Babynahrung: Babybreie mit Gemüse

Beikost selbst herstellen

Selbstgekochtes kann günstiger sein, ist aber auch zeitaufwändiger. Fürs Selbstkochen von Babynahrung im Gegensatz zum Kauf von fertigen Gläschen spricht, dass die Eltern sich intensiv und persönlich um die Ernährung ihres Kindes kümmern, was sich meist in liebevoller Zubereitung und bewusster Ernährung der ganzen Familie ausdrückt.

Sie können die Zutaten für den Brei selbst aus dem Marktangebot oder sogar aus dem eigenen Garten auswählen. Erntefrisches Gemüse und Obst der Saison sollte so frisch wie möglichst verarbeitet werden. Tiefkühlkost (ohne Zusatzstoffe oder Salz) ist ansonsten eine gute Alternative. Mit wenig Wasser und bei niedriger Hitze gekocht, erhalten Sie wichtige Nährstoffe. Ein Dampfgarer (Steamer) kann das Gemüse besonders Nährstoff schonend garen. Die weitere Zubereitung eines Obst- oder Gemüsebreis ist sehr einfach mit einem handelsüblichen Pürierstab.

Sie können auch grössere Mengen zubereiten und dann kleine Portionen 2 -3 Tage im Kühlschrank, zwei bis drei Wochen im Gefrierfach und sechs Monate im Tiefgefriergerät aufbewahren. Im Wasserbad können sie schonend aufgetaut werden.

Ein klarer Vorteil von selbsthergestellten Breien ist, dass Babys früh an den Geschmack und die Aromen von frischem Gemüse gewöhnt werden, denn sie sind auch ohne Würzen stärker im Geschmack. Auf Salz, Zucker und andere Gewürze sollte deshalb bewusst verzichtet werden. Keine Garantie gibt es jedoch beim Selbstkochen für niedrige Schadstoff- und Nitratgehalte, auch nicht bei der Verwendung von Bio-Lebensmitteln.

Die richtige Balance an Kohlenhydraten, Eiweiss, Fett, Mineralstoffen und Vitaminen zu finden, ist mit Rezepten für Babybreis gut umsetzbar. Daher sollten Sie sich an die speziellen Rezepte für Babybrei halten.

Wie auch immer Sie sich entscheiden: Gedeihen wird Ihr Baby so oder so - ob mit selbstgekochtem Brei oder Fertigkost!

Der Verband der Mütter- und Väterberaterinnen (SVM) hat zusammen mit den DROPA Drogerien, Impuls Drogerien und Bähler Apotheken einen Ernährungsplan erarbeitet, den Sie hier als pdf herunterladen können.

Newsticker

Gross und stark! | 12.12.2017

Wie eine Studie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Bern zeigt, ernähren Schweizer Eltern ihre Kleinkinder fast richtig. Insgesamt 188 Teilnehmende führten Tagebuch darüber, was ihre Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren zu essen bekamen. Nicht ausreichend sei vor allem die Versorgung mit Vitamin D. Nur 17 % der Kinder erhielten zusätzlich Vitamin D, was neu bis zu einem Alter von 18 Jahren empfohlen wird. Auch bei der Eisenaufnahme hapert es. Die untersuchten Kinder seien zwar alle gesund gewesen, ein früher Eisenmangel könne aber negative Langzeitfolgen haben. Dagegen werde die empfohlene Tagesration von 1 g Eiweiss/kg Körpergewicht in der Schweiz um das Drei- bis Vierfache übertroffen, was an der milchreichen Ernährung liege. Um einen Kalziummangel zu vermeiden, sollte aber nicht an Milchprodukten, sondern eher an anderen Eiweissquellen gespart werden.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, MR / AS