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                              Tochter umarmt lachend ihre Mutter
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                              iStock

                              Die emo­tio­na­le Kom­pe­tenz för­dern


                              Wie wun­der­bar, wenn ein klei­nes Kind sich mit sei­nem gan­zen We­sen über ei­nen win­zi­gen Kä­fer freut, der über den Weg krab­belt. Wie an­stren­gend, wenn es von un­bän­di­ger Wut ge­packt wird, weil et­was nicht nach sei­nem Kopf geht. Klei­ne Kin­der er­le­ben Emo­tio­nen sehr in­ten­siv, wis­sen aber noch nicht, was sich da plötz­lich so un­glaub­lich gut oder so furcht­bar schlecht an­fühlt. Ihre emo­tio­na­le Kom­pe­tenz muss sich erst noch ent­wi­ckeln. Doch was ist da­mit ei­gent­lich ge­meint?

                              De­fi­niert wird emo­tio­na­le Kom­pe­tenz oft als die Fä­hig­keit, mit den ei­ge­nen Emo­tio­nen und den Emo­tio­nen an­de­rer an­ge­mes­sen um­zu­ge­hen. Für ein Kind be­deu­tet dies, erst ein­mal zu ler­nen, mit sei­ner Mi­mik und Ges­tik aus­zu­drü­cken, wie es sich fühlt. In ei­nem wei­te­ren Schritt er­kennt es, wie sich sein Ge­gen­über fühlt. Mit zu­neh­men­dem Al­ter lernt es, ei­ge­ne Emo­tio­nen zu be­nen­nen und zu be­schrei­ben. Sei­ne Be­dürf­nis­se kann es im­mer kla­rer mit Wor­ten mit­tei­len. Auch die Em­pa­thie, also die Fä­hig­keit, sich in an­de­re Men­schen ein­zu­füh­len, ent­wi­ckelt sich all­mäh­lich. Je grös­ser ein Kind wird, umso mehr soll­te es schliess­lich in der Lage sein, sei­ne Emo­tio­nen zu re­gu­lie­ren. Dies zum Bei­spiel, in­dem es Wege fin­det, sich nach gros­ser Auf­re­gung wie­der zu be­ru­hi­gen oder in­dem es sei­nen Är­ger nicht mehr durch Wut­an­fäl­le aus­drü­cken muss.

                              Emo­tio­nal kom­pe­ten­te Kin­der ha­ben es leich­ter, Freund­schaf­ten zu knüp­fen und zu pfle­gen. Weil sie fä­hig sind, sich in an­de­re ein­zu­füh­len, fällt es ih­nen leich­ter, mit an­de­ren zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Dies kommt ih­nen im Schul­all­tag zu­gu­te. In Kon­flikt­si­tua­tio­nen müs­sen sie nicht mit Ge­walt re­agie­ren, weil sie an­de­re Wege ha­ben, mit ih­ren Ge­füh­len um­zu­ge­hen. Aus­ser­dem sind sie we­ni­ger ge­fähr­det, ein Sucht­ver­hal­ten zu ent­wi­ckeln. Gute Grün­de also, das Kind beim Er­lan­gen von emo­tio­na­ler Kom­pe­tenz zu un­ter­stüt­zen. Hier ei­ni­ge An­re­gun­gen dazu:

                              • Ge­hen Sie auf die Be­dürf­nis­se ein, die Ihr Baby si­gna­li­siert. Es er­fährt so von An­fang an, dass es ver­stan­den und ernst ge­nom­men wird. Ma­chen Sie sich kei­ne Sor­gen, dass es da­durch ver­wöhnt wird, denn Sie kön­nen ein Baby nicht ver­wöh­nen, in­dem Sie ihm ge­ben, was es braucht. 

                              • Las­sen Sie Ih­rem Kind Raum und Zeit, sei­ne Emo­tio­nen aus­zu­le­ben. Manch­mal muss es sich ein­fach aus­wei­nen dür­fen oder Dampf ab­las­sen. Bie­ten Sie ihm Nähe an, ak­zep­tie­ren Sie aber auch, wenn es erst ein­mal eine Wei­le al­lein sein möch­te, um mit sei­nen Ge­füh­len fer­tig zu wer­den. 

                              • Er­wach­se­ne möch­ten ne­ga­ti­ve Ge­füh­le wie Wut, Är­ger und Trau­rig­keit oft so schnell als mög­lich aus der Welt schaf­fen, da­mit das Kind wie­der glück­lich sein kann. Es muss je­doch ler­nen, sei­ne Emo­tio­nen wahr­zu­neh­men, sich mit ih­nen aus­ein­an­der zu set­zen und ei­nen Aus­weg aus sei­ner miss­li­chen Ge­fühls­la­ge zu fin­den. Ab­len­kun­gen und vor­schnel­les Trös­ten neh­men ihm die­se Mög­lich­keit. 

                              • Wer­ten Sie die Emo­tio­nen Ih­res Kin­des nicht ab. Aus­sa­gen wie "Nun hab' dich doch nicht so!" oder "Vor so et­was hat man doch kei­ne Angst" si­gna­li­sie­ren ihm, dass das, was es fühlt, nicht wich­tig ist. Auf die­se Wei­se wird es schnell ler­nen, sei­ne Ge­füh­le nicht mehr zu zei­gen. 

                              • Kin­der fürch­ten sich nicht grund­los, auch wenn Sie sel­ber nir­gend­wo eine Ge­fahr er­ken­nen kön­nen. Ver­su­chen Sie zu er­grün­den, was dem Kind Angst macht und fin­den Sie mit ihm ei­nen Weg, wie es die Angst be­sie­gen kann. 

                              • Das Kind muss nicht ler­nen, ne­ga­ti­ve Emo­tio­nen wie Är­ger und Wut zu un­ter­drü­cken, son­dern sie an­ge­mes­sen zu äus­sern. Er­klä­ren Sie ihm, dass es in Ord­nung ist, wenn es we­gen ei­ner Sa­che wü­tend ist, dass Sie es aber nicht ak­zep­tie­ren, wenn es des­we­gen Ge­gen­stän­de her­um­wirft und an­de­ren scha­det. 

                              • Ge­ben Sie Ih­rem Kind nach ei­nem Wut­an­fall Zeit, sich zu be­ru­hi­gen, ehe Sie mit ihm dar­über re­den, war­um sein Ver­hal­ten nicht in Ord­nung war. Wenn es von Zorn über­mannt ist, kann es nicht auf­neh­men, was Sie ihm er­klä­ren wol­len. 

                              • Spre­chen Sie mit Ih­rem Kind über die Emo­tio­nen an­de­rer. Ist der Mann im Bil­der­buch glück­lich oder trau­rig? War­um hat­te die Gross­ma­ma Trä­nen in den Au­gen, als du ihr dei­ne schöns­te Zeich­nung ge­schenkt hast? War­um weint das Spiel­grup­pengspän­li je­des Mal, wenn sei­ne Mama geht? 

                              • Wenn es zu Streit mit an­de­ren Kin­dern kommt, ste­hen El­tern na­tur­ge­mäss auf der Sei­te ih­res Spröss­lings. Spre­chen Sie mit Ih­rem Kind dar­über, wie sich das an­de­re Kind wohl ge­fühlt hat und war­um es so ge­han­delt hat. Auch wenn es Ih­nen sel­ber nicht leicht fällt, ist es wich­tig, sich in die Lage des an­de­ren Kin­des hin­ein­zu­ver­set­zen. Es ist nun mal eine Tat­sa­che, dass es zum Strei­ten in den al­ler­meis­ten Fäl­len zwei braucht. 

                              • El­tern sind Vor­bil­der - auch im Um­gang mit Emo­tio­nen. Freu­de und Zu­frie­den­heit soll­ten im Fa­mi­li­en­le­ben na­tür­lich vor­herr­schen, Ihr Kind darf aber auch wis­sen, wenn Sie trau­rig oder wü­tend sind. Kin­der spü­ren, wenn "et­was in der Luft liegt" und es macht ih­nen zu schaf­fen, wenn sie nicht wis­sen, was los ist. Auch Er­wach­se­ne schaf­fen es nicht im­mer, mit ih­ren Emo­tio­nen an­ge­mes­sen um­zu­ge­hen. Er­klä­ren Sie Ih­rem Kind auf kin­der­ge­rech­te Wei­se, was Sie so wü­tend ge­macht hat. Ha­ben Sie die Grös­se, sich bei ihm zu ent­schul­di­gen, wenn Sie ih­ren Är­ger an ihm aus­ge­las­sen ha­ben. 

                              • Emo­tio­na­le und so­zia­le Kom­pe­tenz ste­hen in ei­nem en­gen Zu­sam­men­hang. Hier le­sen Sie, wie Sie die Ent­wick­lung der So­zi­al­kom­pe­tenz un­ter­stüt­zen kön­nen.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Es ist auf je­den Fall ein Am­men­mär­chen, wenn be­haup­tet wird, Kit­zeln sei für spä­te­res Stot­tern ver­ant­wort­lich. Die meis­ten Ba­bys und Kin­der las­sen sich ger­ne kit­zeln und re­agie­ren mit an­ste­cken­dem Gluck­sen und La­chen. Lie­be­vol­les, sanf­tes und acht­sa­mes Kit­zeln ist eine schö­ne Form der In­ter­ak­ti­on …
                              Letzte Aktualisierung: 25.11.2019, TV

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                              11/9/2021
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