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                              Was ist Hyaluron­säu­re?

                              Was Hyaluron-Pro­duk­te so­wohl für die Haut als auch für die Ge­len­ke be­wir­ken kön­nen und wie sie an­ge­wen­det wer­den.

                              Frau hält ihr Gescht
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                              Hyaluron­säu­re zählt zu den meist­ge­nutz­ten Wirk­stof­fen in der Kos­me­tik­bran­che, fin­det aber auch in der Me­di­zin An­wen­dung. 

                              So wirkt Hyaluron­säu­re im mensch­li­chen Kör­per


                              Hyaluron­säu­re ist eine gel­ar­ti­ge, durch­sich­ti­ge Flüs­sig­keit, die auf na­tür­li­che Wei­se im Kör­per vor­kommt. Sie be­fin­det sich in der Haut, den Ge­len­ken, Kno­chen, Knor­peln und auch im Glas­kör­per des Au­ges.

                              Hyaluron­säu­re wird als na­tür­li­cher Stoff von den Bin­de­ge­webs­zel­len ge­bil­det. Das kom­ple­xe Ge­bil­de ein­zel­ner Bau­stei­ne bin­det Was­ser, för­dert die Wund­hei­lung und weist vis­ko­elas­ti­sche (schmie­ren­de) Ei­gen­schaf­ten auf. 

                              Hyaluron­säu­re legt sich zum Bei­spiel wie ein Film über den Knor­pel, wirkt als Ge­lenk­schmie­re und sorgt da­mit für eine rei­bungs­lo­se Be­weg­lich­keit der Ge­len­ke. Be­züg­lich der Haut sorgt die was­ser­bin­den­de Ei­gen­schaft da­für, dass die Haut elas­tisch bleibt und ge­strafft wird.

                              Im Lau­fe des Le­bens nimmt der na­tür­li­che An­teil von Hyaluron durch das Al­ter und die Wir­kung von UV-Strah­lung und Um­welt­ein­flüs­sen ab. Dies zeigt sich in der Haut mit Fal­ten und in den Ge­len­ken mit Be­schwer­den. Die­ser Ver­lust kann je­doch durch Hyaluron-Prä­pa­ra­te zu­min­dest teil­wei­se er­setzt wer­den. 

                              Die An­wen­dung von Hyaluron­säu­re in der Me­di­zin


                              Im Be­reich der Or­tho­pä­die kommt Hyaluron zur Be­hand­lung von Ar­thro­se zum Ein­satz. Dank ei­ner In­jek­ti­on von Hyaluron di­rekt ins Ge­lenk wird die Gleit­fä­hig­keit und da­mit die Be­weg­lich­keit des Ge­lenks un­ter­stützt. 

                              Die wohl be­kann­tes­te An­wen­dung von Hyaluron­säu­re ist die­je­ni­ge zur Fal­ten­un­ter­sprit­zung in der äs­the­ti­schen Me­di­zin. Hier­bei wird Hyaluron je nach Be­hand­lungs­ziel in ober­fläch­li­che oder tie­fe Haut­struk­tu­ren in­ji­ziert. Durch die stark feuch­tig­keits­bin­den­de Ei­gen­schaft wird das Un­ter­haut­fett­ge­we­be auf­ge­pols­tert und so­mit die Fält­chen ge­glät­tet. Hyaluron­säu­re kann aus­ser­dem in wei­te­ren Be­rei­chen der Schön­heits­me­di­zin ein­ge­setzt wer­den, zum Bei­spiel zur Lip­pen­ver­grös­se­rung oder -kor­rek­tur, zur Straf­fung des Hal­ses oder zur Ver­grös­se­rung des Ge­säs­ses.

                              In­ji­zier­tes Hyaluron baut sich je nach An­wen­dungs­be­reich und Men­ge nach 4 bis 10 Mo­na­ten ab, die Be­hand­lung muss also für ein kon­stan­tes Er­geb­nis re­gel­mäs­sig wie­der­holt wer­den.

                              Ver­wen­den Sie ein Na­sen­spray mit Hyaluron­säu­re, trock­nen Ihre Na­sen­schleim­häu­te we­ni­ger aus. Tro­cke­ne Au­gen kön­nen Sie mit Hyaluron-Au­gen­trop­fen be­han­deln. Die­se le­gen ei­nen dün­nen Film über das be­han­del­te Auge, wir­ken was­ser­bin­dend und hal­ten das Auge da­mit län­ger feucht.

                              Hyaluron­säu­re in Kos­me­tik­pro­duk­ten


                              Hyaluron-Pro­duk­te spen­den Feuch­tig­keit wie kaum ein an­de­rer Wirk­stoff, dar­um ver­zich­ten vie­le Kos­me­tik­her­stel­ler vor al­lem bei Anti-Aging-Pro­duk­ten nicht mehr auf die­sen In­halts­stoff. 

                              Zwei un­ter­schied­li­che For­men der Hyaluron­säu­re wer­den hier ein­ge­setzt:

                              • Lan­g­ket­ti­ge Hyaluron­säu­re ver­sorgt vor al­lem die ober­fläch­li­chen Haut­schich­ten mit Feuch­ti­g­keit.

                              • Kur­z­ket­ti­ge Hyaluron­säu­re dringt in die Haut ein und pols­tert die­se so von in­nen auf. 

                              Ob mit hyaluron­hal­ti­gen Kos­me­tik­pro­duk­ten tat­säch­lich die Fal­ten ge­glät­tet wer­den, ist frag­lich. Der Ef­fekt ist, ver­gli­chen mit der Un­ter­sprit­zung in die Haut, deut­lich ge­rin­ger. Hyaluron­säu­re wirkt aber als Was­ser­spei­cher in der Haut und und sorgt da­mit für Elas­ti­zi­tät und Spann­kraft.

                              Hyaluron­säu­re als Kap­seln


                              Hyaluron kann auch in Form von Kap­seln ein­ge­nom­men wer­den. Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen um die Wirk­sam­keit sol­cher Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel zeigt eine Stu­die aus dem Jahr 2017, dass die Haut­feuch­tig­keit ver­bes­sert wer­den kann und so­wohl Fal­ten als auch tro­cke­ne Haut re­du­ziert wer­den kön­nen, wenn Hyaluron­säu­re oral ein­ge­nom­men wird.

                              Hyaluron­säu­re-Kap­seln wer­den oft in Kom­bi­na­ti­on mit Vit­amin C und Zink an­ge­bo­ten. Be­ach­ten Sie aber, dass Kom­bi­na­ti­ons­prä­pa­ra­te oft eine nied­ri­ge­re Do­sie­rung der ein­zel­nen In­halts­stof­fe auf­wei­sen. Eine täg­li­che Do­sis von 200 bis 300 mg Hyaluron gel­ten als ide­al.

                              Be­vor Sie zu hö­her do­sier­ten Hyaluron­säu­re-Prä­pa­ra­ten grei­fen und die­se even­tu­ell auch mit an­de­ren Prä­pa­ra­ten kom­bi­nie­ren möch­ten, soll­ten Sie mit Ih­rem be­han­deln­den Arzt spre­chen.

                              Hyaluron in der Er­näh­rung


                              Be­son­ders reich an na­tür­li­cher Hyaluron­säu­re sind vor al­lem tie­ri­sche Le­bens­mit­tel wie In­ne­rei­en, Knor­pel- und Kno­chen. Mit ei­ner Brü­he aus Kno­chen oder auch mit Ge­la­ti­ne kön­nen Sie also den Hyaluron­spie­gel im Kör­per be­ein­flus­sen.

                              Für die Bil­dung von Hyaluron braucht der Kör­per Vit­ami­ne, Mi­ne­ral­stof­fe so­wie Pro­te­ine aus tie­ri­schen und pflanz­li­chen Quel­len. Mit ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung ist dies mög­lich, denn zum Bei­spiel grü­nes Blatt­ge­mü­se, Wur­zel­ge­mü­se und Hül­sen­früch­te  be­inhal­ten die be­nö­tig­ten Stof­fe.

                              Was Sie aus­ser­dem für eine schö­ne Haut tun kön­nen


                              Ne­ben der An­wen­dung von Hyaluron­säu­re kön­nen Sie sich ge­sund und aus­ge­wo­gen er­näh­ren, viel trin­ken, aus­rei­chend be­we­gen und mög­lichst auf Al­ko­hol und Ni­ko­tin ver­zich­ten. Ein ge­sun­der Le­bens­stil spie­gelt sich in Ih­rer Haut und in Ih­rer gan­zen Aus­strah­lung wie­der.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Nimmt die Men­ge der kör­per­ei­ge­nen Hyaluron­säu­re ab, wird so­wohl in der Haut als auch in den Ge­len­ken we­ni­ger Was­ser ge­bun­den. Das führt zur Er­schlaf­fung der Haut und zu Schmer­zen in den Ge­len­ken. Um der Haut­al­te­rung ent­ge­gen­zu­wir­ken, kann man ab 25 Jah­ren be­gin­nen, hyaluron­hal­ti­ge Pro­duk­te zu …
                              Mit ei­ner ge­sun­den und aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung un­ter­stüt­zen Sie den Kör­per bei der Hyaluron-Bil­dung. Sie soll­te viel Vit­amin C und Zink ent­hal­ten. Hyaluron lie­fern un­ter an­de­rem Le­bens­mit­tel wie grü­nes Blatt­ge­mü­se, Soja-Pro­duk­te, Süss­kar­tof­feln, Ba­na­nen, Pa­pri­ka, Ge­flü­gel- und Lamm­fleisch so­wie …
                              Da der Kör­per die Sub­stanz auch selbst pro­du­zie­ren kann, sind Ne­ben­wir­kun­gen kaum be­kannt. Die meis­ten Pro­duk­ten wer­den gut vom Kör­per auf­ge­nom­men und ver­tra­gen. Un­ver­träg­lich­kei­ten wer­den in den meis­ten Fäl­len nur durch zu­sätz­li­che In­halts­stof­fe aus­ge­löst.
                              Letzte Aktualisierung: 24.11.2022, CSL/KM