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                              Ge­burts­ver­let­zun­gen (Kno­chen und Ner­ven)

                              Der erste Schrei nach der Geburt
                              ©
                              Fotolia

                              Weil der Ge­burts­ka­nal so eng ist, kann es be­son­ders bei gros­sen, schwe­ren Kin­dern zu Ver­let­zun­gen und so­gar Kno­chen­brü­chen kom­men. Aus­ser­dem sind Kopf­ge­schwüls­te recht häu­fig.

                              Kno­chen­ver­let­zun­gen: 1-2% al­ler Neu­ge­bo­re­nen ha­ben ei­nen Schlüs­sel­bein­bruch. Erst Tage nach der Ge­burt fällt auf, dass der Arm der be­trof­fe­nen Sei­te we­ni­ger be­wegt wird. Oft ist über dem Schlüs­sel­bein nach etwa ei­ner Wo­che ein klei­ner, fes­ter Kno­ten zu tas­ten. Dies ist neu­ge­bil­de­te Kno­chen­sub­stanz (Schwie­le oder Kal­lus), die um die Bruch­stel­le her­um ent­steht. Das ge­bro­che­ne Schlüs­sel­bein ist nach in­nen ein­drück­bar. Das Kind kann bei Be­we­gung Schmer­zen ha­ben und soll­te des­halb vor­sich­tig ge­la­gert wer­den. Mehr braucht meist nicht ge­tan zu wer­den, denn der Kno­chen heilt auch ohne Gips oder Ver­band von selbst sta­bil ab, so­gar Fehl­stel­lun­gen wer­den aus­ge­gli­chen. Üb­li­cher­wei­se kommt es auch nicht zu Ge­fäss- oder Ner­ven­schä­di­gun­gen. In der Re­gel ist noch nicht ein­mal ein Rönt­gen­bild oder eine Ul­tra­schall­un­ter­su­chung zur Dia­gno­se­stel­lung not­wen­dig.

                              Sel­te­ner als ein Schlüs­sel­bein­bruch sind Arm- und Bein­brü­che. Auch Kno­chen­brü­che am Schä­del sind sel­ten, müs­sen aber häu­fig ope­riert wer­den, um Druck­schä­di­gun­gen am Ge­hirn zu ver­mei­den.

                              Ner­ven­ver­let­zun­gen: Liegt ein Ärm­chen nach in­nen ge­dreht schlaff am Kör­per und wird es kaum be­wegt, kann auch eine Ple­xus­pa­re­se, also ein Ner­ven­scha­den im Schul­ter­gür­tel­be­reich, vor­lie­gen. Frü­her dach­te man, dass die­se Kin­der eine schwe­re Ge­burt hat­ten, bei der die Arm­ner­ven ge­dehnt, ge­zerrt, durch ei­nen Schlüs­sel­bein­bruch ver­letzt oder sehr sel­ten auch aus­ge­ris­sen sind. Die neue­ren Er­kennt­nis­se las­sen je­doch eher ver­mu­ten, dass eine Ple­xus­läh­mung so­gar schon vor­ge­burt­lich ent­steht. Es wird eine häu­fi­ge obe­re (Erb­sche Läh­mung) von ei­ner sel­te­nen un­te­ren Läh­mung (Klump­ke­sche Läh­mung) des Arm­ner­ven­ple­xus un­ter­schie­den. In den ers­ten Ta­gen, in de­nen die Ver­let­zung noch schmerz­haft sein kann, soll­ten die Kin­der vor­sich­tig ge­la­gert wer­den. Dann soll­te je­doch schon bald mit kran­ken­gym­nas­ti­schen Übun­gen (z.B. nach Voj­ta) be­gon­nen wer­den. Auch eine mi­kro­chir­ur­gi­sche Ner­ven­naht kann in man­chen Fäl­len sinn­voll wer­den. Die Pro­gno­se ist ab­hän­gig vom Aus­mass der Ner­ven­schä­di­gung, des­halb lässt sich an­fangs lei­der schwer vor­her­sa­gen, ob die Ver­let­zung völ­lig aus­heilt.

                              Bei ei­ner Zan­gen­ge­burt oder wenn das Ge­sicht des Kin­des stark auf ei­nen Kno­chen­vor­sprung im Be­cken der Mut­ter ge­drückt wur­de, kann es zu ei­ner vor­über­ge­hen­den Läh­mung ei­nes Ge­sichts­ner­ven (Fa­zia­lis­pa­re­se) kom­men. Die Kin­dern ha­ben ein schie­fes Schrei­ge­sicht, und die Nah­rung fliesst auf der kran­ken Sei­te es Mun­des wie­der her­aus. Die wich­tigs­te Mass­nah­me be­steht dar­in, das Auge mit Sal­be vor Aus­trock­nung zu schüt­zen, weil das Au­gen­lid nicht voll­stän­dig ge­schlos­sen wer­den kann. Die Aus­sich­ten sind aber sehr güns­tig, denn die­ser Ner­ven­aus­fall bil­det sich meist in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen, manch­mal so­gar in­ner­halb von Ta­gen zu­rück.

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                              Letzte Aktualisierung: 04.11.2019, BH

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