Insektenstiche
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Insektenstiche

Die Stiche von Mücken (Stechmücken, Schnaken, Moskitos) sind nicht gefährlich; im Gegensatz zu den Tropen werden in Europa in der Regel keine Krankheiten durch Mücken übertragen. Der Juckreiz kann aber auch für Kinder sehr lästig sein. Dagegen hilft ein kühlender Umschlag oder ein spezielles Gel. Aufkratzen sollte vermieden werden, weil sich dann Bakterien ansiedeln und eine Infektion entsteht. Bei frischen Mückenstichen einfach ein kleines Stück Heftpflaster (z.B. Leukoplast) aufkleben - so wird der Juckreiz schnell gestillt und eine Entzündung verhindert. Mehr zur Behandlung von Mückenstichen und erprobte Hausmittel...

Auf die Stiche anderer Insekten wie Bienen, Wespen und Hornissen können Kinder rasch überempfindlich reagieren (Insektenallergie). Die Haut ist mit Quaddeln oder Flecken übersät. Es kann auch zu einer Schockreaktion mit Fieber, Blutdruckabfall, Übelkeit, Schwindel und Atemnot kommen, dann muss sofort ein Notarzt gerufen werden oder Sie müssen schnellstens ins nächste Spital fahren.

Bienen stechen sehr selten und eigentlich nur, wenn sie sich angegriffen fühlen und verlieren beim Stechen im Gegensatz zu Wespen ihren Stachel. Nach einem Stich muss dieser deshalb erst entfernt werden. Am besten nimmt man eine Bankkarte und streicht im Gegenrichtung des Stiches. Mit einer Pinzette besteht die Gefahr, die Giftblase auszudrücken. Dann sollte die Stelle sofort mit einem Eiswürfel, Kühlkissen oder kaltem Wasser gekühlt werden. Ein Hausmittel: Reiben Sie eine angeschnittene Zwiebel eine Weile über die Einstichstelle. Gegen den Juckreiz helfen auch Gels, Salben und Tinkturen mit juckreizstillender Wirkung, die Sie in der Apotheke besorgen können. Essigsaure Tonerde oder Arnikagel beruhigen die Haut auf natürliche Art. Entwickelt sich Stunden oder Tage nach dem Stich ein roter Strich von der Einstichstelle her, kann dies auf eine Entzündung oder Blutvergiftung hinweisen. Dann sollten Sie ebenfalls zum Arzt gehen. Zu Infektionen kommt es vor allem nach Bremsenstichen und wenn sich das Kind mit unsauberen Händen kratzt.

Bienen-, Wespen oder Hornissenstiche im Kopf- und Halsbereich sind besonders gefährlich. Die Schwellung kann schlimmstenfalls zur lebensbedrohlichen Behinderung der Atmung führen. In solchen Fällen sollte ebenfalls sofort ein Rettungsdienst verständigt werden. Wurde ein Insekt verschluckt, zum Beispiel mit einem Stück Obstkuchen oder mit einem Schluck süssem Getränk, sollte der Oberkörper des Kindes hochgelagert werden. Ist das Kind bei Bewusstsein, kann es Eis lutschen, um die Schwellung zu reduzieren.

Ist eine Allergie gegen Insektengift bekannt, muss das Kind ein Notfallset mit verschiedenen Medikamenten bei sich tragen.  Dazu kommt es bei allergisch veranlagten Kindern nach wiederholten Insektenstichen. Innerhalb von Minuten entwickelt sich auch weiter vom Einstich entfernt ein Ausschlag mit Juckreiz, Schwellung der Augenlider und Atemnot bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH

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