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                              Babyhand hält Hand

                              Die Neu­ge­bo­re­nen­re­fle­xe


                              Das Neu­ge­bo­re­ne hat an­ge­bo­re­ne Re­fle­xe oder so­ge­nann­te Pri­mi­tiv­re­fle­xe die meis­tens sei­nem Selbst­schutz die­nen und bei ei­nem ent­spre­chen­den Reiz in­stink­tiv aus­ge­führt wer­den. So­bald das Baby lernt, sei­ne Mus­keln zu kon­trol­lie­ren, ver­lie­ren sich die­se Re­flex­be­we­gun­gen all­mäh­lich.

                              Der Greif­re­flex


                              Bis zum Al­ter von etwa drei Mo­na­ten um­schlies­sen die Fin­ger des Ba­bys au­to­ma­tisch al­les, wo­mit sei­ne Hand­flä­chen in Be­rüh­rung kom­men. Da­bei kön­nen sie so fest zu­grei­fen, dass sie ihr ei­ge­nes Kör­per­ge­wicht hal­ten kön­nen.

                              Ein ähn­li­cher Re­flex wird aus­ge­löst, wenn man die Fuss­soh­len strei­chelt. Der Fuss krümmt sich nach in­nen, als wol­le das Kind da­mit et­was um­klam­mern.

                              Der Moro-Re­flex


                              Als "Schreck­re­flex" be­zeich­net man die un­will­kür­li­che Re­ak­ti­on von Neu­ge­bo­re­nen und jun­gen Säug­lin­gen, wenn sie mit lau­ten Ge­räu­schen, hel­lem Licht, star­ken Ge­rü­chen kon­fron­tiert wer­den oder das Ge­fühl ha­ben zu fal­len. So­gar das ei­ge­ne Schrei­en kann den Moro-Re­flex aus­lö­sen.

                              Bei der Un­ter­su­chung wird das Köpf­chen zu­nächst mit der Hand ge­stützt und dann plötz­lich ein we­nig nach hin­ten ab­ge­senkt. Das Baby at­met mit of­fe­nem Mund ein, streckt Arme und Bei­ne aus und krümmt den Rü­cken, als woll­te es sich an et­was fest­hal­ten. Dann “rollt” es sich ein und ballt die Händ­chen vor der Brust zu Fäus­ten.

                              Der Moro-Re­flex ist nach der Ge­burt be­son­ders aus­ge­prägt und nor­ma­ler­wei­se nur in den ers­ten zwei Le­bens­mo­na­ten zu se­hen. Spä­tes­tens im zwei­ten Le­bens­halb­jahr ist er bei ge­sun­den Ba­bys nicht mehr nach­weis­bar, an­dern­falls weist dies un­ter Um­stän­den auf eine Schä­di­gung des Gross­hirns hin. Auch ein deut­lich schwä­cher oder stär­ker aus­ge­präg­ter oder asym­me­tri­scher Schreck­re­flex kann auf eine neu­ro­lo­gi­sche Stö­rung oder auch auf ei­nen un­ent­deck­ten Ge­burts­scha­den wie ei­nen Schlüs­sel­bein­bruch hin­deu­ten.

                              Der Such­re­flex


                              Wenn Sie die Wan­ge Ih­res Kin­des sanft strei­cheln, wird es den Kopf zur ge­strei­chel­ten Sei­te hin wen­den und mit ge­öff­ne­tem Mund Ihre Brust su­chen.

                              Der Re­flex bleibt bis etwa zum 3. oder 4. Le­bens­mo­nat er­hal­ten, bei man­chen Ba­bys lässt er sich im Schlaf aber auch noch zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt aus­lö­sen.

                              Der Saug­re­flex


                              Ba­bys ha­ben ei­nen star­ken Saug­re­flex, der zum Stil­len un­er­läss­lich ist. Wenn Sie mit ei­nem Fin­ger be­hut­sam ge­gen den Gau­men des Ba­bys drü­cken, fängt es an, in­ten­siv zu sau­gen. Der Re­flex hält auch noch eine Wei­le an, nach­dem Sie den Fin­ger zu­rück­ge­zo­gen ha­ben.

                              Der Schluck­re­flex


                              Ba­bys wer­den mit ei­nem aus­ge­präg­ten Schluck­re­flex ge­bo­ren, da sie be­reits im Mut­ter­leib Flüs­sig­keit zu schlu­cken ge­lernt ha­ben. Das ist wich­tig, da­mit sie gleich nach der Ge­burt trin­ken kön­nen. Ba­bys ver­fü­gen auch über ei­nen star­ken Wür­ge­re­flex, der ver­hin­dert, dass sie sich ver­schlu­cken.

                              Der Schreit­re­flex


                              Hebt man ein neu­ge­bo­re­nes Baby hoch und hält es auf­recht über eine Ober­flä­che, so dass sei­ne Füs­se mit die­ser in Be­rüh­rung kom­men, wird es klei­ne Schreit­be­we­gun­gen aus­füh­ren, als wol­le es lau­fen. Die­ser Re­flex setzt kurz nach der Ge­burt ein und ver­liert sich nach ca. zwei Mo­na­ten. Er ist nicht mit dem ei­gent­li­chen Lau­fen zu ver­wech­seln.

                              Der Galant­re­flex


                              Man be­streicht in Bauch­la­ge des Säug­lings die Haut ne­ben der Wir­bel­säu­le mit dem Fin­ger. Es er­folgt eine Beu­gung der Wir­bel­säu­le zur Sei­te des Rei­zes hin. Der Re­flex ist in der Re­gel etwa bis zum sechs­ten Le­bens­mo­nat nach­weis­bar.

                              Letzte Aktualisierung: 04.09.2020, BH
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