Baby und Kind spielen
Spiel und Spass | Entwicklung, geistig | Entwicklung, körperlich

Spielen im 2. Lebenshalbjahr

Sobald das Kleine sitzen kann, werden Sie es mit einem gefüllten Stoffsack, einer Schachtel oder Schublade zum Ausräumen und Einfüllen sehr gut einige Zeit beschäftigen können. Denken Sie bei der Auswahl der Dinge daran, dass immer noch alles ausser mit den Händchen auch mit dem Mund erkundet wird.

Das Spiel in der Badewanne wird sehr beliebt und dazu braucht es jetzt verschieden grosse Becher und ein kleines Schiff oder ähnliches.

Zuhören und experimentieren

Gegen Ende des ersten Lebensjahres kann Ihr Kind immer besser einzelne Bilder erkennen und die Bilderbücher für die ganz Kleinen mit einfachen Formen und Farben ergänzen jetzt das Spieleangebot. Erklären Sie Ihrem Kind mit einfachen Worten, was es zu sehen gibt, erzählen Sie ihm kleine Geschichten und erfreuen Sie sich an der Begeisterung und der Konzentration, mit der das Kleine auf diese Beschäftigung reagiert. Bauklötze, Pyramidenbecher, Spielzeug für den Sandkasten, dicke Malstifte, alles, mit dem Kinder etwas Neues gestalten können, regt die Phantasie an und lässt die Kleinen beim Experimentieren und Konstruieren Zusammenhänge begreifen.

Zusammenhänge erkennen

Versteckspiele mit Ihnen, z.B. wenn Sie Ihr Gesicht hinter einem Tuch verbergen, und das Verstecken und wieder Entdecken von Spielsachen wird  Ihrem Baby ab etwa 6 Monaten das grösste Vergnügen bereiten. Dazu gehört auch Spielzeug, bei dem das Tun des Kindes etwas bewirkt; wenn es z.B. Töne produzieren oder eine Bewegung auslösen kann, wird es langsam den Zusammenhang zwischen seinem Handeln und dem Ergebnis erkennen und es immer wieder probieren. Auch ein weicher bunter Ball, den Sie dem Kleinen hin rollen, alles, was sich fortwerfen, wegstossen  und rollen lässt, wird ihm besonderen Spass machen. Die kleine Holzeisenbahn, die ausserdem noch an- und abgekoppelt werden kann und die auch noch tönt, wenn man einen Knopf drückt, fesselt die Aufmerksamkeit Ihres Kindes gleich mehrfach. 

Wenn Ihr Kind schon einigermassen sicher auf seinen Beinchen ist, wird es Holztiere auf Rollen mit Freude hinter sich her ziehen. Sehr gut zum Ziehen eignet sich auch ein Karton mit einer Schnur, in den das Schmusetier oder die Stoffpuppe gesetzt werden kann oder der als Transportmittel für Bauklötze usw. dient.

Wenn es um das Spielzeug Ihres Kindes geht, sind Ihrer Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt; vieles lässt sich mit einfachen Mitteln selber machen, Alltagsgegenstände, sofern sie kindertauglich sind, können Sie als Spielzeug einsetzen; das ist oft interessanter und fördert in besonderem Masse die Phantasie ihres Kindes. Vor allem wichtig ist, dass Ihr Kind die nötige Ruhe und Gelegenheit zu ungestörtem und konzentriertem Spielen hat.


Wissen

10 Tipps für den Weihnachtseinkauf von Kinderspielzeug


Newsticker

Weniger Spielzeug - mehr Kreativität | 04.12.2018

Was schenken? Weniger ist mehr: Amerikanische Forscher haben 36 Kleinkinder im Alter von 18 bis 30 Monaten beim Spielen beobachtet. Zur Auswahl standen geschlechtsneutrale Spielzeuge in vier Gruppen: Lern-Spielzeuge (Farben, Zahlen usw.), Rollen-Spielzeuge ("Tun-als-ob"), Action-Spielzeuge und Spielzeuge mit Rädern. Entweder befanden sich im Zimmer 4 oder 16 Spielzeuge. Das Resultat: Bei 16 verfügbaren Spielzeugen spielten die Kinder mit mehr Spielsachen und damit weniger lang mit jedem einzelnen Spielzeug. Bei nur vier Spielzeugen spielten die Kleinen länger mit jedem Spielzeug und ausserdem kreativer und mit mehr Begeisterung. Offensichtlich sind Kinder mit viel Spielzeug überfordert und lassen sich leichter ablenken, so die Wissenschaftler.

Der Kuscheltier-Zoo | 07.08.2017

Ob Maus oder Elefant – Hauptsache das Kuscheltier ist immer dabei. Ein Schmusetier hilft den Kleinen beim Einschlafen oder tröstet in ungewohnten Situationen. Meist sammelt sich aber zusätzlich schnell eine enorme Anzahl an Stofftieren an – nach Expertenmeinung ist solch eine grosse Menge gar nicht notwendig. Fünf oder sechs Plüschtiere sind eine angemessene Anzahl, damit das Kind noch den Überblick behalten kann. Eltern dürfen im Kinderzimmer durchaus einmal aussortieren und auch regulierend eingreifen, wenn Verwandte oder Freunde bei jedem Besuch ein neues Kuscheltier mitbringen.

Letzte Aktualisierung : 07-05-16, AG

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