Gemüsestücke und püriertes Gemüse in Eiswürfelbehälter zum Einfrieren
Beikost | Kind

Babybrei einfrieren - was es zu beachten gibt

Es macht Freude, Babybrei selber zuzubereiten. Sie haben die Kontrolle über die verwerteten Lebensmittel, können saisonale und regionale Produkte verarbeiten und wissen somit genau, was das Kind zu sich nimmt. Allerdings ist die Zubereitung von Beikost auch zeitintensiv. Breie immer wieder frisch zuzubereiten, kann so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass der Griff zu Gläschenkost nahe liegt. Damit Sie die Freude am Selberkochen von Beikost nicht verlieren, können Sie Brei in grösseren Mengen zubereiten und einfrieren.  

Gut zu wissen:

  • Selbstgekochten Babybrei immer frisch einfrieren. Das heisst, Brei nach Rezept zubereiten, abkühlen lassen und direkt in geeigneten Behälter zum Einfrieren füllen.
  • Die Behälter zum Einfrieren sollten gefriertauglich, sauber und keimfrei sein.
  • Frieren Sie den Brei in eher kleinen Einzelportionen ein. Einmal aufgetaut, sollte der Brei nicht aufbewahrt oder wieder eingefroren werden. Daher lieber 1-2 kleine Portionen auftauen anstelle einer grossen.
  • Der Brei sollte möglichst schonend aufgewärmt werden. Sehr geeignet ist das Wasserbad. Beim Aufwärmen in der Mikrowelle ist auf eine gleichmässige Erwärmung zu achten. Vor dem Verzehr sollte der Brei nochmals gut umgerührt werden. 
  • Vorsicht ist geboten bei der Handhabung von Spinat, Randen, Kohlrabi, Chinakohl und Fenchel. Das darin enthaltene Nitrat wandelt sich bei unsachgemässer Lagerung durch Bakterien zu Nitrit um. Dies ist für Kleinkinder gesundheitsschädigend. Es wird empfohlen Kindern bis drei Jahren keine aufgewärmten Malzeiten mit den oben genannten Lebensmitteln anzubieten.
Alles im Griff

Alles im Griff

Wir haben die wichtigsten Tipps aus diesem Text für Sie in einer Checkliste zusammengefasst. So behalten Sie beim Kochen und Einfrieren stets den Überblick.

Zur Checkliste

Wichtig ist, auf die Haltbarkeit der eingefrorenen Breie zu achten. Deswegen sollte auf dem Behälter die Inhalts- und Datumsangaben vermerkt sein. Dafür eignen sich Klebeetiketten oder das Beschriften mit einem wasserfesten Stift.

Haltbarkeit von selbstgekochtem Brei:

  • Gemüse- und Obstbrei: tiefgefroren bis zu sechs Monate haltbar
  • Fisch- und Fleischbrei: tiefgefroren bis zu drei Monate haltbar
  • Brei mit Milchprodukten: tiefgefroren bis zu zwei Monate haltbar

Diese Lebensmittel eignen sich nicht gut zum Einfrieren:

  • Kartoffeln, Gurken, Melonen, Bananen, Steinobst: Können nach dem Auftauen in der Konsistenz und/oder im Geschmack verändert sein
  • Avocados: können nach dem Auftauen bitter schmecken
  • Getreidebreie: Je höher der Anteil von Getreide, umso eher verändert sich die Konsistenz des Breis. Es kann sein, dass der Brei ungeniessbar wird. Besser ist es, den Gemüse- oder Obstbrei ohne Getreidezugabe zuzubereiten und einzufrieren. Das Getreide wird nach dem Aufwärmen zugefügt.
  • Öle: Plant man, den selbstgekochten Brei einzufrieren, wird das Öl erst nach dem Auftauen und kurz vor dem Verzehr zugefügt.

Keines dieser Lebensmittel wird durch das Einfrieren ungeniessbar oder gar gesundheitsschädigend. Sie können einen solchen Brei also bedenkenlos anbieten. Möglicherweise nimmt Ihr Kind aufgetaute Kartoffeln mit Genuss zu sich. Das Geschmacksempfinden von Babys kann sehr unterschiedlich sein. Probieren Sie es einfach aus.

Newsticker

Spinatresten aufwärmen | 14.04.2019

Unverdorbene Lebensmittel wollen wir nicht einfach entsorgen – aus Essensresten kann man oft noch eine gute Mahlzeit zaubern. Aber was tun, wenn vom Spinat etwas übrig bleibt? Darf man ihn aufbewahren und später wieder erwärmen? Wenn ein paar Dinge beachtet werden, ist dies durchaus möglich. Spinat muss möglichst schnell abkühlen, z.B. im kalten Wasserbad. In einem sauberen Gefäss hält er sich noch einen Tag im Kühlschrank und kann dann noch einmal aufgewärmt werden. Öfter nicht, denn im Spinat können sich schnell Giftstoffe entwickeln: Das unbedenkliche Nitrat verwandelt sich dabei in gesundheitsschädliches Nitrit. Deshalb darf man Babys und Kleinkindern bis drei Jahren keinen aufgewärmten Spinat anbieten. Dasselbe gilt übrigens für Randen, Chinakohl, Kohlrabi und Fenchel.

Letzte Aktualisierung : 18-03-19, FS

loading