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                              Baby nur mit Windel bekleidet liegt auf dem Bauch
                              ©
                              GettyImages-78310660.jpg

                              Die Win­del­ent­zün­dung


                              Die Win­del­ent­zün­dung (Win­del­der­ma­ti­tis, Win­d­el­ek­zem oder Win­del­aus­schlag) tritt bei Säug­lin­gen lei­der sehr häu­fig auf. Fast alle Ba­bys lei­den im Lau­fe ih­rer Win­del­zeit ein­mal mehr oder we­ni­ger stark dar­un­ter.

                              Wie kommt es zur Haut­rei­zung im Win­del­be­reich?


                              Eine Win­del­der­ma­ti­tis hat nicht un­be­dingt et­was mit man­geln­der Hy­gie­ne zu tun! Durch die Plas­tik­hül­le der Win­deln - egal aus wel­chem Stoff - kommt we­nig Luft an den Po, so dass ein feucht-war­mes Kli­ma ent­steht. Für Bak­te­ri­en und Pil­ze der idea­le Nähr­bo­den!

                              Wei­te­re Um­stän­de: Eine leich­te Er­käl­tung mit et­was Fie­ber führt zum Bei­spiel zu kon­zen­trier­te­rem Urin - und da­mit zur Haut­rei­zung. Zah­nen, Durch­fall, Be­hand­lung mit An­ti­bio­ti­ka oder eine Über­emp­find­lich­keit (All­er­gie) ge­gen Pfle­ge­pro­duk­te sind eben­falls mög­li­che Aus­lö­ser für ei­nen wun­den Po. Und be­son­ders häu­fig kommt es zur Win­del­der­ma­ti­tis nach ei­ner Nah­rungs­um­stel­lun­gen, z.B. wenn Sie die ers­te Bei­kost-Mahl­zeit ge­ben. Auch kann eine hohe Zu­fuhr von Vit­amin C aus Süd­früch­ten oder Frucht­säf­ten und schar­fe Ge­wür­ze bei Kin­dern das Wund­sein im Pobe­reich för­dern.

                              Still­ba­bys sind we­ni­ger emp­find­lich


                              Ge­still­te Neu­ge­bo­re­ne ha­ben sel­te­ner Pro­ble­me als Ba­bys, die mit dem Schop­pen er­nährt wer­den. Ihr Stuhl ent­hält we­ni­ger Bak­te­ri­en, die eine Win­del­ent­zün­dung her­vor­ru­fen kön­nen. Aber so­bald zur Milch­nah­rung zu­ge­füt­tert wird, nimmt die Wahr­schein­lich­keit ei­nes Win­d­el­ek­zems bei al­len Säug­lin­gen zu. Kot und Urin ent­hal­ten nun viel mehr Bak­te­ri­en, und das reizt die Haut. Die meis­ten Säug­lin­ge sind im Al­ter zwi­schen 7 und 9 Mo­na­ten am an­fäl­ligs­ten. Je äl­ter die Ba­bys je­doch wer­den, des­to wi­der­stands­fä­hi­ger wird auch ihre Haut. Der Aus­schlag bes­sert sich all­mäh­lich und ver­schwin­det schliess­lich ganz.

                              Wie sieht ein Win­d­el­ek­zem aus?


                              Man­che Ba­bys ver­tra­gen ei­nen wun­den Po, ohne sich in ih­rem Ver­hal­ten zu ver­än­dern. Aber die meis­ten re­agie­ren mit Reiz­bar­keit, häu­fi­gem Schrei­en und so­gar Ap­pe­tit­lo­sig­keit. Kein Wun­der!

                              Bei der Win­del­ent­zün­dung sieht man eine Haut­rei­zung mit Rö­tung und even­tu­ell näs­sen­den Stel­len, die meis­tens im Anal­be­reich be­ginnt. Auch Pa­peln kön­nen auf­tre­ten, das sind rote, leicht über das Haut­ni­veau her­aus­ra­gen­de Ver­här­tun­gen, klei­ne Knöt­chen und Schup­pun­gen. Be­gin­nend im Win­del­be­reich kann sich die Rei­zung in schwe­re­ren Fäl­len auch auf die Ober­schen­kel und in die Haut­fal­ten der Bei­ne aus­deh­nen. Die Haut wirkt ge­schwol­len, ris­sig, schup­pig oder fal­tig, und im ge­rö­te­ten Be­reich ent­ste­hen of­fe­ne und näs­sen­de Stel­len.

                              Teil­wei­se ist ein Ge­ruch nach Am­mo­ni­ak be­merk­bar, der durch Haut­bak­te­ri­en ver­ur­sacht wird, die Harn auf­spal­ten und da­bei Am­mo­ni­ak pro­du­zie­ren. Am­mo­ni­ak brennt auf der Haut, der Aus­schlag kann des­halb sehr un­an­ge­nehm für Ihr Baby sein. Bei Kna­ben kann es vor­kom­men, dass sich der Aus­schlag bis auf den Pe­nis aus­dehnt. Sie be­kom­men dann Schwie­rig­kei­ten und Schmer­zen beim Was­ser­las­sen. Bei sehr schwe­rem Ver­lauf ei­ner Win­del­ent­zün­dung kann sich die Haut so­gar ab­lö­sen und es kön­nen Nar­ben zu­rück­blei­ben.

                              Was kann sonst da­hin­ter­ste­cken?


                              Wenn der Win­del­aus­schlag mit Rö­tung, Pi­ckeln oder Pus­teln und Schorf zu­erst im Be­reich um den Af­ter auf­tritt und sich dann auf den Po aus­dehnt, hat Ihr Baby ver­mut­lich eine Pilz­er­kran­kung (Soor, her­vor­ge­ru­fen durch den Pilz Can­di­da al­bi­cans). Oft sieht man of­fe­ne Bläs­chen, die am Rand eine weis­se Krau­se ha­ben. Ty­pisch ist auch, dass die­se so­ge­nann­te Can­di­dia­sis fast im­mer zu­erst die Haut­fal­ten be­sie­delt, die bei ei­ner nor­ma­len Win­del­ent­zün­dung eher aus­ge­spart blei­ben. Wenn sich gleich­zei­tig Ihre Brust­war­zen wund an­füh­len und bren­nen, ist das auch ein deut­li­cher Hin­weis auf eine Pilz­in­fek­ti­on. Fra­gen Sie Ih­ren Arzt, Ihre Ärz­tin und las­sen Sie sich ge­ge­be­nen­falls zur Be­hand­lung eine Creme oder Sal­be ver­schrei­ben.

                              Sel­te­ner kann auch bei Säug­lin­gen die Grind­flech­te (Im­pe­ti­go con­ta­gio­sa) auf­tre­ten, eine an­ste­cken­de bak­te­ri­el­le Haut­in­fek­ti­on durch Bak­te­ri­en (haupt­säch­lich Strep­to­kok­ken der Grup­pe A). Vor al­lem im Ge­sicht, sel­te­ner aber auch ein­mal im Win­del­be­reich, fin­det man rote Pa­peln und ho­nig­gel­be, eit­ri­ge Pus­teln. Es bil­den sich ein­zel­ne grös­se­re, von ei­nem ro­ten Hof um­ge­be­ne Knöt­chen. Dar­auf kön­nen gelb­li­che Krus­ten auf­ge­la­gert sein. Die Be­hand­lung er­folgt mit ei­ner an­ti­bio­ti­schen Sal­be.

                              Ihr Kin­der­arzt kann ei­nen Ab­strich vor­neh­men und so eine bak­te­ri­el­le oder Pilz­in­fek­ti­on nach­wei­sen und die ent­spre­chen­de Be­hand­lung ein­lei­ten.

                              Wenn der Aus­schlag fet­tig und we­ni­ger rot, son­dern mehr gelb­lich-braun ist, han­delt es sich ver­mut­lich um Milch­schorf (se­bor­rhoi­sche Der­ma­ti­tis).

                              Kommt es bei Ih­rem Kind sehr häu­fig (re­zi­di­vie­rend) zu ei­ner Win­del­der­ma­ti­tis, wird Ihr Kin­der­arzt auf All­er­gi­en oder Im­mun­erkran­kun­gen un­ter­su­chen. So kann das im Darm sit­zen­de Im­mun­sys­tem auch durch Durch­fall oder eine An­ti­bio­ti­ka-Be­hand­lung ge­schwächt sein.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Die Urin­men­ge ist im­mer ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um, ob ihr Kind ge­nü­gend Nah­rung- bzw. Flüs­sig­keits­auf­nah­me hat. Das macht sich in der Urin­far­be be­merk­bar: Der Urin ist beim ge­sun­den Baby nor­ma­ler­wei­se hell stroh­gelb und beim voll ge­still­ten Kind ge­ruchs­neu­tral. Ist der Urin kon­zen­triert und von …
                              Wie lan­ge es dau­ert, bis sich die In­halts­stof­fe von Le­bens­mit­teln in der Mut­ter­milch zei­gen, ist sehr un­ter­schied­lich. Es hängt aber eng da­mit zu­sam­men, wie lan­ge Nah­rungs­mit­tel bei ei­nem „nor­mal" ar­bei­ten­den Darm im Ver­dau­ungs­trakt ver­blei­ben, und dies wie­der­um hängt vor al­lem vom Fett­ge­halt der …
                              Dar­auf gibt es kei­ne ein­deu­ti­ge Ant­wort. Wenn in Ih­rer Fa­mi­lie kei­ne All­er­gie­nei­gung vor­han­den ist, muss das Wa­schen aus me­di­zi­ni­scher Sicht nicht un­be­dingt sein. Die meis­ten Müt­ter wa­schen die neu­en Klei­der fürs Baby trotz­dem, aber mehr aus psy­cho­lo­gi­schen Grün­den: Wer weiss schon, wer die …
                              Meist sind Nah­rungs­mit­tel die Ur­sa­che für Stuhl­ver­fär­bun­gen bei Kin­dern. Das ist be­son­ders deut­lich in der Zeit, wenn Bei­kost ein­ge­führt wird: Der Baby-Darm erst an die für ihn neue Nah­rung ge­wöh­nen und nach und nach die pas­sen­den En­zy­me für die Ver­dau­ung der Nähr­stof­fe be­reit­stel­len. Des­halb ist …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              1/14/2019
                              Windel wechseln

                              Dau­ernd wund am Füd­li?

                              Bei ei­ner Win­del­der­ma­ti­tis mit dem ty­pi­schen Aus­schlag ist die Haut­bar­rie­re ge­stört, v.a. durch Wär­me­stau bei …
                              Letzte Aktualisierung: 17.08.2020, BH

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                              Ur­ba­ne Gär­ten: Gü­nes Pa­ra­dies im Asphalt­dschun­gel mit Kneipp

                              Ur­ba­nes Grün tut der See­le und dem Kli­ma gut. Ex­per­tIn­nen ver­ra­ten Tricks für die Selbst­ver­sor­gung auf dem Stadt­bal­kon.

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