Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Schritt für Schritt zur Dia­gno­se der Un­frucht­bar­keit

                              Von Un­frucht­bar­keit oder Ste­ri­li­tät spricht man, wenn ein Paar in­ner­halb ei­nes Jah­res min­des­tens zwei­mal wö­chent­lich un­ge­schütz­ten Ge­schlechts­ver­kehr hat­te, ohne dass die Frau schwan­ger wur­de.


                              Man­che Ärz­te emp­feh­len aber auch, län­ger zu war­ten und zu­erst die Le­bens­si­tua­ti­on zu über­prü­fen: Ist der Mann oder die Frau über­mäs­sig ge­stresst? Dreht sich al­les nur noch um den Kin­der­wunsch? Könn­te das Ge­sund­heits­ver­hal­ten ei­nen Ein­fluss ha­ben?

                              Wenn Sie nicht schwan­ger wer­den und dar­un­ter lei­den, ist es auf je­den Fall sinn­voll, so bald wie mög­lich ein Ge­spräch mit ei­nem Fach­mann oder ei­ner Fach­frau für Re­pro­duk­ti­ons­me­di­zin zu su­chen. Und zwar nicht nur, wenn bei Ih­nen we­gen fort­ge­schrit­te­nen Al­ters die „bio­lo­gi­sche Uhr tickt“. Oft kann schon ein be­ra­ten­des Ge­spräch vie­le Pro­ble­me lö­sen oder Ih­nen in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen an­bie­ten. Weil die Ur­sa­chen der Un­frucht­bar­keit bei Mann und Frau glei­cher­mas­sen zu fin­den sind, muss die Ab­klä­rung auch bei­de Part­ner mit ein­be­zie­hen. Also: Ge­hen Sie selbst zu ei­nem Frau­en­arzt, ei­ner Frau­en­ärz­tin und schi­cken Sie Ih­ren Mann zum An­dro­lo­gen oder Uro­lo­gen.

                              Die drei wich­tigs­ten Fra­gen:

                              • Fin­det re­gel­mäs­sig ein Ei­sprung statt?

                              • Ist der Sa­men des Part­ners in Ord­nung?

                              • Sind die Ei­lei­ter durch­gän­gig?

                              In­ter­view

                              Experteninterview mit Prof. Dr. med. Michael von Wolff

                              Bei den ers­ten Un­ter­su­chun­gen wird nicht schon im De­tail die Ur­sa­che der Kin­der­lo­sig­keit ge­klärt wer­den kön­nen. Die Ba­sis­dia­gnos­tik dient zu­nächst ein­mal zum Aus­schluss häu­fi­ger Er­kran­kun­gen, wel­che eine Schwan­ger­schaft ver­hin­dern kön­nen und ba­siert auf ein­fa­chen Un­ter­su­chun­gen. Nach ei­ner kör­per­li­chen Un­ter­su­chung und ei­ni­gen Blut­tests wird über­prüft, ob Sie ei­nen re­gel­mäs­si­gen Zy­klus und Ei­sprung ha­ben. Dazu dient zu­nächst die Tem­pe­ra­tur­kur­ve  ( Ba­sal­t­em­pe­ra­tur ), dann eine Hor­mon­ana­ly­se  und Ul­tra­schall zur Fol­li­kel­dar­stel­lung (ova­ri­el­le Re­ser­ve). So sieht man auch, ob die Fol­li­kel­rei­fung ge­stört ist oder sich so­gar zu vie­le Fol­li­kel und Zys­ten (po­ly­cys­ti­sche Ova­ri­en = PCO / PCOS) ent­wi­ckeln. Beim Mann gibt eine Sper­ma-Ana­ly­se, das so­ge­nann­te Sper­mio­gramm , Auf­schluss dar­über, ob aus­rei­chend Sa­men­zel­len vor­han­den sind und ob ihre Form und Be­weg­lich­keit in Ord­nung ist.

                              Im nächs­ten Schritt, dem Post­koi­t­al­test, un­ter­sucht Ihr Frau­en­arzt, Ihre Frau­en­ärz­tin, ob Sa­men­fä­den über­haupt in der Zer­vix hoch­wan­dern oder ob eine Un­ver­träg­lich­keit zwi­schen Sper­mi­en und Ge­bär­mut­ter­hals-Se­kret vor­liegt.

                              Häu­fi­ge Ur­sa­che für un­er­füll­ten Kin­der­wunsch sind ver­schlos­se­ne oder ver­wach­se­ne Ei­lei­ter. Mit Hil­fe von Ul­tra­schall und ei­nem Kon­trast­mit­tel kann man sich schon ein­mal ori­en­tie­ren. Even­tu­ell ist auch eine Ge­bär­mut­ter­spie­ge­lung sinn­voll. Eine ge­naue­re Dia­gno­se bringt eine Bauch­spie­ge­lung  (La­pa­ras­ko­pie), ein mi­kro­chir­ur­gi­scher Ein­griff, bei dem die Ei­lei­ter ge­prüft und nö­ti­gen­falls durch­gän­gig ge­macht wer­den kön­nen (Pertu­ba­ti­on).

                              Lässt sich durch Hor­mon­be­hand­lung, Sper­mien­in­jek­ti­on und Mi­kro­chir­ur­gie kei­ne Schwan­ger­schaft er­rei­chen, wer­den die Mög­lich­kei­ten ei­ner künst­li­chen Be­fruch­tung mit Ih­nen er­ör­tert.

                              Letzte Aktualisierung: 03.04.2018, BH
                              Anzeige
                              Anzeige