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                              Frau liegt auf dem Untersuchungsbett
                              ©
                              GettyImages

                              Lie­gen­blei­ben zum Schwang­erwer­den

                              Aus der For­schung


                              Eine ein­fa­che Mass­nah­me kann beim Schwang­erwer­den manch­mal mehr be­wir­ken als aus­ge­klü­gel­te The­ra­pi­en. Nach den Er­geb­nis­sen ei­ner ran­do­mi­sier­ten Stu­die im Bri­ti­schen Ärz­te­blatt BMJ ver­bes­ser­te eine 15-mi­nü­ti­ge Ru­hig­stel­lung die Er­folgs­ra­te nach in­trau­te­ri­ner In­se­mi­na­ti­on. Die­se Er­kennt­nis kön­nen sich auch Frau­en mit Kin­der­wunsch, die ohne me­di­zi­ni­sche Hil­fe schwan­ger wer­den wol­len, zu Her­zen neh­men.

                              Sper­mi­en, die über ei­nen Ka­the­ter in den Ute­rus in­ji­ziert wer­den, be­nö­ti­gen meh­re­re Mi­nu­ten, um sich zu ori­en­tie­ren und den Weg in Rich­tung Ei­lei­ter zu fin­den, wo nach ova­ri­el­ler Sti­mu­la­ti­on nicht sel­ten meh­re­re Ei­zel­len zur Be­fruch­tung be­reit ste­hen. Ob die Sper­mi­en den rich­ti­gen Weg fin­den, scheint auch von der Lage des müt­ter­li­chen Kör­pers ab­zu­hän­gen.

                              Schon in ei­ner frü­he­ren, al­ler­dings klei­nen Stu­die konn­te die Schwan­ger­schafts­ra­te von 4 auf 13 Pro­zent ge­stei­gert wer­den, wenn die Frau nach der in­trau­te­ri­nen In­se­mi­na­ti­on für zehn Mi­nu­ten in lie­gen­der Po­si­ti­on ver­harr­te. Die­ses er­staun­li­che Er­geb­nis über­zeug­te nicht alle Re­pro­duk­ti­ons­me­di­zi­ner. Vie­le ver­wie­sen auf die da­mit ein­her­ge­hen­den Be­hin­de­run­gen im Pra­xis­ab­lauf.

                              Doch die gründ­li­che­re Un­ter­su­chung von Inge Cus­ters vom Aca­de­misch Me­disch Cen­trum in Ams­ter­dam und Mit­ar­bei­tern be­stä­tigt jetzt die Re­sul­ta­te der frü­he­ren Stu­die. Eine Grup­pe von 199 Frau­en im Al­ter von 18 bis 43 Jah­ren wur­den ge­be­ten, nach dem Ab­schluss der in­trau­te­ri­nen In­se­mi­na­ti­on je­weils noch 15 Mi­nu­ten lie­gen zu blei­ben, wäh­rend die an­de­re Grup­pe von 192 gleich­alt­ri­gen Frau­en ge­be­ten wur­de auf­zu­ste­hen und her­um­zu­ge­hen.

                              Die Un­ter­schie­de wa­ren zwar nicht so gross wie in der frü­he­ren Stu­die, der Ver­zicht auf eine so­for­ti­ge Mo­bi­li­sie­rung stei­ger­te je­doch die Schwan­ger­schafts­ra­te pro Zy­klus von 18 auf 27 Pro­zent. Auch der An­teil der Be­hand­lun­gen, der zur Ge­burt ei­nes Kin­des führ­te, wur­de von 17 auf 27 Pro­zent er­höht. Die Stu­die hat nach An­ga­be der Au­toren be­reits dazu ge­führt, dass in den Nie­der­lan­den al­len Frau­en nach der Be­hand­lung eine vier­tel­stün­di­ge Ru­he­pau­se ge­gönnt wird.

                              Quel­le: Cus­ters, I.M. et al.: BMJ 2009;339:b4080 doi:10.1136/bmj.b4080 und www.ae­rz­te­blatt.de

                              Letzte Aktualisierung: 18.03.2021, BH
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