Baby nach der Geburt durch Kaiserschnitt

Der notfallmässige Kaiserschnitt

Eine sekundäre Sectio, also ein Kaiserschnitt während des Gebärens, ist eine Notoperation, zu der sich der Geburtshelfer oder die Geburtshelferin erst während der schon aktiven Wehen entscheidet. Sie steht immer dann zur Verfügung, wenn die Gesundheit der Mutter oder die des Kindes gefährdet ist.

Ein häufiger Grund für einen Notfall-Kaiserschnitt sind Veränderungen der kindlichen Herztöne (im CTG) vor oder während der Geburt, die auf eine Gefährdung des Babys hindeuten. Das kann z.B. der Fall sein, wenn die Nabelschnur den kindlichen Hals umwickelt hat oder in den engen Geburtskanal vorgefallen ist, dort zusammengedrückt wird und das Baby akut nicht mehr genug Sauerstoff bekommt.

Ein Kaiserschnitt kann aber auch notwendig sein, wenn die Geburt sich zu lange hinzieht und sich der Muttermund trotz wehenfördernder Mittel nicht weiter öffnet. Dieser Kaiserschnitt wird in der Regel zwar auch zügig vorbereitet und durchgeführt, unterscheidet sich jedoch vom sehr eiligen Notfallkaiserschnitt hinsichtlich der Qualität, mit der auf die persönlichen Bedürfnisse eingegangen werden kann.

Manchmal kommt es nach vorzeitigem Blasensprung zur sekundären Schnittentbindung, wenn die Mutter keine Wehen bekommt und der Muttermund sich nicht öffnet, oder wenn eine Infektion von Mutter und Kind droht. Dieser Eingriff kann geplant und vorbereitet werden, ist also keine ganz echte Notfalloperation.

Newsticker

Köpfchen - nicht Gewicht: Kopfdurchmesser oder Gewicht – was verursacht ein höheres Risiko für Geburtskomplikationen und folgend ungeplante Kaiserschnitte und Zangengeburten oder Saugglockengeburten? Bisher hielten Experten ein hohes Geburtsgewicht für ausschlaggebender. Das Ergebnis einer israelischen Studie mit knapp 25.000 Geburten sagt etwas anderes: Liegt der Kopfumfang des Kindes in den obersten 5%, ist häufiger ein Notfall-Kaiserschnitt oder eine instrumentelle Geburt nötig. Bei hohem Geburtsgewicht ist dies nur dann der Fall, wenn auch der Kopf sehr gross ist. Das ist aber nur bei einem Viertel der „Big Babys“ der Fall. Die Wissenschaftler empfehlen daher die Ultraschallmessung des kindlichen Kopfdurchmessers vor der Geburt. (swissmom Newsticker, 19.9.15)

Letzte Aktualisierung : 04.2016, BH

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