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                              Hand des Frühgeborenen hält Erwachsenenfinger
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                              Nied­ri­ges Ge­burts­ge­wicht


                              Nor­ma­ler­wei­se soll­te sich das Ge­wicht des Kin­des dem Schwan­ger­schafts­al­ter ent­spre­chend ent­wi­ckeln. In­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Be­treu­ung wird häu­fig not­wen­dig, wenn das Ge­burts­ge­wicht des Neu­ge­bo­re­nen zu ge­ring ist, d.h. un­ter 2500 g. Das ist bei etwa 4 bis 8 % al­ler Neu­ge­bo­re­nen der Fall.

                              Da­von sind die meis­ten Früh­ge­bur­ten, aber auch bei ter­min­ge­rech­ter Ge­burt sind vie­le Kin­der zu leicht: Etwa ein Drit­tel der zum er­rech­ne­ten Ter­min ge­bo­re­nen Ba­bys ha­ben ein für das Schwan­ger­schafts­al­ter zu ge­rin­ges Ge­burts­ge­wicht (small for ge­sta­tio­nal age = SGA). Vie­le die­ser man­gel­ge­bo­re­nen Ba­bys sind an­sons­ten völ­lig ge­sund. Ba­bys mit ei­nem zu ge­rin­gen Ge­burts­ge­wicht müs­sen also nicht im­mer Früh­ge­bur­ten sein.

                              In­ter­view

                              Prof. Dr. Urs Eiholzer: "Vorgeburtliche Mangelentwicklung (SGA)"

                              vom Pädiatrisch-Endokrinologischen Zentrum Zürich (PEZZ)

                              Ba­bys, die zu früh, zu klein und zu leicht ge­bo­ren wur­den, als es in der ent­spre­chen­den Schwan­ger­schafts­wo­che zu er­war­ten ge­we­sen wäre, sind be­son­ders an­fäl­lig für Kom­pli­ka­tio­nen. Sie könn­ten z.B. durch den Stress wäh­rend der Ge­burt so ge­schwächt sein, dass eine me­di­zi­nisch ge­steu­er­te Ge­burt (wie Va­ku­um­ex­trak­ti­on, Zan­gen­ge­burt oder Kai­ser­schnitt) not­wen­dig wird. Un­ter Um­stän­den sind nach der Ge­burt so­gar Mass­nah­men zur Wie­der­be­le­bung er­for­der­lich.

                              All­ge­mein be­steht bei un­ter­ge­wich­ti­gen Neu­ge­bo­re­nen – auch wenn sie kei­ne “Früh­chen” sind – ein er­höh­tes Ri­si­ko für Stö­run­gen der At­mungs- und Ver­dau­ungs­funk­ti­on. Da die Fett­schicht un­ter der Haut we­ni­ger gut aus­ge­bil­det ist und sie ihre Tem­pe­ra­tur nicht selbst re­gu­lie­ren kön­nen, kann die Kör­per­tem­pe­ra­tur zu nied­rig sein. Dann müs­sen die Kin­der rasch in ei­nen In­ku­ba­tor kom­men. Sehr klei­ne Ba­bys be­kom­men auch häu­fi­ger Gelb­sucht, weil die Le­ber noch nicht voll funk­ti­ons­fä­hig ist.

                              Man­che un­ter­ge­wich­ti­ge Neu­ge­bo­re­ne ha­ben ei­nen zu nied­ri­gen Blut­zu­cker­spie­gel. Die­se so ge­nann­te Hy­po­gly­kä­mie kann in schwe­ren Fäl­len zu Hirn­schä­di­gun­gen füh­ren. Es kön­nen auch ein Man­gel an Mi­ne­ra­li­en wie Kal­zi­um und Ei­sen so­wie An­ämie und Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen auf­tre­ten. Mit der ent­spre­chen­den Be­hand­lung kann man heut­zu­ta­ge die meis­ten die­ser Kom­pli­ka­tio­nen in den Griff be­kom­men und den Ba­bys eine gute Über­le­bens­chan­ce si­chern.

                              Die Ur­sa­chen für eine "in­trau­te­ri­ne Wachs­tums­re­tar­die­rung", also ein zu nied­ri­ges Ge­wicht des Ba­bys bei der Ge­burt, sind viel­fäl­tig. Un­zu­rei­chen­de Er­näh­rung, Rau­chen oder Al­ko­hol­kon­sum wäh­rend der Schwan­ger­schaft spie­len eben­so eine Rol­le wie Pla­zen­ta­funk­ti­ons­stö­run­gen (wie eine Pla­zen­ta­in­suf­fi­zi­enz), In­fek­tio­nen, eine chro­ni­sche müt­ter­li­che Krank­heit, Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten oder an­ge­bo­re­ne Fehl­bil­dun­gen.

                              Wis­sen


                              Letzte Aktualisierung: 08.11.2019, BH

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