Pflaster am Bein nach Impfung

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Starrkrampfbakterien finden sich überall, im Boden, im Staub, in der Erde etc. Sie dringen vor allem über verschmutzte und schlecht durchblutete, d.h. gequetschte Wunden und Wundtaschen in den Körper ein. Tetanus kann man sich aber auch bereits durch eine ganz einfache Verletzung oder unauffällige kleine Wunden zuziehen. Und gerade Kinder haben häufig kleine Hautverletzungen.

Das Tetanusgift reizt das Nervensystem und löst äusserst schmerzhafte Muskelkrämpfe aus. Vorausgehen können Schluck- und Trinkstörungen. Die Lähmung der Atemmuskulatur kann trotz bester medizinischer Versorgung zum Tode führen. Auch heute noch sterben mindestens ein Viertel der an Wundstarrkrampf erkrankten Menschen.

Die Impfung gegen Wundstarrkrampf ist das einzige Mittel, um sich gegen diese sehr gefährliche Krankheit zu schützen. Der ausserordentlich wirksame Impfstoff ist Teil der Fünffachimpfungen mit 2, 4 und 6 Monaten und Auffrischimpfungen mit 15-24 Monaten und 4-7 Jahren. Sie kann auch mit dem der Hepatitis B Impfung (HBV) als 6-fach Impfung verabreicht werden.

Dank der nahezu vollständigen Durchimpfung der Bevölkerung und der ausgezeichneten Schutzwirkung der Impfung sind in der Schweiz Tetanus-Erkrankungen sehr selten geworden.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH