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                              Die op­ti­ma­le Son­nen­creme

                              Wel­che Son­nen­creme wirk­lich schützt und wann, wie oft und wie­viel da­von auf­ge­tra­gen wer­den muss.

                              Mutter cremt Baby mit Sonnencreme ein
                              ©
                              GettyImages

                              Klein­kin­der soll­ten sich für eine ge­sun­de Ent­wick­lung re­gel­mäs­sig im Frei­en auf­hal­ten. Da Kin­der­haut aber emp­find­lich auf äus­se­re Ein­flüs­se wie zum Bei­spiel UV-Strah­lung re­agiert, be­nö­tigt sie von klein auf ei­nen an­ge­mes­se­nen Haut­schutz. 

                              War­um brau­chen wir Son­nen­schutz?


                              Un­se­re Haut muss vor den schäd­li­chen Ein­flüs­sen der Son­nen­strah­lung ge­schützt wer­den. Die Haut kann zwar eine be­stimm­te Zeit der Son­ne aus­ge­setzt sein, ohne sich zu rö­ten. Eine Schä­di­gung kann al­ler­dings auch ohne Rö­tung auf­tre­ten, eine Rö­tung der Haut hin­ge­gen deu­tet im­mer auf eine Schä­di­gung hin.

                              Son­nen­schutz­mit­tel soll­ten nach fol­gen­den Kri­te­ri­en ge­wählt wer­den:

                              • Haut­typ, die­ser be­stimmt die Ei­gen­schutz­zeit

                              • Al­ter

                              • Haut­emp­find­lich­keit

                              • UV-Be­strah­lung der Um­ge­bung (UV-In­dex)

                              • Ak­ti­vi­tät (Ski­fah­ren, Ba­den, Wan­dern)

                              • geo­gra­phi­scher Stand­ort

                              • Zeit­dau­er, die man in der Son­ne ver­bringt

                              Bis zum voll­ende­ten ers­ten Le­bens­jahr sol­len Ba­bys nach Mei­nung der Haut­ärz­te gar nicht der pral­len Son­ne aus­ge­setzt sein. Aber auch da­nach ist der Son­nen­schutz be­son­ders bei Klein­kin­dern wich­tig: Son­nen­dich­te, luf­ti­ge Klei­dung (3-H-Re­gel: Hemd, Hose, Hut) und Son­nen­creme an un­ge­schütz­ten Stel­len sind un­be­dingt zu emp­feh­len. Zu­sätz­lich ist be­son­ders in den Mit­tags­stun­den zwi­schen 11 un­d15 Uhr der Auf­ent­halt in der Son­ne zu ver­mei­den. 

                              UV-Strah­lung


                              Die Son­nen­strah­lung setzt sich aus Strah­len von un­ter­schied­li­cher Wel­len­län­ge zu­sam­men:

                              • 50 % aus sicht­ba­rem Licht (400-800 nm); dies er­mög­licht uns, For­men und Far­ben zu se­hen.

                              • 44 % aus In­fra­rot­strah­len (ab 800 nm); dies neh­men wir als Wär­me wahr.

                              • 6 % aus ul­tra­vio­let­ten (UV-) Strah­len (100-400 nm)

                              Ul­tra­vio­let­te Strah­len wer­den in UVA, UVB und UVC-Strah­len un­ter­teilt. UVC-Strah­len wer­den in der At­mo­sphä­re ab­sor­biert und drin­gen nicht bis zur Erd­ober­flä­che vor. Die UV-Strah­len, die bis auf die Erd­ober­flä­che tref­fen, be­stehen wie­der­um aus UVA- und UVB-Strah­len.

                              AnteilEigenschaft?Wirkung
                              UVA95%Dringen in tiefe Hautschichten und sogar durch FensterglasOberflächliche Sofortbräunung, bewirken Hautalterung, verursachen Sonnenallergie, können das Erbgut von Zellen der Haut schädigen und das Hautkrebsrisiko erhöhen
                              UVB5%Dringen in die Oberhaut ein und nicht durch FensterglasVerursachen Sonnenbrand, bewirken eine verzögerte Bräunung, können das Erbgut von Zellen der Haut schädigen und das Hautkrebsrisiko erhöhen
                              UVCwerden absorbiertdringen nicht bis zur Erdoberfläche vor

                              Ul­tra­vio­let­te Strah­len ha­ben eine kür­ze­re Wel­len­län­ge als sicht­ba­res Licht und In­fra­rot­strah­len. Sie wir­ken be­son­ders in­ten­siv und kön­nen Haut und Au­gen schä­di­gen. Küh­le Tem­pe­ra­tu­ren und Be­wöl­kung täu­schen oft über die Strah­lungs­in­ten­si­tät hin­weg. Auch bei be­deck­tem Him­mel drin­gen aber bis zu 80% der UV-Strah­len durch die Wol­ken­de­cke. Be­son­ders hoch sind die UV-Wer­te im Ge­bir­ge, da die Strah­len dort durch die dün­ne­re At­mo­sphä­re we­ni­ger ge­fil­tert wer­den. Auch je nä­her man dem Äqua­tor kommt, umso stär­ker wird die UV-Strah­lung. In den meis­ten Ge­gen­den ist die UV-B-Strah­lung zwi­schen 11 und 15 Uhr am höchs­ten, weil die Son­ne dann hoch am Him­mel steht. Hel­le Flä­chen wie Schnee, Eis, Sand, Be­ton oder Was­ser re­flek­tie­ren die UV-Strah­len und ver­stär­ken so de­ren Wir­kung.

                              Was ist der UV-In­dex?


                              Der UV-In­dex ist ein in­ter­na­tio­na­les Mass für die Stär­ke der UV-Strah­len der Son­ne. Je hö­her der UV-In­dex, des­to in­ten­si­ver und schäd­li­cher ist die UV-Strah­lung. Die In­ten­si­tät der UV-Strah­lung hängt stark von der geo­gra­phi­schen Lage, der Ta­ges- und Jah­res­zeit, der Höhe über Meer und dem Wet­ter ab.

                              Der UV-In­dex wird mit ei­ner Zahl (1 bis 11+) und ei­ner Zeich­nung dar­ge­stellt. Die Zahl zeigt die Stär­ke der UV-Strah­lung: je hö­her, des­to stär­ker die UV-Strah­lung. Die Zeich­nung ne­ben der Zahl zeigt die bei die­sem Wert ge­eig­ne­ten Schutz­mass­nah­men.

                              Bei ei­nem UV-In­dex 8 oder hö­her soll­ten Kin­der und emp­find­li­che Per­so­nen im Schat­ten blei­ben oder sich mit Klei­dung be­son­ders schüt­zen.

                              StrahlungsstärkeSchutz
                              1 & 2schwachKein Schutz erforderlich
                              3 & 4 & 5mittelSonnenschutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme
                              6 & 7hochZusätzlicher Schutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Über Mittag (11-15 Uhr) im Schatten bleiben.
                              8 & 9 & 10sehr hochZusätzlicher Schutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien reduzieren.
                              11extremZusätzlicher Schutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden.

                              Me­teo­Schweiz er­stellt täg­lich eine Pro­gno­se für den UV-In­dex für ver­schie­de­ne Re­gio­nen und Hö­hen­la­gen:

                              Ei­gen­schutz­zeit und Licht­schutz­fak­tor


                              Die Haut kann eine be­stimm­te Zeit un­ge­schützt der Son­ne aus­ge­setzt sein, ohne sich zu rö­ten. Die­se Zeit­span­ne wird als Ei­gen­schutz­zeit be­zeich­net. Die Dau­er der Ei­gen­schutz­zeit hängt vom Haut­typ ab. Bei hell­häu­ti­gen Men­schen be­trägt die Ei­gen­schutz­zeit nur fünf bis zehn Mi­nu­ten. Spä­tes­tens nach Ab­lauf die­ser Zeit­span­ne braucht die Haut dann Schutz durch Schat­ten, ge­eig­ne­te Klei­dung und ein pas­sen­des Son­nen­schutz­mit­tel.

                              Der Haut­typ be­stimmt die Ei­gen­schutz­zeit an der Son­ne. In der fol­gen­den Ta­bel­le fin­den Sie her­aus, wie lan­ge Sie un­ge­schützt an der Son­ne blei­ben dür­fen.

                              TypHaarfarbeHautfarbeBräunungSonnenbrandEigenschutzLSF
                              1rötlich-blondsehr helle Haut, häufig Sommersprossenwird nicht braunsehr oft<10 Minuten>25
                              2blondhelle Hautfarbelangsam, minimalhäufig10-20 Minuten20-25
                              3hellbraunes Haarmittlere Hautfarbelangsam, fortschreitend (hellbraun)manchmal20-30 Minuten15-20
                              4dunkelblond bis braunbräunlich, olivschnell (mittelbraun)selten>30 Minuten15
                              5dunkelhellbraun, dunkelschnell (dunkelbraun)kaum>90 Minuten6-10
                              6schwarzdunkelbraun, schwarzschnell (schwarz)nie>90 Minuten6

                              Der Licht­schutz­fak­tor (LSF) auf Son­nen­schutz­mit­teln gibt an, um wie lan­ge die per­sön­li­che Ei­gen­schutz­zeit der Haut ver­län­gert wird.  Dies be­deu­tet: Nach dem Auf­tra­gen ei­ner Son­nen­creme mit Licht­schutz­fak­tor 20 kön­nen Sie sich zwan­zig Mal län­ger als Ihre Ei­gen­schutz­zeit in der Son­ne auf­hal­ten.

                              Da­mit Sie auf der si­che­ren Sei­te sind, emp­feh­len vie­le Haut­ärz­te, be­reits nach zwei Drit­tel der be­rech­ne­ten Zeit die Creme er­neut auf­zu­tra­gen oder sich in den Schat­ten zu be­ge­ben, da die an­ge­ge­be­nen Wer­te nur auf durch­schnitt­li­chen Zah­len be­ru­hen und bei je­dem in­di­vi­du­ell ab­wei­chen kön­nen.

                              So be­rech­nen Sie den op­ti­ma­len Son­nen­schutz­fak­tor für Ih­ren Haut­typ

                              Eigenschutzzeit x Sonnenschutzfaktor (SPF) = Anzahl Minuten, die man an der Sonne ausgesetzt sein darf.

                              Bsp.: Eigenschutzzeit 10 Minuten x Sonnenmilch SPF 30 = 300 Minuten erlaubte Zeit an der Sonne pro Tag.

                              Der Licht­schutz­fak­tor auf Son­nen­schutz­mit­teln be­zieht sich im­mer auf die UVB-Strah­lung. Ein auf dem Pro­dukt zu­sätz­li­ches UVA-La­bel si­gna­li­siert, dass ein sinn­vol­les Ver­hält­nis von UVA- und UVB-Schutz ge­währ­lei­tet ist. 

                              UV-Fil­ter in Son­nen­cremes


                              Bei den UV-Fil­tern wird zwi­schen phy­si­ka­lisch und che­misch un­ter­schie­den.

                              • Phy­si­ka­li­sche Fil­ter: Mi­kro­pig­men­te wie Ti­tan­oxid oder Zink­oxid wir­ken auf der Haut­ober­flä­che. Sie re­flek­tie­ren, streu­en und ab­sor­bie­ren dort das UV-Licht, so­dass es nicht in die Haut ein­drin­gen kann. Die­se Na­no­par­ti­kel gel­ten als un­be­denk­lich, da mit ei­nem Durch­mes­ser von > 40nm, wie sie in Son­nen­schutz­mit­teln ein­ge­setzt wer­den, auf der Haut­ober­flä­che ver­blei­ben und nicht in den Kör­per ge­lan­gen. Son­nen­cremes mit phy­si­ka­li­schem Fil­ter wir­ken so­fort und lö­sen we­ni­ger All­er­gi­en aus. Sie sind aber nicht so gut zu ver­strei­chen und kön­nen ei­nen weis­sen Film auf der Haut hin­ter­las­sen.

                              • Che­mi­sche Fil­ter: Die­se Fil­ter sind or­ga­ni­sche Fil­ter, sie ent­hal­ten Koh­len­stoff. Sie wir­ken, in­dem Sie die UVA-Strah­lung ab­sor­bie­ren und in Wär­me­strah­lung um­wan­deln. Wich­tig zu wis­sen ist, dass che­mi­sche Fil­ter erst wir­ken, nach­dem sie in die Haut ein­ge­drun­gen sind, also nach 20 bis 30 Mi­nu­ten. Ge­nau die­ses Ein­drin­gen in den Kör­per macht che­mi­sche Fil­ter nicht ganz un­um­strit­ten.

                              Die rich­ti­ge Son­nen­creme für Ba­bys und Kin­der


                              Ver­wen­den Sie eine Son­nen­creme mit phy­si­ka­li­schem Licht­schutz­fil­ter und kei­ne Pro­duk­te mit che­mi­schen Son­nen­fil­tern, die erst nach etwa ei­ner hal­ben Stun­de wir­ken. Son­nen­schutz­mit­tel mit phy­si­ka­li­schem Fil­ter sind aus­ser­dem bes­ser ver­träg­lich, weil sie nicht in die dün­ne Ba­by­haut ein­drin­gen. Dass sie sich nicht so gut ver­rei­ben las­sen, muss kein Nach­teil sein: Am weis­sen Film auf der Haut kön­nen Sie gut er­ken­nen, wel­che Stel­len schon ein­ge­cremt wur­den und wel­che nicht.

                              Ach­ten Sie auch dar­auf, dass die Son­nen­creme hy­po­all­er­gen und frei von Duft-, Farb- und Kon­ser­vie­rungs­stof­fen ist. In Was­ser­nä­he ist es es von Vor­teil, wenn das Pro­dukt was­ser­fest ist. Al­ler­dings kann das auch die Po­ren ver­stop­fen und zu ei­nem Hit­ze­stau oder Hitz­schlag füh­ren. 

                              Für grös­se­re Kin­der und Er­wach­se­ne sind Kom­bi­na­tio­nen mit che­mi­schen und phy­si­ka­li­schen Son­nen­fil­tern durch­aus emp­feh­lens­wert.

                              Zu be­ach­ten bei der Ver­wen­dung von Son­nen­creme


                              Ge­sicht, Hän­de und Bei­ne und die emp­find­li­chen Fuss­rü­cken soll­ten Sie im­mer mit ei­nem Son­nen­schutz­mit­tel mit ho­hem Licht­schutz­fak­tor (40 und hö­her) ein­cre­men.

                              Kin­der mit dich­tem Haar sind eher vor UV-Strah­len ge­schützt. So­bald Haa­re feh­len oder wie bei vie­len Ba­bys nur spär­lich vor­han­den sind, ist die Haut kom­plett un­ge­schützt. Schüt­zen Sie die nack­te Kopf­haut also un­be­dingt mit ei­nem Hut oder Tuch und den­ken Sie dar­an, dass bei ei­nem Schei­tel die Kopf­haut auch frei­liegt.

                              Rich­tig ge­schützt vor der Son­ne ist man nur, wenn ge­nü­gend Son­nen­schutz­mit­tel auf­ge­tra­gen wird. Die Men­ge ist nicht zu un­ter­schät­zen, eine 200ml Fla­sche reicht für eine er­wach­se­ne Per­son rund eine Wo­che – und dies ohne mehr­mals täg­lich nach zu cre­men!

                              Be­ach­ten Sie aus­ser­dem bei der Ver­wen­dung von Son­nen­creme:

                              • Be­nut­zen Sie gleich ei­nen ho­hen Licht­schutz­fak­tor.

                              • Durch mehr­ma­li­ges Ein­cre­men kann die be­rech­ne­te Schutz­wir­kung nicht ver­län­gert wer­den. Trotz­dem macht wie­der­hol­tes Ein­cre­men Sinn: Durch Ab­rieb vom Ab­trock­nen so­wie Spie­len im Sand oder Was­ser geht Son­nen­creme ver­lo­ren.  

                              • Ver­wen­den Sie kei­ne Son­nen­schutz-Gels, die­se wir­ken aus­trock­nend.

                              • Vor­sicht: Ba­by­öl för­dert die Licht­emp­find­lich­keit der Haut.

                              • Was­ser­trop­fen auf nack­ter Haut wir­ken wie ein Brenn­glas. 

                              Fol­gen­de Ta­bel­le gibt Ih­nen eine Ori­en­tie­rung für die un­ge­fähr be­nö­tig­ten Men­ge pro Per­son und Al­ter:

                              Aufzutragende Menge für den ganzen Körperentspricht
                              Bis 1 Jahr10ml2 Teelöffel
                              Bis 4 Jahre15ml3 Teelöffel
                              Bis 12 Jahre25ml5 Teelöffel
                              Erwachsene35ml7 Teelöffel

                              Haut­krebs-Prä­ven­ti­on


                              Schwe­re Son­nen­brän­de in der Kind­heit stel­len ei­nen der wich­tigs­ten be­ein­fluss­ba­ren Ri­si­ko­fak­to­ren für die Ent­wick­lung ei­nes Me­lanoms dar. Beu­gen Sie dar­um vor und ver­mei­den Sie eine in­ten­si­ve UV-Strah­lung so­wie eine lang­an­hal­ten­de und in­ten­si­ve Son­nen­ex­po­si­ti­on und wen­den Sie kon­se­quent Son­nen­schutz­mit­tel bei sich und Ih­rem Kind an.

                              Das Me­la­nom (schwar­zer Haut­krebs) ent­wi­ckelt sich aus pig­ment­bil­den­den Zel­len, den Me­la­no­zy­ten. Die In­zi­denz von Me­la­no­men ist lei­der in den letz­ten Jahr­zehn­ten stei­gend, jähr­lich er­kran­ken ca. 2800 Men­schen in der Schweiz dar­an. Das Me­la­nom macht rund 7% al­ler Krebs­er­kran­kun­gen aus.

                              Ver­mei­den zu star­ker Son­nen­ex­po­si­ti­on, Son­nen­schutz­mit­tel und das Tra­gen von Klei­dung sind nach wie vor die wich­tigs­ten prä­ven­ti­ven Mass­nah­men.

                              Fra­gen und Ant­wor­ten zum Son­nen­schutz


                              Die Haut bräunt, was be­deu­tet das? 
                              Un­ter dem Ein­fluss der UV-Strah­len ver­dickt sich ei­ner­seits die Ober­haut, an­de­rer­seits bil­den Pig­ment­zel­len der Haut den Farb­stoff Me­la­to­nin und be­wir­ken da­mit eine Bräu­nung. So ver­sucht die Haut, sich vor UV-Strah­len zu schüt­zen.

                              Die Haut "brennt", ist sie ent­zün­det?
                              Ein Son­nen­brand ent­steht durch UV-Strah­len. Ist die Be­strah­lungs­in­ten­si­tät für die Pig­men­tie­rung der Haut zu hoch, kommt es zu ei­ner Ent­zün­dungs­re­ak­ti­on, die ähn­lich ei­ner Ver­bren­nung ist. Die Blut­ge­fäs­se er­wei­tern sich da­bei, es kommt zu ei­ner Rö­tung und Schwel­lung der Haut, dies wie­der­um führt zu Ju­cken und Bren­nen.

                              Ein Son­nen­brand ist eine aku­te Haut­ent­zün­dung, aus­ge­löst durch über­mäs­si­ge UVB-Be­strah­lung. Bei den ers­ten An­zei­chen ei­ner Rö­tung ist die ma­xi­mal ver­träg­li­che UV-Do­sis be­reits über­schrit­ten. Falls der Son­nen­brand schmerzt oder wenn sich Bla­sen bil­den, emp­fiehlt es sich, ei­nen Arzt auf­zu­su­chen.

                              "Die Haut ver­gisst nicht", stimmt das? 
                              In un­se­ren Zel­len be­fin­det sich die DNA (Erb­sub­stanz). In der Erb­sub­stanz sind die In­for­ma­tio­nen ge­spei­chert, die für die Ent­wick­lung und den Stoff­wech­sel der Zel­len not­wen­dig sind. UV-Strah­len schä­di­gen die Erb­sub­stanz. Bis zu ei­nem ge­wis­sen Mass kann der Kör­per DNA-Schä­den re­pa­rie­ren, je­doch kön­nen ein­zel­ne Zel­len be­schä­digt blei­ben und sich dann als Krebs­zel­len ent­wi­ckeln.

                              Kann die Haut wirk­lich al­tern? 
                              Die UVA-Strah­len schä­di­gen das Bin­de­ge­we­be der Haut, was zu ei­ner Ab­nah­me der Elas­ti­zi­tät der Haut und ei­ner früh­zei­ti­gen Haut­al­te­rung führt.

                              Wie wir­ken Son­nen­schutz­mit­tel? 
                              Son­nen­schutz­mit­tel un­ter­stüt­zen den Ei­gen­schutz der Haut. Sie soll­ten im­mer ei­nen um­fas­sen­den Schutz ge­gen UVA- und UVB-Strah­lung ent­hal­ten. Die ein­ge­setz­ten UV-Fil­ter wer­den in che­mi­sche (Um­wand­lung und In­ak­ti­vie­rung der UV-Strah­lung) und in phy­si­ka­li­sche Fil­ter (mi­ne­ra­li­sche Pig­men­te, die UV-Strah­lung re­flek­tie­ren) un­ter­teilt.  

                              Bringt wie­der­hol­tes Auf­tra­gen von Son­nen­schutz­mit­tel et­was?
                              Es ist er­wie­sen, dass wie­der­hol­tes Auf­tra­gen von Son­nen­schutz­mit­tel kei­ne Ver­dop­pe­lung des Son­nen­schutz­fak­tors be­wirkt (2 x SF 30 ent­spricht nicht SF 60)! Ein wie­der­hol­tes Auf­tra­gen hilft aber zur Auf­recht­erhal­tung des aus­ge­wie­se­nen Son­nen­schutz­fak­tors Ih­rer Son­nen­creme.  

                              Wie wich­tig ist ein was­ser­re­sis­ten­ter Son­nen­schutz?
                              Durch Was­ser­kon­takt kann bei ei­ni­gen Prä­pa­ra­ten ein Gross­teil der Son­nen­schutz­wir­kung ver­lo­ren ge­hen. Ver­wen­den Sie dar­um ins­be­son­de­re beim Ba­den und Was­ser­sport eine ex­tra was­ser­re­sis­ten­te Son­nen­schutz­creme.

                              Wann und wo soll­ten Son­nen­schutz­mit­tel ver­wen­det wer­den?
                              Son­nen­schutz­mit­tel soll­ten schon ei­ni­ge Zeit (20 Mi­nu­ten) vor dem Son­nen­ba­den reich­lich auf die noch tro­cke­ne Haut auf­ge­tra­gen wer­den, so dass die Lo­tion oder Creme op­ti­mal ein­zie­hen kann. Ver­ges­sen Sie emp­find­li­che Kör­per­stel­len wie Au­gen­par­tie, Nase und Oh­ren nicht.

                              Wel­che Son­nen­pro­duk­te soll­ten beim Sport oder bei star­kem Schwit­zen ver­wen­det wer­den?
                              Bei sport­li­cher Ak­ti­vi­tät ist es wich­tig, dass Schweiss ver­damp­fen und den Kör­per küh­len kann. Fet­te Sal­ben und Lo­tio­nen be­hin­dern das Schwit­zen. Da­her sind bei star­kem Schwit­zen Son­nen­schutz­prä­pa­ra­te vor­zu­zie­hen, die we­nig Li­pi­de (Fet­te) ent­hal­ten so­wie was­ser­re­sis­tent und schweiss­fest sind.

                              Was ist nach dem Son­nen­ba­den wich­tig?
                              Die Son­ne trock­net die Haut aus. Da­her soll­te die ver­lo­re­ne Feuch­tig­keit wie­der er­setzt wer­den. Pfle­gen Sie Ihre Haut mit ei­nem Après-Soleil-Pro­dukt. Die­se Pro­duk­te ent­hal­ten oft Zu­sät­ze wie Dex­pan­the­nol, Gly­ce­rin und Vit­amin E. Ein "Af­ter Sun"-Pfle­ge­pro­dukt in Gel­form pflegt die Haut und bringt Wohl­fühl­pfle­ge für son­nen­be­an­spruch­te Haut und spen­det so nach­hal­tig Feuch­tig­keit.  

                              Braucht mein Kind im Som­mer Vit­amin D3?

                              Schon ge­rin­ge Do­sen an UV-Strah­len re­gen über die Haut die Pro­duk­ti­on von Vit­amin D an, wel­ches wich­tig für den Auf­bau von Kno­chen, die Mus­ku­la­tur und die Zäh­ne ist. We­gen der Schä­di­gungh der Haut durch UV- Strah­lung ist die Son­nen­ex­po­si­ti­on für Kin­der kein ge­eig­ne­tes Mit­tel zur Vit­amin-D-Bil­dung. Das Bun­des­amt für Le­bens­mit­tel­si­cher­heit und Ve­te­ri­när­we­sen emp­fiehlt des­halb für Säug­lin­ge und Kin­der bis zum 3. Ge­burts­tag eine Vit­amin-D-Sup­ple­men­tie­rung.

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                              6/10/2018
                              Kind cremt sich mit Sonnenmilch ein,Kind im Sommer schützt sich mit Sonnencreme

                              Wie­viel Son­nen­creme?

                              Wie viel Son­nen­creme brau­che ich, um mich aus­rei­chend zu schüt­zen? Ein gu­ter An­halts­punkt ist die so­ge­nann­te …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              5/28/2019
                              Schwangere sprayt den Bauch mit Sonnencreme ein

                              Son­nen­schutz neu kau­fen

                              Auch wenn der Som­mer noch et­was auf sich war­ten lässt: Aus­rei­chen­der Son­nen­schutz ist be­reits jetzt wich­tig. Schau­en …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              4/22/2021
                              Kind am Strand mit Sonnenhut und Sonnencreme

                              Alte Son­nen­creme auf­brau­chen?

                              Son­nen­creme schützt zu­ver­läs­sig vor Haut­schä­den durch UV-Strah­lung. Nach dem Ver­falls­da­tum soll­te sie je­doch nicht …
                              Letzte Aktualisierung: 27.01.2022, AS/KM

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                              9/5/2022
                              Kind stochert im Essen

                              Beim Es­sen trin­ken oder nicht?

                              Ge­trun­ken wird erst nach dem Es­sen! Was ist dran an der Emp­feh­lung? An­geb­lich soll das schlecht für die Ver­dau­ung …

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