Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Fie­ber­bläs­chen: Darf mein Mann mit un­se­rem Baby schmu­sen?

                              Nein, das soll­te er bes­ser nicht tun, denn der In­halt der Her­pes­bläs­chen ist bei ei­ner Her­pes-sim­plex-Er­kran­kung, auch beim Her­pes la­bia­lis (Lip­pen­her­pes) hoch­in­fek­ti­ös.

                              Bei Neu­ge­bo­re­nen und Säug­lin­gen mit ih­rem we­nig aus­ge­reif­ten Im­mun­sys­tem kann eine An­ste­ckung ge­fähr­lich sein. Je nach In­fek­ti­ons­zeit­punkt und Vi­rus­typ kön­nen die Er­re­ger zum Bei­spiel Or­ga­ne be­fal­len und eine Ge­hirn­ent­zün­dung aus­lö­sen. Er­wach­se­ne mit den ty­pi­schen Zei­chen wie Span­nungs­ge­füh­le an der Lip­pe oder be­reits Bläs­chen soll­ten des­halb Ba­bys bis ca. an­dert­halb Jah­ren nicht zu nah kom­men.

                              Der Kon­takt zwi­schen El­tern und Kind muss aber des­halb nicht ge­ne­rell un­ter­bro­chen wer­den. Ihr Mann soll­te je­doch un­be­dingt ei­nen Mund­schutz tra­gen, wenn er Her­pes­bläs­chen hat und mit dem Baby um­geht, z.B. beim Tra­gen, Wi­ckeln usw.. An­ti­vi­ra­le Cremes – z.B. mit den Wirk­stof­fen Aci­clo­vir oder Pen­ci­vir – tra­gen dazu bei, dass sich die Er­re­ger nicht wei­ter ver­meh­ren. Die Prä­pa­ra­te, die es teil­wei­se auch ge­tönt gibt, soll­ten mög­lichst schon beim ers­ten Krib­beln auf­ge­tra­gen wer­den. Im­mer ein Wat­te­stäb­chen ver­wen­den, nicht die Fin­ger, und an­schlies­send gründ­lich die Hän­de wa­schen! Spe­zi­al­pflas­ter de­cken die Her­pes­bläs­chen ab und hel­fen so, dass sich de­ren an­ste­cken­der In­halt nicht wei­ter ver­teilt. Spe­zi­el­le Sal­ben mit Me­lis­sen­ex­trakt oder Zink kön­nen, bei den ers­ten An­zei­chen auf­ge­tra­gen, eben­falls zur Lin­de­rung der Her­pes­bläs­chen bei­tra­gen.

                              Hat man sich ein­mal an­ge­steckt, ver­kriecht sich das Her­pes­vi­rus im Rü­cken­mark und bleibt ein Le­ben lang im Kör­per. Bei gu­tem Im­mun­sys­tem zei­gen sich kei­ne Sym­pto­me. Bei Er­wach­se­nen sind 98 % in­fi­ziert. Rei­hen­un­ter­su­chun­gen er­ga­ben, dass 80 % der Kin­der bis zu ih­rem zwei­ten Ge­burts­tag Be­kannt­schaft mit dem Er­re­ger ma­chen. Her­pes­bläs­chen wie Er­wach­se­ne be­kom­men Kin­der meist erst ab dem fünf­ten, sechs­ten Le­bens­jahr. Bei Ba­bys und Klein­kin­dern kann sich die Erst­in­fek­ti­on durch die so­ge­nann­te Mund­fäu­le (Aph­then, Sto­ma­ti­tis aphtho­sa) äus­sern.

                              Letzte Aktualisierung: 27.11.2019, BH
                              Anzeige
                              Anzeige