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                              Mutter tröstet Kind auf dem Sofa
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                              iStock

                              Stimm­rit­zen­krampf


                              Ein Stimm­rit­zen­krampf („spas­mo­dic“ Krupp, La­ryn­gos­pas­mus in­fan­ti­lis, Glot­tis­krampf, Asth­ma la­ryn­ge­um, La­ryn­gis­mus stri­du­lus) ist eine krampf­haf­te Zu­sam­men­zie­hung der Mus­keln, wel­che die Stimm­rit­ze ver­schlies­sen. Da­durch kommt es zu ei­nem Ver­schluss der Atem­we­ge und aku­ter Luft­not. Der Stimm­rit­zen­krampf ist häu­fig psy­chisch be­dingt, kann aber auch durch ei­nen Fremd­kör­per, Se­kret oder eine All­er­gie, z.B. auf äthe­ri­sche Öle, aus­ge­löst wer­den. Auch ein schwe­rer Kal­zi­um­man­gel kann zu ei­nem Stimm­rit­zen­krampf füh­ren. In man­chen Fäl­len scheint die An­la­ge an­ge­bo­ren zu sein, da in ein­zel­nen Fa­mi­li­en fast alle Kin­der dar­an er­kran­ken.

                              Der Stimm­rit­zen­krampf tritt in An­fäl­len auf. Oft wie­der­ho­len sie sich erst nach acht und mehr Ta­gen, in schlim­men Fäl­len fol­gen sie schnel­ler auf­ein­an­der. Da­zwi­schen lie­gen völ­lig un­auf­fäl­li­ge Pau­sen. Im­mer be­steht die Ge­fahr von Rück­fäl­len, so­gar wenn das Kind mo­na­te­lang frei ge­blie­ben ist. In sel­te­nen Fäl­len tritt ein Stimm­rit­zen­krampf auch nur ein­ma­lig auf.

                              Der An­fall ist cha­rak­te­ri­siert durch eine plötz­li­che ge­walt­sa­me Un­ter­bre­chung des At­mens, wel­che meh­re­re Mi­nu­ten lang an­dau­ern kann, wenn die Stimm­rit­ze nicht gänz­lich ver­schlos­sen, son­dern nur stark ver­engt ist. Das Ein­at­men ist da­bei mit ei­nem pfei­fen­den lang ge­zo­ge­nen Ge­räusch ver­bun­den. Das Kind ist vol­ler Angst und Un­ru­he, wird blau im Ge­sicht und macht an­ge­streng­te Be­we­gun­gen der Fin­ger und Ze­hen, Arme und Bei­ne, um zu Luft zu kom­men. Hus­ten und Fie­ber – wie beim Pseu­do-Krupp - feh­len da­bei. Ist der Krampf vor­über und hat das Kind sei­ne Angst ver­ges­sen, ist wie­der al­les gut.

                              Bei leich­ten Fäl­len von La­ryn­gos­pas­mus ge­nügt zur Be­hand­lung die Be­ru­hi­gung des Kin­des. Es soll­te auf­ge­rich­tet wer­den, dazu kann man ihm küh­le Luft zu­fä­cheln, Was­ser­trop­fen ins Ge­sicht sprit­zen und den Rü­cken rei­ben. In schwe­re­ren Fäl­len ist Sauer­stoff­zu­fuhr (über eine Mas­ke), Ad­re­na­lin zur In­ha­la­ti­on oder ein Cor­ti­son-Zäpf­chen an­ge­bracht.

                              Letzte Aktualisierung: 23.01.2020, BH
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