Fuss mit Ekzem der Hand-Fuss-und Mund-Krankheit
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Behandlung der Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFM-Syndrom)

Die Bläschen verschwinden von selbst nach 7-12 Tagen, ohne dass Krusten oder Narben zurückbleiben.

Eine Behandlung der Hand-Mund-Fuss-Krankheit ist also erstens nicht nötig, zweitens kann sie nur ihre Symptome lindern. Antibiotika wirken bei Viren sowieso nicht und auch eine Impfung gibt es nicht.

Die betroffenen Hautbereiche sollten sauber und unbedeckt gehalten werden. Dazu wird mit lauwarmem Wasser und Seife vorsichtig gewaschen und abgespült und dann sanft trocken getupft. Wenn es nur wenige Bläschen sind, kann man zum Schutz vor bakterieller Infektion ein Pflaster aufkleben.

Viel trinken ist von allen Massnahmen am wichtigsten, zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts durch Fieber und Schnupfen.Einen Flüssigkeitsmangel erkennen Sie an einer eingesunkenen Fontanelle (beim Baby), einem trockenen, klebrigen Mund, eingefallenen Augen und verminderter Urinproduktion.

Allerdings können die Bläschen im Mundbereich so stark plagen, dass Ihr Kind das Essen und Trinken verweigert. Bieten Sie Speisen und Getränke höchstens zimmerwarm an oder besser noch leicht gekühlt, wenn möglich mit Strohhalm. Favoriten sind Glace, Brei, Pudding, Joghurt und kalte Suppe. Verzichten Sie auf Saures (Obst, Säfte, rote Früchtetees, Tomaten) und Nahrung, die heiss, hart oder scharf gewürzt ist. Abgekühlter Ringelblumen- oder Kamillentee hat sich dagegen bewährt.

Will Ihr Kind wegen der Schmerzen nicht essen, wirkt manchmal etwas Honig, direkt vor dem Essen mit einem Wattestäbchen auf die Bläschen aufgetragen. Dies aber bitte nicht vor dem ersten Geburtstag anwenden! Einen stärkeren Effekt hat ein Zahnungsgel, das die Schleimhaut etwas betäubt. Prinzipiell kann gegen die schmerzenden Bläschen eine milde Tinktur zum Spülen (Mund) oder Auftupfen verschrieben werden. Diese basieren oft auf pflanzlichen Wirkstoffen (z. B. Kamille) oder enthalten desinfizierendes Chlorhexidin.

Fiebersenkend wirken Wadenwickel, zum Beispiel Essigwickel oder kalte Kompressen in den Leisten, und Zäpfchen gegen Fieber (z. B. Paracetamol oder Ibuprofen, Dosierung nach Anweisung des Arztes oder nach Packungsbeilage). Kinder sollten zur Fiebersenkung keine  Acetylsalicylsäure enthaltenden Medikamente (z.B. Aspirin) erhalten wegen der Gefahr eines Reye-Syndroms.

Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Angina, Mittelohrentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung, bei Atembeschwerden, blutigem Schleim und Nackensteifigkeit sollten Sie umgehend den Arzt verständigen.

Newsticker

Am liebsten Glace! | 27.09.2016

Zeigen sich bei kleinen Kindern Bläschen an den Innenflächen der Hände, an den Fusssohlen und um den Mund, können diese Anzeichen auf die Hand-Mund-Fuss-Krankheit hindeuten. Weiter können sich auch Bläschen auf der Schleimhaut von Zunge, Gaumen und Wangen bilden, die sich dann eventuell auch zu kleinen schmerzhaften Geschwüren entwickeln. „Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich“, betont Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Nahrung, die heiss, hart oder scharf gewürzt ist, sollten Kinder mit dieser Erkrankung dann nicht verzehren. Stattdessen können Eltern Glace (Speiseeis) anbieten, das lindert die Schmerzen, und die Kinder immer wieder zum Trinken anhalten. Tee oder Mineralwasser sind natürlich am gesündesten.

Letzte Aktualisierung : 06-11-19, BH

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