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                              Mutter streichelt Baby im Inkubator
                              ©
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                              El­tern auf der In­ten­siv­sta­ti­on


                              Für die El­tern ist die Tat­sa­che oft be­ängs­ti­gend und er­schre­ckend, dass ihr Baby auf der In­ten­siv­sta­ti­on be­han­delt wer­den muss und viel­leicht an Schläu­che und Ge­rä­te an­ge­schlos­sen ist. Der ers­te Blick auf ein zu früh ge­bo­re­nes Kind ist be­drü­ckend und mit vie­len Ängs­ten ver­bun­den, denn das win­zig klei­ne We­sen im Brut­kas­ten hat manch­mal nur we­nig mit den Vor­stel­lun­gen der El­tern von ih­rem Kind ge­mein­sam.

                              Vie­le El­tern ha­ben Angst, dass sie kei­ne enge Be­zie­hung zu ih­rem Kind ent­wi­ckeln kön­nen, wenn sie ihm nicht nah sein, es nach der Ge­burt nicht hal­ten, strei­cheln und stil­len oder füt­tern kön­nen. Dazu kommt, dass sich ge­ra­de El­tern von Früh­chen oder kran­ken Neu­ge­bo­re­nen un­be­rech­tig­ter­wei­se oft­mals selbst die Schuld am Zu­stand ih­res Kin­des ge­ben.

                              Sol­che Be­fürch­tun­gen be­deu­ten für die jun­ge Mut­ter nur eine wei­te­re Be­las­tung. Wenn Sie sich kör­per­lich ein biss­chen er­holt ha­ben, wer­den Sie noch ge­nü­gend Zeit und Ge­le­gen­heit ha­ben, Ih­rem Kind Lie­be und Ge­bor­gen­heit ge­ben zu kön­nen. Bis da­hin kann der Va­ter eine wich­ti­ge Rol­le ein­neh­men: Er kann das Baby bei der Ver­le­gung in die In­ten­siv­sta­ti­on be­glei­ten, das Per­so­nal dort ken­nen ler­nen und Ih­nen über al­les be­rich­ten. Und si­cher kann er Ih­nen auch ein Pho­to des Ba­bys brin­gen.

                              Ver­brin­gen Sie da­nach so viel Zeit wie mög­lich bei Ih­rem Baby auf der In­ten­siv­sta­ti­on, re­den Sie mit ihm und be­rüh­ren Sie es so oft es geht. Die Pfle­ge­fach­frau oder der Arzt, die Ärz­tin wird Ih­nen zei­gen, dass dies trotz der In­fu­sio­nen und me­di­zi­ni­schen Ge­rä­te mög­lich ist. Und es hilft Ba­bys auf der In­ten­siv­sta­ti­on sehr, wenn sie sanft ge­strei­chelt und mas­siert wer­den. Das Kind spürt, hört und fühlt die Nähe der El­tern, die da­durch mit ih­rer Lie­be und Zu­nei­gung eine er­gän­zen­de Hil­fe­stel­lung bei die­sem schwie­ri­gen Start ins Le­ben leis­ten kön­nen. Das ist be­son­ders wich­tig, denn durch die Früh­ge­burt ist das Kind ei­gent­lich noch nicht auf ein Le­ben aus­ser­halb des Mut­ter­leibs ein­ge­rich­tet. Vie­le Ent­wick­lungs­schrit­te sind noch nicht ab­ge­schlos­sen. Auf den meis­ten Neo­na­to­lo­gi­schen In­ten­siv­sta­tio­nen ha­ben sich des­halb auch of­fe­ne Be­suchs­zei­ten für die El­tern durch­ge­setzt.

                              Las­sen Sie sich vom me­di­zi­ni­schen Per­so­nal zei­gen, wie man das am bes­ten macht. Nach ei­ni­ger Zeit ist Ihr Baby kräf­ti­ger und dann kön­nen Sie es auch selbst füt­tern und wi­ckeln. Durch den täg­li­chen Um­gang mit dem Kind, sei­ne Ver­sor­gung und Pfle­ge kön­nen El­tern Nähe und Ver­trau­en ver­mit­teln und gleich­zei­tig Wahr­neh­mung, Be­we­gung und Kom­mu­ni­ka­ti­on des Kin­des för­dern. Sie ler­nen ihr Kind bes­ser ken­nen und wer­den fest­stel­len, dass es trotz sei­nes Früh­starts ins Le­ben schnell sei­ne ei­ge­ne Per­sön­lich­keit ent­wi­ckelt.

                              Re­la­tiv neu und ein gros­ser Fort­schritt für El­tern und Kind ist die Me­tho­de des „Kän­gu­ru­hens“. Da­bei wird das Kind auf den nack­ten Ober­kör­per von Mut­ter oder Va­ter ge­la­gert, die es sich auf ei­ner Lie­ge be­quem ge­macht ha­ben. Ein ge­wärm­tes Ba­de­tuch oder ein Fell schützt das Baby vor Wär­me­ver­lus­ten auf der Rü­cken­sei­te. Man­che neo­na­to­lo­gi­schen Ab­tei­lun­gen er­lau­ben die Kän­gu­ruh-Me­tho­de so­gar bei sehr klei­nen oder be­atme­ten Früh­ge­bo­re­nen.

                              Ein wich­ti­ges The­ma ist auch die Er­näh­rung des früh­ge­bo­re­nen Ba­bys auf der In­ten­siv­sta­ti­on. Mit der ent­spre­chen­den An­lei­tung und Un­ter­stüt­zung schaf­fen Sie es wahr­schein­lich, Mut­ter­milch ab­zu­pum­pen, die dann an Ihr Baby ver­füt­tert wer­den kann. Ge­ra­de Pro­blem­kin­der pro­fi­tie­ren sehr von den Vor­tei­len der Mut­ter­milch­er­näh­rung. Und auch das Stil­len Früh­ge­bo­re­ner wird in ei­ni­gen fort­schritt­li­chen Spi­tä­lern schon sehr ge­för­dert.

                              Wei­te­re be­ach­tens­wer­te Punk­te, die Sie mit dem Per­so­nal auf der Früh­ge­bo­re­nen­sta­ti­on (bzw. neo­na­to­lo­gi­scher In­ten­siv­sta­ti­on) klä­ren soll­ten:

                              • Wie sind die Be­suchs­zei­ten ge­re­gelt? Nor­ma­ler­wei­se soll­ten Sie als El­tern je­der­zeit Zu­gang zu Ih­rem Kind ha­ben.

                              • Gibt es er­mäs­sig­te Park­mög­lich­kei­ten für El­tern von Früh­ge­bo­re­nen? Die nor­ma­len Park­ge­büh­ren kön­nen ganz schön teu­er wer­den.

                              • Gibt es eine "Kit­tel­pflicht" (Hy­gi­e­neklei­dung) oder dür­fen Sie Stras­sen­klei­dung tra­gen? 

                              • Dür­fen Ge­schwis­ter­kin­der eben­falls be­su­chen? Ab ei­nem be­stimm­ten Al­ter? Gibt es im Spi­tal Be­treu­ungs­mög­lich­kei­ten für Ge­schwis­ter?

                              • Gibt es "El­tern­schlaf­zim­mer" kos­ten­los oder zu güns­ti­gen Prei­sen?

                              • Wer­den El­tern ver­pflegt? Oder gibt es ei­nen Kühl­schrank, in dem Sie mit­ge­brach­te Spei­sen und Ge­trän­ke la­gern kön­nen?

                              • Gibt es ei­nen Auf­ent­halts­raum für El­tern?

                              • Gibt es eine Milch­pum­pe zum Ab­pum­pen und evtl. ei­nen ru­hi­gen Still­raum?

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Ja, das ist so­gar un­ter ge­wis­sen Vor­aus­set­zun­gen so­gar sehr wich­tig für die Ent­wick­lung Früh­ge­bo­re­ner. Die El­tern kön­nen nach kur­zer An­lei­tung durch das Pfle­ge­per­so­nal und un­ter Be­rück­sich­ti­gung be­stimm­ter hy­gie­ni­scher Be­din­gun­gen ihr Baby strei­cheln und bald auch ak­tiv ver­sor­gen, d.h. wi­ckeln und …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              12/18/2018
                              Babybe Gelmatte

                              „Ba­by­be“

                              An deut­schen Ge­burts­kli­ni­ken wird die pneu­ma­ti­sche "Mama-Ma­trat­ze" Ba­by­be ge­tes­tet. Das Sys­tem er­laubt es der Mut­ter, …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              11/6/2016
                              Neonatologie Musiktherapie Bern MutterKind

                              Früh­ge­bo­re­ne Oh­ren ohne Stress

                              Rau­schen, Glu­ckern, die Stim­me der Mut­ter – das sind die Ge­räu­sche, die Un­ge­bo­re­ne ab der 16. Schwan­ger­schafts­wo­che …
                              Letzte Aktualisierung: 24.08.2020, BH

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                              Ur­ba­ne Gär­ten: Gü­nes Pa­ra­dies im Asphalt­dschun­gel mit Kneipp

                              Ur­ba­nes Grün tut der See­le und dem Kli­ma gut. Ex­per­tIn­nen ver­ra­ten Tricks für die Selbst­ver­sor­gung auf dem Stadt­bal­kon.

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