­trans­plan­ta­ti­on, evtl. auch bei schwe­ren Ek­ze­men wie Neu­ro­der­mi­tis), bei de­nen kei­ne IG-An­ti­kör­per vor­han­den sind. Sie soll­ten un­be­dingt ge­impft wer­den. Ein­be­zo­gen wer­den dann auch gleich die Ge­schwis­ter­kin­der, da­mit sie die ge­fähr­li­che Er­kran­kung nicht ins Haus schlep­pen.

                              Eine an­de­rer Per­so­nen­kreis, der von ei­ner Imp­fung pro­fi­tiert: Frau­en mit Kin­der­wunsch, die kei­ne Im­mu­ni­tät ha­ben - zum Schutz des un­ge­bo­re­nen Kin­des. Wenn sie sich in der Schwan­ger­schaft mit Wind­po­cken an­ste­cken, ha­ben sie ein er­höh­tes Kom­pli­ka­ti­ons­ri­si­ko mit schwer ver­lau­fen­den Lun­gen­ent­zün­dun­gen und mög­li­cher­wei­se Fehl­bil­dun­gen beim Kind. Eine Schwan­ger­schaft muss wäh­rend ei­nes Mo­nats nach der Imp­fung ver­hin­dert wer­den.

                              War­um ist die Va­ri­zel­len-Imp­fung nicht im of­fi­zi­el­len Impf­plan?


                              In der Schweiz ist so­mit die Va­ri­zel­len­imp­fung nicht im of­fi­zi­el­len Impf­plan für Säug­lin­ge und Klein­kin­der ent­hal­ten, son­dern wird erst für Ju­gend­li­che oder Er­wach­se­ne emp­foh­len. Ganz im Ge­gen­satz zu Deutsch­land, Ös­ter­reich und auch in den USA, wo die "harm­lo­se Kin­der­krank­heit" als viel ge­fähr­li­cher ein­ge­stuft wird und des­halb schon seit vie­len Jah­ren die frü­he Imp­fung emp­foh­len wird. In Deutsch­land gibt es so­gar seit drei Jah­ren eine Mel­de­pflicht. Man nimmt dort die mög­li­chen Kom­pli­ka­tio­nen viel erns­ter, z.B. bak­te­ri­el­le Haut­ent­zün­dun­gen, Lun­gen­ent­zün­dung, Hirn­haut- und Hirn­ent­zün­dung, die schwer und sel­ten auch töd­lich ver­lau­fen kön­nen. Im­mer­hin gibt es auch in der Schweiz pro Jahr ein bis zwei To­des­fäl­le auf­grund ei­ner Wind­po­cken­er­kran­kung. Ei­nes von 1000 Kin­dern er­lei­det Kom­pli­ka­tio­nen und muss ins Spi­tal.

                              Impf­ter­mi­ne und Impf­stoff


                              Die Imp­fung ge­gen Wind­po­cken oder Va­ri­zel­len be­steht aus zwei Do­sen im Ab­stand von min­des­tens vier Wo­chen. Der Impf­stoff ent­hält Wind­po­cken­vi­ren, die im La­bor auf Zell­kul­tu­ren ge­züch­tet und ab­ge­schwächt wur­den, da­mit sie kei­ne Krank­heit mehr aus­lö­sen. Es sind le­ben­de Vi­ren mit der Fä­hig­keit, eine na­tür­li­che In­fek­ti­on nach­zu­ah­men und die Ab­wehr­kräf­te wirk­sam und lang­dau­ernd zu sti­mu­lie­ren. Die Impf­stof­fe ent­hal­ten Spu­ren von An­ti­bio­ti­ka (Neo­my­cin) und von Zel­len, die für die Pro­duk­ti­on ge­braucht wur­den, so­wie ver­schie­de­ne Sub­stan­zen zur Sta­bi­li­sie­rung. Sie ent­hal­ten kein Queck­sil­ber.

                              Die Wind­po­cken­imp­fung wird im All­ge­mei­nen gut ver­tra­gen. Bei ei­nem von 3–5 Ge­impf­ten kann es an der Stich­stel­le zu ei­ner Rö­tung oder Schwel­lung kom­men, die rasch wie­der ver­schwin­det. Leich­tes Fie­ber (ein Ge­impf­ter auf 10–20) oder ein leich­ter wind­po­cken­ar­ti­ger Aus­schlag (ein Ge­impf­ter auf 20–25) kön­nen zwi­schen 7 und 21 Ta­gen nach der Imp­fung auf­tre­ten. An­de­re Ne­ben­wir­kun­gen (z.B. eine Lun­gen­ent­zün­dung) sind äus­serst sel­ten.

                              Wie zu­ver­läs­sig ist der Impf­schutz?


                              Die Imp­fung schützt zu über 80% vor je­der Wind­po­cken­er­kran­kung und zu über 90 % vor schwe­ren Ver­läu­fen und Kom­pli­ka­tio­nen. Die meis­ten der ge­impf­ten Per­so­nen ma­chen da­her kei­ne Wind­po­cken mehr durch, die rest­li­chen kön­nen an leich­ten Wind­po­cken er­kran­ken: Sie ha­ben aber we­ni­ger Fie­ber, we­ni­ger Haut­er­schei­nun­gen und ge­ne­sen schnel­ler, als wenn sie nicht ge­impft wä­ren. Die Wind­po­cken­imp­fung kann gleich­zei­tig mit an­de­ren Imp­fun­gen ver­ab­reicht wer­den.

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                              7/8/2019
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                              Letzte Aktualisierung: 05.11.2019, BH
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