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                              Atem­pro­ble­me nach der Ge­burt

                              Apparate Intensivstation
                              ©
                              GettyImages

                              So­fort nach der Ge­burt holt das Neu­ge­bo­re­ne zum ers­ten Mal Luft. Bei den meis­ten Ba­bys ge­schieht dies in­ner­halb der ers­ten 20 Se­kun­den. Wich­tig ist, dass sich die Lun­gen­bläs­chen er­wei­tern, da­mit das Kind rich­tig at­men kann. Die At­mungs­tä­tig­keit des Neu­ge­bo­re­nen wird so­fort nach der Ge­burt von der Heb­am­me oder dem Arzt, der Ärz­tin als Teil des Ap­gar-Tests be­ur­teilt.

                              Manch­mal fängt das Baby nicht selbst­stän­dig zu at­men an. Pro­ble­me mit der At­mung kön­nen vor oder wäh­rend der Ge­burt ih­ren Ur­sprung ha­ben. Oft­mals müs­sen die Luft­we­ge nur von Frucht­was­ser, Kinds­pech (Me­ko­ni­um) oder Kä­se­schmie­re (Ver­nix ca­seo­sa) be­freit wer­den. In schwe­ren Fäl­len kön­nen Wie­der­be­le­bungs­mass­nah­men not­wen­dig sein.

                              Das so­ge­nann­te Atem­not­syn­drom (Re­spi­ra­to­ry Dis­tress Syn­drom, RDS) hat eine ganz spe­zi­el­le Ur­sa­che. Die Lun­gen­bläs­chen des Neu­ge­bo­re­nen wer­den nor­ma­ler­wei­se durch den Sur­fac­tant-Fak­tor un­ter Span­nung ge­hal­ten, da­mit ge­nü­gend Luft ein­strö­men kann und die Lun­gen­bläs­chen beim Aus­at­men nicht völ­lig zu­sam­men­fal­len. Neu­ge­bo­re­ne mit ei­nem Atem­not­syn­drom pro­du­zie­ren die­sen Stoff (noch) nicht aus­rei­chend und lei­den da­her un­ter Sauer­stoff­man­gel. Das Atem­not­syn­drom tritt meis­tens bei un­ter­ge­wich­ti­gen Früh­ge­bo­re­nen auf, de­ren Lun­gen noch nicht voll ent­wi­ckelt sind, und bei Kin­dern von Dia­be­ti­ke­rin­nen, de­ren Blut­zu­cker­spie­gel nicht op­ti­mal ein­ge­stellt war. Bei Neu­ge­bo­re­nen mit Atem­not­syn­drom ist eine in­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Be­treu­ung not­wen­dig, bei der die Atem­tä­tig­keit mehr oder we­ni­ger stark un­ter­stützt und Sur­fac­tant-Fak­tor zu­ge­führt wird.

                              Dank ver­bes­ser­ter Be­treu­ung vor der Ge­burt (Ver­mei­dung von Früh­ge­bur­ten bzw. vor­zei­ti­gen We­hen durch We­hen­hem­mung, bes­se­re Stoff­wech­sel-Ein­stel­lung dia­be­ti­scher Schwan­ge­rer und vor­ge­burt­li­che Gabe von Cor­ti­son-ähn­li­chen Prä­pa­ra­ten zur Sti­mu­la­ti­on der Lun­gen­rei­fung) und ef­fi­zi­en­te­ren Be­hand­lungs­me­tho­den nach der Ge­burt ha­ben Ba­bys mit Atem­not­syn­drom heut­zu­ta­ge sehr gute Über­le­bens­chan­cen.

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                              Letzte Aktualisierung: 08.11.2019, BH

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