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                              Kind hält Medikamente in der Hand

                              Ver­gif­tun­gen bei Kin­dern


                              In der Schweiz er­eig­nen sich bei Kin­dern zwi­schen 0 und 10 Jah­ren pro Jahr rund 10.000 Ver­gif­tun­gen. Be­trof­fen sind am häu­figs­ten Kin­der im Vor­schul­al­ter un­ter fünf Jah­ren.

                              Meis­tens wird ein Gift (To­xin) über den Mund auf­ge­nom­men. Am ge­fähr­lichs­ten ist des­halb die Zeit­span­ne, in der Kin­der mo­to­risch schon so weit fort­ge­schrit­ten sind, dass sie aus Neu­gier ger­ne ihre Um­ge­bung ent­de­cken möch­ten, aber noch nicht ver­ste­hen, wel­chen Ge­fah­ren sie sich da­bei aus­set­zen. Schrän­ke und Schub­la­den wer­den ge­öff­net, Fens­ter­bän­ke er­kun­det. Da­bei ge­ra­ten den Kleins­ten oft­mals für sie sehr ge­fähr­li­che Ge­gen­stän­de und Flüs­sig­kei­ten in die Fin­ger, die sie ger­ne in den Mund ste­cken oder trin­ken.

                              Be­ach­ten Sie!

                              Si­cher­heit

                              Informationen zu Lebensmittel"vergiftungen"

                              Der kindersichere Garten

                              Interview mit Dr. Christine Rauber-Lüthy: "Vorbeugung von Vergiftungen bei Kleinkindern"

                              App-Tipp:

                              Vergiftungsunfälle bei Kindern

                              für iOS und für Android

                              Me­di­ka­men­te ver­ur­sa­chen eine nicht zu ver­nach­läs­si­gen­de Ge­fähr­dung für Klein­kin­der: Psy­cho­phar­ma­ka, Chi­nin­de­ri­va­te, Opi­ate, ora­le An­ti­dia­be­ti­ka, Theo­phyl­lin u.a. re­zept­pflich­ti­ge Wirk­stof­fe sind da zu er­wäh­nen. Aber auch Par­acet­amol (ge­gen Schmer­zen und Fie­ber), was in fast je­der Haus­hal­tung an­zu­tref­fen ist, Ei­sen­prä­pa­ra­te, Hus­ten­säf­te (hier z.B. Dex­tro­me­tor­phan) oder Kamp­fer (Er­käl­tungs­pro­duk­te) sind als ge­fähr­lich ein­zu­stu­fen. 

                              Pflan­zen bil­den im­mer wie­der ein Ge­fah­ren­po­ten­ti­al: Im Som­mer und Herbst häu­fen sich beim TOX-Zen­trum An­ru­fe we­gen der far­bi­gen und saf­ti­gen Früch­ten und Bee­ren, die ver­lo­ckend für die Kleins­ten sind. Meist es­sen die Kin­der die far­bi­gen Pflan­zen­tei­le, wie Bee­ren, die zum Glück we­ni­ger gif­tig sind als an­de­re Pflan­zen­tei­le. Gift­pflan­zen wie bei­spiels­wei­se Scho­ten des Blau­re­gens (Wis­te­ria si­nen­sis), Gold­re­gen (Lab­ur­num ana­gy­roi­des) oder rohe Boh­nen füh­ren da­bei zu mit­tel­schwe­ren Ver­gif­tun­gen. Im Früh­ling liegt be­son­ders beim gif­ti­gen Mai­glöck­chen (Con­vallaria ma­ja­lis)  und der Herbst­zeit­lo­sen (Col­chi­cum sp.) ein gros­ses Ge­fah­ren­po­ten­zi­al, da sie im­mer wie­der mit dem ess­ba­ren Bär­lauch ver­wech­selt wer­den. Auch die Ein­nah­me oder Be­rüh­rung von Zim­mer­pflan­zen kann un­ter Um­stän­den zu star­ken Re­ak­tio­nen füh­ren. Un­ter www.toxi.ch fin­den Sie zum Her­un­ter­la­den ver­schie­de­ne Lis­ten von gif­ti­gen Zim­mer­pflan­zen und gif­ti­gen Pflan­zen in Gar­ten und Wald.

                              Auch Pil­ze wir­ken oft an­zie­hend für Kin­der. Hier gilt, wie bei den meis­ten Pflan­zen: Die über­wie­gen­de Mehr­heit ist harm­los oder mäs­sig gif­tig. Die meis­ten un­ge­niess­ba­ren Pil­ze füh­ren zu star­kem, an­dau­ern­den Er­bre­chen oder hef­ti­gem Durch­fall. Ne­ben dem be­kann­ten grü­nen Knol­len­blät­ter­pilz (Ama­ni­ta phal­loi­des) ent­hal­ten aber auch ei­ni­ge Schirm­lin­ge und Gift-Häub­lin­ge Amato­xi­ne, die sol­che Ver­gif­tun­gen ver­ur­sa­chen. Die­se Pil­ze fin­det man für Kin­der leicht zu­gäng­lich an Weg­rän­dern oder ver­ein­zelt im Ra­sen. Hier kann die so­for­ti­ge Ein­nah­me ei­nes Ak­tiv­kohle­si­rups (er­hält­lich in je­der Apo­the­ke) un­ter Um­stän­den le­bens­ret­tend sein. 

                              Haus­halts­pro­duk­te stel­len bei Kin­dern ne­ben Me­di­ka­men­ten die zweit­gröss­te Ge­fah­ren­quel­le für Ver­gif­tun­gen dar. In der Re­gel ver­läuft eine Ver­gif­tung hier je­doch harm­los. Gif­ti­ge­re Sub­stan­zen sind heu­te meist mit ei­nem kin­der­si­che­ren Ver­schluss ver­se­hen. 

                              Ers­te Hil­fe bei Ver­gif­tung: 


                              • So­fort nach Ein­nah­me den Mund von Gift­stof­fen spü­len.

                              • Not­ruf zum Schwei­ze­ri­schen Tox-Zen­trum 24h-Te­le­fon: 145www.to­x­in­fo.ch

                              • Wich­tig bei der Mel­dung: Wer? Was? Wie viel? Wann?

                              Ers­te Hil­fe bei Ver­ät­zung:


                              • Wäh­rend 10, bei Au­gen­ver­ät­zun­gen 15 Mi­nu­ten un­ter kal­tem flies­sen­dem Trink­was­ser ab- und aus­spü­len. 

                              Not­fall­num­mern in der Schweiz


                              117 - Po­li­zei
                              118 - Feu­er­wehr
                              144 - Sa­ni­tät  
                              145 - Schweiz. Tox-Zen­trum, STIZ
                              1414 - Rega

                              kurz&bündigkurz&bündig
                              2/10/2021
                              Kind greift nach Medikamenten auf dem Nachttisch

                              Ver­gif­tung?

                              Me­di­ka­men­te, aber vor al­lem Ver­hü­tungs­mit­tel, wer­den oft im Nacht­schrank oder auf der Ab­la­ge ne­ben dem Bett …
                              Letzte Aktualisierung: 10.06.2021, BH
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