Kind mit Tablet im Bett
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Elektrosmog - eine reale Gefahr?

Elektrische Geräte, Sendemasten oder Mobiltelefone strahlen elektromagnetische Felder ab. Sobald nämlich Strom fliesst, erzeugen elektrische Geräte und Leitungen zwei Arten von Feldern: elektrische und magnetische. Ein elektrisches Feld entsteht, sobald ein Gerät unter Spannung steht, es also zum Beispiel an eine Steckdose angeschlossen wird. Wird ein solches Gerät dann in Betrieb genommen, entsteht zusätzlich ein Magnetfeld. Elektrische Geräte und Leitungen, in denen Strom fliessen, sind also von elektrischen und magnetischen Feldern umgeben. Umgangssprachlich wird dieses Phänomen als Elektrosmog bezeichnet.

Bisher ist eine gesundheitliche Schädigung durch den sogenannten Elektrosmog noch nicht eindeutig nachgewiesen worden. Immer mehr Menschen klagen jedoch über Befindlichkeitsstörungen und machen dafür den zunehmenden Elektrosmog verantwortlich. In einem Haushalt mit kleinen Kindern kann es jedenfalls nicht schaden, mögliche Gefahrenquellen auszuschalten.

  • Vermeiden Sie den Stand-by-Betrieb und schalten Sie alle Elektrogeräte vollständig ab oder trennen Sie sie sogar vom Netz, wenn sie nicht gebraucht werden.
  • Vermeiden Sie netzbetriebenen Elektrogeräte wie Radiowecker oder Fernseher im Schlaf- und Kinderzimmer oder ziehen Sie die Stecker, denn das Ausschalten der Geräte reicht oft nicht.
  • Sollten Sie trotzdem eine Radiowecker nutzen, beachten Sie einen Mindestabstand von einem Meter.
  • Nutzen Sie Geräte, die auch ohne Steckdose, dafür mit Batterie oder Akku, betrieben werden. Sie funktionieren mit strahlungsärmerem Gleichstrom.
  • Halten Sie das Mobiltelefon erst ans Ohr zu, wenn die Verbindung steht, da während des Rufaufbaus die elektromagnetische Strahlung am höchsten ist. Generell gilt: Je grösser der Abstand zum Handy ist, desto geringer ist die Strahlenbelastung. Die Nutzung eines Headsets ist deshalb sinnvoll. Meiden Sie ausserdem Orte mit schlechtem Empfang.
  • Die Basisstation eines schnurlosen Telefons ist wie ein Mini-Funkmast für das Mobilfunknetz und gehört darum nicht neben das Bett.
  • Ein Babyphon sollt immer mindestens einen Meter vom Kind entfernt stehen. Batterie- oder Akkubetriebene Geräte sind strahlungsärmer. Aktuell sind Smart-Geräte, deren Empfängereinheit das Smartphone der Eltern ist. Bei einer stabilen mobilen Internetverbindung werden Bild und Ton des Babys mittels App und ohne Funkstrahlung direkt auf das Handy übertragen. 
  • Bedenken Sie, dass elektromagnetische Strahlung durch Wände dringt.
  • Wenn die Tür des Mikrowellengeräts dicht schliesst, besteht keine Gefahr. 
  • Gefrierschrank oder Tiefkühltruhe lagern Sie am besten im Keller.
  • Wenn Sie und Ihre Familie viel vor dem Computer sitzen, achten Sie  auf einen strahlungsarmen Monitor mit der schwedischen TCO-Norm. Am sichersten sind LCD-Flachbildschirme, weil sie keine elektrischen Röhren, sondern eine Flüssigkristallanzeige haben.

Nachttischlampe im Kinderzimmer

Viele Lampen, darunter auch diverse Nachttischlampen, sind mit Transformatoren ausgestattet. Diese senken die Spannung des Stroms der Steckdose, bevor sie das Leuchtmittel einer Lampe versorgen. Transformatoren sind als sogenannte Steckernetzteile häufig im Kabel integriert, und zwar so, dass sie vor dem Lampenschalter liegen. Schaltet man die Lampe aus, bleibt der Transformator unter Spannung. Bei einigen Transformatoren ist dies durch ein Brummen sogar zu hören. Da es aber auch Nachttischlampen gibt, bei denen der Transformator im Lampenfuss „versteckt“ ist, sollten Sie beim Kauf einer Lampe ohne sichtbaren Transformator darauf achten, ob es brummt, sobald die Lampe am Strom angeschlossen ist.

Netzfreischalter: Eine mögliche Lösung

Mit einem Netzfreischalter, der im Verteilkasten installiert wird, können Sie den Stromkreis einzelner Räume vom Netz trennen, sobald dort das letzte Gerät ausgeschaltet oder die letzte Lampe gelöscht wird. Sämtliche Stromanschlüsse im betreffenden Zimmer sind dann spannungs- und somit elektrosmogfrei. Sobald ein Licht oder Gerät eingeschaltet wird, schaltet der Netzverteiler den Strom wieder zu.

Newsticker

Handys und Hirntumoren? | 01.08.2016

Seitdem es Mobiltelefone gibt, wird befürchtet, ihre elektromagnetische Strahlung könnte Hirntumoren auslösen. Eine neue Studie aus Australien ist - zumindest teilweise sehr beruhigend. Anhand von Daten des Nationalen Krebsregisters wurde untersucht, ob die Zahl der Hirntumoren mit der Verbreitung der „Handys“ (in Australien 94% der Bevölkerung) angestiegen ist. Das Ergebnis: Die Erkrankungsrate ist in den letzten 29 Jahren fast gleich geblieben. Nur bei den über 70-Jährigen ist sie leicht gestiegen. Man vermutet, dass Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) heute Krebserkrankungen entdeckt, die man früher gar nicht gefunden hätte. Unklar bleibt allerdings, ob die beruhigende Aussage für Vieltelefonierer auch gilt, weil die individuelle Natelnutzung nicht berücksichtigt wurde.

Letzte Aktualisierung : 01-03-21, BH

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