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                              Baby mit Hämangiom am Hinterkopf
                              ©
                              iStock

                              Kopf­ge­schwuls­te bei Neu­ge­bo­re­nen


                              Das Kind wird aus der Ge­bär­mut­ter durch den en­gen Ge­burts­ka­nal her­aus­ge­presst. Ein Vor­gang, bei dem viel Kraft und Druck auf das Kind ein­wir­ken. Erns­te­re Ge­burts­ver­let­zun­gen kom­men aber dank der scho­nen­de­ren Ge­burts­hil­fe heu­te kaum noch vor. Die meis­ten harm­lo­sen Ge­burts­ver­let­zun­gen be­tref­fen die Kno­chen und Ner­ven des Neu­ge­bo­re­nen und sei­ne Haut, vor al­lem im Kopf­be­reich:

                              Ca­put suc­ce­da­ne­um (Ge­burts­ge­schwulst): Das Ca­put suc­ce­da­ne­um ist eine tei­gi­ge Schwel­lung, die meist auf dem Hin­ter­kopf lo­ka­li­siert ist, kreis­rund und deut­lich über das Schä­del­ni­veau er­ha­ben. Die­se Re­gi­on wird wäh­rend der Ge­burt be­son­ders ge­presst und ge­drückt, denn sie ist nor­ma­ler­wei­se der Kör­per­teil, der bei der Ge­burt vor­an­geht. Die Aus­deh­nung der Kopf­ge­schwulst ist nicht auf die Mit­tel­li­nie oder an­de­re Schä­del­näh­te be­grenzt, wie beim Ke­phal­hä­ma­tom (s.u.).  In­ner­halb von Stun­den bis Ta­gen ist die Kopf­ge­schwulst ohne Fol­gen ver­schwun­den. Eine Be­hand­lung gibt es nicht und ist auch nicht nö­tig.

                              Bril­len­hä­ma­tom (Mon­okel­hä­ma­tom): Blu­tun­gen un­ter der Kopf­haut kön­nen bis in die Au­gen­li­der ab­sa­cken und dort als bläu­li­che Ver­fär­bung sicht­bar wer­den. Sie brau­chen ei­ni­ge Tage zum Ver­schwin­den, sind aber eben­so fol­gen­los für das Auge wie die si­chel­för­mi­gen ro­ten Blu­tun­gen un­ter der Bin­de­haut im Auge. Sie ent­ste­hen, wenn Äder­chen beim Durch­tritt des Kop­fes durch den Ge­burts­ka­nal plat­zen.

                              Ke­phal­hä­ma­tom (Kopf­blut­ge­schwulst): Durch Zer­run­gen wäh­rend der Ge­burt kann es dazu kom­men, dass klei­ne Ge­fäs­se zwi­schen Schä­del­kno­chen und äus­se­rer Kno­chen­haut ein­reis­sen. Da­durch ent­steht ein horn­för­mi­ger, kirsch- bis hüh­ner­ei­gros­ser  Blut­erguss auf der Kopf­haut, meist im Be­reich des Schei­tel­beins oder Hin­ter­kopfs. Er fühlt sich weich und elas­tisch an und über­schrei­tet im Ge­gen­satz zur Ge­burts­ge­schwulst (s.o.) nicht die Gren­zen ei­nes Schä­del­kno­chens. Im wei­te­ren Ver­lauf kann es vom Rand her zu ei­ner Ver­knö­che­rung kom­men, was als klei­ner Wall (Kra­ter­rand) zu tas­ten ist. Erst nach ei­ni­gen Wo­chen sieht man das Ke­phal­hä­ma­tom nicht mehr. Eine Be­hand­lung ist un­nö­tig, denn da­durch steigt die In­fek­ti­ons­ge­fahr. Aus­ser­dem be­steht die Ten­denz, dass sich der Blut­erguss mit fri­schem Blut wie­der auf­füllt. Sel­ten sind meh­re­re Ke­phal­hä­ma­to­me gleich­zei­tig vor­han­den.

                              Fett­ge­webs­ne­kro­sen: Sehr gros­se Kin­der sind bei der Ge­burt be­son­ders viel Druck aus­ge­setzt. Durch Quet­schung des Un­ter­haut­fett­ge­we­bes kann es zu röt­li­chen Kno­ten in der Haut kom­men. Meist ent­ste­hen sie erst nach ei­ni­gen Ta­gen. Sie kön­nen dem Kind weh tun, ver­schwin­den aber rasch von selbst.

                              Kopf­ni­cker­hä­ma­tom: Kin­der, die in Be­cken­end­la­ge ge­bo­ren wer­den, ha­ben häu­fi­ger ei­nen schmerz­haf­ten Blut­erguss in ei­nem gro­ßen Hals­mus­kel, dem so­ge­nann­ten Kopf­ni­cker. Das Hä­ma­tom lässt sich als Kno­ten tas­ten. Es scheint, als wür­den die­se Kin­der schief schau­en, da sie den Kopf zur Ge­gen­sei­te nei­gen. Deh­nungs­übun­gen, die sie sich von ei­nem Phy­sio­the­ra­peu­ten, ei­ner Phy­sio­the­ra­peu­tin zei­gen las­sen kön­nen, för­dern den Hei­lungs­pro­zess und sol­len da­durch die Ver­kür­zung des Mus­kels ver­hin­dern. Man soll­te al­ler­dings we­gen der Nach­blu­tungs­ge­fahr erst ca. eine Wo­che nach der Ge­burt da­mit be­gin­nen.

                              Letzte Aktualisierung: 04.11.2019, BH

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