Lunge des Kindes gibt Startsignal zur Geburt

Aus der Forschung

Schwangere zählt auf der Armbanduhr die Minuten zwischen Wehen
©
GettyImages

Forscher in Texas haben beweisen können, was schon lange vermutet wurde: Die Wehen beginnen erst dann, wenn das ungeborene Kind selbständig atmen kann.

Das für die Sauerstoffaufnahme in den Lungenbläschen erforderliche Eiweiss (SP-A) ist ein Bestandteil des sogenannten Surfactant, der die Entfaltung der Lunge ermöglicht. Es wird erst in einer späten Entwicklungsphase der Lungen, nach der 35. SSW, gebildet und ins Fruchtwasser abgegeben. Dort löst es anschliessend über eine Stimulation des Immunsystems eine Art Entzündungsreaktion aus, was zu einem Zusammenziehen der Gebärmutter und somit zu geburtsaktiven Wehen führt. Wurde das SP-A im Tierversuch mit Hilfe von Antikörpern abgeblockt, verzögerte sich die Geburt um bis zu 24 Stunden.

Obwohl die Forscher glauben, ein zentrales Signal für den Beginn der Geburt gefunden zu haben, weisen sie darauf hin, dass das SP-A nicht der einzige Geburtsauslöser sein kann.

Aus der Forschung: Jennifer C. Condon et al., PNAS 101/14, S. 4978-83, 2004.

Letzte Aktualisierung: 10.05.2021, BH

Mehr zum Thema

Aktuelles

kurz&bündig
5/20/2026
Übergewichtige Kinder machen eine Pause beim Sport

BMI-Monitoring: Weniger Kinder und Jugendliche sind übergewichtig

Gesundheitsförderung Schweiz analysiert seit dem Schuljahr 2005/06 gemeinsam mit den schulärztlichen Diensten von …

Neueste Artikel

Unsere Partner