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Last Mi­nu­te-Sa­mich­laus­abend

Müs­sen Sie ganz spon­tan eine Chlaus­fei­er für Ihre Kin­der or­ga­ni­sie­ren? Dank un­se­ren Tipps ge­lingt das ohne all­zu viel Auf­wand.

St. Nikolaus schreibt Briefe an die Kinder
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Ha­ben Sie kom­plett ver­ges­sen, den Sa­mich­laus ein­zu­la­den? Oder wa­ren Sie der Mei­nung, Ihre Knöp­fe sei­en schon zu gross für sol­che Sa­chen - und nun mer­ken Sie, dass sie am 6. De­zem­ber doch eine Über­ra­schung er­war­ten? Hier ei­ni­ge Ide­en für ei­nen spon­ta­nen Chlaus­abend. 

Ei­nes ist klar: So kurz­fris­tig wer­den Sie kaum je­man­den fin­den, der pünkt­lich zum Ein­dun­keln mit Sack und Schmutz­li vor der Haus­tü­re steht. Und es ist wohl auch zu spät, um ei­nen He­fe­teig für Grit­ti­bän­ze auf­ge­hen zu las­sen. Viel­leicht ha­ben Sie aber noch ge­nü­gend Zeit, um ...

... ei­nen Brief vom Sa­mich­laus an Ihre Kin­der zu schrei­ben

Las­sen Sie den Chlaus er­klä­ren, war­um er heu­te nicht per­sön­lich vor­bei­kom­men kann. Viel­leicht hat er ge­ra­de viel zu viel zu tun. Oder er liegt mit Schnup­fen und Hals­weh im Bett und ist furcht­bar trau­rig, dass er all die lie­ben Kin­der nicht se­hen kann. Oder sein Esel hat ei­nen ver­letz­ten Fuss und kann des­halb nicht so weit lau­fen. Las­sen Sie ihn ein paar per­sön­li­che Wor­te an je­des Kind rich­ten - am bes­ten viel Lob und nur ganz we­nig Ta­del. Falls noch et­was Zeit bleibt, kön­nen Sie den Brief schön ver­zie­ren und mit ei­ner Schlei­fe zu­sam­men­bin­den. 

... Gin­ger­b­read-Fi­gu­ren an­stel­le von Grit­ti­bän­zen zu ba­cken

Wer sagt denn, dass Chlaus­ge­bäck im­mer aus Zopf­teig be­stehen muss? Für ein­mal kann es doch auch wür­zig und ho­nig­süss sein - denn das geht be­deu­tend schnel­ler und die Kin­der hel­fen be­stimmt ger­ne beim Aus­ste­chen mit. Für ca. 20 Gin­ger­b­read-Fi­gu­ren brau­chen Sie:

  • 350 g Mehl

  • 1 TL Back­na­tron

  • 2 TL ge­mah­le­nen Ing­wer

  • 1 TL ge­mah­le­nen Zimt

  • 125 g But­ter

  • 175 g fei­nen Rohr­zu­cker

  • 1 Ei

  • 4 EL flüs­si­gen Ho­nig oder Me­las­se

  • Nach Be­lie­ben: (bun­te) Zu­cker­gla­sur, Zu­cker­per­len etc. zum Ver­zie­ren

Mehl, Na­tron, Zu­cker und Ge­wür­ze gut mi­schen, die But­ter in Stü­cken bei­geben und mit den Fin­gern zu ei­ner fein­krü­me­li­gen Mas­se ver­ar­bei­ten. Ei und Ho­nig (oder Me­las­se) gut ver­mi­schen und zu den tro­cke­nen Zu­ta­ten ge­ben. Al­les zu ei­nem glat­ten Teig ver­kne­ten und für ca. 20 Mi­nu­ten in Frisch­hal­te­fo­lie ein­ge­packt in den Kühl­schrank le­gen. Den Ofen auf 180 °C vor­hei­zen. Den Teig nach der Kühl­zeit auf we­nig Mehl ca. 0,5 cm dick aus­wal­len und Gin­ger­b­read-Fi­gu­ren aus­ste­chen oder mit ei­nem Mes­ser aus­schnei­den. Die Fi­gu­ren auf ein Blech le­gen und je nach Grös­se 10 bis 15 Mi­nu­ten ba­cken, bis sie gold­braun sind. Nach dem Aus­küh­len mit Zu­cker­gla­sur, Zu­cker­per­len etc. ver­zie­ren. 

Ge­nies­sen Sie die wür­zi­gen Guetz­li zu ei­ner Tas­se Tee bei Ker­zen­schein, er­zäh­len Sie den Kin­dern die Le­gen­de vom Hei­li­gen Ni­ko­laus, le­sen Sie Ih­nen den Sa­mich­laus-Brief vor, den Sie ge­schrie­ben ha­ben - und der Abend wird fast so schön, wie wenn der Chlaus per­sön­lich vor­bei­ge­kom­men wäre. 

Kind beisst in Gingerbread-Männchen
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... ei­nen Chlaus­höck im Wald zu im­pro­vi­sie­ren

Der El­tern­teil, der ge­ra­de we­ni­ger um die Oh­ren hat, be­sorgt al­les, was es für ei­nen ge­müt­li­chen Abend im Wald braucht und geht schon mal vor, um ein Feu­er zu ma­chen. Viel­leicht ge­lingt es so­gar noch, ei­nen Chlaus­sack zu fül­len, den der Chlaus aus­ge­rech­net an der Feu­er­stel­le "ver­lo­ren" hat. Der an­de­re El­tern­teil sucht der­wei­len im Kel­ler nach ei­ner brauch­ba­ren Licht­quel­le, um mit den Kin­dern et­was spä­ter nach­zu­kom­men. Ob Sie über dem wär­men­den Feu­er ei­nen Tee ko­chen oder Würst­chen gril­lie­ren, ob Sie den Kin­dern eine Ge­schich­te er­zäh­len oder mit­ein­an­der Lie­der sin­gen, ist ei­ner­lei - Haupt­sa­che, Sie ge­nies­sen die­se ganz be­son­de­re Zeit mit Ih­rer Fa­mi­lie. 

Familie sitzt im Dunkeln am Lagerfeuer
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... oder den Sa­mich­laus zum Os­ter­ha­sen zu ma­chen

Wenn alle Stri­cke reis­sen und Sie es ge­ra­de noch knapp schaf­fen, auf dem Heim­weg von der Ar­beit ein paar Chlaus­säck­li und Grit­ti­bän­ze zu kau­fen, ist der ge­müt­li­che Fa­mi­li­en­abend des­we­gen noch längst nicht im Ei­mer. Ver­ste­cken Sie die Chlaus­sä­cke draus­sen und las­sen Sie die Kin­der mit ei­ner Ta­schen­lam­pe auf die Su­che ge­hen. Wäh­rend die Knöp­fe am Su­chen sind, bleibt Ih­nen et­was Zeit, um drin­nen mit Man­da­ri­nen, Nüs­sen und Ker­zen für die rich­ti­ge Sa­mich­laus-Stim­mung zu sor­gen. Mit ei­ner heis­sen Scho­ko­la­de oder ei­ner wär­men­den Kur­ku­ma-Milch kön­nen Sie den Abend dann ge­müt­lich aus­klin­gen las­sen. 

Für eine Tas­se Kur­ku­ma-Milch brau­chen Sie:

  • 2 bis 3 dl Voll­milch oder Ge­trei­de­milch

  • 1 TL Kur­ku­ma, ge­mah­len

  • ca. 1 cm Ing­wer­wur­zel, ge­rie­ben oder 1/2 TL Ing­wer­pul­ver

  • 1/2 TL Zimt­pul­ver

  • Nach Be­lie­ben eine Mes­ser­spit­ze Mus­kat­nuss oder 1/2 TL Kar­da­mom­pul­ver

  • we­nig schwar­zen Pfef­fer, frisch ge­mah­len

  • 1 TL Ho­nig

Die Milch in ein Pfänn­chen ge­ben, Kur­ku­ma, Ing­wer, Zimt und evtl. Mus­kat­nuss oder Kar­da­mom bei­geben und gut mi­schen. Die Milch er­wär­men, je­doch nicht auf­ko­chen. 2 bis 5 Mi­nu­ten bei klei­ner Hit­ze zie­hen las­sen. Das Pfänn­chen vom Herd neh­men, Pfef­fer und Ho­nig un­ter­rüh­ren und die Mi­schung bei ge­schlos­se­nem De­ckel wei­te­re 10 Mi­nu­ten zie­hen las­sen. Die Milch nach Be­lie­ben auf­schäu­men und in eine Tas­se gies­sen. Falls es Ihre Kin­der nicht all­zu scharf mö­gen, kön­nen Sie den Ing­wer auch weg­las­sen.

Golden Milk
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2022, TV
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