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                              Mädchen hüpfen auf dem Bett herum
                              ©
                              iStock

                              Blaue Fle­cken


                              Beim Lau­fen ler­nen, beim To­ben in der Kita, in der Schu­le oder beim Spiel: Im Kin­des­al­ter ist ein blau­er Fleck (Hä­ma­tom) oder ein Blut­erguss an Ar­men oder Bei­nen ei­gent­lich nicht ver­meid­bar.

                              Wenn eine Vene, Ar­te­rie oder ein Ka­pil­lar­ge­fäss durch ei­nen Stoss ver­letzt wird, fliesst Blut in die Um­ge­bung des Ge­fäs­ses. Wenn sich dann das aus­ge­tre­te­ne Blut in­ner­halb des Ge­we­bes di­rekt un­ter der Haut be­fin­det, se­hen wir den blau­en Fleck oder ei­nen Blut­erguss. Zu­nächst röt­lich blau, ver­färbt sich ein sol­cher von grün­lich gelb bis hin zu braun, um dann all­mäh­lich zu ver­blas­sen. Die Hei­lung kann Tage oder manch­mal so­gar Wo­chen dau­ern, ab­hän­gig da­von, wie stark der Schlag war, der das Hä­ma­tom ver­ur­sacht hat. Die meis­ten klei­nen blau­en Fle­cken ver­schwin­den nach 14 Ta­gen von al­lei­ne wie­der. Dann ist der ur­sprüng­lich rote Blut­farb­stoff voll­stän­dig vom Kör­per ab­ge­baut.

                              Ist der Blut­erguss al­ler­dings sehr gross, schmerz­haft und heiss, soll­te un­be­dingt ein Arzt zu Rate ge­zo­gen wer­den. In sel­te­nen Fäl­len kann eine Ope­ra­ti­on nö­tig sein, um das Hä­ma­tom aus­zu­räu­men, da es sich ver­kap­seln kann oder sich Ab­szes­se bil­den kön­nen. Grös­se­re Hä­ma­to­me, be­son­ders, wenn sie im In­ne­ren des Kör­pers ent­ste­hen, kön­nen zur Fol­ge ha­ben, dass um­lie­gen­de Ner­ven oder Mus­keln nicht mehr rich­tig mit Blut ver­sorgt wer­den.

                              Als eine sel­te­ne, aber schwe­re Kom­pli­ka­ti­on bei Prel­lun­gen kann das Mus­kel­kom­pres­si­ons­syn­drom (auch Kom­part­ment­syn­drom ge­nannt) auf­tre­ten. Durch den Blut­erguss kommt es zu ei­ner lang an­hal­ten­den Druck­stei­ge­rung im Mus­kel, die Blut­ge­fäs­se und Ner­ven wer­den zu­sam­men­ge­drückt.  Die Fol­gen sind eine man­geln­de Ver­sor­gung mit Nähr­stof­fen und Sauer­stoff so­wie even­tu­ell so­gar Aus­fäl­le in der Ner­ven- und Mus­kel­funk­ti­on. Auch kann Mus­kel­ge­we­be völ­lig ab­ster­ben und letzt­lich durch Kalk­ein­la­ge­run­gen ver­knö­chern.

                              Man­che El­tern grei­fen bei blau­en Fle­cken schnell zu He­pa­rin- oder ho­möo­pa­thi­schen Sal­ben, um den Blut­erguss wie­der ver­schwin­den zu las­sen. Ei­ni­ge Kin­der­ärz­te ra­ten je­doch von He­par­in­sal­ben ab: Sie kön­nen auf emp­find­li­cher Kin­der­haut Haut­rei­zun­gen oder so­gar all­er­gi­sche Re­ak­tio­nen her­vor­ru­fen. Bes­ser ist es, die be­trof­fe­ne Stel­le so­fort hoch­zu­la­gern, da­mit das Blut nicht noch wei­ter in die Ver­let­zung lau­fen kann, und zu küh­len – mit ei­nem kal­ten, feuch­ten Wasch­lap­pen oder ei­ner in ein Tuch ein­ge­schla­ge­nen Kühl­kom­pres­se. So zie­hen sich die Blut­ge­fäs­se zu­sam­men, und die Blu­tung wird ge­stoppt. Bei meh­re­ren blau­en Fle­cken mit un­kla­rer Ur­sa­che soll­te im­mer ein Arzt be­fragt wer­den.

                              Wenn Ihr Kind plötz­lich auf­fäl­lig vie­le blaue Fle­cken am Kör­per auf­weist oder sich neue Hä­ma­to­me bil­den, die nicht auf trau­ma­ti­sche Er­eig­nis­se zu­rück­zu­füh­ren sind, soll­ten Sie um­ge­hend Ih­ren Kin­der­arzt auf­su­chen.

                              Quel­le: www.dgk.de

                              Letzte Aktualisierung: 16.01.2020, BH
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