Baby mit verkrusteten Augen
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Augengrippe

Grippeviren können nicht nur in den Atemwegen für Probleme sorgen, sondern auch an den Augen. Die sogenannte Augengrippe (Keratoconjunctivitis epidemica) tritt besonders oft im Herbst und im Frühjahr auf.

Juckreiz, Brennen und Rötung, mitunter auch eine Hornhauttrübung, gehören zu den typischen Symptomen einer Augengrippe. Das ist ähnlich wie bei einer bakteriellen Bindehautentzündung. Den Unterschied kann nur ein Augenarzt feststellen. Da die Erkrankung sehr ansteckend ist, sollte man bei Verdacht vor dem Arztbesuch in der Praxis Bescheid geben und wird eventuell in ein separates Wartezimmer gebeten.

Die Erreger verbreiten sich durch Schmierinfektion. Häufiges Händewaschen und der Verzicht auf Händeschütteln zur Begrüssung ist die beste Vorbeugung gegen die Ansteckung. Und natürlich so wenig wie möglich die Augen reiben!

In der Regel verläuft die Augengrippe harmlos und heilt nach einigen Tagen bis zwei Wochen von selbst aus. Im Gegensatz zur bakteriellen Bindehautentzündung helfen Antibiotika nicht gegen die Viren. Beschwerden wie trockene Augen können nur mit Augentropfen und -salben gelindert werden. Kommt es – selten - zu Schäden an der Hornhaut, müssen diese gezielt behandelt werden.

Letzte Aktualisierung : 12-12-16, BH

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