Paar zum Beratungsgespräch beim Arzt
Kinderwunsch | Behandlung | Komplikationen

Voraussetzungen für eine IVF-Behandlung

  • Beide Partner müssen mit der In-Vitro-Fertilisation (IVF) einverstanden sein.
  • Beratungen über die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der IVF durch einen Arzt, der die Behandlung nicht selbst durchführt (in der Regel durch den „Haus"-Gynäkologen) sind Pflicht des Paares. 
  • Bei der IVF dürfen nur so viele Eizellen befruchtet werden, wie innerhalb eines Zyklus übertragen werden können, maximal drei.
  • Hat die vorausgegangene Follikelpunktion überschüssige unbefruchtete Eizellen ergeben, dürfen diese für einen späteren Befruchtungsversuch eines folgenden Behandlungszyklusses eingefroren werden. Das Einfrieren oder Weiterkultivieren von bereits geteilten Embryonen (= Zweizellern) ist bis auf wenige gesonderte Ausnahmen verboten. Damit soll vermieden werden, dass Embryonen zu anderen Zwecken entnommen werden als zur Fortpflanzung. 
  • Jegliche Eingriffe am In-Vitro-Embryo, die nicht seiner Erhaltung dienen, sind verboten. 
  • Die Durchführung einer IVF darf nur durch entsprechend ermächtigte Ärzte oder unter Aufsicht derselben von statten gehen. 
  • Negativer HIV-Status beider Partner. 
  • Immunität gegenüber der Viruserkrankung Röteln bei der Frau (durchgemachte Erkrankung oder erfolgte Impfung). 
  • Die Frau sollte jünger als 40-jährig sein.

Newsticker

Kaffee, Alkohol und Zigaretten | 19.06.2019

Welche Faktoren verbessern oder verschlechtern den Erfolg einer künstlichen Befruchtung? Aus den USA kommt jetzt ein Überblick über den Effekt von Koffein, Rauchen und Alkohol. Bezüglich Koffein (in Kaffee und Cola, aber auch in Tee) wurde nur in einer von fünf Studien ein negativer Effekt auf die Rate der Lebendgeburten bei künstlicher Befruchtung gesehen. Bei Alkoholaufnahme während der Behandlungszyklen sahen immerhin drei von sechs Studien eine verminderte Fruchtbarkeit, Embryonenqualität und Einnistung der Embryonen. Raucherinnen hatten in mehreren Studien und Metaanalysen schlechtere Ergebnisse bei einer künstlichen Befruchtung als Nichtraucherinnen oder ehemalige Raucherinnen. Zusammenfassend gebe es wenige Hinweise für einen schädlichen Effekt von Koffein, aber etwas mehr für den schädlichen Einfluss von Alkohol; Rauchen hingegen sei mit grosser Gewissheit schädlich. Der Konsum aller drei Stoffe solle besser reduziert werden, zumal auch ein gewisses Suchtpotential bestehe.

Newsticker

Run aufs Reagenzglas: Bis Ende letzten Jahres ist die Zahl der durch In-Vitro-Fertilisierung im Reagenzglas gezeugten Kinder bereits auf fünf Millionen gestiegen. Experten erinnern aber an die potenziellen Risiken der künstlichen Befruchtung für Mutter und Kind Sie plädieren im „British Medical Journal“ für einen massvolleren Umgang, weil die IVF zu häufig bzw. zu früh eingesetzt wird. Früher fand IVF vor allem bei Eileiterfunktionsstörungen ihren Einsatz, heute wird sie immer öfter auch bei Paaren angewendet, bei denen keine offenkundige Ursache für die Kinderlosigkeit vorliegt (idiopathische Sterilität). Eine Studie aus dem Jahr 2005 ergab, dass 95% der Frauen mit Kinderwunsch innerhalb von zwei Jahren auch spontan schwanger wurden. (swissmom Newsticker, 20.2.14)

Letzte Aktualisierung : 25-04-16, BH

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