Wieviel kostet Verhütung?
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Wieviel kostet welche Verhütungsmethode?

Egal, für welche Verhütungsmethode Sie sich entscheiden: In der Regel tragen Sie die Kosten selbst. Lediglich die Konsultation beim Frauenarzt zur Abklärung der Verhütungsmethode wird bezahlt. Was paradoxerweise aber zu Lasten der Grundversicherung geht, sind die Kosten für einen ärztlich verschriebenen Schwangerschaftsabbruch.

Die Schweizer Krankenkassen – egal ob Grund- oder Zusatzversicherung - übernehmen die Kosten nur in Ausnahmefällen. Wenn die Hormonbehandlung aus medizinischen Gründen erfolgt, wird sie von der Grundversicherung übernommen - auch wenn dies gleichzeitig zur Verhütung einer Schwangeschaft dient. Das kann z.B. der Fall sein bei hormonell bedingter Akne oder bei Zyklusstörungen. In diesem Fall dürfen die Kosten für die Pille auch als aussergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden. Ähnlich ist der Fall bei einer endgültigen Empfängnisverhütung oder Sterilisation. Geht es einzig um die Verhütung, müssen Sie die Kosten selbst zahlen. Soll jedoch eine Schwangerschaft aus gesundheitlichen Gründen vermieden werden, übernimmt die Grundversicherung den Eingriff.

Die Kosten für Verhütungsmittel sind sehr unterschiedlich. Die klassischen Methoden der Natürlichen Familienplanung (NFP) kosten praktisch nichts, ausser es wird ein Zykluscomputer o.ä. eingesetzt. Auch Barrieremethoden verursachen lediglich geringe Kosten, und sowieso nur dann, wenn sie verwendet werden.

Bei der Anti-Baby-Pille ist von monatlichen Kosten zwischen 15.- bis 25.- CHF auszugehen, beim Kauf einer 3- oder 6-Monatspackung kann man etwas sparen. Über ein Jahr kostet die Verhütung mit der Pille ca. 200.- CHF, über 5 Jahre ca. 1000.- CHF. Die Dreimonatsspritze liegt kostenmässig in einem ähnlichen Bereich.

Die Hormonspirale (Mirena, Jaydess) und die Kupferkette (Gynefix) mit einer Wirkungszeit von 5 Jahren kostet rund 500 CHF inkl. Einlage.

Eine Sterilisation beim Mann (Vasektomie) 700 bis 1000 CHF und bei der Frau (Tubenligatur) 1000 bis 2000 CHF.

Wie sicher ist welche Verhütungsmethode?

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Newsticker

Anti-Baby-Pillen gratis | 04.04.2017

Auf den Philippinen sollen mehrere Millionen arme Frauen die Antibabypille und anderen Verhütungsmittel künftig gratis erhalten. Präsident Rodrigo Duterte begründete seine Politik damit, dass mit besserer Familienplanung auch die Armut besser bekämpft werden könnte. Nach einer Studie der Vereinten Na­tionen ist der Inselstaat das einzige Land in der Region, in der die Zahl der Teenager-Schwangerschaften noch steigt. Verhütungsmittel werden von der katholischen, zutiefst gläubigen Bevölkerung weitgehend abgelehnt. Nach Schätzungen könnten mindestens sechs Millionen Frauen die Hilfen in Anspruch neh­men.

Letzte Aktualisierung : 11-09-18, BH

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