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                              Wurm­be­fall

                              Kind kuschelt mit Hund auf dem Sofa
                              ©
                              GettyImages

                              Wurm­be­fall (Oxyuria­sis) ist kei­ne schlim­me Er­kran­kung – trotz­dem möch­te man die läs­ti­gen Mit­be­woh­ner schnell los­wer­den. Wür­mer ge­hö­ren zu den Pa­ra­si­ten. Das sind Le­be­we­sen, die in ei­nem an­de­ren Or­ga­nis­mus, bei­spiels­wei­se dem Men­schen, le­ben und sich auf sei­ne Kos­ten er­näh­ren.

                              Ma­den- Spul und Band­wür­mer


                              In­fek­tio­nen mit Ma­den­wür­mer kom­men häu­fig vor, be­son­ders bei Klein­kin­dern. Sie wer­den von Mensch zu Mensch über­tra­gen, häu­fig durch man­geln­de Hy­gie­ne. Die Eier des Ma­den­wurms – auch Spring­wurm ge­nannt – ge­lan­gen da­durch in den Kör­per des Kin­des und ent­wi­ckeln sich in­ner­halb von vier bis acht Stun­den. Nachts krie­chen die weib­li­chen Ma­den­wür­mer aus dem Af­ter und le­gen ihre Eier im Be­reich der Anal­fal­ten, in nächs­ter Um­ge­bung des Darm­aus­gangs, ab. Dies ver­ur­sacht star­ken Juck­reiz, wor­auf sich das Kind am Af­ter kratzt und die Wur­mei­er un­ter den Fin­ger­nä­geln hän­gen blei­ben. Be­rührt das Kind da­nach Ge­gen­stän­de oder nimmt die Fin­ger in den Mund, in­fi­ziert es sich im­mer wie­der von Neu­em. Mäd­chen, die die Wur­mei­er durch Krat­zen im Ge­ni­tal­be­reich ver­brei­ten, kön­nen eine Schei­den­ent­zün­dung be­kom­men. In­fi­zier­te Kin­der über­tra­gen die Spring­wür­mer auch leicht auf an­de­re Kin­der oder Fa­mi­li­en­mit­glie­der, zum Bei­spiel durch en­gen Kör­per­kon­takt, Nah­rungs­mit­tel oder ge­mein­sa­me Klei­dung.

                              Spul­wür­mer ver­ur­sa­chen welt­weit die häu­figs­ten Wur­m­in­fek­tio­nen, vor al­lem bei Kin­dern. Die Eier ge­lan­gen über ver­un­rei­nig­te Le­bens­mit­tel in den Kör­per und ent­wi­ckeln sich dort zu Wür­mern. Weib­li­che Spul­wür­mer kön­nen bis zu 40 Zen­ti­me­ter lang wer­den und le­gen im mensch­li­chen Darm Eier, die aus­ge­schie­den wer­den und aus­ser­halb des Kör­pers rei­fen. Eine di­rek­te An­ste­ckung von Mensch zu Mensch ist also aus­ge­schlos­sen. Wer­den die Eier nach der Rei­fung über ver­un­rei­nig­te Le­bens­mit­tel auf­ge­nom­men, in­fi­zie­ren sie den Wirt.

                              Re­la­tiv sel­ten, aber po­ten­zi­ell le­bens­be­droh­lich sind In­fek­tio­nen mit dem Fuchs- oder Hun­de­band­wurm. Er kann durch den Ver­zehr von un­ge­wa­sche­nen Bee­ren, Fall­obst oder Früch­ten so­wie ro­hem Fleisch über­tra­gen wer­den. Ge­wis­sen Re­gio­nen sind auch Ri­si­ko­ge­bie­te für en­gen Kon­takt mit Hun­den oder Füch­sen. Der Band­wurm ver­ur­sacht – manch­mal Jah­re nach der ei­gent­li­chen In­fek­ti­on – Zys­ten in ver­schie­de­nen Or­ga­nen und kann da­mit eine le­bens­lan­ge Me­di­ka­men­ten­ein­nah­me nach sich zie­hen.

                              So steckt sich Ihr Kind an


                              Nach­dem bei den Ma­den­wür­mer vor al­lem die man­geln­de Hy­gie­ne für eine An­ste­ckung mit Wür­mern sorgt, ge­lan­gen die Eier von Spul- und Band­wür­mer vor al­lem über ver­un­rei­nig­te Le­bens­mit­tel in den Kör­per. Eine wich­ti­ge An­ste­ckungs­quel­le ist ge­düng­ter, un­ge­wa­sche­ner Sa­lat und an­de­res Ge­mü­se. Sel­ten kön­nen sich Kin­der über ro­hes oder un­zu­rei­chend ge­bra­te­nes Fleisch oder das Strei­cheln von in­fi­zier­ten Tie­ren (Hun­den) mit Band­wür­mern in­fi­zie­ren. Die Pa­ra­si­ten kön­nen aber auch im feuch­ten Sand der Spiel­plät­ze lau­ern.

                              Sym­pto­me ei­ner Wur­mer­kran­kung


                              Eine Ma­den­wur­m­in­fek­ti­on kann ganz ohne Be­schwer­den ver­lau­fen. Ty­pisch ist je­doch der Juck­reiz im Af­ter­be­reich, vor al­lem nachts. Meist schläft das Kind schlecht, da es durch den Juck­reiz im­mer wie­der er­wacht.

                              Bei den sel­te­ne­ren Spul- oder Band­wür­mern gibt es an­de­re Krank­heits­zei­chen: Das Kind ver­liert Ap­pe­tit und Ge­wicht oder hat wie­der­um in man­chen Fäl­len auch Heiss­hun­ger. Es kann blass und müde wir­ken und über un­spe­zi­fi­sche Bauch­schmer­zen kla­gen.

                              Dia­gno­se und Be­hand­lung


                              Der Arzt stellt die end­gül­ti­ge Dia­gno­se, in­dem er die Eier der Ma­den­wür­mer auf ei­nem Zel­lo­phan-Kle­be­strei­fen vom Darm­aus­gang un­ter dem Mi­kro­skop iden­ti­fi­ziert. In den meis­ten Fäl­len sind sie auch auf dem Stuhl mit blos­sem Auge zu er­ken­nen. 

                              Durch die An­samm­lung vie­ler Wür­mer kann es in sel­te­nen Fäl­len zu ei­nem le­bens­be­droh­li­chen Darm­ver­schluss kom­men. Des­halb ist eine The­ra­pie an­ge­bracht. Zur Be­hand­lung der Wur­mer­kran­kung gibt es Me­di­ka­men­te, die den Stoff­wech­sel der Pa­ra­si­ten läh­men oder ab­tö­ten. Meist reicht eine ein­ma­li­ge Me­di­ka­men­ten­ein­nah­me als Ta­blet­ten oder Saft, die si­cher­heits­hal­ber nach ein bis zwei Wo­chen wie­der­holt wird. Fa­mi­li­en­mit­glie­der soll­ten vor­sorg­lich mit­be­han­delt wer­den, denn be­schwer­de­freie An­ge­hö­ri­ge kön­nen sonst die Ur­sa­che für eine er­neu­te In­fek­ti­on sein.

                              Da­mit es gar nicht erst zum Wurm­be­fall kommt


                              Sorg­fäl­ti­ge Hy­gie­ne ist hier be­son­ders wich­tig. Es gibt ver­schie­de­ne Vor­beu­ge­mass­nah­men:

                              • Mehr­mals täg­lich die Hän­de wa­schen. Be­son­ders vor dem Es­sen, nach dem Stuhl­gang, nach dem Kon­takt mit Haus­tie­ren und Gar­ten­ar­beit.

                              • Haus­tie­re (Hun­de und Kat­zen) re­gel­mäs­sig ent­wur­men las­sen.

                              • Die Fin­ger­nä­gel häu­fig kür­zen.

                              • Täg­li­ches Du­schen, täg­lich fri­sche Un­ter­wä­sche

                              • Obst, Ge­mü­se und Sa­lat vor dem Ver­zehr gründ­lich wa­schen.

                              • Spiel­sa­chen, die aus­ser­halb der Woh­nung (z.B. auf dem Spiel­platz) be­nutzt wer­den, re­gel­mäs­sig in der Spül­ma­schi­ne oder mit Spül­mit­tel heiss wa­schen.

                              • Hand­tü­cher und Bett­wä­sche nach der Wurm-Be­hand­lung wech­seln.

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                              Letzte Aktualisierung: 01.03.2022, BH

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                              8/12/2022
                              Baby sitzt am Tisch, hält eine Wasserflasche und schaut neugierig in die Kamera

                              Baby-Spe­zi­al­nah­rung häu­fig un­nö­tig

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