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Nach der Geburt

Psy­chi­sche Aus­wir­kun­gen ei­ner Kai­ser­schnitt­ent­bin­dung


Vie­le Kri­ti­ker der so­ge­nann­ten Wunsch-Sec­tio ge­ben zu be­den­ken, dass die Mut­ter durch den glat­ten Bauch­schnitt um ein be­frie­di­gen­des Ur­er­leb­nis ge­bracht wür­de.

Nach ope­ra­ti­ven Ent­bin­dun­gen ha­ben Frau­en häu­fi­ger das Ge­fühl, als Mut­ter be­reits das ers­te Mal ver­sagt zu ha­ben, weil sie ihr Kind nicht aus ei­ge­ner Kraft auf die Welt ge­bracht hat. Die Er­fah­rung, ein Kind auf na­tür­li­chem Wege - und durch­aus auch mit Schmer­zen - zu ge­bä­ren, ist für vie­le Frau­en von gros­ser Be­deu­tung. Ohne die­se Er­fah­rung fühl­ten sich man­che Frau­en noch nach Jah­ren nicht als ech­te Frau und gute Mut­ter.

Ex­tra

Der persönliche Erfahrungsbericht einer swissmom-Leserin:
"Wenn ich nochmals wählen könnte..."

Dazu trägt auch bei, dass vie­le Frau­en ihr Baby nach der Ge­burt nicht gleich in den Arm neh­men konn­ten, weil sie mit Schläu­chen und Elek­tro­den ver­ka­belt auf dem OP-Tisch la­gen. Oft dau­ert es Jah­re, bis sie den Kai­ser­schnitt über­wun­den ha­ben.

Ge­gen eine zu be­reit­wil­li­ge Kai­ser­schnitt-Ent­schei­dung oder eine Wunsch-Sec­tio zie­hen vor al­lem Heb­am­men ins Feld: Das Ge­bä­ren dür­fe nicht von der Wahr­neh­mung des Kör­pers als gan­zem ab­ge­spal­ten wer­den. Psy­cho­lo­gen hal­ten lang­fris­ti­ge Be­ein­träch­ti­gun­gen der Mut­ter-Kind-Be­zie­hung für mög­lich, wenn sol­che Ge­füh­le an­hal­ten.

Letzte Aktualisierung: 08.06.2020, BH

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