Mutter mit Nasensauger in Babys Nase
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Schnupfen, verstopfte Nase

Grundsätzlich raten Kinderärzte dazu, Erkältungskrankheiten mit möglichst milden und nebenwirkungsarmen Mitteln zu behandeln. Ist das Näschen einmal verstopft, ist es aber wichtig, so schnell wie möglich für gute Nasenatmung zu sorgen. Oft können oder wollen sich kleine Kinder aber nicht richtig schnäuzen.

Ist der Schleim dünn genug, kann er auch mit einem speziellen Absauger (aus der Apotheke) abgezogen werden.

Es gibt im Handel abschwellende Nasentropfen in niedriger Konzentration extra für Säuglinge. Fachleute raten zu deren Gebrauch aber frühestens nach dem 2. Geburtstag. Zu hohe Dosierungen (z.B. durch versehentliche Benutzung der Konzentration für Erwachsene) können bei Säuglingen fatale Wirkungen zeigen. Neuerdings gibt abschwellende Nasentropfen ohne Konservierungsmittel. Diese sollte man bei Kleinkindern und Allergikern bevorzugen, da Konservierungsstoffe bekannte Allergene sind, dh Allergien auslösen können.

Natürliche Alternativen sind physiologische Koch- oder Meersalzlösung aus der Apotheke, am besten in Monodosen konfektioniert, die man in das Nasenloch (pro Seite 1-3 Tropfen) einträufelt. In der Volksmedizin wird gerne frisch abgepumpte Muttermilch oder Kamillentee verwendet, wobei Kamillentee bei einer familiären allergischen Disposition besser nicht angewendet werden soll. Auch mit ätherischen Ölen sollten Sie vorsichtig sein. Pefferminze zum Beispiel kann bei Babys im Extremfall Atemkrämpfe auslösen. Eine milde Bronchialsalbe mit Engelwurz sanft auf die Nasenflügel appliziert, kann schnell Milderungen bringen.

Ihr Baby braucht jetzt zusätzlich viel Flüssigkeit, das hält das Nasensekret flüssig. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby besonders viel trinkt. Bewährt hat sich z.B. Holundertee. Wenn Sie noch stillen, legen Sie möglichst oft an.

Beikost: Diese Breie sollten Sie bei Husten und Schnupfen vermeiden

Die wunde Nase und trockenen Lippen vertragen eine Portion Vaseline, Anisbutter oder Engelwurzbalsam.

Ausserdem tut es ihrem Baby gut, wenn das Köpfchen ein wenig höher liegt. Sie sollten ihm aber kein Kopfkissen geben, sondern ein Kissen oder einen Keil unter die Matratze legen. Kopfkissen haben im Babybettchen nichts zu suchen.

Ein altes Hausmittel: Eine klein geschnittene Zwiebel wird neben das Bett gelegt. Regelmässiges kurzes Lüften ist wichtig. Feuchte Tücher (evtl. mit ein paar Tropfen vom Erkältungsbad) oder Wasserverdunster verbessern das Raumklima und erleichtern die Atmung.

Aus der Homöopathie hat sich Sambucus nigra D4 bewährt, 3-4 x 5 Globuli.

Letzte Aktualisierung : 31-10-16, AS

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