Newsticker

Väter und Geburt

Väter und Geburt11.11.2018

Sollten Männer bei der Geburt ihres Kindes dabei sein? Eine neue US-Studie sagt ja: Die Anwesenheit bei der Entbindung bestimmt die Hormonlage frisch gebackener Väter und die Stärke der Vater-Kind-Bindung. Bei knapp 300 Männern wurden die Hormone Cortisol und Testosteron in den ersten beiden Tagen nach der Entbindung ihrer Kinder untersucht. Männer, die im Gebärsaal dabei waren und das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt auf den Arm nahmen, wiesen deutlich höhere Cortisolwerte auf als Väter im Wartezimmer und beteiligten sich später mehr an der Pflege ihrer Kinder. Beim Testosteron zeigte der Wert am Tag der Geburt keinen Zusammenhang - aber Männer mit eher niedrigen Werten zwei Tage nach der Entbindung kümmerten sich später deutlich mehr um ihre Kinder. 

Schoggi-Medizin

Schoggi-Medizin08.11.2018

Die beste Medizin wirkt nicht, wenn Kinder sie nicht schlucken wollen. Australische Wissenschaftler haben deshalb eine Schokoladen-Rezeptur entwickelt, um Arzneimittel für Kinder schmackhaft zu machen. Beim Test an 150 Kindern von 3 - 16 Jahren, die vor einer Operation ein bitter schmeckendes Beruhigungsmittel schlucken sollten, sagte die Mehrheit, sie würden die Pillen noch einmal nehmen. Insgesamt mochten fünfmal mehr Kinder den Geschmack der Schoko-Tabletten im Vergleich zum normalen Medikament. Die Forscher betonen, dass die Dosierung der Schoko-Tabletten leichter sei als bei flüssiger Medizin, und sie können gekaut oder geschmolzen werden, wenn Kinder Probleme mit dem Schlucken hätten. Die Rezeptur sei aber nicht ganz einfach: Die Schoggi muss lange haltbar sein und darf die Wirkung der Medizin nicht mindern.

Ideen von starken Kindern

Ideen von starken Kindern05.11.2018

Egal wie hektisch und stressig der Alltag sein mag: Gewalt in der Erziehung ist keine Lösung. Kurzfristig mögen schmerzhafte oder erniedrigende Bestrafungen zwar funktionieren, doch langfristig richten sie grossen Schaden an. Dennoch gehören körperliche Formen von Gewalt zur alltäglichen Erziehungspraxis bei jedem vierten Elternteil (Studie Bestrafungsverhalten von Eltern in der Schweiz), auch wenn darauf ein schlechtes Gewissen oder Entschuldigungsversuche beim Kind folgen. Im Alltag mit Kindern braucht es viel Rückgrat und Haltung. Erziehen ohne psychisch oder physisch verletzende Bestrafungen bedeutet nämlich nicht, dass Kinder alles dürfen. Starke Kinder brauchen starke Eltern. Deshalb unterstützen wir die Sensibilisierungskampagne der Stiftung Kinderschutz Schweiz, in der Kinder Ideen entwickeln, wie Erwachsene ohne Gewalt reagieren können. Lesen Sie dazu unseren Gastbeitrag mit Video und unsere Tipps zur gewaltfreien Erziehung.

Kita bewerten

Kita bewerten02.11.2018

Auf Kitaclub.ch können registrierte Eltern oder Angehörigen jetzt andere Eltern bei der Suche nach der passenden Betreuung unterstützen und ihre Meinung zu ihrer Kita (oder Spielgruppe, Tagesfamilie, Hort usw.) äussern – öffentlich, aber anonym. Jede wird erst nach Prüfung freigegeben. Die 10 vordefinierten Kriterien sind: Gesamteindruck, Einrichtung, Sauberkeit, Öffnungszeiten/Flexibilität, Pädagogisches Konzept, Betreuung/Personal, Aktivitäten, Ernährung, Kommunikation/Organisation und schliesslich „Würde ich weiterempfehlen“. Aus mindestens drei einzelnen Noten (zwischen 1 und 5) wird die Gesamtnote berechnet. Seit vier Jahren bietet Kitaclub.ch Zugang zu 3053 Kitas, Tagesfamilien und Spielgruppen in der ganzen Schweiz, davon 763 mit eigenem, personalisiertem Profil.

Migräne

Migräne30.10.2018

In Europa und Amerika ist Migräne stärker verbreitet als in Afrika oder Asien. Der Grund könnte in der Auswanderung unserer Vorfahren in nördliche Gebiete liegen. Forscher sind genetischen Spuren zur Herkunft von Migräne nachgegangen und fanden eine genetische Variante, die eine wichtige Rolle bei der Anpassung an kälteres Klima spielt und in höheren Breitengraden zunimmt. Menschen mit dieser Genvariante sind kälteunempfindlicher und deshalb eher geneigt gewesen, Afrika auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten in polnäheren Regionen zu verlassen. Eben jene Variante wurde von Forschern aber bereits mit Migräne-Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Das erklärt auch, warum zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Migräneerkrankungen familiär gehäuft auftreten.

Umfrage

Umfrage27.10.2018

Eine Stunde länger schlafen! Was in den Ohren der meisten Erwachsenen himmlisch klingt, macht Babys und Kleinkindern ganz schön zu schaffen. Bloss weil wir am letzten Oktober-Wochenende die Zeiger unserer Uhren eine Stunde zurück stellen, bedeutet dies nämlich noch lange nicht, dass ihre innere Uhr diese Umstellung automatisch mitmacht. Wir geben Ihnen Tipps, wie Ihre Kinder die Zeitumstellung besser verkraften. Die EU diskutiert ja schon über die Abschaffung. Die Schweiz wird wohl mitziehen und dann haben wir die ewige Sommerzeit. Was meinen Sie dazu? Stimmen Sie mit ab und sehen Sie, was andere Userinnen und User dazu meinen! Zur Umfrage…

Gspänli Keeko

Gspänli Keeko24.10.2018

Über 600 chinesische Kindergärten setzen mittlerweile auf den Roboter "Keeko", ein knapp 60 Zentimeter großes mobiles Gerät, das Geschichten erzählen kann und Kindern Logik-Rätsel stellt. Durch eingebaute Kameras und ein ausgeklügeltes Navigationssystem soll das Modell Kinder ähnlich wie ein Pädagoge beschäftigen. Der Roboter soll mit Wissensaufgaben das logische Denken vorantreiben: Jedes Mal, wenn die Kinder auf eine Frage richtig antworten, reagiert das Gerät deutlich mit Freude - das digitale Gesicht blitzt auf und zeigt herzförmige Augen. Eine Kamera direkt auf der Front erlaubt es zudem, Video-Journale aufzuzeichnen und die Interaktion mit den Kindern nachzuverfolgen. In China werden schon seit längerem Roboter entwickelt, um z.B. Lebensmittel zu liefern und älteren Menschen Gesellschaft zu leisten.

Spermien unter Hormonbeschuss

Spermien unter Hormonbeschuss21.10.2018

In einer Studie der Universität Münster an menschlichen Spermien haben Forscher schädliche und sich gegenseitig verstärkende Auswirkungen von Alltagschemikalien festgestellt. Gefährlich sind v.a. die hormonell wirksamen Chemikalien, die sogenannten endokrinen Disruptoren. Sie imitieren unter anderem die Wirkung weiblicher Hormone, die das Schwimmverhalten von Spermien im Eileiter steuern, und verstecken sich in Putzmitteln, Lebensmitteln, Plastik, Textilien und Kosmetika. Dadurch beeinträchtigen sie die Funktion der Spermien und könnten so mitverantwortlich sein für Fruchtbarkeitsstörungen, die in der westlichen Welt immer häufiger auftreten. Bislang werden Grenzwerte für jede Chemikalie einzeln bestimmt. Kombiniert man die Chemikalien aber, addieren sich die Einzelwirkungen nicht nur, sondern sie verstärken sich gegenseitig beträchtlich.

Wächst sich aus

Wächst sich aus18.10.2018

Im Erwachsenenalter ist die ADHS-Häufigkeit mit 2–3 % nur halb so hoch wie bei Kindern und Jugendlichen mit 5–6 %. Daraus haben viele Experten in der Vergangenheit den Schluss gezogen, dass bei rund der Hälfte der Kinder mit ADHS die Krankheit bis ins Erwachsenenalter bleibt. Neuere Untersuchungen in Neuseeland, Brasilien und England zeigen, dass dies nicht richtig ist: Erwachsene und Kinder mit ADHS sind nicht dieselben Personen. Bei Erwachsenen tritt die Erkrankung zumeist sehr spät auf. Umgekehrt wird die Krankheit bei betroffenen Kindern kaum noch beobachtet, sobald sie ihre Jugend hinter sich haben. Vieles spreche nach Meinung von Experten dafür, dass Kindheits- und Erwachsenen-ADHS zwei unterschiedliche Krankheiten sind. Das Erwachsenen-ADHS ist zudem sehr häufig mit Suchtmittelmissbrauch und anderen psychischen Störungen verbunden.

Ava geht weiter

Ava geht weiter16.10.2018

Das preisgekrönte Ava Armband zur Nachverfolgung der fruchtbaren Tage im Zyklus bietet jetzt seinen Nutzerinnen ein schlankeres Band für mehr Komfort, ein umgestaltetes Gehäuse mit einer besseren Leistung, eine längere Batterielaufzeit und einen lautlosen Wecker, der seine Trägerin durch eine diskrete Vibration aufweckt. Zusätzlich beinhaltet die Ava App ein Dashboard, das stets die aktuellsten Informationen anzeigt und so die Nutzerinnen engmaschig auf ihrer Reise zum Wunschkind begleitet. Der Gesundheitsbildschirm kann neu individuell eingestellt werden, wodurch es einfacher wird, verschiedene Messergebnisse zu vergleichen und persönliche Muster zu erkennen. Mehr >>>

Stillen unterwegs

Stillen unterwegs15.10.2018

Lassen Sie sich nicht einschränken: Stillen in der Öffentlichkeit ist überall erlaubt. Sie können sich und Ihr Baby mit einem Schal vor neugierigen Blicken schützen, auch Blusen mit Knöpfen und praktische Stilltops eignen sich, um die Brust in der Öffentlichkeit nicht zu sehr entblössen zu müssen. Trotzdem benötigt es manchmal etwas mehr Schutz und Ruhe. Mit mamamap finden Mütter schnell und unkompliziert einen Stillort in der Nähe, wo sie mit ihren Kindern willkommen sind und einen «Still-und Wickelraum» ohne Kaufzwang benutzen dürfen – von Apotheken über Cafés bis zu Museen und Elternberatungsstellen. Bevorzugte neue Stillorte können gemeldet werden. mamamap ist eine Gratis-App von Stillförderung Schweiz.

Babyschlaf

Babyschlaf12.10.2018

Tags ist es hell und wir sind wach, nachts ist es dunkel und wir schlafen – das müssen Babys erst nach und nach lernen, wie Kinderärztin Dr. Monika Niehaus, Pressesprecherin des deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärt. Neugeborene haben ein Schlafpensum von 15 bis 16 Stunden pro Tag und Nacht, mit Schlafphasen von nur zwei bis vier Stunden und ohne einen bestimmten Rhythmus. In den ersten zwei Monaten können die Kleinen auch oft nicht länger als zwei Stunden am Stück wach bleiben. Wird das Baby dennoch wach gehalten, ist es übermüdet und schläft schlechter ein. In den ersten drei Monaten können längere Wachzeiten noch nicht mit besonders tiefem Schlaf ausgeglichen werden. Erst mit vier bis sechs Monaten können Babys einen echten Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln, mit einem Jahr ist er dann meist richtig ausgeprägt. 12 Anregungen für ruhigere Nächte...

Friedensnobelpreis 2018

Friedensnobelpreis 201811.10.2018

Der kongolesische Gynäkologe Dr. Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad bekamen für ihre Bemühungen, den Einsatz sexueller Gewalt als Waffe im Krieg und in bewaffneten Konflikten zu beenden, den diesjährigen Friedensnobelpreis. Seit der Gründung des Panzi-Krankenhauses in Bukavu im Jahr 2008 haben Mukwege und seine Mitarbeiter Tausende von Patientinnen behandelt, die solchen Angriffen zum Opfer gefallen sind. Murad gehört zur jesidischen Minderheit im Nordirak, die der Islamische Staat (IS) durch brutale Angriffe auszurotten sucht. Sie war wiederholt Vergewaltigungen und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Nach einem dreimonatigen Albtraum gelang ihr die Flucht. Heute, mit 25 Jahren, ist sie die erste Goodwill-Botschafterin der Vereinten Nationen für die Dignity of Survivors of Human Trafficking.

Leichter lesen

Leichter lesen09.10.2018

Leseratte oder Büchermuffel? Eltern und Erzieher haben es in der Hand. Das sagt jedenfalls eine neue Lesestudie aus den USA, an der 300 amerikanische Vorschulkinder über 30 Wochen teilnahmen. Schon kleine Veränderungen beim Vorlesen können sich bei Vorschulkindern enorm auf das spätere Lesevermögen auswirken. "Indem wir die Aufmerksamkeit der Kinder auf Buchstaben und Wörter lenken, helfen wir ihnen, den Code der Sprache zu knacken", so die Forscher. Während Erzieher, Lehrer oder Eltern eine Geschichte vorlesen, sollten sie die Kinder schon durch Kleinigkeiten auf die Druckschrift hinweisen, z.B. indem sie auf Buchstaben oder Wörter einer Seite deuten, Grossbuchstaben zeigen und die Leserichtung - von rechts nach links sowie von oben nach unten – nachfahren. Mehr Tipps für's Vorlesen...

Mutterliebe

Mutterliebe06.10.2018

Grosse Augen, Stupsnase und Pausbacken sind typische Merkmale des „Kindchen-Schemas“. Das bringt die Eltern instinktiv dazu, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Vor allem das „weibliche“ Sexualhormone Oxytocin (Kuschelhormon) stärkt die Mutter-Kind-Bindung. Das „männliche“ Testosteron wirkt gegenteilig. Eine Studie zeigt nun, dass Oxytocin die negative Wirkung von Testosteron ausgleichen kann. Die Versuchsteilnehmerinnen bekamen vor dem Test Oxytocin oder ein Placebo. Bei allen wurde der Testosteronspiegel bestimmt. Dann wurde die Hirnaktivität gemessen, während sie sich Bilder von Erwachsenen und Kindern ansahen. Frauen mit hohem Testosteronwert reagierten unter Oxytocin deutlicher stärker auf das Kindchenschema, ohne Oxytocin kaum. Oxytocin scheint gegen Testosteron das Fürsorgeverhalten zu motivieren. Bei Frauen mit niedrigen Testosteronwerten hatte das zusätzliche Oxytocin keine Wirkung, vielleicht weil sie ohnehin mütterliches Verhalten entwickeln. Die Ergebnisse könnten bei der Behandlung einer Wochenbettdepression eine wichtige Rolle spielen.

Betreuungsunterhalt

Betreuungsunterhalt04.10.2018

Leben die Eltern eines Kindes nicht zusammen, galt bisher bei der Erwerbstätigkeit der hauptbetreuenden Person (meistens die Mutter) die 10/16-Regel. Der Mutter konnte nach Vollendung des 10. Lebensjahr des jüngstes Kindes eine 50%-Stelle zugemutet werden, nach dem 16. Lebensjahr sogar eine 100%-Stelle. Davon ist das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 28. September 2018 abgekommen: Die hauptbetreuende Person sollte bereits nach der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kindes (je nach Kanton ab Kindergarten oder Primarschule) in der Lage sein, eine 50%-Stelle anzunehmen. Erreicht das jüngste Kind die Sekundarstufe, hat die Mutter bzw. der Vater einer 80%-Stelle und ab vollendetem 16. Lebensjahr einer 100%-Erwerbstätigkeit nachzugehen. Bei finanziell knappen Mitteln und angemessener Fremdbetreuungsmöglichkeit muss der oder die Hauptbetreuende evtl. sogar schon früher erwerbstätig sein. Ausnahmen gibt es bei einer erhöhten Betreuungslast, wie z.B. einer Behinderung eines Kindes oder mehreren kleinen Kindern.

Pink Ribbon 2018

Pink Ribbon 201803.10.2018

Wer kennt sie nicht, die rosa Schleife… Sie ist das internationale Zeichen der Solidarität mit an Brustkrebs erkrankten Frauen und das Symbol für den jährlichen Brustkrebsmonat, den Oktober. Dieser gibt seit 1985 jährlich Anlass dazu, die Vorsorge, Behandlung und Therapiemöglichkeiten von Brustkrebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Immer mehr Frauen sprechen über ihre Brustkrebserkrankung und sorgen dafür, dass die Bevölkerung sensibilisiert wird auf die zweithäufigste Krebsart. Allein in der kleinen Schweiz erkranken jährlich mehr als 6'000 Menschen (ja, auch Männer!) an Brustkrebs. Darunter auch so bekannte Gesichter wie Wetterfee Sandra Boner und Sängerin Francine Jordi. 

Eltern-Dates

Eltern-Dates30.09.2018

Die Geburt eines Kindes ist eine der grössten Herausforderungen, die Paare zu meistern haben. Laut einer Längsschnittstudie mit 177 Paaren lassen Zeit füreinander, Zärtlichkeit und Sex in den ersten 34 Monaten nach der Geburt drastisch nach. Die Zahl der Trennungen erreicht in den ersten zwei Jahren nach der Geburt einen Höhepunkt. Übersteigerte Erwartungen an die Elternschaft und nachlassende Sexualität sowie Alltagsstreit stellen die Beziehung in Frage. Dann hilft eine Dating-Routine mit regelmässigem Ausgang zu zweit, sich trotz Nachwuchs weiterhin als Liebespaar zu erleben. Wie eine US-Untersuchung mit Daten von mehr als 10 000 Männern und Frauen ergab, haben Paare, die viel Zeit zu zweit verbringen, ein geringeres Scheidungsrisiko.

Scheidenpilz

Scheidenpilz27.09.2018

Pilzinfektionen im Vaginalbereich sind sehr häufig und viele Schwangere sind davon betroffen. Eine Bevölkerungsstudie aus Israel kommt jetzt zu einem erfreulichen Ergebnis: Schwangere, die im ersten Drittel einer Schwangerschaft eine Creme gegen Pilzinfektionen anwenden, müssen keinen negativen Schwangerschaftsverlauf befürchten. Die Wissenschaftler konnten anhand von Daten von insgesamt 66.547 Frauen zeigen, dass Vaginalcremes mit den Wirkstoffen Clotrimazol oder Miconazol selbst bei Anwendung im ersten Trimenon das Risiko einer Fehlgeburt nicht erhöhen. Bei Beschwerden jedoch immer den Frauenarzt konsultieren, da viele Infektionen im Vaginalbereich ganz ähnliche Beschwerden verursachen, aber anders behandelt werden müssen.

Vaterschaftsurlaub

Vaterschaftsurlaub24.09.2018

Am 20. September 2018 hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates den indirekten Gegenvorschlag zur Vaterschaftsurlaubs-Initiative angenommen und folgt damit der Ständeratskommission, die 2 Wochen Vaterschaftsurlaub vorgeschlagen hatte. Als nächstes soll von der Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) ein konkretes Projekt ausgearbeitet werden, das anschliessend in Vernehmlassung geht. Damit erkennt das Parlament die Notwendigkeit eines Vaterschaftsurlaubs an. Kritik kommt von Seiten der Volksinitiative "Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie", welche die geforderten 4 Wochen bereits für einen Kompromiss hält.

Zahn um Zahn

Zahn um Zahn21.09.2018

Was ist dran an der Redensart „Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“? Nach Auswertung von Daten von mehr als 34.000 Personen aus dem „Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe", ist die Antwort klar. Mütter mit drei Kindern hatten in ihrer zweiten Lebenshälfte im Durchschnitt rund vier Zähne weniger als Mütter mit zwei Kindern. Offensichtlich kann die Geburt eines Kindes tatsächlich zu überdurchschnittlich häufigem Zahnverlust führen. Das ist medizinisch plausibel, weil während der Schwangerschaft das Risiko für Zahnfleischerkrankungen steigt und die Mundhygiene sehr wichtig ist. Beim Vergleich von Einzel- und Zwillingsgeburten fanden die Forscher übrigens keinen Unterschied – und auch nicht beim Zahnbestand von Vätern mit und ohne Kinder.

Unwiderstehlicher Duft

Unwiderstehlicher Duft18.09.2018

Manche Sexualhormone steuern nicht nur Zyklus und Fruchtbarkeit der Frauen, sondern wirken sich auch auf ihren Körpergeruch aus – und indirekt auch auf die Partnerwahl. Ein bestimmter Mix aus hohen Östrogen- und niedrigen Progesteron-Werten riecht für Männer besonders anziehend, wie eine Studie an der Universität Bern jetzt herausfand. Der vermutete Grund: Diese Hormonspiegel deuten auf eine hohe weibliche Fruchtbarkeit hin und Männer suchen instinktiv nach Frauen, mit denen sie sich möglichst erfolgreich fortpflanzen können. Am attraktivsten duften Frauen für Männernasen demnach während der fruchtbarsten Tage des Monatszyklus.

Ruhe durch Brei

Ruhe durch Brei15.09.2018

In der Hoffnung auf ruhigere Nächte führen manche Eltern die Beikost schon früher ein als von Experten empfohlen. Britische Forscher haben nun an Daten von über 1.200 Kindern untersucht, ob dies den Schlaf tatsächlich verbessert. Babys, die schon nach dem 3. Monat zusätzlich zum Stillen langsam Beikost in Form von Baby-Reis, später Joghurt erhielten, schliefen etwa eine Viertelstunde länger und wachten weniger häufig in der Nacht auf (nur 1,74-mal gegenüber zweimal) als Babys, die in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich gestillt wurden. Da der Babyschlaf einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Eltern hat, sind die bisherigen Empfehlungen in Grossbritannien zu überdenken. Bis dahin raten die Forscher jedoch, die geltenden Richtlinien zu befolgen. In der Schweiz lautet die offizielle Empfehlung, bis zum 6. Monat voll zu stillen und Säuglingen vor dem 5. Monat keine Beikost zu geben. Ein früherer Beikostbeginn sei mit späterem Übergewicht assoziiert. Auch bezüglich Allergien sei ein Beginn mit 4 – 6 Monaten am günstigsten fürs Kind.

Bananenschale heilt

Bananenschale heilt10.09.2018

In den tropischen Entwicklungsländern werden Bananenschalen oder -blätter auf wunde Hautstellen gelegt, weil sie die Wundheilung fördern sollen – wie in Social Media gepriesen wird. Stimmt das? An der Universität Bremen hat man die Banane auf mögliche wundheilungsfördernde Wirkungen näher untersucht. Etwa 70 Inhaltsstoffe wurden entsprechend analysiert. Im Ergebnis zeigte sich, dass die wünschenswerte Wirkung nur bei einer speziellen Bananenart, der Musa acuminata (Zwergbanane), zu erwarten ist. In unseren Supermärkten ist die Cavendish-Banane erhältlich, die zwar auch wichtige gesundheitsfördernde Stoffe enthält. Spezielle desinfizierende, zusammenziehende oder antibakterielle Wirkungen, die möglicherweise auf einige polyphenolische, aromatische Verbindungen zurückzuführen sind und über einer Wunde eine schützende Schicht ausbilden, bietet „unsere“ Banane aber nicht.

ELFEN HELFEN®

ELFEN HELFEN®07.09.2018

Ein Kind ist für alle Familien ein Geschenk und man verbindet damit Hoffnung und Zukunft. Ganz anders ist dies für die über 350.000 Schweizer Familien, die ein Kind mit einer «Seltenen Krankheit» haben. Dann verändert sich innerhalb eines Augenblicks das Leben der ganzen Familie. Gefühle, Gedanken und der bisher «normale Alltag» werden plötzlich zu einer täglichen Belastungsprobe. Neben Fragen und Arztterminen müssen sich Eltern auch mit den Verlustängsten auseinandersetzen. «Bei ELFEN HELFEN steht die Familie im Zentrum», so der Stiftungs-Gründer Dr. Frank Grossmann. Um betroffene Familien aktiv zu unterstützen, hat er die Stiftung und ELFEN HELFEN® ins Leben gerufen. Dazu gehören ein Comicbuch »So Wie Du und Ich“, Kuscheltiere und Coaching an ELFEN CAMPS, welche der ganzen Familie bleibende Erlebnisse ermöglichen. Bezug der Artikel ist möglich im Onlineshop der Stiftung

Babys Immunsystem

Babys Immunsystem04.09.2018

Viele Antibiotika können im ersten Lebensjahr beeinflussen, wie gut Impfungen angehen. In einer australischen Studie mit neugeborenen Mäusen kommen die Forscher zum Schluss, dass Antibiotika die Wirksamkeit von Schutzimpfungen bei Säuglingen beeinträchtigen können. Die antibiotischen Wirkstoffe veränderten zudem die Bakterienkulturen im Darm – die dann nicht mehr zur Entwicklung des körpereigenen Abwehrsystems beitragen. Vorsicht sei deshalb angebracht, wenn Säuglinge oder stillende Mütter Antibiotika erhalten sollen, denn auch über die Muttermilch können sie zum Kind gelangen. In Australien erhält etwa die Hälfte aller Säuglinge Antibiotika. Der Verbrauch ist dort einer der höchsten der Welt.

Gestörtes Selbst

Gestörtes Selbst01.09.2018

Schon Kinder posieren heute oft für selbst geschossene Fotos. Forscher befürchten, dass retuschierte Selfies in sozialen Netzwerken eine falsche Körperwahrnehmung fördern könnten. Jeder kann heutzutage seine Bilder und Selfies nachbearbeiten. Die Haut wird schöner gemacht, die Augen grösser, die Lippen voller, die Nase schlanker und die Zähne weisser. Damit verlieren Menschen aber den Bezug zur Realität. Bei einer weltweiten Befragung von plastischen Chirurgen kam heraus, dass 55% der Patienten eine OP verlangen, um ihre Erscheinung in Selfies zu verbessern. 2015 hat dieser Wert noch bei 42% gelegen. Solche Patienten wollen nicht mehr aussehen wie Stars, sondern wie retuschierte Versionen von sich selbst. Bei einer sog. körperdysmorphen Störung geht es intensiv um einen körperlichen Makel, den man objektiv nicht als solchen erkennt. Als Folge ziehen sich die Betroffenen sozial oder beruflich oft zurück.

Mein Kitakind – der Papablog

Mein Kitakind – der Papablog29.08.2018

Der Geschäftsbereich Kinderbetreuung der Stadt Zürich lanciert im August 2018 einen Papablog, der Eltern von Kleinkindern das Leben in der Kita näherbringen will. Monatlich berichtet darin der junge Familienvater Morris Vock, was ihn im ersten Kita-Jahr seines im Februar 2018 geborenen Sohnes so beschäftigt. Im Blog können Ereignisse und Rituale wie Eintritt und Eingewöhnung, der erste Geburtstag in der Kita und andere Kita-Events Thema sein, aber auch Anekdoten aus dem Kita-Kind- und Berufstätige-Eltern-Alltag, pädagogische Ansätze im Kitabereich sowie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita. Untermalt wird der Blog jeweils mit einem Puzzleteil der Illustratorin und Comiczeichnerin Kati Rickenbach. Im Verlauf eines Jahres ergibt sich daraus ein Bild als Puzzlevorlage zum Selberbasteln - vom Puzzle und vom städtischen Kita-Alltag. >>> Zum Blog

"ChatterBaby"

"ChatterBaby"27.08.2018

Frischgebackene Eltern wissen oft nicht so genau, warum ihr Baby schreit. Die von der University of California UCLA entwickelte App "ChatterBaby" stellt fest, ob das Baby Hunger hat, aus Schmerzen schreit oder einfach nur schlecht gelaunt ist, indem sie die Geräusche eines Babys mit denen in einer Forschungs-Datenbank vergleicht. Angeblich nennt der Algorithmus mit einer Genauigkeit von über 90 Prozent den Grund des Schreiens. Nutzer von ChatterBaby müssen eine Sequenz von rund fünf Sekunden von den Baby-Schreien mit ihrem Smartphone aufnehmen. Die App analysiert dann über 6.000 verschiedene akustische Merkmale. Die App ist jetzt schon gratis verfügbar, soll aber mit Hilfe der User noch weiter verbessert werden: http://chatterbaby.org. Die Entwickler betonen, dass sich Eltern unbedingt auf ihr Gefühl verlassen sollten, wenn App und eigene Einschätzung nicht übereinstimmen.

Boxershorts vorne

Boxershorts vorne25.08.2018

Hat die Wahl der Unterhosen einen Einfluss auf die Spermienzahl? Eine Harvard-Studie mit mehr als 650 Kinderwunsch-Paaren ergab: Männer, die häufig Boxershorts tragen, haben 17% mehr Spermien als solche mit enger sitzenden Unterhosen. Und ausserdem auch eine höhere Spermienkonzentration und 33% mehr schwimmende Spermien. Dagegen zeigten die Träger enger Unterwäsche in ihrem Blut eine vergleichsweise hohe Konzentration des follikelstimulierenden Hormons (FSH), das die Spermienproduktion anregt. Das könnte eine Reaktion des Körpers auf die verringerte Spermienproduktion sein, nehmen die Forscher an und betonen, dass sich alle gemessenen Veränderungen im Normbereich bewegen. Man sollte diese Befunde also nicht überbewerten oder daraus folgern, dass das Tragen von Nicht-Boxershorts zur Unfruchtbarkeit führt.

Ist das Krätze?

Ist das Krätze?23.08.2018

Die Krätze scheint in Deutschland wieder deutlich auf dem Vormarsch zu sein. Nach einer Analyse der Barmer Krankenversicherung ist die Verordnung von Krätze-Medikamenten im letzten Jahr um 60 Prozent gestiegen. In der Schweiz dürfte es ähnlich aussehen. Bereits bei den ersten Krätze-Anzeichen wie gerötete Papeln im Intimbereich, zwischen den Fingern oder in den Achseln und vor allem nächtlichem Juckreiz solle man zügig den Arzt aufsuchen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind oft die Kopfhaut und die Handflächen und Fusssohlen betroffen. Eine Ansteckung mit Krätze kann jeden treffen und hat nicht automatisch etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Besonders leicht verbreiten sich die Krätzmilben in Kindergärten und Kitas. Wie man Krätze erkennt und behandelt…

Junge oder Mädchen?

Junge oder Mädchen?20.08.2018

Dass das Geschlecht des Kindes sich auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirkt, belegen neue Forschungsergebnisse aus Grossbritannien. Die Funktion der Plazenta wird dadurch beeinflusst; sie bildet mehr oder weniger Spermin, das eine wichtige Rolle in Zellen spielt und auch für das Wachstum mancher Bakterien essenziell ist. Werdende Mütter, die mit einem Mädchen schwanger waren, hatten in der Studie höhere Spermin-Konzentrationen im Blut als Frauen, die einen Jungen erwarteten. Eine hohe Spermin-Konzentration steht mit einem höheren Risiko für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) in Zusammenhang, eine niedrige dagegen mit einer Wachstumsverzögerung, die bei männlichen Feten häufiger beobachtet wird.

Ungewollte Schwangerschaft

Ungewollte Schwangerschaft17.08.2018

Weltweit werden jedes Jahr fast 100 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Eine jetzt veröffentlichte Studie gibt den Anteil der ungewollten an allen Schwangerschaften mit 44% an. Erstaunlich ist, dass sich Entwicklungsländer in dieser Hinsicht kaum von den Industrienationen unterscheiden. Mehr als die Hälfte der ungewollten Schwangerschaften werden vorzeitig beendet. In Ländern, in denen Schwangerschaftsabbrüche strikt verboten oder nur bei Lebensgefahr für die Mutter erlaubt sind, liegt der Anteil der Schwangerschaftsabbrüche bei 48 %, in den Ländern ohne Verbote bei 69 %. Unerwünschte Schwangerschaften sind nicht nur von medizinischem Interesse, weil illegale Schwangerschaftsabbrüche häufig die Gesundheit der Frauen gefährden. Auch die geborenen Kinder haben Nachteile, u.a. weil die Mütter ihre ungewollten Kinder seltener stillen und die Kontrolluntersuchungen weniger gewissenhaft wahrnehmen.

Das Nesthäkchen-Syndrom

Das Nesthäkchen-Syndrom13.08.2018

Kinder mit älteren Geschwistern haben häufig eine weniger enge Beziehung zu ihren Eltern. Zudem sind sie emotional labiler und furchtsamer, werden schneller nervös, können schlechter mit Stress umgehen und machen sich häufiger Sorgen als Einzelkinder oder Kinder mit jüngeren Geschwistern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse betreffend Geschwisterfolge des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) . Die Wissenschaftler werteten Daten aus, die sie im Rahmen einer Längsschnittstudie mit jährlich rund 10.000 Schüler/-innen erhoben haben. „Das ist schon erstaunlich, wird doch gerade bei diesen Kindern davon ausgegangen, dass sie die grösste elterliche Aufmerksamkeit erfahren“, so der Studienleiter Dr. Sven Stadtmüller. Bei der Gewissenhaftigkeit und der Offenheit für Erfahrung verbuchen „Nesthäkchen“ die geringsten Anteile, beim Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus dagegen die höchsten.

Facebook muss warten!

Facebook muss warten!10.08.2018

Immer mehr Mütter sind direkt nach der Geburt in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram aktiv und posten erste Fotos ihres Kindes. Social Media Posts lösen jedoch eine sofortige Welle von Reaktionen aus und wollen von der Mutter beantwortet werden– eine Zeit, die beim Aufbau der Mutter-Kind-Bindung fehlt. Man geht davon aus, dass die ersten sechzig Minuten im Leben (die sog. "goldene Stunde") prägend sind. Neugeborene erfahren kurz nach der Geburt enorme physiologische Veränderungen des Kreislaufs, und ihre neurologischen Reflexe werden durch Licht, Ton, Berührungen, Kälte und Schwerkraft beeinflusst. Gleichzeitig wirken sich auf die Mutter neuro-hormonelle Veränderungen aus. Eine neuseeländische Studie konnte jetzt zeigen, wie das wichtige "Bonding“ zwischen Mutter und Kind gestört wird.

Hitzefalle Kinderwagen

Hitzefalle Kinderwagen08.08.2018

Viele Eltern hängen im Sommer ein Nuscheli oder Handtuch über den Kinderwagen, um das Baby vor der Sonne zu schützen. Und im Dunkeln schläft das Baby besser ein. Das kann gefährlich werden: Innerhalb von 20 Minuten klettert die Temperatur von 30 auf 38 Grad! Unter dem Tuch kann die Luft schlechter zirkulieren und die Hitze staut sich, umso mehr je dicker das Tuch ist. Das Baby kann aber seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Ein lebensgefährlicher Hitzschlag droht. Eine zweite Gefahr: Ein Tuch vor dem Kinderwagen lässt die verbrauchte Atemluft nicht entweichen; sie sammelt sich und kann bei Kleinkindern zum Koma führen. Eine gute Alternative ist ein fest montierter Sonnenschirm oder ein Sonnensegel - ein trapezförmiges Tuch, das man zwischen Lenker und Verdeck befestigt. So kann unter dem Sonnenschutz die Luft noch zirkulieren und das Baby bekommt genug Sauerstoff.

Fliegen mit Babys

Fliegen mit Babys05.08.2018

Im ersten Lebensjahr sind Babys gegenüber Sauerstoffschwankungen sehr empfindlich, das gilt vor allem bei Frühgeborenen und ganz besonders wenn eine chronische Lungenkrankheit besteht. In der Fachzeitschrift Paediatrica werden folgende Empfehlungen gegeben: Gesunde termingeborene Säuglinge können bereits nach einer Woche eine Flugreise antreten. Bestimmte Fluggesellschaften lassen Neugeborene schon 48 h nach Geburt an Bord zu, andere verlangen in der ersten Lebenswoche eine ärztliche Bescheinigung der Reisefähigkeit. Bei akuten Atemwegserkrankungen (Atemregulationsstörungen oder eine pulmonale Hypertonie) innerhalb der ersten sechs Monate sollten Säuglinge nicht fliegen. Auch gesunde ehemalige Frühgeborene (insbesondere vor der 32. Schwangerschaftswoche mit Lungenproblemen) sollten in den ersten Lebensmonaten eher aufs Fliegen verzichten. Weitere Infos zu Flugreisen mit Babys…

Anhock-Spreizstellung

Anhock-Spreizstellung02.08.2018

Babys werden von ihren Eltern gerne am Körper getragen, um ihnen ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. Richtig getragen, wird auch die gesunde Ausbildung der Babyhüfte gefördert, die bei der Geburt nur knorpelig vorgebildet ist und bis zum Laufbeginn im zweiten Lebensjahr noch sehr formbar ist. Bei der Anhock-Spreizstellung werden die Beine des Säuglings auseinandergespreizt und die Knie befinden sich angewinkelt auf Nabelhöhe. Das entspricht der natürlichen Stellung im Mutterleib. Die Oberschenkelknochen wirken so mit ihren Hüftköpfen optimal auf die Hüftpfannen ein. Richtig gebundene Tragetücher und andere gute Tragehilfen unterstützen dies. Umgekehrt kann das Tragen in Streckstellung mit zusammengedrückten Beinen die Hüftentwicklung verzögern und schaden. Eine Hüftsonographie beim Neugeborenen zeigt an, ob eine behandlungsbedürftige Hüftdysplasie vorliegt.

Hallo Wunderfitz!

Hallo Wunderfitz!30.07.2018

Derzeit konzentrieren sich die meisten Massnahmen im Klassenzimmer darauf, Kindern schon früh beizubringen, ihre Stimmungen und Gefühle zu kontrollieren. Die Bedeutung der Neugier sollte aber nicht unterschätzt werden. Zu diesem Fazit kommen US-amerikanische Forscher, die Daten von 6.200 Kindern ausgewertet und im renommierten Fachblatt Pediatric Research veröffentlicht haben. Je neugieriger ein Kind war, desto grösser war die Wahrscheinlichkeit, dass es beim Rechnen und Lesen bessere Leistungen brachte – und zwar vor allem wenn es aus einer ärmeren Familie stammte. Die Freude am Entdecken und Forschen zu fördern, könnte demnach insbesondere bei Kindern aus wirtschaftlich benachteiligten Verhältnissen eine wichtige und unterschätzte Möglichkeit sein, die Schulnoten zu verbessern.

Wasserwechsel, bitte!

Wasserwechsel, bitte!27.07.2018

Badewasser in privaten Pools oder Planschbecken sollte eigentlich fast Trinkwasserqualität haben. Allerdings geraten Bakterien auf natürlichem Weg ins Badewasser und finden ideale Wachstumsbedingungen vor. Selbst scheinbar sauberes Wasser, das zu lange im Garten steht, kann belastet sein. Hier kann eine hohe Keimdichte entstehen, die für Kinder, Schwangere, Senioren und immungeschwächte Menschen gefährlich ist. Fäkalkeime können schnell Durchfall auslösen, wenn Wasser verschluckt wird, offene Wunden können sich infizieren. Ab einer gewissen Poolgrösse ist es daher wichtig, mit Filtern auszurüsten oder sogar mit Chlor zu behandeln. Man muss sich dabei aber sehr genau an die Herstellerangaben halten. Bei Kinderplanschbecken wird von chemischer Behandlung (z.B. Chlortabletten) abgeraten. Anstatt dessen das Wasser täglich austauschen und zum Gartenwässern nutzen.

Nutzen fraglich

Nutzen fraglich25.07.2018

Die Entfernung von Gaumenmandeln oder Polypen wird häufig bei Kindern durchgeführt, um chronische Mandelentzündungen, Mittelohrentzündungen oder Atembeschwerden zu behandeln. Als Teil des sich noch entwickelnden Immunsystems schützen sie aber sowohl direkt als auch indirekt vor Krankheitserregern, indem sie andere Immunreaktionen stimulieren. Wirkt sich die frühe Entfernung von Mandeln oder Nasenpolypen deshalb negativ auf die spätere Gesundheit aus? Eine Forschergruppe wertete die Daten von 1.2 Mio. dänischen Kindern aus: Wurden bei den Kindern bis zum neunten Lebensjahr die Mandeln oder Polypen entfernt, stieg ihr Risiko für spätere Atemwegserkrankungen, Infektionen und Allergien auf das fast Dreifache an. Eine Entfernung von Polypen ergab ein etwa doppelt so hohes Risiko für eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Erkrankungen der oberen Atemwege und Bindehautentzündungen. Im Gegensatz dazu seien die langfristigen Vorteile einer Operation meist gering gewesen.

Zinkmangel

Zinkmangel20.07.2018

Die Qualität der Eizellen und damit eine optimale Fruchtbarkeit hängt stark von der Versorgung mit Zink ab. US-amerikanische Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass dieses Spurenelement bei Mäusen schon sehr früh in der Entwicklung der Eizellen und dem Eisprung eine Rolle spielt. Ein Zinkmangel, so das Ergebnis der Studie, kann bereits sehr frühe Stadien in der Entwicklung der Eizellen negativ beeinflussen. Die Fähigkeit der Eizellen, sich zu teilen und befruchtet zu werden, sei dann deutlich reduziert. Dies könne sich auf die Fruchtbarkeit Monate später negativ auswirken. Gefährdete Bevölkerungsgruppen sind Menschen mit Krankheiten wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Magen-Darm- oder Lebererkrankungen und Frauen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren.

Weisse Pupille

Weisse Pupille15.07.2018

Das Retinoblastom ist eine seltene Krebserkrankung des Auges, die fast ausschliesslich im Kindesalter vorkommt und in der Regel sehr schnell wächst. Unbehandelt verläuft sie fast immer tödlich. Bei frühzeitiger Diagnose und korrekter Behandlung können dagegen 95 % der Kinder geheilt werden. Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen sind die Frühwarnzeichen von Augenkrebs für Laien gut erkennbar. Das häufigste Erstsymptom ist das weisse Aufleuchten der Pupille bei einem Blitzlichtfoto im Gegensatz zu einer rot aufleuchtenden oder einer schwarzen Pupille beim gesunden Auge. Dies lässt sich bei über zwei Drittel der erkrankten Kinder feststellen. Sehen Sie hierzu auch den Videoclip. Eine weisse Pupille muss nicht unbedingt ein Retinoblastom bedeuten. Dennoch ist es ratsam, so bald wie möglich einen Augenarzt zu konsultieren.

Bewegung gegen Zucker

Bewegung gegen Zucker11.07.2018

Übergewichtige Schwangere können mit regelmässigem Sport ihr erhöhtes Risiko für Gestationsdiabetes fast halbieren. Durch die Bewegung werden zudem Komplikationen reduziert, wie übermässige Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Präeklampsie, Frühgeburt, Kaiserschnittentbindung sowie niedriges Geburtsgewicht, wie eine neue Studie ergab. Die Teilnehmerinnen nahmen ab der 13. Schwangerschaftswoche bis kurz vor der Geburt dreimal pro Woche an einem je 30-minütigen Fahrrad-Ergometertraining teil. Die Intensität war so bemessen, dass sich die Frauen dabei noch unterhalten konnten. Im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Sport trat deutlich seltener ein Schwangerschaftsdiabetes auf. Die Neugeborenen profitierten ebenfalls durch ein günstigeres Geburtsgewicht.

Schwere Beine gut gestützt

Schwere Beine gut gestützt07.07.2018

Die Behandlung mit „Stützstrümpfen“ gehört jetzt auch für Schwangere zwischen der 13. SSW und 8 Wochen nach der Geburt zur Grundversorgung (KVG) ohne Kostenbeteiligung, ohne Franchise und Selbstbehalt. Alle Schweizerischen Krankenkassen übernehmen pro Kalenderjahr die Kosten für zwei Paar medizinische Kompressionsstrümpfe der Klasse II und höher bei Vorliegen eines Arztrezepts. Auf das Rezept gehören Ihr Name und die Diagnose (Mutterschaft mit Schwangerschaftswoche vermerken!), sowie Stempel und Unterschrift des Arztes. Weiter wird genau definiert, welcher Strumpf verordnet wird (Strumpf, Kompressionsklasse). Die Wahl von Marke und Farbe sowie allfälligen Hafträndern ist Ihnen frei überlassen. Anziehhilfen werden nicht von der Grundversicherung gedeckt. Viele Zusatzversicherungen übernehmen jedoch einen Kostenanteil. Fragen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.

Schwitzen in Schwarz?

Schwitzen in Schwarz?04.07.2018

Ist schwarze Kleidung cool – oder wird es beim Tragen schwarzer Klamotten im Sommer doch eher heiss? Schliesslich weiss jeder, der schon mal ein in der Sonne stehendes schwarzes Auto angefasst hat, dass das ziemlich heiss werden kann - ein helles Auto eher nicht. Schwarze Gegenstände absorbieren das Licht des gesamten Spektrums und wandeln die aufgenommene Energie in Wärme um. Weisses dagegen reflektiert fast die gesamte Strahlung und heizt sich somit weniger auf. Forscher haben herausgefunden, dass lange schwarze Kleidung trotzdem nicht als wärmer empfunden wird – vorausgesetzt sie sitzt nicht direkt auf der Haut. Die Luft kann zwischen den Lagen hindurchströmen, die Wärme abtransportieren und die Haut kühlen. Der Tipp für heisse Tage lautet daher: Hauptsache luftig, dann ist die Farbe egal.

Schutz vor Sonne und Insekten

Schutz vor Sonne und Insekten01.07.2018

Viele Eltern sind sich unsicher. Gleichzeitig? Oder was zuerst? Und wie oft? Die Empfehlung: Auf keinen Fall gleichzeitig! Einerseits werden die aktiven und nicht ganz unbedenklichen Insektenabwehrstoffe dann stärker von der Haut aufgenommen, zweitens geht die Wirkung der UV-Filter verloren, wenn sofort danach etwas anderes aufgetragen wird. Wird zuerst die Mückenabwehr (Repellent) aufgetragen, schwächt sich deren Wirkung ab. So geht's: Am besten ist ein textiler Sonnenschutz (optimalerweise UV-Kleidung), imprägniert mit Insektenspray. An den freien Körperpartien wird zuerst Sonnencreme in ausreichender Menge aufgebracht und nach einer gewissen Zeit (ca. 30 Minuten) der Insektenschutz – am besten als Spray, da eine Lotion verrieben werden muss und dadurch der UV-Filter wieder teilweise entfernt wird. Kombinationspräparate sind nicht sinnvoll, da dann die UV-Filter zu dünn aufgetragen werden und der UV-Schutz nicht ausreicht.

O-Beine vom Tschutte

O-Beine vom Tschutte28.06.2018

Wird Fussball von Kindern als Leistungssport betrieben, haben sie ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung von O-Beinen (Genu varum), wie eine Studie der LMU München jetzt gezeigt hat. Und O-Beine sind nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern erhöhen im Erwachsenenalter das Risiko für Kniegelenksarthrosen. Heranwachsende Fussballer, v.a. kurz vor der Pubertät, reagieren empfindlich auf die asymmetrische mechanische Überlastung der kniegelenksnahen Wachstumsfugen und hinteren Oberschenkelmuskulatur. Zudem schränken die beim Fußball verwendeten Stollenschuhe die Aussendrehung des Beins in der Standphase ein und belasten das Kniegelenk noch mehr. Die Autoren betonen jedoch gleichzeitig, dass die Studienergebnisse nicht auf den Freizeitsport übertragen werden können.

Ingwer reduziert Erbrechen

Ingwer reduziert Erbrechen25.06.2018

Ingwer kann bekanntermassen Symptome der Reisekrankheit lindern und hilft auch bei Schwangerschaftsübelkeit. Seine magenberuhigende Wirkung haben italienische Forscher nun bei Kindern mit Magen-Darm-Infekt (akute Gastroenteritis) untersucht - mit positivem Ergebnis. Ingwer hat in einer Studie an 141 Kindern zwischen einem und zehn Jahren sowohl die Dauer als auch die Schwere des Erbrechens um 20 Prozent verringert. Auf die Dauer von Durchfällen hatte Ingwer dagegen keinen Einfluss. Eine akute Gastroenteritis ist die häufigste Ursache für Erbrechen und Durchfall bei Kindern und in Europa einer der Hauptgründe, warum Kinder in die Arztpraxis oder ins Krankenhaus kommen. Es ist davon auszugehen, dass alle Kinder innerhalb der ersten drei Lebensjahre irgendwann davon betroffen sind.

Mehr Fisch – mehr Sex

Mehr Fisch – mehr Sex22.06.2018

Paare, die mehr Fisch und Meeresfrüchte essen, haben häufiger Sex. Auch die Zeit bis zur Empfängnis ist bei ihnen kürzer, wie eine Studie aus Boston herausfand. Die Wissenschaftler hatten 500 Paare aus Michigan und Texas, die ein Baby planten, über ein Jahr verfolgt. Nach einem Jahr waren 92 Prozent der Frauen, die mit ihrem Partner mehr als zweimal pro Woche Fisch, Meeresfrüchte oder Algen verzehrten, schwanger. Im Vergleich dazu hatte es im selben Zeitraum nur bei 79 Prozent der Paare, die seltener Fisch auf dem Teller hatten, mit einer Schwangerschaft geklappt. Der Zusammenhang könne nicht allein am häufigeren Sex liegen, es spielten sicher auch andere biologische Faktoren, wie Samenqualität, Eisprung oder Embryonen-Qualität eine Rolle. Die Ernährung vor der Schwangerschaft ist für Frau und Mann wichtig, und Meeresfrüchte sind eine wichtige Quelle von Proteinen und Nährstoffen.

Gegen den Juckreiz

Gegen den Juckreiz19.06.2018

Die Ursachen von Neurodermitis (atopische Dermatitis) und dem damit verbundenen quälenden Juckreiz sind bislang noch unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Haut von Neurodermitis-Patienten von anderen Keimen besiedelt ist als die Haut von Gesunden. Durch eine Bakterienübertragung konnten Forscher jetzt das Mikrobiom der Haut von Neurodermitis-Patienten verbessern. Roseomonas mucosa-Bakterien, die natürlicherweise auf der menschlichen Haut zu finden sind, werden auf die Haut aufgesprüht. Bei vier von fünf Kindern gingen die typischen Symptome daraufhin deutlich zurück. Um zu sehen, wie effektiv die neue Therapie tatsächlich ist, sollen aber noch weitere Studien folgen.

Alleinerziehend - aber stark

Alleinerziehend - aber stark16.06.2018

Damit Alleinerziehende ihrem Nachwuchs die bestmögliche Lebensgrundlage bieten können, stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse meist hinten an. Dabei können sie viel unbeschwerter durch den Alltag gehen, wenn sie über ihre Ansprüche Bescheid wissen. Ob bei der Kinderbetreuung, der gesundheitlichen Vorsorge oder bei der finanziellen Unterstützung: Mit den richtigen Tipps können Eltern viel Zeit und Nerven sparen. Im neuen Ratgeber für Alleinerziehende bringen Experten der Caritas, des Schweizerischen Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter und viele weitere ihre persönlichen Infos näher. Der „Ratgeber für Alleinerziehende in der Schweiz“ steht ab sofort kostenfrei zum Download bereit.

11 goldene TV-Regeln

11 goldene TV-Regeln13.06.2018

In vielen Familien bestimmt Fussball bald den Alltag. Da kann es schon einmal vorkommen, dass Kinder in dieser Zeit länger und öfter vor dem Fernseher sitzen. Die Initiative "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht" gibt Eltern für diese Zeit Regeln an die Hand, wie man auch während der WM die Fernsehnutzung kindgerecht gestalten kann und der besonderen Situation gerecht wird. Wie lange und wie oft darf der Nachwuchs mitschauen – und was ist mit spät startenden Spielen? Wichtig sind feste und begrenzte Fernsehzeiten und dass die Kinder möglichst nicht direkt vor dem Schlafengehen fernsehen. Das kann sie am Einschlafen hindern, da sie noch emotional aufgewühlt sind, gerade wenn sie ein besonders spannendes Spiel gesehen haben. Ausnahmen sollten als solche erkennbar sein und kleine Sofahocker müssen den nötigen (sportlichen) Ausgleich bekommen. Zu den Regeln… 

Wieviel Sonnencreme?

Wieviel Sonnencreme?10.06.2018

Wie viel Sonnencreme brauche ich, um mich ausreichend zu schützen? Ein guter Anhaltspunkt ist die sogenannte Elf-Hände-voll-Regel. Von der Mittelfinger-Spitze bis zur Handwurzel wird eine Bahn mit Sonnenschutz gezogen; bei Kindern ist die Menge kleiner, weil die Hände kürzer sind. Diese sollte dann elf Mal auf dem Körper verteilt werden: Je eine auf jeden Arm, zwei Bahnen auf Bauch, Rücken und auf jedes Bein, und die elfte Hand ist für Gesicht, Hals und Dekolleté. Gerade diese letzten Stellen sind besonders wichtig. Auf diesen sogenannten Sonnenterrassen, dazu gehören vor allem Nase und Ohren, verbrennt die Haut schnell. Wichtig ist es, regelmässig nachzucremen, denn die Sonnencreme wird auch beim Schwitzen oder durch Kleidung vom Körper entfernt und ist dann nicht mehr wirksam. Das erneute Eincremen verlängert allerdings nicht die Schutzzeit! Um die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen, ist ein Lichtschutzfaktor (LFS) von 30 oder 50 am besten geeignet. Quelle: Apothekerverband Rheinland-Pfalz

Hitzschlag im Auto

Hitzschlag im Auto07.06.2018

Immer wieder wird davor gewarnt, Tiere oder Kinder auf keinen Fall – auch nicht für kurze Zeit - im parkenden Auto warten zu lassen. US-Wissenschaftler haben jetzt an heissen Tagen (über 38°C) Messungen in Autos durchgeführt. Nach einer Stunde in der prallen Sonne stieg die Innentemperatur auf 47°C an, aber auch im Schatten heizten sich die Sitze auf 41°C auf. Ein Hitzschlag ist wahrscheinlich, wenn die Körpertemperatur auf über 40°C ansteigt. Im schlimmsten Fall erleidet das Kind einen Kreislaufkollaps, wird bewusstlos und stirbt. Wer als Passant im Sommer ein eingeschlossenes Kind im Auto sieht, sollte schnell handeln: Sind die Eltern nicht in der Nähe und lassen sich die Türen nicht öffnen, verständigen Sie die Polizei (117) oder den Notruf (112). Die Beamten bzw. der Rettungsdienst geben dann weitere Anweisungen. 

Babys im Abwehrstress?

Babys im Abwehrstress?04.06.2018

Viele Eltern finden die Zahl der Impfungen laut Impfplan einfach zu hoch. Wird das Immunsystem nicht überfordert? Könnte es sein, dass dieses Immunsystem dann andere Krankheiten übersieht? Immerhin leiden Kleinkinder regelmässig unter Erkältungen und Fieber, Mittelohrentzündung, Atemwegserkrankungen und Durchfällen. In den USA wurde jetzt eine Studie zur Impfstoffsicherheit mit ca. 500.000 Kindern durchgeführt. Knapp 10% davon wurden nach Abschluss der Impfungen wegen einer nicht durch die Impfung abgedeckten Infektion in einer Notfallambulanz oder in einem Krankenhaus behandelt. Im Vergleich zu „gesunden“ Kindern hatten sie nicht mehr Impfungen oder Impf-Antigene erhalten. Die Forscher folgerten daraus, dass Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren nicht zu einem Infektions-Anstieg durch andere Krankheitserreger führen.

Babyboom intern

Babyboom intern01.06.2018

Der Gebärsaal der Helios-Klinik in Überlingen/Bodensee bleibt für mehrere Wochen - voraussichtlich bis Juli - geschlossen, weil drei der acht Hebammen Kinder erwarten und eine Hebamme wegen Krankheit ausfällt. Eine sichere Versorgung von Mutter und Kind sei dadurch nicht rund um die Uhr zu gewährleisten, sagte die Klinikleitung. Sobald die Schwangerschaft bekannt wird, gilt in Baden-Württemberg ein Beschäftigungsverbot für Hebammen. Rund 40 Frauen, die sich für diesen Zeitraum bereits zur Geburt angemeldet hatten, wurden persönlich und zusätzlich per Brief informiert. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) beklagt seit langem, dass Schwangere in Deutschland kaum noch eine Hebamme zur Betreuung finden, was nicht zuletzt an der schlechten Bezahlung, Arbeitsbelastung und hohen Haftpflichtprämien liegen soll.

Nie ungestylt

Nie ungestylt28.05.2018

Gestylte Haare, getrimmter Bart, eine Pflegecreme: Männern ist gutes Aussehen und Styling mittlerweile oft genauso wichtig wie Frauen. Der Aussage "Ich würde niemals ungestylt aus dem Haus gehen" stimmten 55 Prozent der befragten Männer zu – praktisch gleich viele wie Frauen (56%). Um eine schöne Haut zu erhalten, bemühen sich der Umfrage zufolge über 80 Prozent der Männer und Frauen, ausreichend zu trinken. Bei den weiteren Massnahmen zur Pflege der Gesichtshaut unterschieden sich die Geschlechter jedoch. Während mehr als die Hälfte der Frauen Gesichtsmasken, Make-up u.ä. benutzen, sind dies bei Männern nur 16%. Dies ist jedenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Schwenniger Krankenkasse, in der 1.000 Teilnehmer über 18 zu Aussehen und Hautpflege befragt wurden.

Dicke mit schlechten Spermien

Dicke mit schlechten Spermien22.05.2018

Eine indische Studie mit Spermiogrammen von 1285 stark übergewichtigen Männern ergab, dass Männer mit einem BMI (Body-Mass-Index) über 30 (Fettleibigkeit) ein geringeres Ejakulatsvolumen, weniger Spermien mit geringerer Beweglichkeit und eine geringere Spermienkonzentration hatten. Bei der Beurteilung des Grades der Beweglichkeit fiel auf, dass die Männer auch weniger progressiv bewegliche Spermien hatten (Spermien mit Vorwärtsbewegung). Die Spermien hatten ausserdem dünnere und häufiger fehlgeformte Köpfe. Insgesamt war die Wahrscheinlichkeit für Oligozoospermie (zu wenige Spermien) und Asthenozoospermie (zu langsame Spermien) bei fettleibigen Männern erhöht. Eine Reduktion des Gewichts könnte demnach einen positiven Einfluss auf Gesundheit und Fruchtbarkeit haben.

Ganz der Papa!

Ganz der Papa!19.05.2018

Babys, die nach der Geburt ihrem Vater ähnlich sehen, sind ein Jahr später gesünder. Zu diesem Fazit kommen Forscher aus den USA, die Daten von 715 alleinstehenden Müttern und ihren Kindern ausgewertet hatten. Die optische Ähnlichkeit zwischen Vater und Kind bringt die nicht im Haushalt lebenden Väter offenbar dazu, mehr Zeit in die Erziehung ihres Nachwuchses zu investieren, im Schnitt zweieinhalb Tage mehr pro Monat als Väter, denen ihr Kind nicht ähnlich sah. Und das wirkt sich auf die Gesundheit der Kinder aus. Die Väter sind sich sicherer, dass es sich tatsächlich um ihren eigenen Nachwuchs handle, so die Vermutung der Forscher. Fazit: Väter sind beim Aufziehen eines Kindes wichtig und das manifestiert sich nicht zuletzt in der Gesundheit des Kindes. 

Schulranzencheck

Schulranzencheck16.05.2018

Die 10-Prozent-Regel, nach der ein bepackter Schulthek nicht mehr als 10 % des Gewicht des Kindes wiegen darf, gilt als überholt. Die neue Faustregel: Ein Ranzen mit einem Volumen von 15 Litern sollte leer nicht mehr wiegen als 1,3 Kilogramm. Er sollte sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpassen und zu ihrer Entlastung atmungsaktiv und rutschfest gepolstert sein. Die komfortablen Schulterträger sollten mindestens 4 cm und verstellbar sein, damit sie nahe an den Schulterblättern platziert werden können. Mit Hilfe eines Brustgurts kann die Schultasche zusätzlich am Körper fixiert und das Gewicht dadurch ideal verteilt werden. Für eine rückenschonende Gewichtsverteilung sollten schwere Gegenstände in einem Fach nah an der Wirbelsäule verstaut werden. Mehr Infos zum Schulthek-Kauf.

Bauklötze oder Tablet

Bauklötze oder Tablet14.05.2018

Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren verbringen inzwischen mehr Zeit mit elektronischen Geräten als im Freien oder drinnen zu spielen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle US-Studie. Pro Woche kommen die Kinder auf 18,6 Stunden mit Bildschirm-Spielen, aber nur auf 14,6 Stunden mit traditionellen Spielen im Haus. Im Freien sind es gar nur noch 10,6 Stunden. Dies ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass Eltern sich vermehrt darauf konzentrierten, schulisch "erfolgreiche" Kinder zu erziehen. Die US-Kinderärzte-Gesellschaft AAP empfiehlt Eltern deshalb, bereits im Alter von zwei oder drei Jahren Spielgruppen zu organisieren. Die Aktivität der Kinder soll dabei nicht vorgegeben werden, sondern lediglich ein paar Werkzeuge, mit denen sie zusammen spielen können und ihrer eigenen Fantasie freien Lauf lassen.

Kindsbewegungen für die Knochen

Kindsbewegungen für die Knochen12.05.2018

Dass ungeborene Babys nicht nur schlafen, sondern sich auch viel bewegen, ist allen werdenden Eltern bekannt. Forscher haben jetzt einen weiteren Grund herausgefunden, warum Kindsbewegungen so wichtig sind. Die Bewegung von Embryonen spielt für die gesunde Entwicklung von Knochen und Knorpeln eine wichtige Rolle. Durch die Bewegung werden spezielle biologische Signale stimuliert, die Zellen und Gewebe von Embryonen veranlassen, ein robustes, aber auch bewegliches Skelett und Gelenke zu bilden. Dies geht aus Versuchen mit Hühner- und Mausembryonen hervor. Zellen, die Gelenkknorpel bilden sollten, erhalten ohne embryonale Bewegung inkorrekte Signale. Es kann dann zu brüchigen Knochen oder Gelenkdeformationen kommen.

Vorlesen ist schön!

Vorlesen ist schön!10.05.2018

Am 23. Mai 2018 findet der erste Schweizer Vorlesetag statt. An diesem Tag sollen in der ganzen Schweiz zahlreiche private, schulische und öffentliche Vorleseaktivitäten stattfinden. Denn Vorlesen ist schön und schafft Nähe und unterstützt zudem Kinder in ihrer Entwicklung. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, haben einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben. Machen Sie mit: Zeigen Sie gemeinsam mit uns, wie wichtig und schön Vorlesen ist, indem Sie am Vorlesetag zu Hause, in einer Schule, in einem Kindergarten oder an einem anderen Vorleseort eine Geschichte vorlesen. Der Vorlesetag ist eine Initiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM in Kooperation mit Famigros und 20 Minuten. Weitere Partner unterstützen den Vorlesetag. Infos: https://schweizervorlesetag.ch

Schürfwunden

Schürfwunden07.05.2018

Jetzt können Kinder endlich wieder draussen spielen. Dabei bleiben kleinere Unfälle und Wunden nicht aus. Soll Luft an die Wunde, damit sie besser heilt? Nein! Bereits seit den 1960er-Jahren ist bekannt, dass es besser ist, eine Schürfwunde nicht austrocknen zu lassen. Experten empfehlen, die Wunde zunächst mit Trinkwasser zu säubern, danach eventuell mit einem Antiseptikum zu desinfizieren. Zum Schluss sollte eine Wundauflage aufgebracht werden, die ein feuchtes Wundmilieu fördert. Dazu zählen u. a. Pflaster oder hydroaktive Gele. Denn das fördert die Heilung, Austrocknen mit anschliessender Schorfbildung behindert sie. Darüber hinaus verringert ein feuchtes Wundmilieu das Risiko für später sichtbare Narben und verhindert Schmerzen und Juckreiz beim Abheilen.

Akupressur gegen Mens-Schmerzen

Akupressur gegen Mens-Schmerzen04.05.2018

Bei vielen Frauen geht die Periode mit Schmerzen und starken Unterleibskrämpfen einher. In einer aktuellen Studie haben Berliner Mediziner die Wirksamkeit von Akupressur – ein aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bekanntes Verfahren der Selbstmassage – bei Menstruationsbeschwerden im Vergleich zu Schmerztabletten und Hormonpräparaten untersucht. Das Ergebnis: In der Akupressurgruppe erreichten 37 Prozent der Teilnehmerinnen nach drei Monaten eine fünfzigprozentige Schmerzreduktion, nach sechs Monaten sogar mehr als die Hälfte der Frauen. Entwickelt wurde daraus eine Selbsthilfe-App, die durch bildhafte Darstellung genau zeigt, welche Punkte gedrückt bzw. massiert werden müssen, und ausserdem noch regelmässig daran erinnert. Die App „Luna“ (iOS) können Sie gratis hier herunterladen.

Stillpausen am Arbeitsplatz

Stillpausen am Arbeitsplatz30.04.2018

Seit 2014 gibt es die Verordnung über bezahlte Stillpausen am Arbeitsplatz. Trotzdem stillen viele Mütter frühzeitig ab, weil sie sich ihrer Rechte zum Stillen am Arbeitsplatz nicht bewusst sind oder glauben, es lasse sich organisatorisch nicht einrichten. Mit der Anmeldekarte «Ja, ich will mehr über das Stillen wissen» will die Stillförderung Schweiz mehr Mütter mit Informationen zum Thema versorgen. Melden Sie sich mit ihrer E-Mail Adresse und dem Geburtstermin bei Stillförderung Schweiz an (contact@remove-this.stillfoerderung.ch) . Sie erhalten vor Ende des Mutterschaftsurlaubes Informationen zum Thema Rückkehr an den Arbeitsplatz und Weiterstillen, Informationen zu rechtlichen Grundlagen, Checklisten zur Vorbereitung, Informationsblätter für den Arbeitgeber sowie nützliche Links und Adressen. Die Karte wird auch durch Fachpersonen (Hebammen, Stillberaterinnen, GynäkologInnen, PädiaterInnen, Spitäler) an werdende und neue Mütter abgegeben. >>>Karte bestellen

Kinder ohne Tabak

Kinder ohne Tabak28.04.2018

Der Tabakkonsum in der Pubertät führt zu grossen Problemen für die Gesundheit. Dabei ermutigt die Tabakwerbung gezielt junge Menschen zum Konsum. Mit der Unterzeichnung der Volksinitiative «Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung» haben Sie die Möglichkeit, sich für die Gesundheit ihrer Kinder einzusetzen. Die Volksinitiative hat zum Ziel, dass Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung geschützt werden und sich gesund entwickeln können. Das Volksbegehren strebt eine stärkere Einschränkung von Werbung, Sponsoring und Promotionen für Tabakprodukte an, so dass Kinder und Jugendliche damit nicht mehr erreicht werden können. Informieren Sie sich und unterschreiben Sie jetzt auf www.kinderohnetabak.ch/mitmachen

Putzen ist das neue Rauchen

Putzen ist das neue Rauchen25.04.2018

Wer über einen langen Zeitraum täglich mit chemischen Reinigungssprays seine Wohnung putzt, kann genauso gut eine Packung Zigaretten rauchen. Zu dieser alarmierenden Erkenntnis kamen Forscher der norwegischen Universität Bergen in einer aktuellen Studie mit 6000 Teilnehmern über 20 Jahre. Jene Testpersonen, die die Putzmittel regelmässig benutzten, hatten eine deutlich schwächere Lungenfunktion - vergleichbar mit Personen, die über denselben Zeitraum 20 Zigaretten pro Tag geraucht hatten. Auch Asthma kam häufiger vor. Ausserdem schienen Frauen stärker belastet zu werden als Männer, was sich besonders bei professionellen Putzfrauen zeigte. Die norwegischen Wissenschaftler raten, im privaten Haushalt auf chemische Reinigungssprays zu verzichten und stattdessen Mikrofasertücher und Wasser zu verwenden. So sparen Sie Putzmittel...

Tag gegen Lärm

Tag gegen Lärm22.04.2018

Jeder weiss, dass Luftverschmutzung unsere Gesundheit beeinträchtigen kann. Weniger bewusst ist uns aber, dass auch Lärm krank machen kann. Studien zeigen, dass gerade auch Kinder stark unter Lärm leiden mit verschiedenen körperlichen und seelischen Auswirkungen. Krach kann sich negativ auf ihre Entwicklung und die schulischen Leistungen auswirken. Zum Internationalen Tag gegen Lärm am 25. April 2018 wurde von den Lärmschutzfachstellen ein Flyer produziert, der ausgeschnitten einen farbenfrohen Türhänger ergibt. Der Flyer soll die Eltern sowie Kinderbetreuerinnen und -betreuer dafür sensibilisieren, dass Ruhe für eine gesunde Entwicklung der Kinder wichtig ist. Die Kinder können mit dem Türhänger am Kinderzimmer auch selbst deutlich machen, wenn sie Ruhe benötigen zum Lernen, Lesen, Schlafen. Flyer bestellen…

Seitensprung

Seitensprung19.04.2018

Sex ausserhalb der Ehe kommt bei Männern wie Frauen vor – bei Männern mit 21 Prozent häufiger als bei Frauen mit 13 Prozent. Es ist der häufigste Grund, der bei einer Scheidung oder Trennung angegeben wird. US-amerikanische Psychologen haben nun bei über 13.000 US-Amerikanern genauer unter die Lupe genommen, mit wem untreue Partner am häufigsten fremdgehen. Über die Hälfte der Fremdgeher gab zu, dass es sich um einen engen Freund handelte. Bei etwa einem Drittel waren es Nachbarn, Kollegen oder langjährige Bekannten. Nur selten sind es flüchtige Bekanntschaften. Insgesamt lag der Anteil an Verheirateten, die schon einmal Sex ausserhalb der Ehe gehabt hatten, Jahr 2016 bei 16,3 Prozent. Im Jahr 2010 waren es noch 17,8 Prozent, wie die Forscher berichten.

Wo ist mein Kind?

Wo ist mein Kind?16.04.2018

Soll man den Standort seines Kindes mit technischen Hilfsmitteln nachverfolgen? Diese Frage stellten Forscher in einer repräsentativen Umfrage etwa 1050 deutschen Eltern. Das Ergebnis war knapp: 46 Prozent der Eltern würden, mit Hilfe von Apps oder GPS-fähigen Uhren verfolgen, wo sich ihr Kind aufhält. Etwas mehr, nämlich 48 Prozent lehnen dies ab. Nach den Gründen für die Ablehnung befragt, gaben 91 Prozent an, man müsse seinen Kindern vertrauen können. Die technische Ortung dringe zu stark in die Privatsphäre des Kindes ein, fanden 74 Prozent. Fast die Hälfte, nämlich 49 Prozent, glaubt, dass ihr Kind auch ohne Standortverfolgung sicher genug ist und etwa 39 Prozent befürchten, dass Dritte Zugang auf die Daten aus der Überwachung bekommen könnten.

Lies mir vor!

Lies mir vor!13.04.2018

Leseförderung ist dringend nötig: Die PISA-Studien der letzten Jahre bescheinigten jedem fünften bis sechsten Jugendlichen in der Schweiz am Ende der Schulzeit ungenügende Lesekompetenz. Vorlesen kann diesem Missstand entgegenwirken, wie eine Studie unter Prof. Jürgen Belgrad von der Pädagogischen Hochschule Weingarten ergab: Kinder, denen täglich vorgelesen wird, verfügen über einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung. Sie entwickeln einen positiven Bezug zum Lesen und greifen später mit mehr Freude zu Büchern, Zeitungen oder E-Books und haben somit auch bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg. Hier finden Sie die wichtigsten Vorlesetipps. Weitere Informationen unter: www.schweizervorlesetag.ch.

Das Innenleben von Badeenten

Das Innenleben von Badeenten10.04.2018

Warme, feuchte Badezimmer bieten ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze. Die Krankheitskeime haben dabei auch ein besonderes Versteck gefunden: Im Inneren von Gummientchen. In vier von fünf benutzten Tieren hat das Wasser-Forschungsinstitut Eawag in Dübendorf potenziell krankheitserregende Bakterien nachgewiesen. Darunter auch Legionellen, den hartnäckigen Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa und diverse Pilze. Einen Grund, die Badeutensilien sofort wegzuschmeissen, sehen die Forscher trotzdem nicht. Es gebe Wege für Eltern, die Gefahr zu verhindern, z.B. gleich nach dem Kauf das Loch am Boden abzukleben. Allerdings können die Entchen dann nicht mehr zum Wasserspritzen benutzt werden!

Traumfrau Mutter

Traumfrau Mutter04.04.2018

Über 70'000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben alleine in der Schweiz den Theatererfolg "Traumfrau Mutter" seit der Premiere im 2006 gesehen. Nun sind die Mütter zurück und zeigen in der Schweizer Mundartfassung die Höhen und Tiefen des Mutteralltags: Ein Déjà-vu an Episoden, Situationen und Alltagssorgen von Eltern. Mit viel Humor und Selbstironie propagieren fünf gestandene Frauen das Mutterdasein. Nicht immer ganz jugendfrei. Macht aber nichts, die Kleinen sind ja schon im Bett! Die Vorstellungen finden vom 3.4. - 5.5.2018 in Zürich, Suhr und Bern statt. Mehr Infos unter: www.traumfrau-mutter.ch und hier geht es zum Video-Clip von der Premiere am 4.4.18 in Zürich

Tinnitus durch Kindergeschrei?

Tinnitus durch Kindergeschrei?29.03.2018

Auch noch so lautes Kindergeschrei kann bei einer Erzieherin mit Hörschaden nicht als Arbeitsunfall gewertet werden. Das Sozialgericht Dortmund wies die Klage einer Frau zurück, die über Ohrgeräusche klagt und deshalb von der Unfallkasse einen Tinnitus-Masker bezahlt bekommen wollte. Die Erzieherin arbeitet in einem heilpädagogischen Kinderheim. Dort habe ihr ein Kind so laut ins Ohr gebrüllt, dass sie eine bleibende Hörstörung erlitten habe, hatte die Frau argumentiert. Das Gericht sah das in seinem Urteil nicht so. In der medizinischen Wissenschaft sei anerkannt, dass durch menschliche Schreie selbst bei Spitzenschallpegeln von mehr als 130 Dezibel keine bleibenden Hörschäden zu erwarten seien. Ein Arbeitsunfall könne daher nicht vorliegen.

Asthma und Schwangerwerden

Asthma und Schwangerwerden26.03.2018

Frauen mit Asthma haben oft Befürchtungen, dass die Medikamente ihrer Fruchtbarkeit schaden könnten. Das ist nur teilweise richtig, wie jetzt australische Forscher herausfanden. Asthmapatientinnen warten zwar im Vergleich zu den gesunden Studienteilnehmerinnen bis zu 20 Prozent länger auf den positiven Schwangerschaftstest und ihr Risiko für Unfruchtbarkeit ist um 40 Prozent höher. Aber nur, wenn allein mit Betasympathomimetika behandelt wurde: Mit alleiniger oder zusätzlicher Kortisontherapie war die Asthmapatientin genauso schnell schwanger wie eine Frau ohne chronische Erkrankung. Möglicherweise spielen dabei durch das Asthma ausgelöste Entzündungsprozesse in der Gebärmutter eine Rolle, die durch Kortison gedämpft werden.

So süss!

So süss!23.03.2018

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet: Der Zuckerkonsum sollte für Kinder wie auch Erwachsene nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Dies entspricht bei Erwachsenen etwa 16 Zuckerwürfeln, bei sieben- bis zehnjährigen Kindern etwa 15. In der Realität ist die verzehrte Menge fast doppelt so hoch. Eine Studie der Universität Mannheim zeigt nun, dass von 305 Elternpaaren die meisten den Zuckergehalt von beliebten Lebensmitteln wie Orangensaft, Cola, Pizza, Joghurt, Müsliriegel und Ketchup massiv unterschätzen. Vor allem bei den Nahrungsmitteln und Getränken, die allgemein für gesund gehalten werden, wie Joghurt oder Orangensaft. Und diese Eltern hatten auch häufiger übergewichtige Kinder. 

Traumfrau Mutter

Traumfrau Mutter20.03.2018

Über 70'000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben alleine in der Schweiz den Theatererfolg "Traumfrau Mutter" seit der Premiere im 2006 gesehen. Nun sind die Mütter zurück und zeigen in der Schweizer Mundartfassung die Höhen und Tiefen des Mutteralltags: Ein Déjà-vu an Episoden, Situationen und Alltagssorgen von Eltern. Mit viel Humor und Selbstironie propagieren fünf gestandene Frauen das Mutterdasein. Nicht immer ganz jugendfrei. Macht aber nichts, die Kleinen sind ja schon im Bett! Die Vorstellungen finden vom 3.4. - 5.5.2018 in Zürich, Suhr und Bern statt. Mehr Infos unter: www.traumfrau-mutter.ch

Kindsbewegungen

Kindsbewegungen17.03.2018

Jede Schwangere bemerkt zur Mitte der Schwangerschaft, dass sich ihr Kind zu bewegen beginnt. Hin und wieder versetzt der Fetus seiner Mutter sogar einen schmerzhaften Tritt. Mit „Cine-MRT“ können die Bewegungen des Kindes heute in Echtzeit aufgezeichnet werden. Ein Forscherteam in London hat die Aufnahmen von fünf Schwangeren ausgewertet und die Kraftentwicklung berechnet. Die grösste Aktivität bestand in der 20. Schwangerschaftswoche. Die Uteruswand wurde dann durch die Bewegungen um bis zu 16 mm gedehnt. Danach wurde es enger im Becken, die Kraft des ungeborenen Kindes nahm allerdings bis zur 30. Woche weiter zu und liess erst dann wieder nach. Kindsbewegungen fördern die Entwicklung der Muskulatur und des Knochens, was dem Kind bei der Geburt zugutekommt. Die Enge im Uterus gegen Ende der Schwangerschaft soll die Ausbildung der Gelenke fördern. Zum Video >>>

swissmom und Ava

swissmom und Ava14.03.2018

Das Schweizer Medizintechnik Start-Up Ava ist bekannt geworden durch das Ava Armband, einen Zyklus-Tracker, der auf der Basis neuester Sensortechnologie die fruchtbaren Tage der Frau erkennt. Seit September 2017 werden weltweit täglich ca. 15 mit Ava’s Hilfe entstandene Schwangerschaften von Nutzerinnen kommuniziert. Die Geburt des ersten Schweizer Ava Babys wird im Frühjahr 2018 erwartet. Das swissmom-Team freut sich über die Partnerschaft mit Ava im Bereich Kinderwunsch. Hier können beide Netzwerke von Ihrem gegenseitigen Wissen profitieren. Frauen und Ihre Partner werden so in dieser wichtigen Lebensphase noch besser unterstützt. Schon jetzt versendet swissmom gemeinsam mit Ava an mehr als 2.600 Schweizer Abonnenten einen monatlichen Kinderwunsch-Newsletter mit allerlei interessanten Infos zum Thema.

Sensor schlägt Alarm

Sensor schlägt Alarm12.03.2018

Ein winziger Sensor wird nach dem Blasensprung über den offenen Muttermund an der Wange des noch ungeborenen Kindes befestigt und liefert während der Geburt kontinuierlich Informationen über die Sauerstoffsättigung im fetalen Blut. Dieses einfache Verfahren (Pulsoxymetrie) ist aber auch nach der Geburt noch hilfreich. Es kann einen grossen Teil der angeborenen Herzfehler, die für etwa 6 % aller Todesfälle im Säuglingsalter verantwortlich sind, so früh entdecken, dass lebensrettende Massnahmen schnell eingeleitet werden können. Nach einer amerikanischen Studie wird dadurch die Säuglingssterblichkeit erheblich gesenkt. Auch eine Studie am Universitäts-Kinderspital Zürich mit über 3000 Neugeborenen konnte den Nutzen eindrücklich nachweisen.

Zu häufig Wehenmittel?

Zu häufig Wehenmittel?09.03.2018

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf hat den Trend zu immer mehr medizinischen Eingriffen während der Geburt kritisiert. Sie wandte sich etwa gegen den immer häufigeren Einsatz von Wehenmitteln zur Beschleunigung der Geburt. Bei den meisten der 140 Millionen Geburten pro Jahr weltweit sei das nicht nötig, vorausgesetzt die Wehen entwickeln sich normal und Mutter und Kind gehe es gut. Die WHO hat deshalb 56 neue Richtlinien für Geburten herausgegeben. Es sei z.B. unrealistisch, dass sich der Muttermund bei Einsetzen der Wehen etwa 1 cm/Stunde öffnen sollte. Der Anschluss an einen Wehenschreiber sei selten sinnvoll, ebenso wenig das Rasieren der Schamhaare. Ein Dammschnitt und das Absaugen von Mund und Nase bei Neugeborenen dürften kein Routineeingriff sein. 

Schwangerschafts-Vergiftung

Schwangerschafts-Vergiftung06.03.2018

Am 8. März 2018 ist der Weltnierentag und sein Motto lautet „Nieren- und Frauengesundheit“. Das bezieht sich vor allem auf die Präeklampsie, eine gravierende Schwangerschaftskomplikation. Erste Anzeichen sind Bluthochdruck und Eiweiss im Urin, die Erkrankung kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind haben. Und: Die Präeklampsie führt zu einem dreimal so hohen Risiko, im Laufe des weiteren Lebens dialysepflichtig zu werden. Umgekehrt kann eine zugrundliegende Einschränkung der Nierenfunktion bei Schwangeren das Risiko einer Präeklampsie erhöhen. Der Informationsflyer „Beste Aussichten für Ihr Baby und Ihre Nieren“ informiert schwangere Frauen über das Krankheitsbild sowie über Therapie und Nachsorge.

Mütter und Töchter

Mütter und Töchter03.03.2018

Keine Beziehung prägt einen Menschen so, wie die Beziehung zur eigenen Mutter. Forscher haben herausgefunden, dass die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern die stärkste aller Eltern-Kind-Bindungen ist. Ursache dafür sind emotionale Prozesse im Hirn, die bei Müttern und Töchtern ähnlich ablaufen. Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) bildeten sie die Bereiche des Gehirns ab, die die Emotionen regulieren. Diese Hirnareale waren bei Müttern und Töchtern viel ähnlicher als in allen anderen Elternteil-Kind-Kombinationen, weshalb sich Mütter emotional besser in ihre Töchter hineinversetzen können – und sie damit besser verstehen. Ausserdem beeinflusst die mentale Gesundheit der Mutter wesentlich die psychische Stabilität der Tochter. 

Dicke Säger

Dicke Säger28.02.2018

Auch bei Kindern beeinflussen sich Schnarchen und Übergewicht gegenseitig. Amerikanische Forscher fanden heraus, dass Kinder, die schnarchten, als Jugendliche zu Übergewicht und einem vergrösserten Bauchumfang tendierten. In dieser Körperregion gelten Fettablagerungen als besonders schädlich für die Gesundheit. Schnarchen sollte deshalb wie das Übergewicht bei Kindern frühzeitig abgeklärt und behandelt werden, um den Teufelskreislauf von schlechtem Schlaf, Übergewicht und chronischen Erkrankungen, wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen später im Leben zu durchbrechen, rät der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Folgen von nächtlichen Atemproblemen können auch starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schulprobleme und Verhaltensauffälligkeiten sein

Unterschiedliche Berufswahl

Unterschiedliche Berufswahl25.02.2018

Erstgeborene wählen für ihr Studium häufiger angesehenere und besser bezahlte Fächer wie Medizin oder Ingenieurwesen als ihre jüngeren Geschwister, die öfter Kunst, Journalismus oder Lehramt studieren. Schwedische Forscher fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für ein zweites Kind, Medizin zu studieren, um 27 Prozent kleiner ist als für das erste Kind. Und der Unterschied zwischen dem ersten und dem dritten Kind beträgt sogar 54 Prozent. Ebenso zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit zweiter Kinder, Kunst zu studieren, 27 Prozent höher ist als die des ersten Kindes, während der Unterschied zwischen dem als drittes geborenen Kind und dem ältesten Geschwister schon 36 Prozent beträgt.

Mehr Kinder mit „Altersdiabetes“

Mehr Kinder mit „Altersdiabetes“19.02.2018

Eine Untersuchung in England und Wales, wo jedes dritte Kind übergewichtig oder sogar adipös ist, zeigte wieder einmal, dass eine falsche Ernährung langfristige Auswirkungen hat. Die häufigste Form der „Zuckerkrankheit“, der Diabetes mellitus Typ 2, gilt als Folge von Bewegungsmangel und einer jahrelangen Fehlernährung mit einem zu hohen Konsum von Kohlenhydraten, die als Fettgewebe gespeichert werden. Er wurde früher „Altersdiabetes“ genannt – heute tritt er immer häufiger schon in jungen Jahren auf, was bisher praktisch nur als Diabetes mellitus Typ 1 vorkam. Und vor allem bei zu dicken Menschen: Ein deutliches Übergewicht im Kindesalter vervierfacht das Erkrankungsrisiko.

Pasta und Brot!

Pasta und Brot!19.02.2018

"Böse" Kohlenhydrate? Gerade nicht. Eine neue Studie zeigt, das Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch Kohlenhydrate brauchen – wie Getreideprodukte, Reis sowie Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen. Eine gerade veröffentlichte Studie amerikanischer Wissenschaftler hat 1.740 Babys mit Neuralrohrdefekten (z.B. dem offenen Rücken) untersucht und mit 9.545 Babys ohne Fehlbildungen verglichen. Das Ergebnis: Babys von Frauen, die ihren Kohlenhydratkonsum während der Schwangerschaft eingeschränkt hatten, kamen bis zu 30 Prozent häufiger mit einem Neuralrohrdefekt auf die Welt. Der Grund ist ein Mangel an Folsäure, was v.a. in den ersten Schwangerschaftswochen für die Entwicklung des zentralen Nervensystems notwendig ist. 

Keine Sonnenbank für Kids

Keine Sonnenbank für Kids16.02.2018

Minderjährigen soll der Solarium-Besuch wegen des Hautkrebsrisikos künftig verboten sein. Der Vorschlag wird im Parlament noch bis am 31. Mai 2018 diskutiert, das Gesetz könnte in der ersten Hälfte 2019 in Kraft treten. Es soll die Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Produkten verbessern, die nichtionisierende Strahlung oder Schall aussenden, wie Solarien, Medizinlaser oder Laserpointer. Letztere können eine Gefahr für die Augen und die Haut darstellen und zur Blendung von Piloten oder Lokomotivführern führen, weshalb in der Schweiz künftig nur noch Laserpointer der Klasse 1 zugelassen werden sollen. Behandlungen mit Blitzlampen und Laser (Entfernung von Behaarung, Fettpolstern, Narben oder Falten sowie die Behandlung von Cellulite) sollen künftig nur mit Sachkundeausweis erlaubt sein.

"Wie bin ich entstanden?"

"Wie bin ich entstanden?"13.02.2018

Diese Frage stellen die meisten Kinder früher oder später. Und alle Kinder verdienen eine ehrliche und kindgerechte Antwort. Auch wenn es kompliziert wird, weil sie mithilfe künstlicher Befruchtung gezeugt wurden. Elena Brunnschweiler ist selbst ein IVF-Kind. Mit dem schön illustrierten Kinderbuch „Die Reise von Ivi“ will sie einen Beitrag zur Enttabuisierung der künstlichen Befruchtung geben und Eltern ermutigen, mit ihren Kindern offen darüber zu sprechen. >>> Bestellen als Hardcover oder Softcover

Kaiserschnitt-Folgen

Kaiserschnitt-Folgen10.02.2018

Innerhalb von 25 Jahren hat sich die Anzahl der Kaiserschnitte verdoppelt, nicht zuletzt weil mehr Schwangere es so wünschen. Das hat für Mütter und Babys Vor- und Nachteile. Ein Kaiserschnitt schützt die Mutter langfristig etwas mehr vor Blasen- und Beckenbodenschwäche. Allerdings erhöht sich in nachfolgenden Schwangerschaften das Risiko für eine Fehlgeburt oder Totgeburt sowie von Komplikationen rund um die Plazenta. Wissenschaftler kamen zu diesem Ergebnis nach der Auswertung von Studien mit Daten von fast 30 Millionen Frauen. Untersucht wurden auch die Langzeitfolgen für die per Kaiserschnitt geborenen Babys: Diese hatten bis zum Alter von 12 Jahren ein erhöhtes Risiko für Asthma und bis zum Alter von 5 Jahren ein erhöhtes Risiko, starkes Übergewicht zu entwickeln.

Vorsicht heiss!

Vorsicht heiss!07.02.2018

Auf den meisten Bettflaschen findet sich der Warnhinweis "Kein kochendes Wasser einfüllen". Das hat seine Berechtigung: Kochendes Wasser entwickelt Wasserdampf, der Platz braucht, um sich auszudehnen. Dabei kann die Wärmflasche platzen und zu schwersten Verbrennungen führen. Kochendes Wasser ist sowieso unnötig: Für Kinder genügt eine Temperatur von etwa 40 Grad, für Erwachsene etwa 60 Grad. Wasser aus dem Wasserhahn hat bis zu 65 Grad. Sie können die Wärmflasche also auch mit heissem Kranenwasser befüllen. Alternativ können Sie es nach dem Aufkochen etwa fünf Minuten lang abkühlen lassen. Grundsätzlich nie ganz voll füllen, sondern nur zu etwa zwei Drittel. So hat allfälliger Wasserdampf Platz, sich auszudehnen.

"Achtung Mütter!"

"Achtung Mütter!"04.02.2018

Sind Sie eine Vollzeitmutter oder Karrierefrau mit Kind? Kümmert sich ihr Mann um die Kinder, während Sie das Geld verdienen? Pflegen Sie einen lockeren Erziehungsstil oder haben Sie strikte Erziehungsgrundsätze? Für die TV-Sendung "Achtung Mütter!" sucht das Schweizer Radio und Fernsehen Mütter, die vor der Kamera über ihren Alltag, ihr Familienmodell und ihre Auffassung der Mutter-Rolle erzählen. Interessant sind auch alle Arten von "speziellen" Familien-Modellen, wie z.b. Homeschooling oder Patchworkfamilien. Wir begleiten die Mütter während ein paar Tagen mit der Kamera und stellen die unterschiedlichen Modelle einander gegenüber. Haben Sie Lust bei dieser TV-Sendung mitzumachen? Möchten Sie mehr Auskunft zum Projekt? Dann melden Sie sich bei muriel.brink@srf.ch

Valentinstag

Valentinstag01.02.2018

Der Valentinstag ist jedes Jahr ein lohnendes Geschäft – aber von den Floristen wurde er nicht erfunden. Im dritten Jahrhundert nach Christus soll der Heilige Bischof Valentin von Terni den verliebten jungen Menschen, die an seinen Klostergärten vorbeigingen, eine Blume geschenkt haben. Dass er auch Paare heimlich christlich traute, missfiel Kaiser Claudius: Er brauchte tüchtige Soldaten für seine Armee und keine familientreuen Ehemänner. Bischof Valentin wurde enthauptet, angeblich am 14. Februar 269, aber er soll dem romantischen Brauch seinen Namen gegeben haben, so die Legende. Doch schon viel früher, im alten Rom, schenkte man Frauen an diesem Tag Blumen - zu Ehren von Juno, der Göttin der Ehe und der Geburt.

Halsschmerzen

Halsschmerzen29.01.2018

Ein altbewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen ist das Gurgeln. Kräutertees aus Kamille, Thymian oder Salbei wirken entzündungshemmend und lindern die Schluckbeschwerden. Aber auch eine einfache Salzlösung kann die Krankheitserreger wegspülen und die bei Halsschmerzen wunde Schleimhaut beruhigen. Für die Gurgellösung nimmt man vorportionierte Mineralsalze aus der Apotheke oder 1/4 TL Kochsalz pro Glas lauwarmes Wasser. Einen Halswickel macht man so: Befeuchten Sie ein Leinentuch mit kaltem Wasser, falten Sie es zu einem Schal und wickeln Sie es um den Hals. Darauf wickeln Sie ein trockenes Tuch und anschliessend einen Wollschal. Alternativ können Sie das feuchte Tuch auch noch mit einer fingerdicken Schicht kaltem Quark bestreichen. Der Wickel bleibt so lange am Hals, bis der Quark getrocknet ist.

Körperzufriedenheit

Körperzufriedenheit26.01.2018

Das kostenlose Online-Programm „Everybody“ der TU Dresden will Frauen dabei helfen, eine neue Beziehung zum eigenen Körper zu finden. Was leistet mein Körper alles für mich und welche Nahrung braucht er dafür? Wie wichtig ist das Aussehen dafür, meinen Alltag zu meistern? Rund 1000 Frauen zwischen 18 und 80 machen bisher mit. „Intuitives Essen“ soll Frauen beibringen, wieder auf die Körpersignale zu hören, anstatt willkürliche Diätregeln zu befolgen. Nach Ausfüllen eines Fragebogens wird ein individuelles Programm freigeschaltet, das zwischen vier und zwölf Wochen dauert. Dazu gehören Informationen und praktische Übungen zu den Themen Körperbild, Selbstwert, Schönheitsideal, Sport sowie Ernährung, nach Bedarf auch zum Umgang mit Essanfällen, Perfektionismus und Emotionsverarbeitung. Zur Anmeldung >>>

Sicherheit im Schlafsack

Sicherheit im Schlafsack23.01.2018

Mit einem einfachen Babyschlafsack kann das – ohnehin heute niedrige - Risiko des plötzlichen Kindstodes noch einmal um das Fünffache gesenkt werden. Die eigentlichen Ursachen der tragischen Todesfälle bei ansonsten völlig gesunden Babys sind bis heute nicht bekannt. Studien zeigen aber, dass sich das Risiko senken lässt, wenn Kinder im Schlaf frei atmen können und nicht zu warm zu­gedeckt sind. In einem Schlafsack ohne zusätzliche Decke ist das am besten gewährleistet. Und ein Schlafsack ist so einfach selbst zu nähen! Mit ihrem unkomplizierten Handling und bewährter Qualität sind die Modelle der BERNINA 3er Serie die idealen Nähmaschinen für den Einstieg ins kreative Schaffen. Zum 125 Jahre Jubiläum gibt es einen Jubiläumsrabatt von 125 Franken und Sie können VIP-Tickets für Art on Ice gewinnen. Zur Verlosung...

Spirale schützt vor Krebs

Spirale schützt vor Krebs20.01.2018

Frauen, die ein Intrauterinpessar (IUP) tragen, verhindern damit nicht nur ungewollte Schwangerschaften. Laut mehreren grossen Studien reduzieren sie dadurch auch ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Frauen, die jemals ein IUP verwendet hatten, hatten demnach eine um 36% niedrigere Wahrscheinlichkeit, Zervixkrebs zu bekommen, als Frauen, die nie eine Spirale benutzt hatten. Die Wissenschaftler vermuten, dass die winzigen Verletzungen beim Einsetzen der Spirale in der Gebärmutterschleimhaut zu einer zellulären Immunantwort führen könnten, die für längere Zeit eine allfällige Ansteckung mit Feigwarzen (HPV-Infektion) bzw. Krebsvorstufen unschädlich macht.

Der Wundergriff

Der Wundergriff17.01.2018

Alles versucht, es ist satt, trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt – und Ihr Baby schreit immer noch? Im Internet kursiert die Methode des kalifornischen Kinderarztes Dr. Robert Hamilton. Er wendet einfach nur alle Methoden gleichzeitig an, mit denen man ein Baby in den ersten drei Monaten beruhigen kann, d.h. wippen und wiegen, umhertragen, fest umfassen mit vor der Brust gefalteten Armen. So fühlt sich ein Baby wie im Mutterleib, sicher und geschützt. Also: Ärmchen vor der Brust falten und mit einer Hand sanft zusammenhalten, das Füdli stützend mit der anderen Hand halten, das Baby im 45-Grad-Winkel wiegen. Ob es bei jedem Schreibaby hilft? Einen Versuch ist es sicherlich wert. Hier geht es zum (englischsprachigen) Video auf You tube.

Pflichtimpfungen in Frankreich

Pflichtimpfungen in Frankreich14.01.2018

Frankreich hat mit dem Jahreswechsel die Impfpflicht für Kinder deutlich ausgeweitet. Vom 1. Januar 2018 an geborene Kinder müssen in den ersten zwei Lebensjahren gegen elf Krankheiten geimpft werden, darunter Diphtherie, Kinderlähmung, Tetanus, Keuchhusten (DPTHP-Impfung), Masern und Röteln (MMR-Impfung) sowie Hepatitis B. Befürworter verweisen darauf, dass nur 78 % der Zweijährigen in Frankreich gegen Masern geimpft seien – die Impfrate müsse aber bei 95 % liegen, um Masernviren effektiv aufzuhalten. Wenn Kinder in Frankreich in die Kita oder Schule kommen, müssen die Eltern Impfnachweise vorlegen. Die bislang vorgesehene Strafe für Verstösse gegen die Impfpflicht ist aber aus dem Gesetz gestrichen worden. Italien beschloss kürzlich nach einem Masernausbruch Pflichtimpfungen gegen zehn Krankheiten.

Zappelkinder ruhiggestellt

Zappelkinder ruhiggestellt11.01.2018

Die deutschen Kinderärzte lehnen den Einsatz von Sandwesten bei unruhigen und unkonzentrierten Primarschülern ab. Laut Medienberichten werden die bis zu sechs Kilo schweren Westen schon an über 200 Schulen in Deutschland eingesetzt. Das soll angeblich wie ein behutsames Handauflegen wirken und über die Muskel- und Belastungssensoren dem Gehirn neue Impulse geben. Der therapeutische Nutzen der Westen bei zappeligen Schülern sei bisher nicht belegt. Zudem würden unruhige Kinder dadurch als Störenfriede oder gar als ADHS-Patienten abgestempelt. Nur etwa 3-5% eines Jahrgangs seien Kinder mit ADHS, die eine Therapie brauchen. Die vielen anderen Kinder, die den Unterricht stören, hätten meist einfach nicht gelernt, sich anzupassen und still zu sitzen, was sich oft bei gründlicher Abklärung herausstelle.

Nicht dünner trotz Süssstoff

Nicht dünner trotz Süssstoff08.01.2018

Über Nutzen und Schaden von Zucker-Alternativen wird immer wieder diskutiert. Der Verdacht, krebsauslösend zu sein, ist vom Tisch, heute geht es vor allem um vermeintlich appetitanregende, Übergewicht und Diabetes fördernde Wirkungen. Weil eher die Übergewichtigen so Kalorien sparen wollen, ist der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Süssstoffkonsum eigentlich logisch. Wer viel zunimmt, will dem sehr wahrscheinlich mit künstlichen Süssungsmitteln entgegensteuern. Hohe Mengen Saccharin können Ernährungswissenschaftlern zufolge zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen. Beim üblichen Süssstoffkonsum ist dies aber bisher in keiner grossen Studie nachgewiesen worden.

Neujahrskinder

Neujahrskinder05.01.2018

Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind am Neujahrstag weltweit etwa 386.000 Kinder geboren worden, mehr als 90 % davon in unterentwickelten Regionen. Mehr als die Hälfte der Babys wurden in nur neun Ländern geboren: Indien, China, Nigeria, Pakistan, Indonesien, USA, Kongo, Äthiopien und Bangladesch. Für viele Babys war ihr erster Tag auch ihr letzter: 2016 starben an jedem Tag des Jahres schätzungsweise 2.600 Kinder innerhalb der ersten 24 Stunden. Mehr als 80 Prozent kamen durch „vermeidbare und behandelbare Ursachen“ zu Tode wie etwa durch Frühgeburten, Komplikationen während der Geburt sowie Infektionen wie Blutvergiftung oder Lungenentzündung, so Unicef.

„herzkids“ ist online

„herzkids“ ist online02.01.2018

Jetzt gibt es endlich auch in der Schweiz eine Webseite für Eltern von Kindern mit angeborenen Herzfehlern. Denn die Zahl der überlebenden Herzkinder, besonders derer mit schweren angeborenen Herzfehlern, steigt stetig an. Am Kinderspital Zürich beschäftigt man sich seit 2004 im Rahmen von verschiedenen Forschungsprojekten mit der Entwicklung von operierten Herzkindern. Mit der neuen Webseite sollen Eltern und Angehörige umfassend informiert, aufgeklärt und unterstützt werden. Und: Den Eltern, die durch die Teilnahme an den Studien erst Forschung und Fortschritt ermöglicht haben, soll damit etwas zurückgegeben werden. www.herzkids.ch

Spezialitätensalze

Spezialitätensalze30.12.2017

Bambus-Salz, Schwarzes Hawaii Salz, Fleur de Sel, Blaues Persisches Salz, Himalaya-Salz, Kalahari-Salz, Weisses Pyramidensalz - der Konsum von Spezialsalzen nimmt zu. Sie sollen natürlicher und gesünder als gewöhnliches Kochsalz sein. In einer Studie des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) liess sich dies nicht nachweisen. Aber: Die untersuchten Spezialitätensalze haben entweder gar kein oder nur wenig Jod. Bei ungeborenen Babys wie auch bei Kindern kann Jodmangel zu körperlicher und geistiger Unterentwicklung führen. Im Erwachsenenalter besteht die Gefahr, dass sich die Schilddrüse vergrössert. Weiter enthalten die analysierten Spezialsalze oft Substanzen wie Aluminium, Arsen, Blei und Nickel – wenn auch in ungefährlicher Konzentration. Grundsätzlich lautet die Empfehlung, das jodierte Speisesalz nicht ausschliesslich mit den Spezialsalzen zu ersetzen und Salz mit Blick auf allfällige Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückhaltend zu konsumieren.

Das geht in’s Auge!

Das geht in’s Auge!27.12.2017

Ein Drittel der Verletzungen durch Silvesterraketen und Knaller betreffen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre. Das ergab eine Erhebung an deutschen Augenkliniken nach dem Jahreswechsel 2016/2017. Meist hatten die Betroffenen den Knallkörper nicht einmal selbst gezündet. Zusätzlich zu Augenverletzungen (Verletzungen am Augenlid sowie an Horn- und Bindehaut) hatten viele Unfallopfer Verletzungen im Gesicht und an den Händen. Bei jedem vierten Patient waren sie so schwer, dass ein Spitalaufenthalt bzw. Notoperation erforderlich war. Bei jedem Zehnten ist ein Sehverlust zu erwarten. Die Fachgesellschaft für Augenheilkunde fordert mehr Aufklärung und bessere Schutzmassnahmen für Zünder, Zuschauer und Passanten, wie z.B. Schutzbrillen. Am besten wäre jedoch, das Spektakel ganz den Händen von ausgebildeten Profis zu überlassen.

Geburt miterleben

Geburt miterleben24.12.2017

Auch bei einem Kaiserschnitt wird das Kind noch während der Operation der Mutter auf die Brust gelegt, damit sie mit ihm sofort den wichtigen engen Körperkontakt hat. Neu ist jetzt am Inselspital Bern ein Sichtfenster im sterilen Tuch zur Abdeckung des Operationsbereichs. Beide Eltern können auf Wunsch zusehen, wie ihr Kind auf die Welt kommt, wie es seinen ersten Atemzug macht und zu schreien beginnt, und trotzdem ist die volle Sicherheit der Operation unter sterilen Bedingungen gewährleistet. Damit ist ein intensiveres und natürlicheres Geburtserlebnis trotz Kaiserschnitt möglich. Allerdings wird betont, dass diese neue Methode nicht mit der vieldiskutierten „Kaisergeburt“ gleichzusetzen ist.

Alkohol und Schwangerwerden

Alkohol und Schwangerwerden21.12.2017

Jedes sechste Paar hat Probleme bei der Erfüllung des Kinderwunsches – und dahinter kann ein hoher Alkoholkonsum stecken, wie eine dänische Studie gezeigt hat. Der Alkoholkonsum verminderte die Chancen auf Erfüllung des Kinderwunsches jedoch erst ab einer Menge von 14 oder mehr alkoholischen Getränken in der Woche. Mässiger Alkoholkonsum hatte noch keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Trotzdem sollten Frauen mit Kinderwunsch und unregelmässigem Zyklus auf null Promille setzen. Schon nach der Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut, d.h. ab der 5. Woche nach der letzten Mens, schadet Alkohol dem Kind, denn in dieser Phase entwickeln sich langsam die Organe und Körperteile. Da die meisten Frauen ihre Schwangerschaft erst nach dieser Zeit bemerken, lässt sich ein sicherer Schutz des ungeborenen Kindes nur durch eine Abstinenz erreichen.

Schlecht geschlafen?

Schlecht geschlafen?18.12.2017

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, können häufig ihre Kinder nachts auch weniger gut schlafen. Dies berichten Psychologen der Universität Basel nach einer Studie mit knapp 200 gesunden Kindern im Primarschulalter. Schlaf spielt eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden von Erwachsenen, aber auch von Kindern. Zu wenig Schlaf kann die psychische Gesundheit, das Gedächtnis und die Schulleistung beeinträchtigen. Untersucht wurde nun, wie Schlafprobleme der Eltern mit dem Schlafverhalten ihrer Kinder zusammenhängen. Das Ergebnis: Kinder von Müttern mit Ein- und Durchschlafproblemen schliefen erst später ein, schliefen weniger lang und wiesen weniger Tiefschlaf auf. Keine Zusammenhänge zeigten sich jedoch mit den Schlafproblemen des Vaters. Mögliche Erklärung: Kinder beobachten die Schlafgewohnheiten der Eltern und machen sie sich zu eigen. Auch Konflikte können den Schlaf der ganzen Familie beeinflussen.

Pressen trotz PDA

Pressen trotz PDA15.12.2017

Die aktive Mitarbeit der Gebärenden ist in der Austreibungsphase besonders wichtig, denn die Presswehen beschleunigen die Geburt. Bisherige Befürchtungen, dass die Periduralanästhesie (PDA) den Pressdrang abschwächt, konnten in einer jetzt veröffentlichten Studie (Kooperation einer US-amerikanischen und chinesischen Forschergruppe) widerlegt werden. Die Austreibungsphase sei unter der PDA nicht verlängert, und ein Abbruch der vaginalen Entbindung wegen Geburtsstillstands sei mit und ohne PDA etwa gleich häufig vorgekommen. Es gab auch keine Unterschiede in der Häufigkeit eines Dammschnitts. Und für das Kind hatte die PDA offenbar keine Nachteile: Apgar-Score und pH-Wert im Nabelschnurblut waren in beiden Gruppen gleich.

Gross und stark!

Gross und stark!12.12.2017

Wie eine Studie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Bern zeigt, ernähren Schweizer Eltern ihre Kleinkinder fast richtig. Insgesamt 188 Teilnehmende führten Tagebuch darüber, was ihre Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren zu essen bekamen. Nicht ausreichend sei vor allem die Versorgung mit Vitamin D. Nur 17 % der Kinder erhielten zusätzlich Vitamin D, was neu bis zu einem Alter von 18 Jahren empfohlen wird. Auch bei der Eisenaufnahme hapert es. Die untersuchten Kinder seien zwar alle gesund gewesen, ein früher Eisenmangel könne aber negative Langzeitfolgen haben. Dagegen werde die empfohlene Tagesration von 1 g Eiweiss/kg Körpergewicht in der Schweiz um das Drei- bis Vierfache übertroffen, was an der milchreichen Ernährung liege. Um einen Kalziummangel zu vermeiden, sollte aber nicht an Milchprodukten, sondern eher an anderen Eiweissquellen gespart werden.

Einmal, zweimal, dreimal?

Einmal, zweimal, dreimal?09.12.2017

Menschen, die viel Sex haben, sind tendenziell auch glücklicher – das belegen einige Studien. Ist die Häufigkeit von Sex deshalb ein Indikator für eine glückliche Beziehung? Und: Wie viel Sex ist genug? In einer grossen Untersuchung der University of Toronto wurden über 40 Jahre 30.000 Amerikaner dazu befragt. Das Ergebnis: Je mehr Sex jemand hat, desto glücklicher ist er oder sie grundsätzlich. Für Paare erhöht sich das Glück jedoch mit mehr als einmal Verkehr pro Woche nicht mehr. Und für Singles hängt es offenbar von weiteren Faktoren ab, bspw. von den Umständen, unter denen das Liebesspiel stattfindet und wie wohl sie sich beim Sex ausserhalb einer Beziehung fühlen. Ausserdem zeigen die Untersuchungen, dass Klischees (z.B. Männer wollen mehr Sex und ältere Menschen haben weniger Sex) nicht stimmen: Es gab keine Unterschiede nach Geschlecht, Alter oder Länge der Beziehung.

Berufstätige Mütter heute

Berufstätige Mütter heute06.12.2017

Die Erwerbstätigkeit von Müttern in Paarhaushalten mit Kindern unter 4 Jahren hat sich in der Schweiz seit 1980 beinahe verdreifacht (Studie: Social Change in Switzerland). Die stärkste Zunahme zeigt sich in den französischsprachigen Kantonen, im Wallis etwa hat sich der Anteil der Berufstätigen unter den jungen Müttern von 18 Prozent in den 1980er-Jahren auf 69 Prozent in den Jahren 2010 bis 2014 erhöht. In der gesamten Schweiz gilt heute: Je mehr Kinder eine Frau hat, desto geringer ist ihr ausserhäusiges Arbeitspensum. Früher machte das kaum einen Unterschied. Dagegen spielt der Zivilstand – verheiratet oder alleinerziehend - für die Erwerbstätigkeit heute eine geringere Rolle als vor 40 Jahren. Deutlich ist die Veränderung unter Berücksichtigung der Nationalität: In den 80er-Jahren waren unter den Müttern weniger Schweizerinnen als Ausländerinnen erwerbstätig, heute ist das eher umgekehrt.

„Männerschnupfen“

„Männerschnupfen“03.12.2017

Das starke Geschlecht ganz schwach: Bei Erkältung oder Grippe werden die härtesten Männer zu richtigen Jammerlappen. Nicht von ungefähr hält sich das Klischee vom Mann, der bei einer kribbeligen Nase und leichtem Halskratzen gleich schwere Qualen erleidet. Forscher erklären jetzt: Männer werden tatsächlich eher und stärker von Erkältungs- und Grippeviren angegriffen als Frauen. Grund dafür sind Unterschiede im Immunsystem. Während das weibliche Hormon Östrogen die Vermehrung der spezifischen Immunzellen unterstützt, wirkt sich das männliche Hormon Testosteron genau gegenteilig aus. Je höher der Testosteron-Spiegel ist, desto mehr wird das männliche Immunsystem geschwächt. "Echte Kerle" trifft es also am härtesten.

Folsäure bringt’s

Folsäure bringt’s30.11.2017

Ein Mangel an Folsäure in der Frühschwangerschaft ist eine häufige Ursache von Neuralrohrdefekten wie Spina bifida (offener Rücken) und Anenzephalie. Unterschiedlich schwere Behinderungen, v.a. in Form von Lähmungen, können die Folge sein, abhängig davon, welche Teile der Wirbelsäule betroffen sind und wie gross der Defekt ist. In den USA werden Getreideprodukte seit Mitte 1996 deshalb mit Folsäure angereichert, seit 1998 besteht eine gesetzliche Verpflichtung: 100 Gramm Mehl enthalten 140µg Folsäure. Schon nach wenigen Jahren kam es zu einem Rückgang der Neuralrohrdefekte um etwa 30 Prozent, bzw. jährlich 1.300 Neuralrohrdefekte weniger. In der Schweiz ist die Folsäure-Anreicherung in bestimmten Lebensmitteln noch nicht obligatorisch.

Grippeimpfung - Checksch es?

Grippeimpfung - Checksch es?28.11.2017

Die nationale Gesundheitsplattform SCHWEIZER GESUNDHEITSTAGE lanciert zusammen mit dem schweizerischen Apothekerverband pharmaSuisse am 1. Dezember 2017 die Aktion „Checksch es? Lass dich gegen Grippe impfen!“. Zum empfohlenen Pauschalpreis von Fr. 30.- können sich alle gesunden Erwachsenen, die noch keinen aktiven Grippeschutz haben, in einer der rund 450 Impfapotheken der Schweiz (www.impfapotheke.ch) impfen lassen, in der Regel ohne Voranmeldung. Dieser einfache Zugang soll mithelfen, die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung zu steigern und damit auch all jene besser zu schützen, bei denen die Grippeimpfung z.B aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Zwei Wochen nach dem Pieks ist der maximale Grippeschutz aufgebaut – rechtzeitig bevor die Grippewelle die Schweiz so richtig erfasst. Für Personen über 65, Schwangere, frühgeborene Kinder oder Personen mit einer chronischen Erkrankung kann die "echte" Virusgrippe (Influenza) zu ernsthaften Komplikationen führen.

Schlaf auf der Seite

Schlaf auf der Seite27.11.2017

Schwangere sollten in der Spätschwangerschaft nach Möglichkeit in einer Seitenlage schlafen – egal ob links oder rechts. In Rückenlage kommt es beim Feten häufig zu Störungen der Bewegungen und der Herzaktivität, wie eine gerade veröffentlichte Schlaflabor-Studie an 30 Schwangeren in der 34. bis 38. Schwangerschaftswoche zeigt. Da der Uterus bei Rückenlage die untere Hohlvene einengt, kann die Herzleistung eingeschränkt werden (Vena-Cava-Syndrom), wodurch der Blutfluss zur Plazenta vermindert wird und der Fetus weniger Sauerstoff erhält. Darauf reagiert er mit messbarer körperlicher Passivität - was eher ein schlechtes Zeichen ist. In den meisten Fällen dürfte dies aber nur kurzfristig sein und ohne Folgen für das Kind bleiben. Die Seitenlage kann man z.B. mit einem normalen Kissen oder besser noch Lagerungskissen im Rücken stabilisieren.

Stillen als Schmerzkiller

Stillen als Schmerzkiller24.11.2017

Eine von fünf Müttern, die ihr Baby per Kaiserschnitt geboren haben, leidet noch drei Monate später unter chronischen Schmerzen, wollen aber möglichst auf Schmerzmedikamente verzichten. Eine Studie zeigt: Stillen über mindestens zwei Monate scheint einen positiven Einfluss auf die postoperativen Schmerzen zu haben. Mütter, die weniger als zwei Monate nach einem Kaiserschnitt stillten, hatten ein dreifaches Risiko für chronische Schmerzen im Vergleich zu längeren Stilldauern. Durch das Stillen wird bekanntlich Oxytocin ausgeschüttet. Das Hormon führt nicht nur zur besseren Rückbildung durch Zusammenziehung der Gebärmutter. Ältere Studien geben auch Hinweise, dass Oxytocin die Wundheilung beschleunigt.

Kinderarztbesuch

Kinderarztbesuch21.11.2017

In den USA gibt es eine neue Richtlinie für die Kinderarzt-Praxis: Die Spielecken und Spielzeuge wie die Einrichtungsgegenstände der Praxis gelten als unaufällige Mikrobenträger und könnten gewisse Infektionskrankheiten streuen. Erwartet wird, dass die Spielzeuge regelmässig gereinigt und wenn möglich desinfiziert werden und dass Spielzeuge und Objekte mit pelzartiger oder plüschiger Oberfläche grundsätzlich aus den Warteräumen verbannt werden. Die Eltern sollten möglichst eigenes Spielzeug zum Arztbesuch mitzunehmen. Die Fachgesellschaft der Kinderärzte fordert aber keine völlige Abschaffung von Spielzeugen und Kinderbüchern im Wartezimmer. Auch die Trennung der Wartezonen für kranke und gesunde Kinder wird nicht explizit verlangt: Es gebe keine Forschungsergebnisse, welche einen signifikanten Nutzen oder gar die Notwendigkeit solch einer Trennung nahelegen.

Fieber runter!

Fieber runter!18.11.2017

Fieber - oft im Rahmen eines grippalen Infekts - kann sich in der Schwangerschaft auf das Ungeborene auswirken: So wird das Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und angeborene Herzfehler, für Autismus und Schizophrenie erhöht. Jetzt hat eine wissenschaftliche Studie ergeben, dass daran nicht die Infekterreger schuld sind, sondern die Temperaturerhöhung an sich. Die Zellen der Neuralleiste, die für die Herz- und Gaumen-Entwicklung wichtig sind, sind sehr temperaturempfindlich. Fiebersenkende Medikamente seien demnach auch in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern sogar angebracht. Als Mittel der ersten Wahl für fiebernde Schwangere gilt der Wirkstoff Paracetamol - aber natürlich immer nur kurzzeitig und in erlaubter Dosierung einnehmen!

Welt-Frühgeborenen-Tag

Welt-Frühgeborenen-Tag15.11.2017

Jedes Jahr verbringen rund 6.000 Neugeborene in der Schweiz die ersten Wochen ihres Lebens nicht bei den Eltern zuhause, sondern auf der Intensivstation. Vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren, winzig und unfertig, mit Elektroden und Schläuchen - so kämpfen Frühchen im Brutkasten um jeden Zentimeter und um jedes Gramm, das sie aus der Gefahrenzone bringt. Die Angst um das Leben des Kindes und vor den gesundheitlichen Folgen stellt die Eltern vor eine extreme Herausforderung. Die Söckchenleine als eindrückliches Symbol, dass weltweit rund jedes zehnte Baby zu früh auf die Welt kommt, soll darauf aufmerksam machen. Unter dem Motto „Starker Start für kleine Helden 2017“ wollen uns Spitäler in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Veranstaltungen zum Welt-Frühgeborenen-Tag am 17.11.17 für das Thema Frühgeburt sensibilisieren.

„Achtung Mütter!“

„Achtung Mütter!“13.11.2017

Im Rahmen des neuen Formats «SRF HE!MATLAND» startet am Donnerstag, 16. November, um 21.05 Uhr die vierteilige Doku-Serie «Achtung Mütter!». Die härtesten Kritikerinnen einer Mutter sind stets andere Mütter. Schnell werden Urteile über Erziehungsstil und Wertevorstellung von Fremden gefällt. Doch ist die eigene Wahrnehmung tatsächlich auch die richtige? Vier Mütter mit komplett unterschiedlichen Vorstellungen von Kindererziehung, Familienmodellen und Wertevermittlung treffen aufeinander, gewähren Einblick in ihr Leben und setzen sich dem Wohlwollen und der Kritik von Andersdenkenden aus. Spannende, emotionale und grundsätzliche Diskussionen sind vorprogrammiert! Und hoffentlich auch die Erkenntnis, dass alle Mütter schlussendlich nur das Beste für ihre Kinder wollen – in welcher Form auch immer.

Feuer unterm Dach

Feuer unterm Dach10.11.2017

Mit der wachsenden Anzahl technischer Geräte, Akkus und Batterien, Lichtquellen und Plastikteilen wächst das Brandrisiko im Kinderzimmer - nicht selten entstehen Kurzschlüsse durch Überlastung, etwa wenn zu viele und veraltete Geräte an eine Steckdose angeschlossen werden. Ein neuer Eltern-Ratgeber informiert über die häufigsten Ursachen von Zimmerbränden und zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie folgenschwere Brände im Kinderzimmer verhindern können, welche Feuermelder und Feuerlöscher für Privatwohnungen geeignet sind und zu welchen lebensrettenden Sofortmassnahmen die Feuerwehr im Falle eines Wohnungsbrandes rät. Auch wichtig: Wie führt man Kinder zum verantwortungsvollen Umgang mit Feuer? Zum vollständigen Elternratgeber "Brandschutz und Sicherheit im Kinderzimmer"

Zeitumstellung

Zeitumstellung07.11.2017

Eine Umfrage der deutschen Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigte, dass Frauen besonders stark unter der Zeitumstellung leiden. Im Vergleich zu Männern (16 Prozent) haben sie fast doppelt so oft Schwierigkeiten damit (28 Prozent). Körperliche oder psychische Probleme mit der Zeitumstellung bestehen vor allem in Einschlafstörungen, Konzentrationsmangel und depressiver Verstimmung. Auch das Alter spielt eine Rolle: Während Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren selten über Probleme durch den Minijetlag klagen (15 Prozent), setzt die Zeitumstellung den 45- bis 59-Jährigen besonders zu (29 Prozent). Fast drei Viertel aller Befragten plädieren für eine Abschaffung der Umstellung.

Sehschwäche bei Kindern

Sehschwäche bei Kindern04.11.2017

Mehr als 5% aller Kinder leiden unter Schwachsichtigkeit (Amblyopie), einer häufigen Form der Sehstörung. Wird sie zu spät erkannt, kann sich eine schwere Sehbehinderung entwickeln. Zur Behandlung bekommt der kleine Patient eine Brille gegen die Fehlsichtigkeit. Anschliessend wird das sehstarke Auge mit einem Augenpflaster abgedeckt, um die Sehstärke des schwachen Auges zu trainieren. Im Rahmen eines EU-Projekts sollen jetzt neue Test- und Therapieansätze entwickelt werden, unter anderem mit Computerspielen, die das schwachsichtige Auge und auch die beidäugige Zusammenarbeit stimulieren – und den Kindern auch noch Spass machen! Lange galt das Einschulungsalter von sechs bis sieben Jahren als Grenze der Therapierbarkeit für Kinder mit Amblyopie. In Zukunft könnte eine erfolgreiche Korrektur auch noch im Schulalter möglich sein.

„Lebensbaum“

„Lebensbaum“01.11.2017

Mendrisio im Tessin hat in Zukunft „Lebensbäume“. Im Rahmen der Stadtbegrünung wird für jedes neugeborene oder adoptierte Kind ein Baum gepflanzt. Das hat das Stadtparlament am 9.10.17 beschlossen. Einmal pro Jahr werden auf einem zuvor zur Begrünung ausgewählten Gebiet – beispielsweise Wege oder Spielplätze – sogenannte Lebensbäume gepflanzt. Diese werden mit einem entsprechenden Schild gekennzeichnet. Die Eltern der Kinder erhalten ein symbolisches Taufdokument für die ihren Kindern gewidmete Zone. 

Smartphone-Mami

Smartphone-Mami29.10.2017

Zwischen 2008 und 2015 hat sich die Zahl der Spielplatzunfälle bei unter Fünfjährigen in Österreich verdreifacht. Eine daraufhin durchgeführte Untersuchung hat jetzt belegt, dass in knapp der Hälfte der Fälle der Grund die Ablenkung durch das Smartphone war. Ist die Aufsichtsperson zu sehr abgelenkt, kann sie sich nur unzureichend auf das Kind konzentrieren, das Unfallrisiko steigt. Wie beim Autofahren gilt auch auf Spielplätzen: "Schon wenige Sekunden der Unachtsamkeit reichen aus, um einen drohenden Sturz von der Schaukel oder das Einklemmen von Fingern auf der Wippe nicht rechtzeitig erkennen zu können", sagt Othmar Thann, Direktor des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit.

Tag der Pausenmilch

Tag der Pausenmilch26.10.2017

In 3113 Kitas, Kindergärten und Schulen in der ganzen Schweiz schenken am 7. November Swissmilk und der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband in der grossen Pause 332'932 Becher Milch aus. So will man Kindern und Jugendlichen eine ausgewogene Zwischenverpflegung als Alternative zu Süssgetränken und ungesunden Snacks schmackhaft machen. Und weil man mit gesunden Pausen nicht früh genug beginnen kann, erhalten dieses Jahr zum ersten Mal auch Kitakinder einen Becher Milch. Sie liefert Kindern die notwendige Energie und alle Nährstoffe, um leistungsfähig zu bleiben, vor allem auch das "Denkvitamin" B2 und viel Kalzium für ein gesundes Wachstum. Fachleute empfehlen drei Portionen Milch und Milchprodukte täglich (z.B. 1 Glas Milch, 1 Becher Jogurt und 1 Stück Käse). Hier geht es zur Standortliste… 

PDA und Stillen

PDA und Stillen23.10.2017

Wegen der klaren Vorteile des Stillens für Mutter und Kind wird alles kritisch betrachtet, was den Stillerfolg stören könnte. Auch für die Peridural-Analgesie (PDA) zur Schmerzlinderung unter der Geburt gab es dazu negative Berichte, vor allem wenn Fentanyl im Schmerzmittel enthalten war. Dieser Zusatz zum Lokalanästhestikum (LA) kann dessen Konzentration so weit erniedrigen, dass die Beinbeweglichkeit und die Kraft zum Pressen erhalten bleiben. Nun untersuchte eine Studie an der Northwestern University in Chicago den Einfluss des Fentanylzusatzes in der PDA auf den Stillerfolg an 345 Mehrgebärenden. Ob ohne Fentanyl, mit niedriger oder hoher Konzentration: Nach sechs Wochen stillten in allen drei Gruppen praktisch gleich viele Mütter. Damit konnte gezeigt werden, dass das Stillen durch eine geburtshilfliche PDA nicht negativ beeinflusst wird.

Falsche Nascherei

Falsche Nascherei20.10.2017

Um ihr Kind zu trösten, geben manche Eltern ihren Kindern gern Süssigkeiten. Aber eine norwegische Studie zeigt: Kinder, die von ihren Eltern oft mit Süssigkeiten getröstet wurden, neigen auch später zu „emotionalem Essen“. Damit stillen Menschen nicht ihren Hunger, sondern sie bekämpfen schlechte Gefühle. Erhalten Kinder oft etwas Süsses gegen unschöne Erfahrungen, sehen sie dies als Bewältigungsstrategie, um Unangenehmes zu vermeiden. Nahrungsmittel, die Kinder gegen Furcht, körperliche oder seelische Verletzungen verzehren, sind in der Regel auch besonders kalorien- und kohlenhydratreich und regen die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin an, auch bekannt als „Glückshormon“. Die bessere Alternative: Umarmen Sie Ihr Kind und sprechen Sie liebevoll mit ihm, wenn es traurig ist oder ihm etwa wehtut. Finden Sie heraus, was Ihrem Kind helfen kann – aber ohne "leere" Kalorien.

Teilen ist weiblich

Teilen ist weiblich16.10.2017

Frauen entwickeln positive Gefühle, wenn sie grosszügig sind, wie eine Studie der Universität Zürich zeigt. Das Belohnungszentrum im Gehirn wird bei ihnen aktiviert. Unter anderem werden Glückshormone wie Endorphine ausgeschüttet. Dieser Hirnbereich war bei Frauen besonders aktiv, wenn sie teilten, wie die Forscher berichten. Bei Männern hingegen war er aktiver, wenn sie eine egoistische Entscheidung trafen. Die Wissenschaftler nehmen an, dass das geschlechtsabhängige Verhalten von der Gesellschaft antrainiert wird. Es sei nicht angeboren. Das Belohnungszentrum sei stark mit Lernprozessen im Gehirn verbunden: "Frauen lernen, eher eine Belohnung für pro-soziales als für egoistisches Verhalten zu erwarten". Der Mechanismus kann allerdings auch süchtig nach Wiederholung machen – etwa bei Spielsucht.

Saubere Hände

Saubere Hände14.10.2017

Desinfektionssprays, Hygienetücher und antibakterielle Gels werden überall beworben und verkauft. Doch wie sinnvoll sind die Hygieneprodukte für den Verbraucher? Ärzte und Hygiene-Experten sehen den zunehmenden Hausgebrauch skeptisch. Nur in Ausnahmefällen seien sie im Privathaushalt sinnvoll und notwendig, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Im Klartext bedeutet das: Seife und Wasser reichten für den Alltagsgebrauch aus und ein bisschen Dreck schadet nicht. In bestimmten Fällen können die Inhaltsstoffe in Desinfektionsmitteln sogar eine Gefahr für die Gesundheit werden, z.B. bei empfindlichen Menschen mit einer Neigung zu Allergien und Ekzemen. Ein weiteres Problem: Mikroorganismen können Toleranzen gegen Wirkstoffe bilden, wenn sie diesen in nicht tödlichen Konzentrationen ausgesetzt werden, sogenannte Resistenzen. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika gefördert, die im Ernstfall ihre Wirkung nicht entfalten können.

Grippe-Impfung

Grippe-Impfung11.10.2017

Wenn eine schwangere Frau an einer Influenza, der echten Grippe, erkrankt, steigt ihr Risiko für eine Frühgeburt. Bei den Frühgeborenen verursachen die Influenza-Viren und das hohe Fieber oft schwere Lungenentzündungen und einen dauerhaften Gehirnschaden. Aber auch termingerechten Neugeborenen schadet das Influenza-Virus. Nicht überraschend, dass Schwangeren die Grippeimpfung im Herbst besonders empfohlen wird. Denn die Antikörper, die die schwangere Frau danach gegen die Grippe entwickelt, gibt sie auch auf ihr Baby weiter, das so in seinen ersten Lebenswochen mit geschützt wird. Die Impfung kann vor der Schwangerschaft stattfinden oder nach der 12. Schwangerschaftswoche bis in die letzten Wochen vor der Geburt. Sie schadet weder der Schwangeren noch dem Baby, wie zahlreiche Untersuchungen bis ins Schulalter hinein gezeigt haben.

Bärendreck… schleck!

Bärendreck… schleck!05.10.2017

Süssholzextrakt (Lakritz) schmeckt gut… und hilft z.B. bei Magenschmerzen und Husten. Hat aber auch Nebenwirkungen, wenn man zu viel davon konsumiert: Wasser und Natrium werden im Körper zurückgehalten, während Kalium verloren geht. Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme), Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche können die Folge sein. Besonders schwerwiegend ist die Wirkung, wenn man Medikamente einnimmt. Das im Lakritz enthaltene Glycyrrhizin verändert die Aktivität von Enzymen in der Leber, die am Medikamentenstoffwechsel beteiligt sind. So werden die Medikamente entweder zu schnell oder zu langsam verarbeitet. Fachleute empfehlen gesunden Menschen, nicht mehr als 50 bis maximal 100 Gramm täglich zu verzehren. Risikogruppen wie Bluthochdruckpatienten, Diabetiker und Schwangere, aber vor allem auch Kinder, sollten deutlich unter dieser Grenze bleiben. Der gelegentliche Konsum von kleinen Mengen sei dagegen unbedenklich.

Nicht auf dem Schoss

Nicht auf dem Schoss02.10.2017

Eigentlich will man sein Kind nur schützen: Wenn Eltern mit ihrem Nachwuchs zusammen auf die Rutsche gehen, bewirken sie aber genau das Gegenteil. Laut amerikanischen Forschern steigt das Risiko für schwere Verletzungen  bei Kleinkindern, v.a. im Alter unter drei Jahren, wenn sie auf dem Schoss ihrer Eltern rutschen. Das sind in erster Linie Schienbein- oder Unterschenkelbrüche sowie Platzwunden. Diese entstehen, wenn die Kleinen mit einem Bein an der Rutsche hängen bleiben, der Schwung der zweiten Person sie aber weiterschiebt. Sollte man also auch Kleinkinder lieber alleine rutschen lassen? Ja! Rutscht ein Kind alleine, hat es weniger Schwung - und die Schubkräfte wirken nicht so stark auf die Beine. Am sichersten rutschen kleine Kinder auf dem Bauch, mit den Füssen zuerst. So landet das Kind entweder sicher mit den Füssen - oder aber mit dem Füdli auf dem Boden. Beides besser, als ein Knochenbruch oder eine Platzwunde.

Fruchtsaft-Alarm

Fruchtsaft-Alarm29.09.2017

Die neuen Empfehlungen der Amerikanischen Kinderärztevereinigung: Babys sollten im ersten Lebensjahr grundsätzlich keine Fruchtsäfte erhalten und im Kleinkindalter lieber Obst essen. Im ersten Lebensjahr haben Fruchtsäfte keinen Nutzen für die Ernährung. Sie enthalten sehr viel Zucker und fördern die Entwicklung von Karies. Die leicht verdaulichen Kohlenhydrate machen dick und der süsse Geschmack könnte auf den späteren Konsum von anderen Süssgetränken prägen. Fruchtsäfte sind ausserdem frei von Ballaststoffen. Zum Stillen von Durst sei bei kleinen Kindern Milch und später Wasser das Beste. Fruchtsäfte sind auch kein Hausmittel gegen Durchfallerkrankungen. Im Gegenteil: Chronische Durchfälle, unter denen viele Kinder im Alter von 6 bis 36 Monaten leiden, bessern sich, wenn die Fruchtsäfte komplett gestrichen werden.

Papa und Mama im Wechsel

Papa und Mama im Wechsel26.09.2017

Vorschulkinder profitieren offenbar nach Trennung der Eltern vom sogenannten Wechselmodell (Paritätsmodell), in dem Kinder nach der Trennung ihrer Eltern abwechselnd bei beiden Elternteilen wohnen, und zwar in einem möglichst gleichberechtigten Verhältnis. In Schweden werden rund ein Drittel aller Vorschulkinder von getrennt lebenden Eltern auf diese Weise betreut. Eine Studie hat dort ergeben, dass sie deutlich weniger psychologische Probleme haben als Trennungskinder, die meist oder ausschliesslich bei einem Elternteil wohnten. Der enge Bezug zu Mutter UND Vater spielt also offenbar eine wichtigere Rolle für das kindliche Wohlbefinden als die Probleme, die sich allenfalls aus dem Hin- und Herwechseln zwischen den Haushalten ergeben könnten. Zudem bedeute es für den einzelnen Elternteil weniger Stress, wenn man sich die Kinderbetreuung teilen könne. Und davon profitierten letztlich auch die Kinder.

Werbeverbot für jede Säuglingsmilch

Werbeverbot für jede Säuglingsmilch23.09.2017

Nahrungsprodukte für Säuglinge über sechs Monate werden oft in fast identischer Verpackung angeboten wie Produkte für Säuglinge unter sechs Monaten. Faktisch wird damit das in der Schweiz geltende Werbeverbot für Säuglingsanfangsnahrung (1.-6. Monat) umgangen. Die in der Herbstsession von Nationalrätin Yvonne Feri, SP AG, und 14 mitunterzeichnenden Nationalrätinnen und Nationalräten eingegebene Motion 17.3661 „Werbebeschränkungen für Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen“ will dies unterbinden und fordert, dass das Werbeverbot für alle Muttermilchersatzprodukte für Säuglinge bis zu einem Alter von 12 Monaten gelten soll. Dies mit dem Ziel, das Stillen besser zu schützen, da Muttermilch im Vergleich zu Ersatzprodukten gesundheitliche Vorteile aufweist.

Die Zigi im Freien

Die Zigi im Freien20.09.2017

Dass Passivrauchen Kindern schadet, ist inzwischen Allgemeinwissen. Aber auch Eltern, die ausserhalb der Wohnung rauchen, müssen nach neuesten Forschungsergebnissen damit rechnen, dass ihre Kinder häufiger unter Bronchitis oder Asthma leiden. Denn jeder Raucher schleppt in seinen Haaren und in der Kleidung Nikotin und krebserzeugende Substanzen, lungengängige Partikel und weitere giftige Stoffe in die Wohnung. Raucher atmeten zudem noch bis zu 90 Sekunden nach dem letzten Zug Rauchpartikel aus. Auch an den Händen bleiben Bestandteile des Tabakrauchs. Betroffen sind v.a. Babys und Kleinkinder, die häufig auf den Arm genommen werden. Gefahr besteht auch, weil kleine Kinder alles in den Mund nehmen und ablutschen. Grundsätzlich reagieren Kinder besonders empfindlich auf die im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe, weil sich ihre Organe noch in der Entwicklung befinden. Die Lunge zum Beispiel kann schnell erheblich geschädigt werden.

Fett weg!

Fett weg!16.09.2017

Es gibt ihn wirklich, den Winterspeck. Das haben Forscher der Cornell-Universität (USA) gerade bewiesen und eigentlich ist er fast nicht vermeidbar. Im September bringen wir über das Jahr gesehen am wenigsten, um die Weihnachtstage herum am meisten auf die Waage. Das liegt nicht nur an den bekanntlich kulinarisch-schwerwiegenden Feiertags-Events, sondern auch an nicht ganz so offensichtlichen Kalorien wie beispielsweise denen im Champagner und Glühwein (200 kcal pro Glas!). Und wie wird man die Pfunde wieder los? Kleinere Teller lassen uns bis zu 30% weniger essen - und bunte Teller machen schneller satt. Dazu Bewegung, konsequentes Snackverbot und ausreichend Schlaf. Das ist übrigens auch der beste Weg, gar nicht erst in die Winterspeck-Falle zu tappen. Denn wer ab Oktober überflüssige Kalorien vermeidet, braucht im Januar die Pölsterli nicht wieder loszuwerden.

Vergessliche Mütter

Vergessliche Mütter12.09.2017

Viele Schwangere klagen darüber, vergesslicher und verwirrter zu sein. Doch gibt es „Schwangerschaftsdemenz“ wirklich? Das wurde jetzt in einer aktuellen Studie in den USA an 77 Schwangeren und 24 Wöchnerinnen untersucht. Die Wissenschaftler überprüften Lesefähigkeit, Arbeits- und Langzeitgedächtnis, Denkgeschwindigkeit sowie die Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Ergebnis: Die kognitiven Fähigkeiten nehmen im Verlauf der Schwangerschaft nicht ab. Erst in den ersten Wochen nach der Geburt fällt vielen Frauen das Denken schwerer. Und auch beim Test zum schlussfolgernden Denken schnitten viele Wöchnerinnen gegenüber den Schwangeren schlechter ab. Die Forscher vermuten, dass dies eine Folge der Erschöpfung nach der Geburt und durch Schlafmangel ist. Auch Stimmungsschwankungen und fehlende soziale Unterstützung könnten eine Rolle spielen.

Zuckerpause

Zuckerpause09.09.2017

Was passiert im Körper eines Kindes, wenn es mal eine Weile auf Zucker verzichtet? Diese Frage untersuchten kalifornische Wissenschaftler bei 41 übergewichtigen Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 19 Jahren. Sie erhielten neun Tage lang Mahlzeiten mit dem gleichen Gehalt an Kalorien und Nährstoffen wie zuvor, die Nahrung enthielt jedoch Stärke statt Zucker. Gemessen wurden die Fettwerte in der Leber, im Bauchfett und in der Haut, sowie die Menge des ausgeschütteten Insulins im Blut. Schon nach zehn Tagen waren Fettwerte und Insulinausschüttung deutlich verringert, das Körpergewicht der Teilnehmer sank durchschnittlich um 0,9 Kilogramm. Experten warnen vor allem vor gesüssten Getränken und süssen Fruchtsäften, weil die enthaltene Zuckermenge dort besonders stark unterschätzt wird. Ein Glas Limonade enthält z.B. bis zu 8 TL Zucker.

Stillen gegen Multiple Sklerose

Stillen gegen Multiple Sklerose06.09.2017

Seit Längerem ist bekannt, dass Frauen mit Multipler Sklerose während der Schwangerschaft deutlich seltener Krankheitsschübe erleiden. Nach der Geburt steigt die Schubfrequenz aber dann um das Fünffache - es sei denn, die Mütter stillen ihre Kinder. Jetzt wurde untersucht, ob das Stillen auch gesunde Frauen vor einer späteren MS-Erkrankung schützt. Das Ergebnis: Frauen, die ihre Kinder 15 Monate oder länger gestillt haben, erkranken laut der Veröffentlichung in "Neurology" nur halb so häufig an einer MS. Eine späte Pubertät hat ebenfalls eine schützende Wirkung. Der gemeinsame Faktor könnte sein, dass weniger Eisprünge stattfinden, was eine veränderte Hormonsituation ergibt. Übrigens: Die diesjährige Weltstillwoche findet vom 16. bis 23. September 2017 statt unter dem Slogan „Stillen geht uns alle an“! >>> Weitere Informationen

Spermien auf dem Rückzug

Spermien auf dem Rückzug03.09.2017

Immer weniger Spermien sind pro Milliliter im Sperma enthalten, und auch die Spermienanzahl pro Samenerguss sinkt seit 1973. In westlichen Ländern sei ein Spermienschwund um 50 bis 60 Prozent zu verzeichnen, wie israelische Forscher jetzt berichteten. Dabei geht es allein um die Zahl der Spermien, nicht um deren Beweglichkeit oder mikroskopisch erkennbare Veränderungen. Eine Aussage über die Ursachen der vermuteten Spermien-Krise lassen die Daten nicht zu. Rauchen, das Mobilphon in der Hosentasche, Umweltgifte oder muskelaufbauende Hormone stehen im Verdacht. Anlass zur Panik bestünde nach Aussage der Experten jedoch nicht: Mit immer noch rund 47 Millionen Spermien je Milliliter Ejakulat sei „Mann“ immer noch ausreichend fruchtbar.

paramama.ch

paramama.ch28.08.2017

Querschnittgelähmte Frauen wünschen sich Kinder, sie werden schwanger, sie werden Mamas. Aufgrund ihrer Behinderung werden sie aber mit zusätzlichen Fragen konfrontiert: Welche Schwangerschaftskomplikationen können auftreten? Welche Bedingungen müssen im Spital für mich erfüllt sein? Wie merke ich, wenn die Wehen einsetzen? Kann ich natürlich gebären? Mit welchen Hilfsmitteln und Tricks meistere ich den Alltag im Rollstuhl mit einem Kind? paramama.ch, die neue Dienstleistung der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, beantwortet diese Fragen. Es ist die erste Plattform in der Schweiz, die umfassende Informationen für querschnittgelähmte Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Mamis im Rollstuhl bereit stellt. Ziel ist der Erfahrungsaustausch und der Aufbau eines Netzwerkes. Erzählen Sie es weiter oder machen Sie mit!

Die beliebtesten Babynamen

Die beliebtesten Babynamen25.08.2017

Genau 87'883 Babys wurden 2016 in der Schweiz geboren und benannt. Die Spitzenreiter in der Deutschschweiz waren Mia (488), Emma (446) und Elena (327) bei den Mädchen und Noah (477), Liam (433), Gabriel und Luca (345) bei den Knaben. Es zeichnen sich teilweise klare Unterschiede nach Sprachregion ab. Die Deutschschweiz hat Noah und Mia als Spitzenreiter erkoren. In der französischen Schweiz sind es Gabriel und Emma, welche dominieren. In der italienischen Schweiz zieren Leonardo und Sofia das oberste Podest und Laurin und Valentina waren im rätoromanischen Sprachgebiet auf dem ersten Rang im Jahr 2016. Mehr Details hier....

Häufiger Sex hilft

Häufiger Sex hilft22.08.2017

Klappt es nicht mit dem Kinderwunsch, weil die Qualität des Spermas nicht optimal ist, wird Männern oft einige Tage Enthaltsamkeit vor dem Sex empfohlen. Das soll die Chancen steigern, weil das Ejakulat dann deutlich mehr Spermien enthält. Allerdings verdoppelt sich dann auch rasch der Anteil der unbeweglichen und geschädigten Spermien, was wiederum eine erfolgreiche Befruchtung erschwert. Eine neue Studie an mehr als 12.000 Samenspendern kommt daher zu dem Schluss, dass täglicher Sex keinen negativen Einfluss auf die Spermienqualität hat, ganz im Gegenteil: Paaren mit Kinderwunsch seien eher kurze Abstände beim "Herzeln" zu empfehlen. Vor allem bei Methoden zur künstlichen Befruchtung wie ICSI und IMSI, bei denen es weniger auf Quantität, sondern auf Qualität ankommt, sollten die Abstinenzperioden möglichst kurz sein.

Unfallchirurgen warnen

Unfallchirurgen warnen19.08.2017

Mediziner warnen eindrücklich vor den Verletzungsgefahren für Kinder durch Trampolinsprünge. Seitdem auf privaten Grundstücken immer mehr Trampoline stehen, steigt die Zahl der Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen, Prellungen und Platzwunden. Die Unfälle werden den Experten zufolge beispielsweise durch Saltos und kaputte Sicherheitsnetze. Am gefährlichsten seien Stürze auf den Boden, auf den Trampolinrand und die Stahlfedern sowie Zusammenstösse mit anderen Kindern. Besonders Kleinkinder seien gefährdet. Ihre koordinativen und motorischen Fähigkeiten seien noch unzureichend ausgebildet, ihre Gelenke äusserst instabil. Hüpfen Kinder unterschiedlichen Alters und Gewichts gemeinsam, fliegt das leichtere Kind mitunter unkontrolliert durch die Luft. Mit entsprechender Vorsicht befürworten Kinderärzte den Springspass zur Stärkung der kindlichen Muskulatur im häufig bewegungsarmen Alltag.

Schnitt macht dick

Schnitt macht dick16.08.2017

Vaginal geborene Babys – oder per Kaiserschnitt geborene Babys, die anschliessend den natürlichen Bakterien ihrer Mutter ausgesetzt wurden („vaginal seeding“) – könnten im späteren Leben ein deutlich geringeres Risiko für Übergewicht haben, wie jetzt eine US-Studie mit 1441 termingerecht geborenen Kindern herausfand. Erstaunlicherweise war dieser schützende Effekt bei Säuglingen übergewichtiger Mütter sogar noch stärker. Bei der Geburt auf natürlichem Wege kommt ein Baby mit einem Heer an gutartigen Bakterien im Geburtskanal der Mutter in Kontakt und kann so die Darmbakterien aufbauen, die nützlich für Gesundheit und Verdauung sind. Bei per Kaiserschnitt geborenen Kinder erfolge der erste Kontakt typischerweise zu Bakterien der Haut der Mutter und des Arztes sowie des Gebärsaals.

Frühchen-Entwicklung

Frühchen-Entwicklung13.08.2017

Etwa eins von zehn Babys kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche als Fühgeborenes auf die Welt - je früher, umso grösser ist sein Risiko, mit einem Hirnschaden ins Leben zu starten. Da ihre Lunge noch nicht vollständig entwickelt ist, können Frühgeborene oft nicht richtig atmen. Zudem können die zarten Blutgefässe, die das unreife Gehirn mit Sauerstoff versorgen, leicht reissen – es kann zu Hirnblutungen und Sauerstoffmangel kommen. Eine von kanadischen Wissenschaftlern entwickelte Methode kann nun Hinweise liefern, ob das Frühgeborene eine geistige oder Bewegungsstörung entwickeln könnte: Ein für das Kind völlig unschädlicher Hirn-Scan (Magnetresonanztomografie, MRI) zeigt bestimmte Veränderungen im Gehirn. Entwicklungsstörungen können so früher erkannt und möglicherweise erfolgreich behandelt werden.

Kaffee - Gesünder als gedacht

Kaffee - Gesünder als gedacht10.08.2017

Laut einer soeben veröffentlichten Studie sollen Kaffeetrinker länger leben. Die Forscher des Imperial College London werteten über einen Zeitraum von 16 Jahren die Daten von Kaffee-Trinkern und Nicht-Kaffee-Trinkern aus. Das Ergebnis: Menschen, die mehr Kaffee trinken, wiesen im Beobachtungszeitraum ein um 7 – 12 % geringeres Risiko bei allen Todesursachen auf. Das zeigte sich v.a. bei Kreislauferkrankungen und Krankheiten im Verdauungssystem. Andere wichtige Einflüsse, beispielsweise Ernährung und Rauchen, wurden bereits in der Berechnung berücksichtigt. Sollen wir nun alle mehr Kaffee trinken? Jein… so das Fazit der Wissenschaftler. Weitere Studien seien nötig. Unsere Empfehlungen zum Kaffeegenuss in Schwangerschaft und Stillzeit…

Der Kuscheltier-Zoo

Der Kuscheltier-Zoo07.08.2017

Ob Maus oder Elefant – Hauptsache das Kuscheltier ist immer dabei. Ein Schmusetier hilft den Kleinen beim Einschlafen oder tröstet in ungewohnten Situationen. Meist sammelt sich aber zusätzlich schnell eine enorme Anzahl an Stofftieren an – nach Expertenmeinung ist solch eine grosse Menge gar nicht notwendig. Fünf oder sechs Plüschtiere sind eine angemessene Anzahl, damit das Kind noch den Überblick behalten kann. Eltern dürfen im Kinderzimmer durchaus einmal aussortieren und auch regulierend eingreifen, wenn Verwandte oder Freunde bei jedem Besuch ein neues Kuscheltier mitbringen.

Keine Panik!

Keine Panik!03.08.2017

Infektionen in der Schwangerschaft sind nicht ungewöhnlich. Beim Nachweis eines bakteriellen Erregers kann eine Antibiotikatherapie notwendig werden – auch um eine Schädigung des ungeborenen Kindes oder eine Fehlgeburt durch die Infektion zu verhindern. Eine kanadische Forschergruppe hat jetzt alle Fehlgeburten in der Provinz Quebec von 1998 bis 2009 untersucht. Darunter waren 1.428 Fälle (16,4 Prozent) von Antibiotika-Einnahme. Ergebnis: Penicilline und Cephalosporine waren nicht mit einer erhöhten Rate von Fehlgeburten assoziiert. Das bestätigt die hohe Sicherheit dieser bewährten Antibiotika, die bei Infektionen in der Schwangerschaft Mittel der Wahl sind. Als bedenklich gelten dagegen Chinolone, Tetrazykline und Metronidazol, aber auch Sulfonamide und Makrolid-Antibiotika.

Wattestäbchen

Wattestäbchen29.07.2017

Laut einer aktuellen Studie aus den USA werden jährlich 12.500 Kinder unter 18 Jahren in US-Notaufnahmen wegen Ohrverletzungen durch Wattestäbchen behandelt – drei Viertel der Fälle wurden beim Reinigen der Ohren verursacht. Es kam v.a. zu Trommelfellperforationen und Gewebeverletzungen. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass Wattestäbchen nicht für das Reinigen von Ohren eingesetzt werden. Viele Eltern gehen immer noch von der falschen Vorstellung aus, dass der Gehörgang gereinigt werden muss. Aber die Gehörgänge reinigen sich normalerweise selbst. Wattestäbchen drücken Ohrenschmalz nicht nur näher zum Trommelfell, es besteht auch ein erhebliches Risiko von leichten bis schweren Verletzungen.

Babys und Kleinkinder gut ernähren

Babys und Kleinkinder gut ernähren24.07.2017

Wenn Kinder essen lernen, gilt es einiges zu beachten: Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Grundlage für die gesunde Entwicklung des Kindes bis ins Erwachsenenalter. Um Eltern bei Fragen rund um die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern zu unterstützen, hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachorganisationen die offiziellen Schweizer Empfehlungen zur „Ernährung in den ersten 1000 Lebenstagen – von pränatal bis zum 3. Geburtstag“ erarbeitet und Anfang Juni 2017 als Broschüre veröffentlicht. Die 30-seitige Broschüre kann man gratis in gedruckter Form beim Bund bestellen oder als PDF herunterladen. Sie ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich.

Legasthenie im Röntgenbild

Legasthenie im Röntgenbild19.07.2017

Rund jedes 20. Kind hat eine Lese-Rechtschreibschwäche. Trotz normaler Intelligenz fällt es Kindern mit Legasthenie schwer, Wörter richtig zu lesen und zu schreiben. Ein MRT-Scans des Gehirns im Vorschulalter kann mit einer Trefferquote von 75 % zeigen, ob ein Kind am Ende der ersten Klasse an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet. Das haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften herausgefunden. Möglicherweise könnte die Methode in vereinfachter Form zur Früherkennung einer Legasthenie bei Kindern im Vorschulalter genutzt werden. Mit einer entsprechenden Förderung könnte so die Ausprägung der Störung deutlich abgeschwächt werden und die Kinder, ihr Selbstbewusstsein und die Lernmotivation müssen nicht leiden.

Hamster als Haustier

Hamster als Haustier14.07.2017

Kleine Hamster sind ja so herzig – und können sogar in einer kleinen Wohnung gehalten werden, denn sie brauchen nicht viel Platz, sind in der Anschaffung und im Unterhalt günstig und brauchen nicht viel Beschäftigung. Viele Eltern denken deshalb, dass die kleinen Nager das perfekte Einstiegstier für ein Kind sind. Als Haustier und Spielkamerad für Kinder sind sie aber gerade nicht geeignet. Hamster sind nachtaktive Tiere, die am Tag schlafen und nicht gestört werden wollen. Ausserdem sind Hamster keine Streicheltiere: Sie mögen es nicht, ständig angefasst und hochgenommen zu werden. Man sollte sich immer bewusst sein, das es sich um ein Lebewesen handelt, dessen Bedürfnisse respektierten sein wollen, um ihm einen halbwegs natürlichen Lebensraum zu schaffen.

Pränataldiagnostik - ja oder nein?

Pränataldiagnostik - ja oder nein?10.07.2017

Seit vielen Jahrzehnten ist das Screening nach Chromosomenstörungen, wie der Trisomie 21, ein bedeutender Teil der vorgeburtlichen Diagnostik. Jedoch hat sich das Screeningkonzept in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Dabei sind vor allem die nicht-invasiven Testverfahren viel effektiver geworden, aber auch komplexer, damit schwieriger zu erklären – und zu verstehen. Die Elternvereinigung insieme Schweiz hat für werdende Eltern die Broschüre "Vorgeburtliche Tests – Sie entscheiden“ erstellt. Sie enthält Informationen zu nicht-invasiven und invasiven Untersuchungsmethoden, ausserdem einen Entscheidungsparcours zum Durchklicken und eine Fragesammlung und nennt zudem weitere Informations- und Beratungsstellen. Zum Download. 

Ein Stück Mutterkuchen

Ein Stück Mutterkuchen07.07.2017

Ist es sinnvoll, die Plazenta zu verspeisen? Befürworter schreiben dem Mutterkuchen eine rasche Auffüllung der Eisenspeicher von frischentbundenen Müttern zu, ausserdem eine vorbeugende Wirkung gegen Depressionen. Tatsächlich bewiesen ist davon allerdings nichts – und es gibt Hinweise darauf, dass der Schaden überwiegt. In den USA ist ein Neugeborenes gerade schwer an einer Streptokokkensepsis erkrankt, weil die Mutter Kapseln mit ihrem getrockneten Plazentagewebe eingenommen hat und über die Muttermilch auf ihr Baby übertragen hat. Eine aktuelle Studie aus den USA untersuchte gerade, ob „Plazentophagie“ wirklich nützt. Gesunde Frauen erhielten nach der Entbindung entweder Kapseln mit ihrem eigenen Plazentagewebe oder mit Rindfleisch. Der Eisenstatus wurde dann mehrfach bestimmt. Das Ergebnis: Kein statistisch relevant messbarer Unterschied zwischen der Plazenta- und der Placebogruppe!

Sommer, Hitze... s'müffelet...

Sommer, Hitze... s'müffelet...04.07.2017

Aus geruchlosem, frischem Schweiss entsteht erst durch die Aktivität von Hautbakterien eine stinkende Substanz. Und diese verstärkt sich, wenn die Mikroben mit dem Schweiss in die Kleidung gelangen. Da gibt es allerdings Unterschiede: Verschwitzte Textilien aus Polyester riechen strenger als solche aus Baumwolle. Belgische Forscher haben nun herausgefunden, dass sich bestimmte natürliche Hautkeime, die sogenannten Mikrokokken, in Kleidung aus Kunststoffgeweben stärker vermehren als in Naturstoffen. Möglicherweise begünstigt die lockere Struktur der Polyesterfasern das Wachstum der geruchsbildenden Mikrokokken. Jetzt könne man versuchen, so die Forscher, ganz gezielt das Wachstum von Mikrokokken in Kleidungsstoffen zu hemmen. Bis das gelingt, hilft es nur, auf Baumwolle & Co. umzusteigen, zumindest in der heissen Jahreszeit.

Zehen schauen nach innen?

Zehen schauen nach innen?01.07.2017

Kleine Kinder zeigen häufig einen Einwärtsgang (Einwärtsdrehung des Vorfusses), der bei manchen von ihnen bis zum Primarschulalter anhält. In den meisten Fällen korrigiert sich diese Gangart von selbst und erfordert keine Behandlung. Bemerken Eltern aber, dass ihr Kind Schwierigkeiten beim Gehen hat, häufig stolpert oder hinfällt, hinkt oder Schmerzen angibt, sollten sie mit ihm zum Kinderarzt gehen – und ihm auf keinen Fall ohne ärztlich Anweisung Korrekturschuhe anziehen. Videoaufnahmen beim Gehen von vorne und von hinten im Abstand von einem Jahr zeigen, ob sich die Gangart verändert. Die Ursache liegt häufig in einer Einwärtsdrehung des Oberschenkelknochens in den Hüftgelenken. Die Kinder sitzen gerne im Zwischenfersensitz, d.h. das Gesäss ist zwischen beiden nach aussen gewinkelten Beinen. Mit zunehmendem Wachstum richtet sich das Becken auf und der Gang normalisiert sich. 

Energydrinks nicht für Kinder!

Energydrinks nicht für Kinder!28.06.2017

Ein 16-Jähriger ist in den USA an den Folgen einer Überdosis Koffein gestorben, nachdem er innerhalb von zwei Stunden drei koffeinhaltige Getränke zu sich genommen habe – einen Milchkaffee, eine Zitronenlimonade mit hohem Koffeingehalt und einen Energydrink. Das habe mit hoher Wahrscheinlichkeit Herzrhythmusstörungen bei dem ansonsten gesunden Jungen ausgelöst. Der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BFJK) warnt nun davor, Kindern koffeinhaltige Energydrinks zu geben. Besonders gefährlich sei dies für herzkranke Jugendliche und bei gesunden Jugendlichen in Kombination mit Alkohol oder anstrengender körperliche Betätigung.

Kameras statt Hautkontakt

Kameras statt Hautkontakt25.06.2017

Das Universitätsspital Zürich (USZ) testet eine neue Überwachungs-Technologie ein neues Kamerasystem zur Überwachung von Frühgeborenen – mitentwickelt von Forschern der ETH Lausanne. Die hochsensible Kamera kann ohne direkten Körperkontakt aufgrund von minimalsten Veränderungen der Haut die Herzfrequenz messen, z.B. auf der Stirn. Die Technologie überwacht zudem die Atmung auf Grund der Bewegungen der Brust und der Schultern. Sollten die weiteren Tests erfolgreich verlaufen, könnte das neue Kamerasystem dereinst die Hautsensoren ersetzen. Bisher muss das Neugeborene bei jedem (Fehl-)Alarm angefasst und dadurch gestört werden – fast 90 Prozent sind Fehlalarme. Und das führt zu Stress für das Baby und zu unnötigen Einsätzen von Pflegefachleuten.

Ohne Autsch!

Ohne Autsch!22.06.2017

Viele Eltern von Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) berichten von einer reduzierten Schmerzwahrnehmung. Das wurde in einer aktuellen deutschen Studie zur Schmerzempfindlichkeit von ADHS-Patienten bestätigt. Es zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den drei untersuchten Gruppen: Kinder mit ADHS ohne Medikation zeigten die geringste Schmerzwahrnehmung, Kinder mit ADHS unter Methylphenidat (MPH) zeigten eine deutlich höhere Schmerzwahrnehmung, die mit der von Kindern aus der Kontrollgruppe ohne ADHS vergleichbar war. Die Autoren vermuten, dass bei Kindern mit ADHS ein Defizit an körpereigenen Schmerzübertragungsstoffen vorliegt, das mit Hilfe von MPH korrigiert wird. Sie sehen ausserdem einen Zusammenhang zwischen der erhöhten Unfallgefährdung der Kinder mit ADHS und ihrer Schmerzunterempfindlichkeit.

Babybauch und Nacktscanner

Babybauch und Nacktscanner19.06.2017

Auch am Flughafen Zürich Kloten sind bereits Körperscanner (Bodyscanner, Nacktscanner) im Einsatz, also Glaskabinen, in die sich die Passagiere einzeln hineinstellen und die Arme heben müssen. Werdenden Müttern vedirbt das nicht selten den Spass am Fliegen: Schadet die Strahlung dem ungeborenen Baby? Experten verneinen das: Die geringe Strahlung, die ein Metalldetektor (Handdetektor) oder ein Körperscanner erzeugt, gilt als unbedenklich für jeden, auch für Schwangere. Die eingesetzte Strahlendosis entspricht ungefähr der Dosis, der ein Passagier bei einem zweiminütigen Flug in Reiseflughöhe (ca.10 km Höhe) ausgesetzt ist. Grundsätzlich kann jedoch niemand dazu gezwungen werden - Sie können bei der Sicherheitskontrolle statt eines Scans eine Leibesvisitation verlangen.

Ab wann allein unterwegs?

Ab wann allein unterwegs?17.06.2017

Kinder können ab dem fünften Lebensjahr kurze Wege allein gehen – jedoch nur, wenn die Wege vertraut sind und sie diese schon einige Male mit ihren Eltern gemeinsam zurückgelegt haben. Dann können sich die meisten Kinder ausreichend im nahen Umfeld selbstständig orientieren. Natürlich sollte die Strecke möglichst verkehrssicher sein. Für die Kinder ist es ein schönes Gefühl, wenn sie das gemeistert haben. Ängstliche Kinder soll man nicht dazu drängen. Vielleicht mag das Kind schon bald allein zum Freund gehen oder zum benachbarten Spielplatz. Früher oder später hat jedes Kind Lust auf Entdeckungstouren ohne die Eltern.

Baby-led Weaning

Baby-led Weaning13.06.2017

Beim Baby-led Weaning (BLW) – also vom Baby gesteuertes allmähliches Abstillen – sollen Babys ohne den Umweg über Brei an feste Kost herangeführt werden, sozusagen durch „Fingerfood“. Das Baby greift zu in Stücke geschnittenen Lebensmitteln, die es sich selbst vom Familientisch nimmt und in den Mund führt. Der Berufsverband der deutschen Kinderärzte warnt jedoch vor dem Trend. Es sei durchaus wünschenswert, dass ein Kind Lebensmittel eigenständig zum Mund führt. Bei Säuglingen, die „von der Hand in den Mund“ leben, ist das Nahrungsangebot aber oft nicht mehr ausgewogen. So kann es sein, dass ein Kind nicht genug vom wichtigen Eisen aufnimmt, wenn es nur an einem Stück Fleisch saugt. Motorisch ungeschickte Babys werden beim Fingerfood-Konzept oft nicht richtig satt oder verschlucken sich an einem Stück Gemüse oder Obst. Empfehlenswert sei der bewährte Beikost-Ernährungsplan, der Fingerfood nicht ausschliesst.

Neue Notfalldienst-App

Neue Notfalldienst-App10.06.2017

Der ambulante ärztliche Notfalldienst in der Schweiz ist ziemlich kompliziert organisiert. Es gibt mehr als 100 verschiedene Telefonnummern für ärzteeigene Call Center und regionale Notfalldienste. Die neue kostenlose Mobile App doccall verbindet Nutzer schweizweit direkt - vor allem ausserhalb von Praxis-Öffnungszeiten oder bei Problemen ausserhalb des Wohnortes. Der Anrufende muss sich keine Nummern mehr merken oder ausfindig machen, ein Klick in der doccall App genügt und der User wird mit dem ärztlichen Notfalldienst der jeweiligen Region verbunden. Ab Sommer 2017 können auch die Patientendaten (inklusive Krankenkasseninformation) mit Einverständnis des Patienten an das Call Center und zusammen mit dem aktuellen Standort an den dienstleistenden Arzt übertragen werden.

Heile, heile…

Heile, heile…07.06.2017

Schürfwunden sind bei Kindern im Sommer an der Tagesordnung. Beim grossen Geschrei und erstem Schreck hilft oft ein Zauberspruch. Und auf die Hautabschürfung zu pusten. Doch bringt diese uralte „Heilmethode“ etwas? Leider nicht wirklich! Experten halten nur den psychologische Effekt, die Zuwendung und Aufmerksamkeit für hilfreich. Auch bringt die Luftbewegung eine gewisse Kühlung und Linderung der Schmerzen. Jedoch werden dabei in geringer Menge Erreger in die Wunde gebracht, die eine Entzündung hervorrufen können, und durch ausgiebiges Pusten kann die Wunde zu trocken werden, was die ungestörte und rasche Wundheilung stört. Was Sie stattdessen tun sollten....

BH mit Gespür

BH mit Gespür04.06.2017

Für seine biosensorengestützte Methode zur Brustkrebsfrüherkennung hat die internationale Entrepreneurs‘ Organization (EO) den Mexikaner Julián Ríos Cantú vor Kurzem in Frankfurt zum "Global Student Entrepreneur of the Year 2017" gekürt. Der 18-jährige Student des Monterrey Institute of Technology gründete das Unternehmen Higia Technologies. Das Produkt EVA ist der erste intelligente BH, der die Brustgesundheit über Druck- und Beschaffenheitsmessungen nichtinvasiv beurteilt. Mit in den Büstenhalter eingebauten winzigen Biosensoren soll die Selbstuntersuchung der Brust ergänzt und so zur besseren Früherkennung von Brustkrebs beigetragen werden. Juliáns Mutter ist zweimal an Brustkrebs erkrankt. In der Schweiz ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung und die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. Jede 5. Betroffene ist unter 50 Jahre alt! Je früher Brustkrebs entdeckt wird, umso grösser sind die Heilungschancen.

Ohne Impfung kein Kindsgi

Ohne Impfung kein Kindsgi01.06.2017

Die italienische Regierung hat ein Gesetz über Pflichtimpfungen für Kinder erlassen. Die Impfpflicht gilt ab dem kommenden Schuljahr für insgesamt zwölf häufige Kinderkrankheiten, darunter Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Nicht geimpfte Kinder im Alter bis zu sechs Jahren werden künftig nicht in Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen aufgenommen. Eltern nicht geimpfter Kinder sollen beim Jugendamt gemeldet werden – und können auch das Fürsorgerecht verlieren. Hinzu sollen hohe Bussgelder kommen. Der Beschluss wurde durch die seit Jahresbeginn grassierende Masernepidemie befördert. Masern verlaufen meist harmlos, können aber auch – wie während der letzten grossen Masernepidemie 2002 in 15 Fällen - tödlich enden. Was halten Sie davon? Machen Sie mit bei unserer Umfrage...

Koliken wegnadeln

Koliken wegnadeln29.05.2017

Starke Bauchschmerzen (Drei-Monats-Koliken) und die damit verbundenen Schreiattacken bei Säuglingen lassen sich durch Akupunktur effektiver therapieren als nur mit herkömmlichen Methoden – zu diesem Ergebnis kam ein schwedisches Forscherteam, das die Behandlung mit Nadeln als ergänzende Massnahme in einem Testverfahren untersuchte. Zwei „sanfte“ Akupunkturmethoden wurden einer reinen Standardbehandlung gegenübergestellt. Die Nadeln wurden im Schlaf gesetzt. Viele Kinder weinten nicht, nur die wenigsten wachten dabei auf. In den beiden Akupunktur-Gruppen nahm das Schreien mehr und deutlich schneller ab, was die Eltern in einem Schrei-Tagebuch dokumentierten. Dieser Effekt blieb selbst sechs Tage nach der letzten Nadel-Anwendung bestehen.

Der Grosi-Effekt

Der Grosi-Effekt23.05.2017

Wer sich im Alter um andere kümmert, tut damit auch sich selbst etwas Gutes, denn soziale Kontakte und Kümmern wirkt sich positiv auf die eigene Lebenszeit aus. So leben Grosseltern, die ihre Enkelkinder betreuen (die Krippe Grosi), im Schnitt länger als Grosseltern, die das nicht tun. Dies konnte ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Basel anhand von Überlebensanalysen von über 500 Menschen im Alter zwischen 70 und 103 Jahren zeigen. Die Hälfte der Grosseltern, die ihre Enkelkinder umsorgten oder ihre Kinder im Haushalt unterstützten, lebten noch etwa zehn Jahre nach dem ersten Interview 1990. Von denjenigen, die sich nicht engagierten, starb dagegen etwa die Hälfte innerhalb von fünf Jahren. Wichtig sei aber, so das Forscherteam, dass die Fürsorge nicht zur Last werde - dann ist sie nicht mehr Stimulanz, sondern Stress.

Ab Stufe 3 ist Schutz angesagt!

Ab Stufe 3 ist Schutz angesagt!20.05.2017

Überall liest man, Kinder müssen ab einem UV-Index von 3 (mittlere Strahlungsstärke) vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, durch Sonnencreme, Kleidung, breitrandige Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Filter. Aber wie findet man als besorgte Eltern den UV-Index für den jeweiligen Tag und die Region heraus? Ganz einfach: Jede Wettervorhersage gibt auch den UV-Index an. Das ist also schnell gecheckt, ob mit Smartphone, Tablet oder PC - einfach das örtliche Wetter aufrufen. Der UV-Index bewegt sich zwischen 0 (schwach) und 12 (extrem). Je höher der UV-Index, desto stärker und desto schädlicher ist die Sonnenstrahlung und desto besser muss man sich selbst und vor allem seine Kinder schützen.

"Böögge" - nicht appetitlich, aber gesund

"Böögge" - nicht appetitlich, aber gesund16.05.2017

Wenn das Kind in der Nase bohrt und kurz darauf genüsslich verspeist, was es gefunden hat, folgt die elterliche Reaktion sofort: "Lass das! Das ist widerlich und unanständig." Dabei sollten die Eltern ihre Kinder vielleicht sogar ermutigen, die "Böögge" in den Mund zu stecken, denn Wissenschafter der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sind bei ihren Untersuchungen zum Schluss gekommen, dass das Nasensekret gesund ist. Die darin enthaltenen Mucine (Schleimstoffe) sollen die Zähne vor schädlichen Bakterien schützen und dabei helfen, Karies zu verhindern. Die Forscher weisen auch darauf hin, dass die in der Nase vorhandenen Bakterien dazu beitragen können, das Immunsystem zu stärken. Zum passionierten Nasenbohrer muss man deswegen aber nicht werden: Die Wissenschafter arbeiten daran, einen synthetischen Schleim für die Herstellung von Zahnpasten und Kaugummis zu entwicklen, der ähnliche Eigenschaften hat wie sein natürliches Vorbild. 

Schwanger in die Röhre?

Schwanger in die Röhre?14.05.2017

Die Magnetresonanztomografie (MRI oder MRT) ist ein Untersuchungsverfahren, das durch ein starkes Magnetfeld und Radiowellen Schichtbilder des Körpers erzeugen kann. Bisher gab es Befürchtungen, dass in der Schwangerschaft das besonders empfindliche fetale Gewebe zu stark erwärmt werden könnte oder dass der hohe Lärmpegel während der Untersuchung für das Ungeborene schädlich sein könnte. Eine kanadische Studie mit 5654 Frauen, bei denen während der Schwangerschaft ein MRT durchgeführt wurde, hat nun Entwarnung gegeben: Im zweiten und dritten Trimenon führte die Untersuchung bei den Kindern nicht zu einer erhöhten Fehlbildungsrate. Auch ein Hörverlust wurde nicht beobachtet. Grundsätzlich sollte ein MRI jedoch in der Frühschwangerschaft mit niedrigem Magnetfeld möglichst ohne Kontrastmittel durchgeführt werden. Mehr über Bestrahlung in der Schwangerschaft...

Babysitter-Zuschuss bei Nachtarbeit

Babysitter-Zuschuss bei Nachtarbeit08.05.2017

In Dänemark sollen Eltern, die während der Abend- und Nachtstunden arbeiten müssen, eine staatliche Förderung für den Babysitter bekommen. Diese Massnahme ist Teil eines Programms zur Modernisierung der Kinderbetreuung. In den Genuss eines Babysitter-Zuschusses sollen Eltern kommen, die beide ausserhalb der Öffnungszeiten der Kindergärten arbeiten, wie beispielsweise Polizisten oder Krankenhauspersonal wie Ärzte oder Pflegekräfte. Die Kosten werden landesweit auf fünf Millionen dänische Kronen (ca. 600.000 CHF) geschätzt. In das Programm investiert die Regierung über vier Jahre umgerechnet insgesamt rund 70 Millionen CHF.

Fernreisen mit Kleinkindern?

Fernreisen mit Kleinkindern?05.05.2017

Kinderärzte raten Eltern, vor einer Reise in die Tropen eine reisemedizinische Beratung beim Kinderarzt wahrzunehmen. Vielen Eltern sei nicht bewusst, welchen Gefahren sie ihre Kinder in bestimmten Regionen aussetzen. Vor allem für Babys und kleine Kinder wird von Reisen in Malariagebiete grundsätzlich abgeraten, weil Malaria bei Kleinkindern oft schwer und untypisch verläuft. Hochrisiko-Malariagebiete sind auf den indonesischen Sunda-Inseln östlich von Lombok bis Papua-Neuguinea und in Ost-, West- und Zentralafrika. Ist die Reise mit kleinen Kindern aus beruflichen oder familiären Gründen unvermeidbar, sollten auch Säuglinge und Kleinkinder in Gebieten mit entsprechendem Risiko eine Malaria-Prophylaxe einnehmen. Das ist bereits ab einem Körpergewicht von 3 kg oder Alter von drei Monaten möglich.

Schokolade gegen Husten

Schokolade gegen Husten02.05.2017

Britische Forscher haben im Hauptbestandteil dunkler Schokolade, Theobromin, einen Wirkstoff gegen Husten gefunden, der um mehr als ein Drittel wirksamer ist als das bekannte Hustenmittel Codein -  bei wesentlich weniger Nebenwirkungen. Hustende Schwangere und Kinder sowie Babys sollten deshalb mit codeinhaltigen Hustenmitteln vorsichtig sein. Codein ist ein Opiat, welches den Hustenreiz unterdrückt, allerdings die Atmung unterdrückt, rezeptpflichtig ist und süchtig machen kann. Theobromin hat eine muskelentspannende, nervenstimulierende und gefäßerweiternde Wirkung. Zusätzlich wird durch die Schoggi der Hals ausgekleidet, was wiederum Nervenenden im Rachen schützt, die den Hustenreiz auslösen. Hustensirup basiert auf demselben Mechanismus. Allerdings muss täglich eine Tafel halbbittere Schokolade gegessen werden, die es durch viel Zucker und Fett auf stolze 500 kcal bringt.

Masernschutz ist wichtig

Masernschutz ist wichtig27.04.2017

Die Masern sind eine meldepflichtige Krankheit. Ärzte sind verpflichtet, neue Krankheitsfälle innerhalb von 24 Stunden zu melden. Seit Jahresbeginn wurden in der Schweiz 55 Masernfälle gemeldet. Die schwersten Komplikationen sind Pneumonie und Enzephalitis. Die Gehirnentzündung kann schwere neurologische Schäden zur Folge haben. Ohne Impfung würde es in der Schweiz jährlich zu 15 bis 40 masernbedingten Todesfällen kommen. Deshalb ruft das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Bevölkerung dazu auf, den Impfstatus zu überprüfen und allenfalls nötige Impfungen nachzuholen. Bei Auftreten von Fieber und roten Flecken soll umgehend ein Arzt konsultiert werden. Nach Kontakt mit einer an Masern erkrankten Person kann übrigens noch innerhalb von 72 Stunden nachgeimpft werden.

Die Pille kann mehr

Die Pille kann mehr24.04.2017

Hormonelle Verhütungsmittel schützen wirkungsvoll vor ungewollter Schwangerschaft - und langfristig auch vor einigen Krebsarten, wie eine seit 1968 laufende Studie zum Krebsrisiko durch Pilleneinnahme zeigen konnte. Frauen haben noch 30 Jahre nach Einnahme der Pille u.a. ein geringeres Risiko für Eierstock- und Dickdarmkrebs sowie für Tumoren an der Gebärmutterschleimhaut. Während der Einnahme der Pille war das Risiko für die Entstehung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs leicht erhöht. Dieses Risiko sank innerhalb von fünf Jahren nach Absetzen der Pille allerdings wieder auf den Normalwert. Fazit: Pillen-Nutzerinnen müssen langfristig kein erhöhtes Krebsrisiko befürchten.

Gutes Körperbewusstsein – Adieu…

Gutes Körperbewusstsein – Adieu…21.04.2017

Je öfter Frauen online sind, umso weniger zufrieden sind sie mit ihrem eigenen Körper. Das zeigt eine kanadische Studie an 3.000 Frauen zwischen zwölf und 29 Jahren sehr deutlich: Frauen, die mehr als 20 Stunden pro Woche online waren, hatten eine dreifach höhere Unzufriedenheitsrate als jene, die sich weniger als eine Stunde wöchentlich im Web aufhielten. Frauen suchen oft Social-Media- und Fitness-Seiten auf, die typischerweise auf Fotos und in Nachrichten „dünn“ und „schön“ als perfekt anpreisen, was in der Realität gar nicht existiert. Dies führt zu einem geringeren Körperselbstwertgefühl der Frauen. Die Folgen können Essstörungen, exzessives Training und Depressionen sein. Bei Männern wurde dieser Zusammenhang übrigens nicht gefunden…

Neurodermitis

Neurodermitis15.04.2017

Nur in jedem zweiten Fall sind Nahrungsmittel der Auslöser für eine allergische Reaktion oder eine Neurodermitis beim Kind. Die Experten empfehlen deshalb, angebliche Allergien auf Lebensmittel immer sorgfältig abzuklären und das Kind nicht einfach auf Diät zu setzen. Die ohnehin verminderte Lebensqualität der Kinder mit Neurodermitis wird durch eine Diät zusätzlich verschlechtert. Ausserdem drohen Gesundheitsschäden durch Mangel- oder Fehlernährung. Heutzutage können Allergien mit Haut- oder Bluttests in jedem Alter sehr zuverlässig diagnostiziert werden. Wichtig: Muss das Kind dann ein Nahrungsmittel meiden, sollte regelmässig überprüft werden, ob die Allergie noch besteht, denn Allergien auf Kuhmilch oder Hühnerei z.B. verschwinden häufig bis zum Schulalter vollständig.

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes12.04.2017

Mütter, die in den Jahren vor der Schwangerschaft stetig an Gewicht zunehmen, entwickeln später öfter einen Schwangerschaftsdiabetes. Eine neuseeländische Studie beobachtete jahrelang über 3000 Frauen. Bei 4,4% trat ein Schwangerschaftsdiabetes auf. Aber: Im Vergleich zu Frauen, deren Gewicht stabil blieb, entwickelten Frauen, die jedes Jahr mehr als 2,5 Prozent ihres Körpergewichts zunahmen, dreimal so häufig einen Schwangerschaftsdiabetes. Sogar eine Gewichtszunahme von 1,5 bis 2,5 Prozent des Körpergewichts pro Jahr verdoppelte die Wahrscheinlichkeit. Das zeigte sich auch dann, wenn das Gewicht (der BMI) insgesamt noch im gesunden Bereich lag. Die Forscher vermuten, dass Frauen, die stetig etwas an Gewicht zunehmen, schleichend eine Insulinresistenz entwickeln, die sich unter der Belastung der Schwangerschaft bemerkbar macht.

Babys schreien national

Babys schreien national09.04.2017

Neugeborene schreien in den ersten sechs Wochen durchschnittlich zwei Stunden pro Tag. Aber es gibt gemäss einer Studie der Universtät Warwick regionale Unterschiede: In Grossbritannien, Italien, Kanada und den Niederlanden lärmen die Babys mehr als in Dänemark, Deutschland und Japan. Über die Ursachen kann man nur spekulieren. Möglich seien sowohl genetische als auch gesellschaftlich oder wirtschaftlich bedingte Unterschiede in den Ländern. Der Stresslevel der Mütter könne aufgrund unterschiedlicher Mutterschutzregelungen und sozialer Unterstützung variieren. Ausserdem mache es einen Unterschied, wie viele Mütter stillen, da Stillkinder durchschnittlich weniger schreien.

Salmonellen durch Ostereier-Ausblasen?

Salmonellen durch Ostereier-Ausblasen?06.04.2017

Die Salmonellose-Bakterien können sich sowohl auf der Schale als auch im Eigelb befinden und verursachen Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen. Da die Erkrankung für Kinder und Schwangere besonders gefährlich ist, sollten diese sehr achtsam mit rohen Eiern umgehen. WICHTIG: Nur saubere, frische und unbeschädigte Eier mit möglichst glatter Schale zu verwenden. Vor dem Auspusten die Eier noch einmal gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen und mit Küchenpapier trocknen. Anschliessend das Händewaschen nicht vergessen. Keinesfalls die Eier mit dem Mund ausblasen! Besser ist es, wenn dazu ein dünner Strohhalm oder ein spezieller Blasebalg verwendet wird. Alternativ geben auch hart gekochte Eier oder Eier aus Holz, Kunststoff oder Styropor eine schöne Malfläche ab. Für das Basteln mit Kindern sind sie ausserdem stabiler.

Anti-Baby-Pillen gratis

Anti-Baby-Pillen gratis04.04.2017

Auf den Philippinen sollen mehrere Millionen arme Frauen die Antibabypille und anderen Verhütungsmittel künftig gratis erhalten. Präsident Rodrigo Duterte begründete seine Politik damit, dass mit besserer Familienplanung auch die Armut besser bekämpft werden könnte. Nach einer Studie der Vereinten Na­tionen ist der Inselstaat das einzige Land in der Region, in der die Zahl der Teenager-Schwangerschaften noch steigt. Verhütungsmittel werden von der katholischen, zutiefst gläubigen Bevölkerung weitgehend abgelehnt. Nach Schätzungen könnten mindestens sechs Millionen Frauen die Hilfen in Anspruch neh­men.

Gehirnerschütterung

Gehirnerschütterung01.04.2017

Gehirnerschütterungen kommen im Kindesalter häufig vor. Dann wird vor allem Ruhe verordnet. Das muss gar nicht sein, wie eine kanadische Untersuchung an 3000 Kindern jetzt herausfand. Die Kinder bzw. ihre Eltern wurden 28 Tage nach dem Unfall befragt, ob typische Symptome auftraten, z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Reizbarkeit, ungewöhnliche Müdigkeit oder Gleichgewichtsstörungen. Ausserdem wurde nach der körperlichen Aktivität gefragt. Die meisten Kinder, auch die mit schwerer Gehirnerschütterung, hielten die Ruhigstellung nicht aus. Was sogar gut zu sein scheint: Von ihnen litten nur 30 % noch Wochen später an Folgesymptomen. Bei rigoroser Schonung waren es 70 %. Die Wissenschaftler erklären diesen Effekt mit einem verbesserten Blutfluss zum Gehirn.

Sonnenschutz für stillende Mütter

Sonnenschutz für stillende Mütter29.03.2017

Soll die Mutter in der Stillzeit Sonnenschutzmittel anwenden? Und wenn ja, welche? Für den Sonnenschutz in der Stillzeit sollten an erster Stelle der Schatten und geeignete Kleidung stehen. Für exponierte Hautstellen sind die erste Wahl bei Sonnenschutzmitteln mineralische UV-Filter, welche nur bei Bedarf angewendet werden. Ein neues Merkblatt mit Empfehlungen zum Sonnenschutz für stillende Mütter von Stillförderung Schweiz gibt Auskunft und weitere Informationen, z.B. den unterschiedlichen Bedarf in den einzelnen Jahreszeiten bzw. Monaten.

Joggen macht Spermien Spass

Joggen macht Spermien Spass26.03.2017

Sportliche Höchstleistungen sind nicht nötig, um die Spermien in Schwung zu bringen. Eine Studie der Universität Giessen teilte gesunde junge Männer in vier Gruppen (drei unterschiedliche Trainingsstärken und eine Nicht-Sport-Gruppe) und untersuchte nach 24 Wochen unter anderem auch das Sperma. Das Ergebnis: Ein kontinuierliches Training mässiger Intensität (MICT) bringt für die männliche Fortpflanzungsfähigkeit möglicherweise am meisten. Die Spermien der Teilnehmer, die moderat trainiert hatten, waren hinsichtlich Beweglichkeit, Aussehen und Anzahl im Spermiogramm denen anderer Trainingsgruppen beziehungsweise der Nichtsportgruppe eindeutig überlegen.

Zigis gehen auf die Ohren

Zigis gehen auf die Ohren24.03.2017

Kinder aus Raucherhaushalten hören häufiger schlecht. Dass dies nicht nur an der Nikotineinwirkung nach der Geburt sondern schon am Rauchen während der Schwangerschaft liegt, haben Forscher jetzt am Tiermodell bewiesen: Die Nikotin-Stimulierung von Rezeptoren in einem Hirnbereich, der Bestandteil der Hörbahn ist, hat in Experimenten an Mäusen eine massive Entwicklungsstörung mit Hörstörung ausgelöst. Somit ist in der Schwangerschaft Zigarettenrauchen bzw. die Inhalation der zahlreichen Schadstoffe des Tabakrauchs nicht nur mit einem niedrigen Geburtsgewicht, dem plötzlichen Kindstod und mit einer Anfälligkeit gegenüber Atemwegsinfekten und Asthma verbunden. Mehr über Hören und Hörscreening...

Fitter mit Kindern

Fitter mit Kindern20.03.2017

Der Gesundheitsreport 2016  einer grossen deutschen Krankenversicherung (Techniker Krankenkasse, TK) zeigte, dass berufstätige Eltern im letzten Jahr 2,3 Tage weniger krankgeschrieben waren und weniger Medikamente (v.a. Psychopharmaka) bekamen als eine Vergleichsgruppe ohne Nachwuchs. Allerdings erst ab dem 40. Lebensjahr - in den jüngeren Jahrgängen liegen die Fehlzeiten bei der Elterngruppe höher. Die Arbeitsmediziner vom AQUA-Institut bewerten die Familie als wichtige Säule, wenn es um die körperliche und seelische Gesundheit von Beschäftigten geht. Weitere wichtige Komponenten: Wertschätzung des Arbeitgebers und die Möglichkeit, den Stress am Feierabend hinter sich zu lassen.Und hier finden Sie unsere - nicht ganz ernstgemeinten -  "12 gute Gründe, Kinder zu bekommen"...

Das Struwwelpeter-Syndrom

Das Struwwelpeter-Syndrom17.03.2017

Sehr kraus, trocken, meistens hellblond und kräftig glänzend – so lassen sich die Haare mancher Kinder beschreiben, die kaum zu bändigen und schon gar nicht zu kämmen sind.  Das Syndrom der unkämmbaren Haare ist in der Fachliteratur auch als sogenanntes „Struwwelpeter-Syndrom“ bekannt. Es ist in der Kindheit am ausgeprägtesten und nimmt mit den Jahren ab. Forscher der Universität Bonn haben nun herausgefunden, dass es wahrscheinlich genetisch bedingt ist. Die Erbanlagen für drei wichtige Enzyme und Haarproteine sind bei den Betroffenen derart verändert, dass die feine Vernetzung einzelner Haarpartikel ausblieb. Stabilität, Struktur und Form der Haare ist deshalb nicht gegeben. Mit weiteren gesundheitlichen Folgen wie bei manchen anderen Haar-Anomalien ist aber nicht zu rechnen, so die Wissenschaftler.

Hebammenbetreuung

Hebammenbetreuung15.03.2017

Seit dem 1.1.2017 haben schwangere Frauen in der Schweiz die Wahl, sich primär von einem Arzt oder einer Hebamme betreuen zu lassen. In beiden Fällen übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) insgesamt sieben Kontrolluntersuchungen. Neben frei praktizierenden Hebammen, die Frauen zu Hause oder in einer eigenen Praxis betreuen, bieten auch einige Spitäler Hebammensprechstunden für gesunde Frauen mit einem normalen Schwangerschaftsverlauf an. Eine Umfrage des Schweizerischen Hebammenverbandes ergab, dass 7% der Frauen sich in der ersten Schwangerschaft hauptsächlich von einer Hebamme betreuen lassen. Beim zweiten Kind sind es bereits 11%, ab dem dritten Kind 21%. Von den ärztlich betreuten Frauen könnten sich 54% vorstellen, zum Hebammenmodell zu wechseln. Frauen mit Risikoschwangerschaften müssen von einem Arzt/einer Ärztin betreut werden. Die neue Regelung sieht auch vor, dass Gynäkologen/-innen schon in der Schwangerschaft für ein Beratungsgespräch zur Hebamme schicken.

Zuviel ist problematisch

Zuviel ist problematisch13.03.2017

Normalgewichtige Frauen, die fast täglich oder bis zur Erschöpfung trainieren, leiden dreimal so häufig unter Zyklusstörungen und Problemen, schwanger zu werden wie ihre Geschlechtsgenossinnen, die es beim Sport etwas ruhiger nehmen. Faktoren wie Alter, Rauchen oder sozialer Status spielen kaum eine Rolle – aber das Körpergewicht. Treiben nämlich Übergewichtige Sport, erhöht dies immer ihre Chance, schwanger zu werden. Die Empfehlung der Experten für alle Frauen mit Kinderwunsch: Moderates Training (etwas 1 Stunde Training/Woche) ist grundsätzlich förderlich für die Fruchtbarkeit. Wie bei allem im Leben, sollte man eben nichts übertreiben!

«Kinderweb»

«Kinderweb»09.03.2017

Was kommt alles in den Kinder-Koffer für den Spitalaufenthalt? Was passiert bei einer Blutentnahme? Oder gibt es im Spital Süssigkeiten und wer spielt mit mir? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) auf der vor kurzem aufgeschalteten Webseite kinder.ukbb.ch. Die Website wurde gemeinsam mit Kindern im Alter von 7 – 13 Jahren gestaltet. Kindgerecht klicken sie sich durch verschiedene Räume und erfahren Hintergrundwissen zur Medizin und zum Spitalalltag, u.a. Interviews mit drei Fachärzten sowie der Screencast zum Essen. Das Projekt wurde durch die EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) sowie die Stiftung Pro UKBB gesponsert.

Frauentag 2017

Frauentag 201706.03.2017

Am 8. März wird weltweit der Frauentag oder auch „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ begangen. Entstanden 1911, als Frauen noch verstärkt um Gleichberechtigung und Wahlrecht kämpfen mussten, wurden später niedrigere Lebensmittelpreise, bessere Bildung für Mädchen und legale Schwangerschaftsabbrüche gefordert. Also kein Feiertag – aber eine Gelegenheit, auf Missstände aufmerksam zu machen, wie z.B. Kinderheirat oder weibliche Genitalverstümmlung. In der Schweiz wird vielerorts demonstriert und Gewerkschaften sowie Frauengruppen organisieren Vorträge. In Russland und China haben Arbeitnehmerinnen „frei“, in Italien schenkt man Frauen Mimosen. Inzwischen plädieren Frauenrechtlerinnen für die Abschaffung. Begründung: Solange die Gesellschaft diesen Tag braucht, gäbe es keine Gleichberechtigung.

Was meinen Sie? Frauentag abschaffen oder nicht?

Fehlgeburt registrieren

Fehlgeburt registrieren04.03.2017

Im Personenstandsregister wurden gemäss geltendem Recht bis heute nur lebend geborene Kinder sowie Totgeborene (Gewicht von mindestens 500 Gramm oder nach der vollendeten 22. Schwangerschaftswoche) eingetragen. Bei einer Fehlgeburt (unter 500 Gramm oder 22 Wochen Schwangerschaftsdauer) sollen die Eltern nun auch die Möglichkeit haben, die Geburt beim Zivilstandsamt im Personenstandsregister eintragen zu lassen. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem am 3. März 2017 verabschiedeten Bericht. Eine Eintragung im Register kann die Trauerarbeit der Eltern erleichtern und dazu beitragen, die kantonalen und kommunalen Formalitäten rund um eine allfällige Bestattung zu vereinfachen. In anderen europäischen Ländern hat sich diese Regelung schon seit längerem bewährt. Weitere Infos...

Mann bringt Kind zur Welt

Mann bringt Kind zur Welt01.03.2017

In Graz/Österreich hat ein Mann nach einer Geschlechtsumwandlung ein Kind zur Welt gebracht. Die frühere Frau hatte beim Wechsel des Geschlechts ihre Gebärmutter behalten. Der Mann lebt mit einem anderen Mann zusammen, das Baby wurde auf natürlichem Weg gezeugt. Die Schwangerschaft ist von einem Arzt begleitet, das Kind im Raum Graz geboren worden. Die Familie will nicht öffentlich Stellung nehmen. Ähnliche Fälle hat es in den vergangenen Jahren weltweit mehrere gegeben. Bekannt wurde vor allem der transsexuelle US-Amerikaner Thomas Beatie, der 2008 als weltweit erster „schwangerer Mann“ Schlagzeilen machte. Inzwischen hat der Transgender-Aktivist drei Kinder.

Unabhängige Anlaufstelle

Unabhängige Anlaufstelle27.02.2017

Die Schweiz erhält mit KESCHA eine unabhängige Anlaufstelle für Personen, die mit Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB), Beiständen oder Scheidungsgerichten in einer Konfliktsituation sind. Sie wird organisiert von der Stiftung Kinderschutz Schweiz, dem Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik Integras, Kinderanwaltschaft Schweiz, Pflege- und Adoptivkinder Schweiz und der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz KOKES) und bietet Betroffenen neutrale Beratung per Telefon oder im persönlichen Gespräch durch unabhängige Fachleute (DE, FR und IT) an. Auf der Webseite der Fachstelle wird einfach und verständlich über das Kinder- und Erwachsenenschutzrecht informiert. KESCHA, Telefon +41 44 273 96 96, info@kescha.ch, www.kescha.ch

Tritte für Papa

Tritte für Papa23.02.2017

Mit einem speziellen Armband (sog. Wearable) sollen werdende Väter die Bewegungen des ungeborenen Kindes im Mutterleib bald am eigenen Arm spüren können. Das Gadget überträgt die Druckimpulse des Ungeborenen im Mutterleib auf bewegliche Kugeln, welche die Tritte und Drehungen des Kindes in Echtzeit nachahmen. Dafür muss die Schwangere mit einem Monitor-Patch am Bauch ausgestattet sein, das per Drahtlosverbindung Infos über die Bewegungen des Ungeborenen an das Armband sendet. Während die Mutter aus erster Hand das Baby in ihrem Bauch wachsen spürt, kann sich der Vater oft etwas ausgeschlossen fühlen. Das Armband soll es Männern ermöglichen, die Schwangerschaft ihrer Frau besser nachzuempfinden.

Neue App zur Babyernährung

Neue App zur Babyernährung21.02.2017

Informationen rund um die Babynahrung enthält die App „Baby und Essen“ - von Milchnahrung über Breie zur Familienkost. Enthalten sind auch praktische Tipps zur Beikosteinführung, dem richtigen Zeitpunkt für den ersten Brei sowie Tipps zur Zubereitung der Breie. Der „Breikalkulator“ hilft z.B. dabei, die richtige Menge an Zutaten für eine beliebige Portion von selbst zusammengestellten Breien zu berechnen. Auch die Mama wird in dieser App nicht vergessen und der Punkt „Menü für Stillmamas“ erklärt, worauf stillende Mütter in Ihrer Ernährung achten sollten. Außerdem bietet die App einige Informationen zum Allergierisiko und praktische Tipps zum Stillen. So erfahren die Eltern (auch ein Papamodus ist verfügbar) Monat für Monat, was es zu beachten gibt. App herunterladen für iOS und für Android.

Frühgeburt durch B12-Mangel

Frühgeburt durch B12-Mangel17.02.2017

Milch, Fleisch, Fisch und Eier sind für Veganer tabu. Verzichten auch Schwangere darauf, wird  zwar nicht das Geburtsgewicht beeinflusst, es kann aber trotzdem für das Kind gefährlich sein: Das Risiko für eine Frühgeburt steigt, wie jetzt eine norwegische Untersuchung von 11.000 Schwangeren zeigte, um ganze 21 Prozent. Grund ist ein Mangel an Vitamin B12 – das fast ausschliesslich in tierischen Produkten steckt und vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Fehlt das Vitamin im Körper, können Blutarmut und Schäden am Nervensystem auftreten. Eine einfache Lösung für Veganerinnen wären Vitamin-B12-Tabletten. Doch noch ist zu wenig über die Auswirkungen der Einnahme von Vitamin-B12-Ergänzungsmitteln während der Schwangerschaft bekannt, da es kaum Studien dazu gibt.

Schäden wegen Epilepsie-Medikament

Schäden wegen Epilepsie-Medikament14.02.2017

Mit dem Titel "Schäden wegen Epilepsie-Medikament" erweckt ein Beitrag in der Sendung "10vor10" (SRF 1, 7. Februar 2017) den Eindruck, es handle sich bei Valproat um ein neues Medikament bzw. um bisher unbekannte Nebenwirkungen. Valproat bzw. Valproinsäure ist seit 1972 auf dem Schweizer Markt (Depakine Chrono, Orfiril, Convulex, Valproat Chrono Desitin retard, Valproat Sandoz retard und Valproate Chrono Zentiva). In der Schweiz wird seit den 80er Jahren davor gewarnt, dass Valproat, während der Schwangerschaft genommen, bei rund 10% der Kinder zu Fehlbildungen führt (z.B. sogenannte Spina bifida oder "offener Rücken"). Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), die Schweizerische Epilepsie-Liga (SEL), die Schweizerische Gesellschaft für Neuropädiatrie (SGNP), die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für perinatale Pharmakologie (SAPP) und die Schweizerische Akademie Feto-Maternale Medizin (AFMM) nehmen dazu Stellung.

Zehn Tage müssen sein

Zehn Tage müssen sein11.02.2017

Die Mittelohrentzündung ist der häufigste Anlass für eine Antibiotikabehandlung in der Kinderheilkunde, vor allem in den ersten beiden Lebensjahren. Die Nebenwirkungen (Störung der Darmflora, Entwicklung von Resistenzen), aber auch die hohen Kosten veranlassen viele Ärzte, die Antibiotika-Behandlung zu verkürzen. Das ist jedoch gefährlich: Ein verkürztes Regime führte in einer Studie bei Kindern unter zwei Jahren zu deutlich schlechteren Heilungsraten und Rückfällen (34 % der Kinder in der Fünf-Tage-Gruppe, dagegen nur 16 % in der Zehn-Tage-Gruppe). Andererseits traten dadurch nicht mehr Nebenwirkungen (Durchfall oder Windelsoor) auf, und auch die gefürchtete Resistenz gegen das Antibiotikum wurde dadurch nicht gefördert. Nach Meinung der Forscher lässt sich dieses Ergebnis jedoch nicht auf Kinder über zwei Jahre übertragen. 

Grosser Kopf liegt vorn

Grosser Kopf liegt vorn09.02.2017

Babys, die mit einem überdurchschnittlich grossen Kopf auf die Welt kommen, sind im Schnitt intelligenter als andere Babys. Das fanden internationale Forscher in einer grossangelegten britischen Studie heraus. Biologische, physische und soziale Daten von über 100.000 Menschen wurden ausgewertet und miteinander in Verbindung gebracht. Das Ergebnis: Wer mit einem grossen Kopf auf die Welt kommt, also mit einem Kopfumfang von mehr als 36 cm bei Knaben und 35 cm bei Mädchen, wird später wahrscheinlicher einen Studienabschluss erlangen und mehr Punkte bei einem IQ-Test bekommen, als Babys, die mit einem normal grossen Kopf zur Welt kommen. Weitere Zusammenhänge von Intelligenz, waren bestimmte Gene und ein gutes Immunsystem.

Singles oder Paare?

Singles oder Paare?05.02.2017

Das passt zum Valentinstag: Liebe innerhalb einer festen Beziehung macht den Sex für Frauen lustvoller, ergab eine US-Umfrage der Soziologieprofessorin Beth Montemurro von der Pennsylvania State University (USA). Sie befragte dafür 95 Frauen zwischen 20 und 68 Jahren. Je grösser die Liebe, desto besser der Sex. In einer festen Beziehung fühlen sich die meisten Frauen beim Sex weniger gehemmt, Peinlichkeiten treten gar nicht erst auf. Da man sich so gut kennt, kann man sich viel besser auf den anderen einlassen und fallen lassen. Und wenn sich beide Partner anstrengen und auch mal etwas Neues ausprobieren, kann die Lust auch nach vielen Jahren noch durchaus intensiver sein als bei Singles, die sich nur für eine Nacht mit einem Mann einlassen. 

Sport fördert Geist

Sport fördert Geist02.02.2017

Kinder- und Jugendsport wirkt sich positiv auf die geistige Leistungskraft von Schülern aus. Ein 24-köpfiges Wissenschaftlerteam aus acht verschiedenen Ländern formulierte jetzt 21 Leitsätze. Kurze Sporteinheiten, sowohl vor als auch nach einer Lerneinheit, könnten den Lernerfolg direkt verstärken. Wichtig: Die durch den Sport wegfallende Lernzeit wirkt sich nicht negativ auf die schulische Leistung der Schüler aus. Sport fördert eine verbesserte Motorik, kardiovaskuläre Fitness und das Vertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten. Zudem könne Sport in der Schule Stress abbauen und die allgemeine Motivation stärken. Im Freizeitbereich sind öffentliche Spiel- und Sportplätze zudem Plätze der Begegnung und Interaktion, so die Wissenschaftler.

Winzige Helden

Winzige Helden31.01.2017

Die Allerkleinsten auf der neonatologischen Intensivstation sind eigentlich wahre Helden (die vielleicht später auch die Welt retten). Eine Pflegerin des St. Luke’s Hospital in Kansas/USA entwickelte daraus zu Halloween die Idee, ihre Schützlinge nicht im üblichen Babyweiss zu kleiden, sondern als «Superheroes», Batman, Wonder Woman, Superman oder Spiderman. Mit Hilfe ihrer Kolleginnen wurden 35 kleine Patienten "eingekleidet". Das Ganze kam so gut an – bei Eltern, Verwandten, Personal –, dass das St. Luke’s nun prüft, den Superhelden-Look an weiteren Festtagen und regelmässig einzusetzen. Vor allem wurde die Idee über die normalen und die sozialen Medien so oft geteilt, dass sie international beachtet und mancherorts schon kopiert wurde. (Bildquelle: Emmalee Schaumburg)

Schöner Duft – Gefahr für’s Kind

Schöner Duft – Gefahr für’s Kind27.01.2017

Duftkerzen, Duftstäbchen und Duftlampen, die ätherische Öle verbrennen oder verdampfen, sind für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich – auch wenn sie natürliche ätherische Öle enthalten. Darauf hat der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hingewiesen. Durch die Verbrennung würden unter anderem Feinstaub, Russ und zum Teil sogar Formaldehyd frei und verteilten sich in der Luft. Sie könnten die Haut und Schleimhäute reizen und auch Allergien auslösen. Ätherische Öle in Gelform oder als Flüssigkeit können zudem von Kleinkindern verschluckt werden können, ausserdem besteht – wie bei Kerzen auch – Verbrennungsgefahr. Duftkerzen, -stäbchen und -lampen sowie die dazugehörigen Öle und Gels sollten unbedingt ausserhalb der Reichweite von Säuglingen und Kleinkindern aufbewahrt werden. 

Wickeltisch im WC

Wickeltisch im WC24.01.2017

Aufgrund von Platzmangel in WCs gibt es im Schweizer Netz leider immer noch Züge ohne Wickeltische. Damit auch Eltern von Kleinkindern ihre Reise geniessen können, stattet die SBB nun die WCs der Familienabteile mit Wickeltischen aus – allerdings vorerst nur auf den Intercity-Verbindungen. Bereits heute gibt es in SBB-Zügen Wickeltische in den behindertengerechten Toiletten. Diese befinden sich aber häufig in der ersten Klasse am anderen Ende des Zuges.

Kindesmisshandlungen nehmen zu

Kindesmisshandlungen nehmen zu22.01.2017

Knapp 500 Kindsmisshandlungen zählten die Kinderschutzgruppe und die Opferberatungsstelle des Kinderspitals Zürich im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr haben insbesondere die körperlichen Misshandlungen um ein Drittel zugenommen. Das ist die höchste Zahl seit 2010. Dagegen ist die Anzahl der Fälle von sexueller und psychischer Misshandlung etwa konstant geblieben. Die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals Zürich befasst sich mit Kindern vom Säuglingsalter an, die misshandelt wurden oder in Gefahr sind, misshandelt zu werden. Erfasst werden aber nur die Kinder, die ambulant oder stationär an einer Kinderklinik behandelt wurden. Die Schutzgruppe plant Interventionen bei konkreten Fällen und versucht Kinder vor Misshandlungen zu schützen. www.kispi.uzh.ch/de/patienten-und-angehoerige/fachbereiche/kinderschutz/Seiten/default.aspx

Glutenfrei gesünder?

Glutenfrei gesünder?18.01.2017

Der Trend kommt aus den USA: Immer mehr Menschen glauben, an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) zu leiden, obwohl Experten dies nur bei 1% der Bevölkerung bestätigen können. Die Angst vor dem Weizenkleber beschert den Herstellern von Schnelltests Millionen. Wobei die noch nicht einmal ein zuverlässiges Ergebnis bringen, das geht nur mit einer Magenspiegelung mit Dünndarmbiopsien. Und auch die Lebensmittelindustrie profitiert mit überteuerten glutenfreien Angeboten. Das Getreideeiweiss (in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut, Emmer, Einkorn, Grünkern) hat inzwischen ein ähnlich ungesundes Image wie Fett und Kohlenhydrate. Doch Vorsicht - eine glutenfreie Ernährung über einen längeren Zeitraum kann bei Gesunden starke Beschwerden provozieren, wenn sie dann wieder Gluten aufnehmen, wie eine italienische Studie herausfand.

Auch das Gehirn ist schwanger

Auch das Gehirn ist schwanger15.01.2017

Die Hormone beeinflussen in der Schwangerschaft viele Körperfunktionen. Forscher haben jetzt entdeckt, dass dies auch bestimmte Hirnareale betrifft. Während der Schwangerschaft kommt es zu einer leichten Volumenabnahme, was – ähnlich wie in der Pubertät – mit einer Neuorganisation der Nervenverbindungen erklärt wird. Dies führt zu einer verstärkten Bindung an das Kind. Die Veränderungen halten bis mindestens zwei Jahre nach der Geburt des Kindes an, also während seiner stärksten Abhängigkeit von der Mutter. Die Auswirkungen auf das Gehirn waren in der Studie übrigens so ausgeprägt, dass anhand der kernspintomographischen Aufnahmen zuverlässig festgestellt werden konnte, ob eine Frau schwanger war oder nicht. Bei den Vätern wurden keine entsprechenden Veränderungen entdeckt. 

Hörstörungen seltener

Hörstörungen seltener12.01.2017

Seit den 1960er Jahren wird die Jugend vor den Folgen zu lauter Musik gewarnt: Experten sahen eine Epidemie der Schwerhörigkeit voraus. In-Ohr-Kopfhörer lassen heute die Schallquelle noch näher an das Trommelfell heranrücken. Im Einzelfall kann dies akute Hörstörungen und einen vorübergehenden Tinnitus auslösen. Doch eine US-Studie konnte jetzt zeigen, dass insgesamt die Zahl der Schwerhörigen nicht zugenommen hat. Hörstörungen seien in den letzten Jahren sogar seltener geworden, beziehungsweise treten erst in einem höheren Lebensalter auf. Die Gründe sind spekulativ. Weniger laute Arbeitsplätze und konsequente Einsatz von Gehörschutz könnten eine Rolle gespielt haben. Auch die sinkende Zahl von Rauchern und das bessere Management von anderen Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes sind möglicherweise verantwortlich.

Besser im Winter schwanger werden!

Besser im Winter schwanger werden!09.01.2017

Wer schwanger werden möchte, sollte sich für die Zeugung am besten den Dezember aussuchen. Den Sommer sollten Sie bei der Zeugung hingegen lieber meiden: Im Juni gezeugte Kinder haben die geringste Überlebensrate von allen Monaten, Fehlbildungen innerer Organe sind häufiger und die Schwangerschaften kürzer (Frühgeburten oder Fehlgeburten). Verantwortlich könnte unter anderem die schlechtere Versorgung der Schwangeren mit Vitamin D in der zweiten Schwangerschaftshälfte sein, aber auch eine höhere Belastung durch Pestizide in den kritischen ersten Embryonalwochen, so eine Studie der Universität Indiana (USA), die mehr als 270.000 Schwangerschaften auswertete. Überschätzen sollten Eltern die Ergebnisse der Forschung aber nicht, denn andere Faktoren, wie die Ernährung während der Schwangerschaft, hat einen viel grösseren Einfluss auf die Gesundheit des Kindes.

Immer wieder Scheidenpilz?

Immer wieder Scheidenpilz?06.01.2017

Die Symptome einer Scheidenpilzinfektion (Vaginalmykose) sind unangenehm, vor allem, wenn sie immer wieder auftreten. Schuld ist eine dauerhaft aus dem Gleichgewicht geratene Scheidenflora, die eine Vermehrung von Hefepilzen begünstigt. Gegen solche lästigen Rezidive werden jetzt – zusätzlich zur Behandlung mit Anti-Pilz-Mitteln (Antimykotika) – Tabletten mit probiotischen Milchsäurebakterien (Laktobazillen) eingesetzt. Eine aktuelle Studie zeigte, dass Frauen, die mit dem Anti-Pilz-Wirkstoff Clotrimazol plus Laktobazillen-haltigen Vaginaltabletten behandelt wurden, ein beinahe achtfach erniedrigtes Rückfallrisiko hatten im Vergleich zu Frauen, die nur mit Clotrimazol behandelt wurden. Zu Nebenwirkungen kam es durch die neue Kombinationstherapie kaum.

Vergesslich und unordentlich?

Vergesslich und unordentlich?03.01.2017

Sie vergessen ständig die Schlüssel und schaffen es nie, die Wohnung tiptop aufzuräumen? Gar nicht so schlimm, denn was allgemeinhin als schusselig oder schlampig gilt, könnte in Wahrheit nur zeigen, dass Sie überdurchschnittlich intelligent sind. Eine Studie der University of Minnesota in den USA hat herausgefunden, dass unordentliche Schreibtische mit Papier und Krimskrams ein Zeichen für wahre Genies sind. Tatsächlich entdeckten die Wissenschaftler in Versuchen, dass Menschen, die sich in einer unordentlicheren Umgebung befinden, auf originellere und kreative Ideen und Lösungen für Probleme kommen. Warum? Pedantische Menschen halten sich oft an Konventionen und soziale Normen und können sich somit nicht so einfallsreich entfalten wie Chaoten. Auch typisch für intelligente Menschen: Genies sind vergesslich, weil ihnen ein anderer Gedanke viel interessanter und wichtiger erscheint.

Neues Süssungsmittel

Neues Süssungsmittel31.12.2016

Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat bekannt gegeben, eine neue Art Zucker entwickelt zu haben, mit der die Schokolade oder das Glacé trotzdem gleich gut schmeckt. Der Trick bestehe darin, der Zucker innen „hohl“ sei. Die Oberfläche wird belassen und sorgt für den vollen Geschmack, aber innen ist der Zucker hohl und dadurch praktisch kalorienfrei. Die neu entwickelten Zuckerkristalle würden sich schneller auflösen als der herkömmliche Zucker, so dass sie das gewünschte Geschmacksempfinden rascher auslösen könnten. Allerdings sei die Neu-Entwicklung nicht dazu geeignet, in den Kaffee gerührt zu werden und tauge auch nicht für die Produktion von Süssgetränken. Ab 2018 werde Nestlé damit beginnen, den Zuckergehalt seiner Süsswarenprodukte Schritt für Schritt zu senken. 

Ab 2017: Neues Unterhaltsrecht

Ab 2017: Neues Unterhaltsrecht28.12.2016

22,9 Prozent aller Geburten in der Schweiz erfolgten letztes Jahr nicht ehelich. Mit dem neuen Unterhaltsrecht ab 1. Januar 2017 erhält der- oder diejenige, welche unverheiratet (oder nach der Trennung) das Kind allein betreut, mehr Geld. Neu wird nämlich der sogenannte Betreuungsunterhalt eingeführt. Das heisst, dass bei der Bemessung des Unterhaltsanspruchs nicht mehr nur die direkten Kosten für die Betreuung eines Kindes berücksichtigt werden (etwa für Essen, Wohnen und Kleider), sondern auch die entstehenden finanziellen Auswirkungen für die betreuende Person. Der Elternteil, der sich mehr um das Kind (oder die Kinder) kümmert, soll dafür angemessen entschädigt werden – unabhängig vom Zivilstand. Doch wieviel ist das? In den nächsten zwei Jahren müssen die Richter nicht nur die Berechnungsmethodik definieren, sondern auch festlegen, bis zu welchem Kindesalter der Betreuungsunterhalt (vollständig) bezahlt werden muss. 

Gemeinsam gegen Bewegungsmangel

Gemeinsam gegen Bewegungsmangel26.12.2016

Ein bewegungsarmer Lebensstil mit zu wenig oder schlechtem Sportunterricht in der Schule führt bei Kindern immer mehr zu Gewichtsproblemen und Beschwerden wie Rückenschmerzen. Primarschüler verbringen täglich etwa neun Stunden im Sitzen, neun Stunden im Liegen, fünf Stunden stehend und lediglich eine Stunde in Bewegung. Das Fazit: 30 bis 50 Prozent aller Primarschulkinder brauchen dringend eine motorische Förderung – und  vor allem das Vorbild der Eltern bei gemeinsamen Aktivitäten. Der Medienkonsum von Kindern muss rigoros kontrolliert werden. Kommunen sind gefordert, mehr gefahrlose Bewegungsräume für Kinder zu schaffen. Dadurch können sie ungeplant Gspänli treffen, die bei Bewegungsaktivitäten benötigt werden und mit denen alles viel mehr Spass macht!

Nuss und Mandelkern

Nuss und Mandelkern22.12.2016

Eine grosse norwegisch-britisch-amerikanische Untersuchung, die 29 Publikationen mit mehr als 800.000 Teilnehmern ausgewertet hat, brachte jetzt ein deutliches Ergebnis: Nüsse aller Sorten (u.a. Haselnüsse und Baumnüsse, aber auch Erdnüsse, Cashews, Paranüsse und Pistazien) und Mandelkerne erweisen sich laut einer Studie gut gegen eine Vielzahl von Leiden. Eine Portion Nüsse (28 Gramm) pro Tag reduziert offenbar das Risiko für Herzinfarkt um 29 Prozent, für Schlaganfall um 7 Prozent und für Krebs um 15 Prozent. Insgesamt scheint die sogenannte „Mittelmeerdiät“ mit Olivenöl, Nüssen, fischreicher und fleischarmer Frischkost auch gegen Demenz zu schützen. Ein gelegentliches (!) Glas Wein verbessert die Vorteile dieser Ernährungsweise, was wissenschaftlich als „Französisches Paradox“ bezeichnet wird.

Schwanger = Rauchstopp!

Schwanger = Rauchstopp!19.12.2016

Wenn werdende Mütter in der Schwangerschaft rauchen, schädigen sie damit die Nieren ihrer ungeborenen Kinder, wie eine holländische Untersuchung mit mehr als 5600 Kindern im Alter von 6 Jahren ergab. Gemessen wurde bei allen Kindern das Nierenvolumen, die eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) und die Albumin-Kreatinin-Rate. Kinder von Raucherinnen während der Schwangerschaft wiesen ein geringeres Nierenvolumen und eine  schlechtere Nierenfunktion auf. Der stärkste Effekt fand sich bei Müttern, die während der Schwangerschaft fünf oder mehr Zigaretten am Tag geraucht hatten. Rauchen nur im ersten Drittel der Schwangerschaft führte zu einer erhöhten Albumin-Kreatinin-Rate. Wenn nicht die Mutter sondern nur der Vater rauchte (Passivrauchen), hatten die Kinder später lediglich ein geringeres Nierenvolumen, aber keine Nierenfunktionsstörungen.

Mutterschaftsurlaub

Mutterschaftsurlaub14.12.2016

Muss ein Neugeborenes (z.B. wegen Frühgeburt) für mehr als drei Wochen im Spital bleiben, soll die Mutter länger Mutterschaftsentschädigung erhalten, hat der Ständerat gestern einstimmig entschieden. Man kann erwarten, dass auch der Nationalrat zustimmen wird. Normalerweise unterliegt die Mutter für acht Wochen nach der Geburt einem Arbeitsverbot (Mutterschaftsurlaub). Die Mutterschaftsentschädigung setzt aber erst ein am Tag, an dem das Kind nach Hause entlassen wird und endet am 98. Tag. Bei einem längeren Krankenhausaufenthalt des Neugeborenen und Aufschub der Mutterschaftsentschädigung war bisher das Einkommen nicht gesichert. Die Verlängerung auf 56 zusätzlich bezahlte Tage ermöglicht eine Risikoverteilung zwischen allen Arbeitgebern und vermeidet, dass einzelne von ihnen zusätzlich belastet werden. Mehr…

Lieber getrennt schlafen

Lieber getrennt schlafen12.12.2016

Im Tessin und in der Romandie schlafen Paare lieber unter einer Bettdecke als in der Deutschschweiz. Das ergab eine Umfrage mit 1000 Personen über die Schweizer Schlafgewohnheiten. 46 % der Befragten schlafen in der Seitenlage und 21% in der Fötushaltung. Das beliebteste Ritual vor dem Zubettgehen ist Lesen. Frauen gehen durchweg etwas eher zu Bett und bekommen deshalb mehr Schlaf als Männer. 41 % der Interviewten fühlten sich vom Schnarchen des Partners gestört. Kleidung auf dem Boden, Tiere, Socken und Essen im Bett waren weitere „Abtörner“. Eine US-Umfrage ergab übrigens, dass 57 % der Nacktschläfer sich in einer glücklichen Partnerschaft wähnten - bei den Pyjama-Trägern war das weniger als die Hälfte.Fragt sich nur, ob das Ursache oder Folge ist ;-)

Sicher ins neue Leben

Sicher ins neue Leben08.12.2016

In der Ulmer Universitätsfrauenklinik, einer der grössten Geburtskliniken in Deutschland, bekommt jedes Neugeborene einen Schlafsack geschenkt. Ikea Ulm unterstützt das Projekt und stellt die Schlafsäcke zur Verfügung. Damit kann das – ohnehin heute niedrige - Risiko des plötzlichen Kindstodes noch einmal um das Fünffache gesenkt werden. Die eigentlichen Ursachen der tragischen Todesfälle bei ansonsten völlig gesunden Babys sind bis heute nicht bekannt. Studien zeigen aber, dass sich das Risiko senken lässt, wenn Kinder im Schlaf frei atmen können und nicht zu warm zu­gedeckt sind. In einem Schlafsack ohne zusätzliche Decke ist das am besten gewährleistet. Und: Am sichersten schlafen Babys in ihrem eigenen Bett im Zimmer der Eltern in Rückenlage. Auf Kissen, Nestchen und grosse Kuscheltiere sollte man verzichten.

Wie der Vater, so der Sohn

Wie der Vater, so der Sohn05.12.2016

Männer, die nach einer intrazytoplasmischen Sperma-Injektion (ICSI) geboren wurden, verfügen im Spermiogramm nur über rund die halbe Sperma-Konzentration und eine um zwei Drittel geringere Spermien-Anzahl sowie gut bewegliche Samenzellen als ihre natürlich empfangenen Altersgenossen, wie belgische Forscher ermittelt haben. Damit sei die Theorie bewiesen, wonach Söhne die Fruchtbarkeitsprobleme ihrer Väter erben. Beim ICSI-Verfahren wird eine Samenzelle direkt in eine Eizelle eingebracht. So kann Männern geholfen werden, die nur über eine geringe Anzahl von Spermien verfügen, deren Sperma abnormal geformt oder nur wenig beweglich ist. Die Methode ICSI gibt es seit Anfang der 90er Jahre. Sie wird heute schon bei mehr als der Hälfte aller Fruchtbarkeitsbehandlungen eingesetzt.

Ein Zeichen gegen Brustkrebs

Ein Zeichen gegen Brustkrebs01.12.2016

Donate A Plate® ist eine nationale Solidaritätsaktion für Frauen mit Brustkrebs. Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen engagieren sich für Betroffene und setzen seit vier Jahren jeweils ab Oktober ein Zeichen der Solidarität: Mit Schalen – dem Symbol des Weiblichen und Sozialen. Sie schützen und bewahren, was sich darin befindet, und sind meistens dort, wo Menschen sich austauschen, essen und diskutieren. Schweizer Künstlerinnen und Künstler wie Dorothée Vogel, Sarah Illenberger, Natalia Gianinazzi, Pipilotti Rist, Paula Troxler oder Eric Andersen haben farbenfrohe und hochwertige Porzellanschalen designt, die von der Porzellanfabrik Langenthal hergestellt werden. Pro verkaufte Schale (ᴓ 29 cm, Verkaufspreis 49.00 CHF) wird die "Krebsliga Schweiz" und "Patient Savoir" mit einem Beitrag von 15.00 CHF unterstützt. Mehr Infos und das Bestellformular: www.donateaplate.ch.

Vermehrung im Salat

Vermehrung im Salat29.11.2016

Geschnittener, abgepackter Salat beflügelt Keimwachstum. Britische Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Feuchtigkeit in den Plastikbeuteln in Kombination mit den austretenden Zuckern, Mineralstoffen und Proteinen aus den Salatblättern einen guten Nährboden für die Bakterien liefert – und das sogar, wenn der Salat im Kühlschrank gelagert wird. Ein anfänglicher Keimgehalt von 100 Salmonellen kann so binnen fünf Tagen auf bis zu 100.000 ansteigen, eine kritische Dosis. Salmonellen entwickelten sich dabei besonders gut in Beuteln, die Spinat enthielten, während das Bakterium E. coli Rucola bevorzugen würde. Zu empfehlen sei deshalb unbedingt, den Salat noch am selben Tag zu essen und aufgeblähte Beutel oder Beutel mit matschigen Blättern zu meiden. Mehr über Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln...

Knoblauch in der Muttermilch

Knoblauch in der Muttermilch26.11.2016

Noch recht wenig ist bekannt, welchen Einfluss die Nahrung der stillenden Mutter auf die Ernährungsprägung der Säuglinge hat. Man nimmt heute an, dass Kinder diese Geschmäcker dann im späteren Leben bevorzugen, weil sie an Kindheitserlebnisse erinnern, vor allem an gute. Viele Aromastoffe werden jedoch im Körper so stark verändert, dass sie nur noch wenig mit dem typischen Geschmack des Ausgangsprodukts zu tun haben. Zum Beispiel ändern Fischöl und Stilltee das Aromaprofil der Muttermilch nicht, während Eukalyptuskapseln (gegen Erkältungskrankheiten) deutlich herauskommen. Die Forscher vermuten, dass der Körper der Mutter eine Schutzfunktion übernimmt, indem er nicht alle Inhaltsstoffe der Nahrung zum Säugling durchlässt. Knoblaucharomen jedenfalls scheinen den Appetit anzuregen, wie in einer anderen Studie an Säuglingen gezeigt wurde. Sie tranken mehr Milch, wenn die Mutter Knoblauch gegessen hatte.

Dicke Kellner

Dicke Kellner23.11.2016

Unser Essverhalten wird in Restaurants indirekt vom Servicepersonal beeinflusst, wie eine Studie in den USA, Frankreich und Spanien herausfand. Bei dicken Kellnern wurden viel mehr Gerichte bestellt als bei schlanken. Desserts sogar viermal häufiger,  aber auch mehr alkoholische Getränke. Das Geschlecht der Kellner oder das Gewicht der Restaurantbesucher hatte aber keinen Einfluss auf das Bestellverhalten. Die Wissenschaftler vermuten, dass ein hohes Gewicht der Kellner bei den Gästen seltener ein schlechtes Gewissen auslöst. Ähnliche Ergebnisse ergab eine Untersuchung in Kantinen. Da führte ein hohes Gewicht einer Person, die vor einer Testpersonen in der Schlange stand, auch zu einer höheren Nahrungsaufnahme. Die (augenzwinkernde) Lehre daraus: Restaurantbesitzer sollten nur dicke Kellner einstellen und gewichtsbewusste Gäste bereits an der Eingangstür ihre Gerichte auswählen. 

Kinder schützen, Kinder stärken!

Kinder schützen, Kinder stärken!20.11.2016

Zum diesjährigen Tag der Kinderrechte am Sonntag, 20. November 2016, erinnert Kinderschutz Schweiz mit einer Postkarte daran, dass Kinder das Recht auf Fürsorge, Förderung und Schutz haben. Die Gratis-Postkarte ist in Kulturbetrieben, Bars und Restaurants in den Städten Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Baden, Olten, Aarau, Thun, Solothurn, Schaffhausen, Zug, Biel-Bienne, Neuenburg und Fribourg erhältlich. Seit 2006 bietet Kinderschutz Schweiz mit Starke Eltern – Starke Kinder  einen Kurs an, welcher das Modell der anleitenden Erziehung vermittelt. Die Kursteilnehmer/innen erhalten Informationen, können spielerisch etwas Neues ausprobieren, mit andern Eltern ihre Erfahrungen austauschen und mit einer Wochenaufgabe das Gelernte in ihren Alltag integrieren.

Eisprung macht wählerisch

Eisprung macht wählerisch18.11.2016

Hormone beeinflussen auch die Partnerwahl. Frauen bewerten ihre Beziehung während des Monatszyklus unterschiedlich, wie eine Studie der University of California ergab. Wer einen zuverlässigen, aber unattraktiven Partner gewählt hat, anstatt sich für einen attraktiven zu entscheiden, ringt an den fruchtbarsten Tagen unbewusst mit diesem Beschluss. Solche Frauen fühlen sich ihrem Partner in dieser Zeit nicht so nah wie Frauen mit einem sexuell begehrenswerten Mann und haben mehr an ihm auszusetzen. Sie fühlen sich dann kurzzeitig zu anderen Männern hingezogen. Die Wissenschaftler betonen: Diese Emotionen sind schnell vorbei und stellen keine Gefahr für eine langfristige Beziehung dar.

Nikotin und Schizophrenie

Nikotin und Schizophrenie15.11.2016

Rauchen in der Schwangerschaft bedeutet ein erhöhtes Schizophrenie-Risiko bei den Kindern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher aus New York und Finnland. Sie verglichen fast 1.000 Kinder mit und ohne Schizophrenie, die zwischen 1983 und 1998 in Finnland geboren worden waren. Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer Nikotinwert im Blut der Mutter mit einem erhöhten Schizophrenie-Risiko beim Nachwuchs einherging. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, als Faktoren wie die psychiatrische Vorgeschichte der Eltern, der sozioökonomischen Status und das Alter berücksichtigt wurden. Nikotin gelangt in das Blut des Fötus und beeinflusst vor allem die Entwicklung des Gehirns.

Vorsicht bei Lippenherpes

Vorsicht bei Lippenherpes12.11.2016

Leiden Eltern unter Lippenherpes (Fieberbläschen), sollten sie im Umgang mit ihrem Neugeborenen oder Baby, aber auch mit immungeschwächten Kindern besonders vorsichtig sein. Mundschutz ist angesagt – und auf Schmusen und Küssen muss man für eine Weile verzichten. Zudem sollten Betroffene ihre Hände immer wieder sorgfältig waschen und desinfizieren. Der Bläscheninhalt darf nicht berührt und die Kruste nicht abgekratzt werden. Denn eine Herpesinfektion kann bei Neugeborenen schnell eine lebensbedrohliche Situation mit dauerhaften Hirnschäden auslösen (Herpes-Enzephalitis). Sind in seltenen Fällen die Brustwarzen befallen, muss nach Meinung der Fachleute sogar auf das Stillen vorübergehend verzichtet werden.

Männer und Schlaf

Männer und Schlaf09.11.2016

Die Schlafdauer hat Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit, wie eine neue Studie von Forschern der Universität Boston zeigt. Am besten ist eine Schlafzeit von sieben bis acht Stunden. Wenn Männer weniger als sechs Stunden und mehr als neun Stunden Schlaf erhielten, sinkt die Wahrscheinlichkeit für die Befruchtung einer Eizelle um 42 Prozent. Das hat den Experten nach hormonelle Ursachen. Der entscheidende Faktor für die Fruchtbarkeit ist das Sexualhormon Testosteron, welches während des Schlafes freigesetzt wird. Die Verbindung zwischen Schlaf und Fruchtbarkeit bleibt auch bestehen, wenn Faktoren wie Alter, BMI, die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs sowie andere Faktoren miteinbezogen würden.

Frühgeborene Ohren ohne Stress

Frühgeborene Ohren ohne Stress06.11.2016

Rauschen, Gluckern, die Stimme der Mutter – das sind die Geräusche, die Ungeborene ab der 16. Schwangerschaftswoche gedämpft im Bauch der Mutter wahrnehmen. Endet die Schwangerschaft zu früh, wechselt auch schlagartig die Geräuschkulisse: Apparaturen piepsen, laute Stimmen reden durcheinander. Frühgeborene sind auf einer Intensivstation der Gefahr von akustischer Überreizung ausgesetzt, was Stress bedeutet. Für die Neonatologie am Inselspital Bern ein Grund, ihre Ohren zu schützen und positive Hörerfahrungen zu fördern. Dort helfen leiseste Inkubatoren (Brutkästen), rhythmische Klänge und die Zuwendung einer summenden Stimme den winzigen Menschen, sich zu entspannen und zu orientieren. Sie atmen mit Musik tiefer und schlafen besser. Die neonatologische Intensivstation will mit Warnsystemen dafür sorgen, Hintergrundgeräusche möglichst niedrig zu halten und so den Stress zu minimieren.

Kurzsichtige Kinder

Kurzsichtige Kinder03.11.2016

In Asien, wo schon bis zu 96 Prozent der 20-jährigen kurzsichtig sind, ist es eine etablierte Methode, um bei Primarschülern die fortschreitende Sehverschlechterung aufzuhalten: Täglich vor dem Schlafengehen einen Tropfen niedrigdosierte Atropin-Lösung in jedes Auge. Das wirkt erwiesenermassen besser gegen Kurzsichtigkeit (Myopie) als korrigierende Brillengläser, multifokale Kontaktlinsen oder natürliches Tageslicht. Und Vorsorge zahlt sich aus: Starke Kurzsichtigkeit ist ein Hauptrisikofaktor für spätere ernste Augenleiden wie Makuladegeneration, Netzhautablösung und Glaukom. Zu den Ursachen für den Anstieg der Fälle von Kurzsichtigkeit zählen die Forscher neben genetischen Anlagen auch ein verändertes Freizeit-, Lern- und Arbeitsverhalten – mehr Lesen, Computer- und Smartphone-Nutzung. Mehr über die Augen Ihres Kindes...

Babyboom

Babyboom31.10.2016

In der Schweiz wurden 2015 so viele Babys geboren wie seit 23 Jahren nicht mehr: 86.559! Die Geburtenrate stieg kontinuierlich von 1,38 in 2000 auf 1,54 in 2015. Geholfen haben sicher auch die Fortschritte in der Kinderwunschbehandlung, denn weniger Frauen als früher bleiben kinderlos. Seitdem man als junge Familie nicht mehr in die Agglomeration zieht, holen vor allem die Städte in der Geburtenrate auf. Im Vergleich der Kantone liegen Appenzell und Obwalden vorn, Schaffhausen, Tessin und Basel-Stadt am Schluss. Das grösste Potential für einen weiteren Anstieg sehen Fachleute in einer Verbesserung der Kinderbetreuung nach skandinavischem Vorbild. Schweizer Eltern müssen zur Zeit etwa ein Drittel ihres Einkommens für einen Krippenplatz hinblättern – ein europäischer Spitzenwert!

Chlamydien

Chlamydien28.10.2016

Bei Frauen mit einem positiven Test auf Chlamydien ist die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion von Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken – als PID (pelvic inflammatory disease) bezeichnet – und als Folge davon für eine Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (z.B. Eileiter-Schwangerschaft) oder eine Unfruchtbarkeit wegen verklebter Eileiter im Vergleich zu Frauen mit einem negativen Testergebnis um mindestens 30% erhöht. Das bestätigt erstmals eine grosse bevölkerungsgestützte Studie in Dänemark, wo es eine Meldepflicht für Chlamydieninfektionen gibt. Fast 517.000 junge Frauen wurden durchschnittlich knapp acht Jahre lang nachverfolgt. Bei 20% (103.344 Frauen) war der Chlamydientest positiv, bei 35% (182.879 Frauen) war er negativ und 45% (230.495 Frauen) waren nie getestet worden.

Elterntrainer ADHS

Elterntrainer ADHS25.10.2016

Wie geht man mit kindlichen Wutanfällen, Hausaufgabenstress, Chaos im Kinderzimmer, Medienkonsum, Geschwisterstreit und Unruhe beim Essen um? Wie können Eltern ihr ADHS-Kind im Alltag am besten unterstützen? Antworten auf viele Fragen gibt es jetzt frei Haus. Der "ADHS-Elterntrainer" ist ein wissenschaftlich fundiertes Online-Programm und bietet umfassende und kostenlose Unterstützung. Anhand von 44 Filmsequenzen zu typischen Situationen aus dem Familienalltag vermittelt das Trainingsprogramm einfache verhaltenstherapeutische Methoden, die Eltern schnell und unkompliziert anwenden können. Das Angebot der deutschen Krankenversicherung AOK wurde vom ADHS-Experten Professor Manfred Döpfner vom Uniklinikum Köln entwickelt und ist unter www.adhs-elterntrainer.de für alle Interessierten frei zugänglich. Mehr Infos über ADHS...

Putzen ist sexy

Putzen ist sexy22.10.2016

Gleichberechtigung bei Hausarbeit und Kindererziehung galt lange als Lustkiller in der Ehe. Doch neue Studienergebnisse beweisen das Gegenteil: Paare, die sich die Hausarbeit teilen, haben mehr Spass im Bett. Sozialwissenschaftler der Cornell University, New York, werteten eine Umfrage zum Thema Partnerschaft, Sexualleben und Zufriedenheit aus. Demnach haben Paare, die sich die Hausarbeit teilen, im Schnitt 6,8 mal Sex im Monat. Paare, bei denen es eher traditionell zugeht – der Mann also das Geld verdient, während die Frau für Haus und Kinder sorgt – monatlich einmal weniger. Erstaunlich, denn noch in der Vorgänger-Studie 1992 war das umgekehrt, galt doch die traditionelle Rollenverteilung damals als Garant für ein glückliches Sexualleben.

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen19.10.2016

Rückenschmerzen bei Kindern waren früher ein seltenes Phänomen. Inzwischen sind sie weit verbreitet, wie die europaweit grösste Kinderstudie KiGGS des Robert Koch-Instituts Berlin mit 17.641 Kindern und Jugendlichen ergab. Treten solche Beschwerden regelmässig auf, dann sollten Eltern unbedingt eine körperliche Ursache wie die Verkrümmung der Wirbelsäule, die Skoliose (v.a. bei Mädchen), oder die Verknöcherungsstörung Morbus Scheuermann (v.a. bei Jungen) abklären lassen. Je früher Eltern und Kinderärzte die Entwicklung einer Fehlstellung der Wirbelsäule erkennen, desto weniger aufwändig und belastend sind die notwendigen Massnahmen und desto grösser sind die Erfolgsaussichten. Bei der Skoliose werden heute rund 90 Prozent konservativ, also mit Krankengymnastik und gegebenenfalls mit Korsetten behandelt – eine Operation ist nicht notwendig.

Seltene Kuckuckskinder

Seltene Kuckuckskinder16.10.2016

Nur ein bis zwei Prozent aller Nachkommen sind bei einem mütterlichen Seitensprung entstanden, zeigen Genanalysen in mehreren unterschiedlichen Kulturkreisen. Liegt dies aber nur am Einfluss moderner Verhütungsmittel, mit denen sich die Folgen von Seitensprüngen effektiv vermeiden lassen? Bisher gingen Wissenschaftler von einem Kuckuckskinderanteil zwischen 10 und 30 % aus. Ganz falsch, sagen neue Studien, Frauen sind treuer als vermutet. Stammbäume und genetische Studien an Y-Chromosomen lassen Rückschlüsse auf die vergangenen 500 Jahre zu. In einer belgischen Studie wurde eine Fremdvaterschaft von nur 0,9 Prozent pro Generation nachgewiesen. Zwei Studien in Südafrika und Italien, die 300 Jahre zurückreichten, kamen mit 0,9 und 1,2 % Kuckuckskindern auf ebenso niedrige Anteile.

Schwangerschaftstest per Smartphone?

Schwangerschaftstest per Smartphone?14.10.2016

Ein Wissenschaftlerteam an der Universität Hannover hat ein medizinisches Labor entwickelt, das nicht viel grösser als eine Spielkarte ist. Das handliche Analysetool erlaubt mobile Tests verschiedener Körperflüssigkeiten mittels eines optischen Messverfahrens. Damit könnten künftig etwa Blutzuckerwerte überwacht oder Schwangerschaftstests durchgeführt werden. Ein Smartphone könnte mit wenigen technischen Anpassungen so erweitert werden, dass Biomarker oder andere Messwerte sekundenschnell erfassbar sind. Mit dem GPS-Empfänger können zusätzliche Angebote, wie etwa die nächste Apotheke oder Ambulanz, aufgerufen werden. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt die Weiterentwicklung mit Fördergeldern, um die Technologie zur Marktreife zu bringen.

Online-Anziehspiele

Online-Anziehspiele13.10.2016

Online-Games, in denen sich alles um das Aussehen und Zurechtmachen für ein „Date“ dreht, sind nach einer englischen Studie schlecht für die Entwicklung junger Mädchen. Denn schon nach nur zehn Minuten mit einer virtuellen Anziehpuppe waren Grundschülerinnen in einer Befragung mit ihrem eigenen Körper nicht mehr zufrieden und wünschten sich eine schlankere Figur. Das ist bedenklich, da Mädchen, die in jungen Jahren mit ihrem Körper unzufrieden sind, eher langfristig Probleme haben. Das Risiko von geringem Selbstwertgefühl, Essstörungen und Depression ist erhöht. Die Forscher kritisieren allgemein, dass kleine Mädchen zu oft Schlankheits-Botschaften ausgesetzt sind.

Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen10.10.2016

Schwangere, die in den ersten Wochen nach der Befruchtung unter Übelkeit und Erbrechen litten, haben ein deutlich niedrigeres Risiko auf eine Fehlgeburt. US-Forscher untersuchten bei 797 Frauen bereits vor der Schwangerschaft täglich den Urin auf das Schwangerschaftshormon hCG. Dadurch wurden auch frühe Fehlgeburten erfasst, die in der Frühschwangerschaft möglicherweise gar nicht bemerkt worden wären. Schon in der 2. SSW klagten fast 18 Prozent der Frauen über Übelkeit und 2,7 Prozent über Übelkeit und Erbrechen. Diese Anteile stiegen bis zur 8. Woche auf 57,3 Prozent bzw. 26,6 Prozent. Wie in den früheren Untersuchungen war Morgenübelkeit sehr deutlich mit einer 50 Prozent niedrigeren Rate von Fehlgeburten verbunden. Bei Übelkeit mit Erbrechen war das Risiko sogar um 75 Prozent niedriger als bei Frauen ohne Schwangerschaftsübelkeit.

Abpumpen lohnt sich

Abpumpen lohnt sich05.10.2016

Extreme Frühgeborene, die auf einer neonatologischen Intensivstation behandelt werden, können in der Regel nicht von ihren Müttern gestillt werden. Es ist jedoch möglich, die abgepumpte Muttermilch der Säuglingsersatznahrung beizufügen. Dass sich die damit verbundenen Umstände lohnen, zeigt das Ergebnis einer amerikanischen Studie: Frühgeborene, deren Ernährung in den ersten Wochen wenigstens zur Hälfte aus Muttermilch bestand, hatten beim ursprünglich errechneten Geburtstermin ein grösseres Gehirn (untersucht mit Kernspintomographie). Und je länger die Frühgeborenen mit Muttermilch gefüttert wurden, desto besser war ihr Gehirn entwickelt. Die besondere Zusammensetzung der Muttermilch scheint die Entwicklung des Gehirns besser zu fördern als eine Ersatznahrung.

Digitaler AllergiePass

Digitaler AllergiePass03.10.2016

Mit dem digitalen AllergiePass hat man alle Informationen zu seinen Allergien stets auf dem Smartphone bei sich, sie sind von überall abrufbar. Sie können zudem von einem Arzt validiert und später ins elektronische Patientendossier übertragen werden. Dazu gibt es Wissenswertes und Fachinformationen zu Allergien und Intoleranzen, Wetter- und Pollenprognosen sowie aktuelle Luft- und Schadstoffbelastungswerte. Integriert ist auch ein Notfallplan bei einer Anaphylaxie, einem allergischen Schock, der lebensbedrohlich sein kann. Entwickelt wurde die App von aha! Allergiezentrum Schweiz und Kooperationspartnern. Die App steht im iTunes- und Google Play-Store kostenlos zum Herunterladen bereit. 

Männlicher Nachwuchs ist komplizierter

Männlicher Nachwuchs ist komplizierter29.09.2016

Öfter Frühgeburten, häufiger Schwangerschaftshochdruck und Gestationsdiabetes: Der männliche Nachwuchs bereitet Schwangeren mehr Ärger als der weibliche, wie eine statistische Auswertung australischer Geburten jetzt ergab. Bei einem Grossteil der Schwangerschaftskomplikationen erwarteten die Frauen einen Knaben. Das Risiko für eine sehr frühe Geburt ist beispielsweise bei einem männlichen Fetus rund 27% höher als bei einem weiblichen. Die höhere Komplikationsrate ist aber nicht nur für die werdenden Mütter ein Problem, sondern auch für deren Nachwuchs. So erkranken Frühgeborene sowie Kinder nach einem Schwangerschaftsdiabetes oder einer Schwangerschaftshypertonie im späteren Leben ebenfalls häufiger an Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Am liebsten Glace!

Am liebsten Glace!27.09.2016

Zeigen sich bei kleinen Kindern Bläschen an den Innenflächen der Hände, an den Fusssohlen und um den Mund, können diese Anzeichen auf die Hand-Mund-Fuss-Krankheit hindeuten. Weiter können sich auch Bläschen auf der Schleimhaut von Zunge, Gaumen und Wangen bilden, die sich dann eventuell auch zu kleinen schmerzhaften Geschwüren entwickeln. „Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich“, betont Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Nahrung, die heiss, hart oder scharf gewürzt ist, sollten Kinder mit dieser Erkrankung dann nicht verzehren. Stattdessen können Eltern Glace (Speiseeis) anbieten, das lindert die Schmerzen, und die Kinder immer wieder zum Trinken anhalten. Tee oder Mineralwasser sind natürlich am gesündesten.

Nicht zu lange still sitzen!

Nicht zu lange still sitzen!26.09.2016

Schulkinder sitzen täglich eine lange Zeit: in der Schule, beim Erledigen der Hausaufgaben und beim Essen, oft sitzen sie zudem noch vor dem PC oder dem TV - doch langes Sitzen ist bekanntlich ungesund. Das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen steigt, die Knochendichte verringert sich. Deshalb ist es wichtig, das Sitzen zwischendurch zu unterbrechen oder möglichst ganz zu vermeiden. Zum Beispiel könnten Hausaufgaben auch im Stehen gemacht werden, wenn der Schreibtisch verstellbar ist. Auch ein Spiel, welches die Universität Bielefeld gemeinsam mit der Plattform für Ernährung und Bewegung entwickelt hat, soll zu Bewegung animieren. Wer sich am meisten bewegt, gewinnt. Es kann unter www.familienaufstand.de heruntergeladen werden.

Trauzeugen bleiben

Trauzeugen bleiben24.09.2016

Wer in der Schweiz heiraten will, muss weiterhin zwei Trauzeugen auf das Zivilstandsamt mitnehmen. Der Nationalrat wollte das Trauzeugen-Obligatorium abschaffen, da Trauzeugen keine rechtliche Funktion mehr hätten und z.B. in unseren Nachbarstaaten Deutschland und Österreich nicht erforderlich sind. Der Ständerat entschied aber mit 25 zu 15 Stimmen, es zu behalten. Selbst in Las Vegas mit der weltweit einfachsten Eheschliessung sei ein Trauzeuge immer noch Pflicht. Abgeschafft hingegen wurde die Wartefrist von 10 Tagen nach dem Ende des Ehevorbereitungsverfahrens. Das Zivilgesetzbuch soll nun entsprechend geändert werden.

Daumenlutschen und Nägelbeissen

Daumenlutschen und Nägelbeissen21.09.2016

Schon im Uterus stecken die Feten den Daumen in den Mund. Doch je älter die Kinder sind, desto beunruhigter sind die Eltern wegen dieser Gewohnheit. Jetzt hat eine neuseeländische Studie an über 1000 Kindern einen Vorteil gefunden: Kinder, die Daumen lutschen oder Nägel beissen, entwickeln weniger leicht allergische Empfindlichkeiten. Hatten Kinder beide dieser "schlechten Angewohnheiten", so war die Wahrscheinlichkeit einer Allergie gegen Hausstaubmilben, Gras, Katzen, Hunde, Pferde oder in der Luft enthaltene Pilze sogar noch geringer. Dies stützt die Theorie, dass ein früher Kontakt mit Schmutz oder Bakterien das Allergierisiko verringert. Der Trend blieb bis ins Erwachsenenalter erhalten. 

Mamis Mimik

Mamis Mimik19.09.2016

Babys sind während der ersten Monate höchst interessiert am Gesichtsausdruck, den Geräuschen und Handbewegungen ihres Gegenübers, aber  können diese nicht imitieren. Australische Forscher beobachteten die Reaktionen von 106 Babys im Alter von ein bis neun Wochen auf Mimik und Gestik. Das Ergebnis: Die Babys waren mehr oder weniger interessiert, aber sie imitierten nicht. Nachahmung sei demnach kein angeborenes, sondern ein in den ersten Lebensmonaten erlerntes Verhalten. Die Eltern imitieren die Mimik und Gestik ihrer Kleinen. Und Babys wiederum lernen so, eigene Ausdrücke mit denen anderer zu verlinken, jedoch erst frühestens im Alter von sechs  Monaten.

Weltstillwoche 2016

Weltstillwoche 201616.09.2016

Die Weltstillwoche steht dieses Jahr in der Schweiz unter dem Motto „Stillen: ein Schlüssel für nachhaltige Ernährung“ und findet vom 17. bis 24. September 2016 statt. Das Motto weist auf den Zusammenhang zwischen Stillen und Nachhaltigkeit hin. Als ökologisch nachhaltigste Ernährungsmethode trägt Stillen wesentlich zur öffentlichen Gesundheit bei, die eine Vorbedingung für nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes ist. Stillen ist gut für's Baby, es beeinflusst Wachstum und Gedeihen des Kindes und seine Entwicklung der Immunabwehr positiv. Zudem tun stillende Mütter auch etwas für ihre eigene Gesundheit. Ein stillfreundlicheres Umfeld, beispielsweise am Arbeitsplatz, soll dazu beitragen, dass sich Mütter in der Stillphase wohlfühlen und so zu längerem Stillen motiviert werden. Stillen soll als normale Ernährung des Säuglings gelten.

Der Türrahmen fürs Smartphone

Der Türrahmen fürs Smartphone14.09.2016

Wer kennt sie noch, die horizontalen Striche am Türrahmen, versehen mit Datum und dem Namen des Kindes? Früher haben Eltern so das Wachstum ihres Kindes festgehalten – meistens am Geburtstag. Heute benutzt man dazu die neue App Child-Growth, entwickelt vom Pädiatrisch-Endokrinologischen Zentrum Zürich (PEZZ). Darauf können Eltern den Verlauf von Grösse, Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) ihres Kindes über einen gewählten Zeitraum verfolgen und die Werte mit denjenigen von gleichaltrigen Schweizer Kindern vergleichen. Dank der hinterlegten Normwerte ist sofort ersichtlich, ob das Kind sich richtig entwickelt. Falls nicht, könnte dies das Anzeichen einer chronischen Erkrankung sein. Child-Growth ist ab sofort gratis erhältlich und läuft unter iOS8 bzw. Android 4 und höher. Neben Deutsch existiert die App neu auch in Französisch und Englisch.

Mami, mein Bein tut so weh!

Mami, mein Bein tut so weh!13.09.2016

Frühzeichen einer rheumatischen Erkrankung werden bei Kindern häufig falsch als Wachstumsschmerzen gedeutet und die Diagnosestellung und Behandlung verschleppt. Dabei lassen sich die Wachstumsschmerzen eigentlich gut von rheumatisch bedingten Schmerzen abgrenzen. Sie sind in der Regel auf das Alter zwischen drei und acht Jahren beschränkt und treten niemals tagsüber auf. Häufig wacht das Kind in der Nacht auf und weint, weil es starke Schmerzen in den Beinen, oft im Kniebereich hat. Nach einer liebevollen Massage bessern sich die Schmerzen und sind am nächsten Morgen verschwunden. Wenn derartige Beinschmerzen auch morgens oder tagsüber auftreten, kann eine rheumatische Erkrankung vorliegen, z.B. die juvenile Arthritis, Fibromyalgie, systemischer Lupus erythematodes, Sklerodermie oder Kawasaki-Krankheit, und ein Kinderarzt sollte zu Rate gezogen werden.

BH gegen Hängebusen?

BH gegen Hängebusen?11.09.2016

Das Tragen eines BHs sorgt nach den Ergebnissen einer französischen Studie dafür, dass die Brüste schneller schlapp werden und hängen. Über die letzten 15 Jahre haben Wissenschaftler der University of Franche-Comté in Besançon 300 Frauen zwischen 18 und 35 Jahren begleitet und untersucht, welche Auswirkungen der BH tatsächlich auf die Brüste hat. Das Ergebnis: Trägt Frau keinen BH, bleiben die Brüste im Alter länger straff, weil sie mehr Muskelgewebe haben. Bei Frauen, die immer einen BH getragen haben, bildeten sich diese Muskeln zum Teil gar nicht, was dazu führte, dass ihre Brüste schneller und stärker der Schwerkraft folgten. Die Forscher raten: Das BH-Tragen nicht plötzlich sondern schrittweise reduzieren, damit sich die notwendigen Muskeln nach und nach bilden können.

Hüft-Fehlstellungen vermeiden

Hüft-Fehlstellungen vermeiden09.09.2016

Etwa vier Prozent aller Säuglinge kommen mit einer unreifen Hüfte zur Welt. Wird eine „Hüftluxation“ nicht behandelt, entwickeln die Kinder einen hinkenden Gang. Deshalb gehört die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte heute zum allgemeinen Vorsorgeprogramm für Neugeborene. Jetzt befürchten Experten, dass durch das  „Pucken“, also enges Einwickeln in Streckstellung der Beine, die natürliche Reifung der Hüfte beeinträchtigt werde und sich leicht eine sogenannte Hüftdysplasie entwickeln, bei der Gelenkkopf und -pfanne nicht aufeinander passen. Zahlen aus Australien zeigen einen deutlichen Anstieg der Hüftdysplasie-Fälle. In anderen Ländern, etwa der Türkei oder Japan, sollen Aufklärungskampagnen die Eltern von der umstrittenen Wickelmethode abbringen.

Grosse Flasche, dickes Kind

Grosse Flasche, dickes Kind04.09.2016

Immer mehr Kinder sind bereits im Alter von zwei Jahren zu dick. Eine Studie an vier Kinderkliniken in den USA hat eine logische Ursache gefunden. Im Alter von zwei Monaten wurden 386 Mütter, die ihre Kinder nicht stillten, nach der Grösse der Babyflaschen gefragt und wie häufig sie ihre Säuglinge füttern. Etwa die Hälfte benutzte grössere Schoppenflaschen, die knapp 180 ml fassten. Vier Wochen später hatten die mit den grossen Flaschen gefütterten Säuglinge 5 bis 20 Prozent mehr an Gewicht zugelegt als die Säuglinge, die mit kleineren Flaschen gefüttert wurden und waren für ihr Alter und bezogen auf ihre Körpergrösse zu schwer. Mütter, die ihre Kinder nicht stillen, verlieren schnell das Gefühl für die notwendige Nährstoffmenge. Ein schreiendes Baby ist eben nicht immer ein hungriges Baby. Wenn es beim Füttern abwehrende Bewegungen macht oder den Kopf zur Seite dreht, ist es sicher satt.

Besser kein Schnitt

Besser kein Schnitt01.09.2016

Obwohl es bei den meisten vaginalen Entbindungen zu Verletzungen des Geburtskanals kommt, rät die US-Fachgesellschaft der Geburtshelfer und Gynäkologen (ACOG)) in einer aktuellen Leitlinie grundsätzlich von einem Dammschnitt (Episiotomie) ab. Die Frauenärzte sollten andere Massnahmen ergreifen, um Verletzungen im Dammbereich, z.B. einen Dammriss, zu vermeiden. Die US-Geburtshelfer empfehlen eine Dammmassage, die entweder schon in den letzten Schwangerschaftswochen oder während des zweiten Stadiums der Geburt (der Eröffnungsphase) durchgeführt werden soll. Eine weitere Massnahme sei die Verwendung von warmen Kompressen auf den Damm während der Austreibungsphase der Geburt.

Vergiftung?

Vergiftung?30.08.2016

Medikamente, aber vor allem Verhütungsmittel, werden oft im Nachtschrank oder auf der Ablage neben dem Bett aufbewahrt, also in Reichweite von Kleinkindern. Nicht selten greift da ein kleiner Wunderfitz zu - gemäss Tox Info Suisse werden jährlich über hundert Fälle gemeldet. Zu einem schweren Verlauf kam es bis jetzt jedoch nie. In den meisten Fällen zeigen die Kinder keine Symptome. Gelegentlich kann es zu Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen kommen. Also kein Grund zur Panik! Tun muss man nichts, nicht einmal wenn die Menge bis zu einem Blister (21 - 28 Tabletten) eingenommen wurde. Es sei trotzdem daran erinnert, Medikamente immer ausser Reichweite von Kindern zu lagern. Kontrazeptiva sollen auch nicht auf dem Nachttisch oder unter dem Kopfkissen deponiert werden.

Die beliebtesten Babynamen

Die beliebtesten Babynamen27.08.2016

Das Bundesamt für Statistik hat die Vornamen-Liste für 2015 veröffentlicht. Über 86.000 Neugeborene wurden in der gesamten Schweiz geboren und benannt. Die Spitzenreiter in der Deutschschweiz waren Mia, Emma und Lena bei den Mädchen und Leon, Noah und Luca bei den Knaben. Liam auf Platz 4 und Nico auf Platz 8, Lena auf Platz 3 und Emilie auf Platz 6 sind neu in die Top 8 aufgerückt und gehören zu den Aufsteigern des Jahres. „Altmodische“ Namen wie Max, Emil, Paul, Hugo, Greta, Lina und Emma erleben ein Revival. Die Häufigkeit der Namen ist in den unterschiedlichen Schweizer Sprachregionen stark unterschiedlich. Mehr Details hier....

Und: Kennen Sie schon das neue swissmom-Vornamentool? Stöbern Sie durch 12.000 Namen mit Bedeutung und Herkunft!

Vorzeitig in den Kindergarten?

Vorzeitig in den Kindergarten?24.08.2016

Eltern können ihre Kinder schon früher in den Kindergarten schicken, sofern sie dies als sinnvoll erachten. 2010 waren es im Kanton Zürich über 6 Prozent. Aber fast jedes vierte vorzeitig eingeschulte Kind musste bis zum Ende der 3. Klasse eine Jahr repetieren. Und bis zu 90 Prozent der früh eingeschulten Repetenten besuchen im Kanton ein 3. Kindergartenjahr. Die „Zurücksetzung“ kann negative Auswirkungen haben: Viele Wiederholer fühlen sich wegen des zusätzlichen Schuljahres minderwertig und schliessen die Schule deutlich häufiger in einem Schultyp mit geringeren Anforderungen ab im Vergleich zu Kindern, die niemals wiederholen mussten. Mehr zum Thema "Schulreife"...

Hasch in der Schwangerschaft

Hasch in der Schwangerschaft21.08.2016

Cannabis (Marihuana, Haschisch) gehört zu den beliebtesten Rauschmitteln – leider auch bei Schwangeren. Wegen seiner effektiven Wirkung bei starker Schwangerschafts-Übelkeit wird es immer häufiger zur Selbsttherapie eingesetzt. Der regelmässige Konsum in der Schwangerschaft zeigte jetzt allerdings in einer australischen Untersuchung ein fünffach erhöhtes Risiko auf eine Frühgeburt. Die Befragungen fanden in der 20. Schwangerschaftswoche statt. Frauen, die bis zu diesem Zeitpunkt Cannabis rauchten, brachten ihr Kind im Durchschnitt nach 29,6 Wochen zur Welt. Ohne Cannabis dauerte die Schwangerschaft dagegen im Durchschnitt 34,1 Wochen – ein deutlicher Unterschied. Schwangeren muss deshalb dringend vom Konsum der Droge abgeraten werden.

Erdnussallergie und Asthma

Erdnussallergie und Asthma18.08.2016

Eine aktuelle US-Studie zeigt: Kinder, die unter Asthma bronchiale leiden, sind oft auch gegen Erdnüsse allergisch – ohne es zu wissen. Das kann sehr gefährlich werden, weil der Kontakt mit Erdnüssen bei Allergikern mitunter zu einem anaphylaktischen Schock führt, der ohne notärztliche Behandlung tödlich enden kann. So ist die Rate der im Krankenhaus wegen Bronchialasthma behandelten Kinder mit Erdnussallergie doppelt so hoch wie die von Kindern ohne eine solche Allergie. Ausserdem kann eine gleichzeitig bestehende Erdnussallergie asthmatische Symptome verstärken. Insbesondere wenn trotz Behandlung weiterhin asthmatische Beschwerden wie Atemnot, Keuchen und Husten auftreten, sollten die betroffenen Kinder einen Allergietest machen lassen. Denn Spuren von Erdnüssen können in vielen Lebensmitteln enthalten sein!

Nabelschnurblutspende

Nabelschnurblutspende15.08.2016

Bisher gab es zwei Optionen, wenn man bei der Geburt die wertvollen Stammzellen der Nabelschnur nicht im Mistkübel sehen wollte (Nabelschnurblutspende): Entweder bewahren die Eltern das Nabelschnurblut für das eigene Kind auf („private banking“) oder sie spenden es für die Öffentlichkeit („public banking“). Bei einer Kombination (Hybrid Banking) wird das Nabelschnurblut auf Kosten der Eltern zunächst für den Eigengebrauch eingelagert, zusätzlich aber – wie bei einer öffentlichen Spende – im Stammzellspendenregister der Schweiz anonym aufgeführt. Passen die gefrorenen Zellen als Transplantat für einen Leukämiekranken, können die Eltern das Blut ihres Kindes freigeben und erhalten die entstandenen Kosten zurück. Eine Befragung an der Frauenklinik in Bern hat gezeigt, dass Eltern sich eine private Spende wünschen, aber bei Bedarf auch gerne kranke Menschen in Not unterstützen wollen.

Stress macht stark

Stress macht stark10.08.2016

Mütterlicher Stress und psychische Belastungen wie Depressionen während der Schwangerschaft können möglicherweise Schutzmechanismen beim Baby aktivieren. Dies lässt sich aus bestimmten epigenetischen Veränderungen beim Neugeborenen schliessen, wie Psychologen der Universität Basel herausfanden. Offensichtlich wird das Oxytocinrezeptor-Gen unter „widrigen“ Umständen besser aktivierbar. Oxytocin beeinflusst nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind während und nach der Geburt, sondern auch soziale Interaktionen wie die Anpassung an Stress. So können die Babys mit späteren Herausforderungen und Belastungen besser fertig werden. Frühere Forschungen haben ergeben, dass Belastungen der werdenden Mutter das Risiko für psychische Störungen und körperliche Erkrankungen beim Nachwuchs erhöhen.

Urlaubsimpfungen

Urlaubsimpfungen05.08.2016

Schon bei der Auswahl des Reiseziels sollte man die Bedürfnisse von Kindern beachten. Für Kleinkinder sind Länder mit sehr heissem Klima eine gesundheitliche Belastung, hinzu kommt die hohe UV-Strahlung (Hautkrebsrisiko). Die hygienischen Bedingungen können in einem nicht so weit entwickelten Land selbst  in einem 5-Sterne-Hotel grenzwertig sein. Fachleute meinen deshalb: Tropische Reiseziele, v.a. solche mit Risiko für Malaria, sollten von Eltern mit Babys und Kleinkindern von vornherein gemieden werden. Generell ist Impfschutz wichtig. Wer „südlich von Rom" seinen Urlaub verbringt, sollte sich gegen Hepatitis A impfen lassen. Zecken-Impfschutz (FSME) wird empfohlen v.a. für Teile Süddeutschlands, Österreichs, Sloweniens, Ungarns und Tschechiens. Für Spanien, Frankreich und England kann eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll sein, weil es dort eine erhöhte Antibiotika-Resistenz gibt.

Ausgebremste Spermien

Ausgebremste Spermien03.08.2016

Ganz klar: Vor dem Sonnenbad wird gut eingecremt. Chemische und mineralische UV-Filter können für Männer aber unerwünschte Folgen haben. Ein Wissenschaftler-Team von der Universität Kopenhagen testete die Wirkung auf gesunde Spermien. 13 von 29 getesteten Substanzen störten die Spermienfunktion, oder genauer den Ionenhaushalt der kleinen Schwimmer. Normalerweise binden Hormone an bestimmte Ionenkanäle in der Zellmembran der Spermien, dadurch kommt es zu einem abrupten Calciumioneneinstrom. Und der gibt den Schwimmern den nötigen Turbobooster, um die letzte Hürde für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle zu überwinden. Einige UV-Filter in Sonnencremes binden aber ebenfalls an diese Calciumkanäle und aktivieren sie zu früh, sodass das Spermium chancenlos ist, wenn es die Eizelle erreicht.

Handys und Hirntumoren?

Handys und Hirntumoren?01.08.2016

Seitdem es Mobiltelefone gibt, wird befürchtet, ihre elektromagnetische Strahlung könnte Hirntumoren auslösen. Eine neue Studie aus Australien ist - zumindest teilweise sehr beruhigend. Anhand von Daten des Nationalen Krebsregisters wurde untersucht, ob die Zahl der Hirntumoren mit der Verbreitung der „Handys“ (in Australien 94% der Bevölkerung) angestiegen ist. Das Ergebnis: Die Erkrankungsrate ist in den letzten 29 Jahren fast gleich geblieben. Nur bei den über 70-Jährigen ist sie leicht gestiegen. Man vermutet, dass Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) heute Krebserkrankungen entdeckt, die man früher gar nicht gefunden hätte. Unklar bleibt allerdings, ob die beruhigende Aussage für Vieltelefonierer auch gilt, weil die individuelle Natelnutzung nicht berücksichtigt wurde.

Zytomegalievirus-Infektion

Zytomegalievirus-Infektion25.07.2016

Wichtigster Risikofaktor für das  mütterliche Entwickeln spezifischer Antikörpern ist der enge Kontakt mit Kleinkindern. Das Risiko einer intrauterinen Transmission ist relativ hoch und abhängig vom Gestationsalter. Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt kein generelles Screening. Wichtig ist eine gute Aufklärung der Schwangeren und Prävention durch gute Hygienemassnahmen (z.B. konsequente Händedesinfektion). Schwangere in Risikoberufen wie Betreuende von Kleinkindern haben kein generelles Beschäftigungsverbot. Bei einer (vermuteten) CMV- Infektion in der Schwangerschaft müssen weitere Abklärungen durch einen Spezialisten für feto-maternale Medizin erfolgen. Weiterbetreuung und Abklärung des Neugeborenen sollte zeitnah nach einem positiven Virusnachweis in den ersten drei Lebenswochen einsetzen. Stillen eines gesunden Neugeborenen ist erlaubt und regelmässige Hörtest-Kontrollen auch noch nach Jahren sinnvoll.

Es wird wieder mehr gestillt…

Es wird wieder mehr gestillt…22.07.2016

Stillen hat nicht nur gesundheitliche Vorteile für das Kind, sondern auch für die Mutter. Doch die Empfehlungen der Fachleute, das Kind vier bis sechs Monate ausschliesslich zu stillen, werden nur von einem Teil der Mütter befolgt. Wissenschaftler der Universität Ulm haben nun herausgefunden, dass zwar die Stillhäufigkeit in den letzten Jahren weiter angestiegen ist, doch fast ausschliesslich bei den besser gebildeten Müttern. Frauen mit niedriger Schulbildung stillen seltener oder hören früher mit dem Stillen auf. Neben der Bildung spielen auch Zigaretten- und Alkohol-Konsum sowie die Art der Geburt eine Rolle. Bei Frauen mit Untergewicht, aber auch mit starkem Übergewicht sind Stillrate und Stilldauer deutlich niedriger als bei Normal- oder leicht übergewichtigen.

Kinder teilen freiwillig

Kinder teilen freiwillig18.07.2016

US-Forscher haben Drei- bis Fünfjährige in drei Gruppen getestet. Jedes Kind bekam eine Puppe und einen Aufkleber. Die erste Gruppe konnte den Aufkleber entweder behalten oder mit der Puppe teilen, die zweite entweder teilen oder beiseitelegen. Die Kinder der dritten Gruppe wurden angewiesen, den Aufkleber zu teilen. Bei einem zweiten Experiment bekamen die Kinder drei Aufkleber, die sie freiwillig teilen konnten. Die Kinder, die zuvor die Wahl hatten, teilten nun bereitwilliger. Auch beim dritten Experiment mit Spielzeugfröschen und Papierfetzen waren diese Kinder im Durchschnitt grosszügiger. Fazit: Es sei vorteilhafter, wenn die Kinder ihr soziales Wesen selber entdeckten, als wenn sie ständig angehalten werden, höflich und freundlich zu anderen zu sein.

Abspecken vor der Zeugung!

Abspecken vor der Zeugung!14.07.2016

Spermien geben so einiges an Informationen weiter – nicht nur die Erbsubstanz DNA, sondern auch die sogenannten epigenetischen Faktoren. Das sind molekulare „Schalter“, die Gene an- oder ausstellen. Beeinflusst werden sie von Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Stress oder die Ernährung. Für Übergewicht konnte das von dänischen Forschern nachgewiesen werden. Bei den Samenzellen dicker Männer waren andere epigenetische Marker zu finden als bei den schlanken. Unterzogen sie sich einer Magenverkleinerung und nahmen deutlich Gewicht ab, führte das zu Veränderungen in der Spermien-DNA. Möglicherweise mit Folgen für den Appetit und damit die Entwicklung des Kindes. Die Forscher betonen, wie wichtig die Lebensführung zum Zeitpunkt der Empfängnis sei.

Silberblick oder ganz normal?

Silberblick oder ganz normal?10.07.2016

Alle Babys, bei denen der Verdacht auf Schielen besteht, oder in deren Familien Schielen vorkommt, sollten schon mit sechs bis zwölf Monaten beim Augenarzt vorgestellt werden. Darauf weist die Stiftung Kindergesundheit hin. In mehr als 90 Prozent der Fälle wird eine Schwachsichtigkeit vermieden und das Schielen geheilt. Die Behandlung mit dem Schielpflaster und evtl. Atropintropfen sei völlig schmerzlos. Ziel ist ein alternierendes Schielen zu erreichen, also abwechselnd beide Augen zum Sehen zu zwingen. Ergänzt werde die so genannte Okklusionsbehandlung durch eine Brille, um den mit dem Schielen meist gekoppelten Sehfehler – in der Regel eine Weitsichtigkeit – auszugleichen.

Zuckerersatz bringt’s nicht

Zuckerersatz bringt’s nicht06.07.2016

Viele Erwachsene setzen künstliche Süssstoffe zur Gewichtsabnahme ein. Epidemiologische Studien fanden in letzter Zeit aber Hinweise darauf, dass dadurch gerade eine Fetteinlagerung und ein Typ 2-Diabetes gefördert wird. Jetzt kommt eine kanadische Untersuchung zu einem weiteren beunruhigenden Ergebnis: Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft täglich künstliche Süssstoffe konsumiert hatten, waren im Alter von einem Jahr doppelt so häufig übergewichtig wie diejenigen, deren Mütter keine Zuckerersatzstoffe verwendet hatten. Auch nach Berücksichtigung weiterer Faktoren (Übergewicht und Zuckerkrankheit der Schwangeren, Stilldauer und Beikostbeginn) war der Zusammenhang immer noch deutlich sichtbar. Mehr über den Zuckerersatz...

Akupunktur

Akupunktur03.07.2016

Die Effekte der Akupunktur auf Schwangerschaftsbeschwerden wie Rücken- und Beckenschmerzen, Übelkeit, Würgereiz und Erbrechen, Schlafstörungen und Depressionen sind allenfalls gering. Das ergab eine Analyse des sogenannten IGel-Monitors der deutschen Krankenkassen. „IGel“ steht für „Individuelle Gesundheitsleistung“, die Grundversicherte selbst bezahlen müssen, weil sie nicht zum Leistungskatalog der Kassen gehören. Ausgewertet wurden sieben Studien zu Nutzen und Schaden der Akupunktur in der Schwangerschaft. Die Studien ergaben zwar positive Effekte der Akupunktur, aber diese Effekte seien durchgehend klein und fänden sich nicht in allen Studien. Insgesamt bewerten die Wissenschaftler deshalb die Effekte der IGeL-Leistung „Akupunktur in der Schwangerschaft“ mit „unklar“. Mehr über Akupunktur in der Geburtshilfe...

Aus für Überraschungs-Ei

Aus für Überraschungs-Ei30.06.2016

Ob Happy Meal, Kinder-Überraschungsei oder Cornflakes-Packung: In Kombination mit Spielzeug vervielfachen sie im Supermarkt bei Kindern den Quengelfaktor. Kinder in Chile müssen aber künftig ohne die Beigaben aufwachsen. Dort trat jetzt ein strenges Gesetz zum Schutz von Kindern vor ungesunder Nahrung in Kraft. Es verbietet Herstellern, Kinder mit Hilfe von Spielzeug zu ungesundem Essen zu verführen. Das neue Gesetz fordert eine strenge Kennzeichnungspflicht für Produkte mit grossen Mengen gesättigter Fettsäuren, Zucker, Salz oder Kalorien. Bei Werbung für solche Lebensmittel dürfen Kinder nicht mehr direkt angesprochen werden. Die chilenische Regierung begründete die Neuregelung damit, dass rund ein Drittel der Kinder unter sechs Jahren bereits übergewichtig ist.

Sex macht fruchtbarer

Sex macht fruchtbarer27.06.2016

Paare, bei denen es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, sollten mehr Sex haben. Und das nicht nur während der fruchtbaren Tage, sondern auch zwischendurch. Der Grund: Bei häufigem Verkehr wird das männliche Sperma vom Immunsystem der Frau besser toleriert. Denn für sie sind Spermien in erster Regel Fremdlinge, die von ihren Immunzellen, v.a. den Typ-1-Helferzellen, bekämpft werden müssen. Bei häufigem sexuellem Kontakt verändert sich diese feindliche Haltung. Typ-2-Helferzellen schützen die Spermien und begünstigen die Einnistung der befruchteten Eizelle. Sexuell aktivere Frauen haben ausserdem mehr Immunglobulin G im Blut und im Vaginal- und Gebärmutterschleim, was die Erfolgsaussichten der Spermien unterstützt.

Impfungen

Impfungen24.06.2016

Das typische Dilemma in Allergiker-Familien: Eltern von Kindern, die zu Allergien neigen, haben oft Bedenken, wenn Impftermine näher rücken. Kinder mit erhöhtem Allergierisiko werden deshalb oft gar nicht, unvollständig oder mit Verzögerung geimpft. Doch damit steigt die Gefahr schwerer Infektionsfolgen. Kinderärzte geben deutlich Entwarnung: Anders als häufig befürchtet, fördern spezifische Standardimpfungen die allergische Sensibilisierung gegen Umweltallergene wie Pollen oder Nahrungsmittel nicht. Auch die Entwicklung allergischer Erkrankungen wie Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen wird durch die Standardimpfungen nach derzeitigem Wissensstand nicht begünstigt.

Zika-Test bei Schwangeren

Zika-Test bei Schwangeren21.06.2016

Auch symptomlose Schwangere, die von einem Aufenthalt in einem der Zikavirus-Epidemie-Gebiete (s.u.) zurückkehren, sollten sich auf das Virus testen lassen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in einer Mitteilung. Möglich ist ein Nachweis im Blut oder Urin. Ausserdem wird Schwangeren ab der 14. SSW eine Ultraschalluntersuchung empfohlen, am besten ca. 3-4 Wochen nach der Reise, mit Kontrolle in der 28. SSW. Ziel ist es, Zikavirus-Infektionen und deren mögliche Komplikationen, wie die Mikrozephalie und weitere Hirnfehlbildungen, beim Ungeborenen, möglichst frühzeitig zu erkennen. Das Zika-Virus kommt vor allem in tropischen Regionen mit grossen Moskito-Populationen vor. Es zirkuliert in Afrika, Lateinamerika, Südostasien und in der Pazifikregion.

Geburtsfreudiges Becken

Geburtsfreudiges Becken20.06.2016

Frauen sind in der Körpermitte breiter gebaut als Männer, weil ihr Becken bei der Geburt genug Platz für den Durchtritt des Köpfchens bieten muss. Zu diesem Zweck verbreitert sich das Becken bei Mädchen ab der Pubertät und erreicht im Alter von etwa 25–30 Jahren seine grösste Weite. Ab ca. 40 Jahren verengt es sich wieder. Beim Mann verändert das Becken über das gesamte Leben kaum. Diese erstaunlichen Resultate einer Studie der Universität Zürich legen den Schluss nahe, dass die Hormone in der Pubertät und der Menopause diese Formunterschiede bewirken. Der hohe Östrogenspiegel garantiert nicht nur eine hohe Fruchtbarkeit, sondern optimiert während dieser Zeit auch das Becken für die Geburt. Enger wird es dann wieder im Alter, weil dies beim aufrechten Gang den Beckenboden stabilisiert.

Schwanger und depressiv?

Schwanger und depressiv?16.06.2016

Etwa zwölf Prozent der werdenden Mütter entwickeln eine manifeste Depression, und hier stellt sich die Frage: mit Medikamenten behandeln oder nicht? Die Gefahr einer Antidepressiva-Therapie mit sog. SSRI bei Schwangeren wird offenbar überschätzt: Die Analyse bisheriger Studien ergab kaum negative Auswirkungen auf den Nachwuchs. Die Fehlgeburtenrate war nicht signifikant erhöht. Allerdings waren Frühgeburten etwas häufiger. Bevor aus überzogenen Ängsten vor negativen Antidepressivawirkungen auf eine Therapie verzichtet wird, sollten Ärzte auch die möglichen Folgen einer unbehandelten Depression abwägen, denn auch diese berge für das Ungeborene zahlreiche Risiken, schreiben die kanadischen Forscher.

Milch für Muffel

Milch für Muffel13.06.2016

Milch liefert das für Zähne und Knochen unentbehrliche Calcium und verschiedene B-Vitamine. Aber wie viel Milch braucht ein Kind? Die Empfehlung der Fachleute ist: Ab dem 2. bis zum 7. Lebensjahr sollten es bis zu 2 Gläser pro Tag sein. Manche Kinder mögen aber Milch nicht einmal als Kakao. Dann müssen Sie nicht überreden oder sogar zwingen. Die nötigen Nährstoffe gibt es auch in Joghurt, Quark und Blanc battu (idealerweise nature oder mit möglichst wenig Zucker). Mit 3 Scheiben Käse (ca. 60 g) ist die Tagesration Calcium auch bereits gesichert. Und man kann Milchprodukte „verstecken“, z.B. in Omelettes und Kaiserschmarrn, Kartoffelstock, Béchamelsauce oder mit Käse überbackenen Gerichten. Und als Dessert kommt Pudding, Flan oder ein Karamelköpfli gut an – am besten mit wenig Zucker gekocht.

Testosteron macht ehrlicher

Testosteron macht ehrlicher09.06.2016

Testosteron gilt als das Männlichkeitshormon schlechthin - es steht für Aggression und Imponiergehabe, sorgt für die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale, fördert die Libido und steigert den Muskelaufbau. Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Maastricht konnten an einer Studie mit 91 gesunde Männer zeigen, dass das Geschlechtshormon auch soziales Verhalten fördert. In Spielsituationen (Würfelspiel mit Geldbetrag als Belohnung) erwies sich, dass Probanden nach Gabe von Testosteron deutlich seltener logen als Personen die nur ein Placebo erhielten. Dieses Ergebnis widerspricht klar dem eindimensionalen Ansatz, dass Testosteron zu antisozialem Verhalten führt. Wahrscheinlich steigert das Hormon den Stolz und das Bedürfnis, ein positives Selbstbild zu entwickeln.

Babys sehen keine Tiefe

Babys sehen keine Tiefe07.06.2016

Neugeborene kommen nicht nur mit schwach entwickelter Sehschärfe auf die Welt, sie müssen auch das räumliche Sehen erst noch erlernen. Dazu ist die Mitwirkung beider Augen erforderlich, denn nur in diesem Zusammenspiel ist Tiefenwahrnehmung möglich. Für die normale Entwicklung der Augenkoordination ist das Gehirn auf ständige visuelle Reize angewiesen. Forscher der Universität in Budapest haben das wissenschaftlich untersucht: 30 Säuglinge durften ab der zwölften Lebenswoche auf einem Bildschirm Muster anschauen. Dabei wurden über Elektroden am Köpfchen Veränderungen in den Nervenzellen gemessen. Mit etwa vier Monaten hat sich die Fähigkeit zum dreidimensionalen Sehen entwickelt, bei Frühgeborenen dauert es ungefähr zwei Wochen länger.

Nicht immer gleich Antibiotika

Nicht immer gleich Antibiotika03.06.2016

Braucht es unbedingt Antibiotika, um Blasenentzündungen zu heilen oder reicht eine Behandlung mit Schmerzmitteln aus? Eine deutsche Forschergruppe hat dies jetzt wissenschaftlich untersucht. Das Ergebnis: Rund zwei Drittel der Frauen mit einer unkomplizierten Harnwegsinfektion wurden auch nur mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln wieder gesund. Bei sonst gesunden Frauen mit leichten bis mittelschweren Symptomen ist das Risiko von Komplikationen gering. Es reicht, die Beschwerden zu lindern. Antibiotika brauchen nur dann gegeben werden, wenn sich die Symptome verschlimmern. Das vermeidet die Anpassung der Krankheitserreger gegen das Antibiotikum (Resistenz). Eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft stellt eine Ausnahmesituation dar: Um Komplikationen zu vermeiden, ist eine antibiotische Therapie in den meisten Fällen nicht zu umgehen. So vermeiden Sie eine Blasenentzündung...

Meine Eltern sind schwul

Meine Eltern sind schwul31.05.2016

Der Nationalrat hat zur Stiefkindadoption entschieden: Homosexuelle und unverheiratet zusammenlebende Paare (sog. Konkubinat) sollen bald die leiblichen Kinder des Partners adoptieren dürfen - ein Trauschein ist nicht mehr Voraussetzung. Sie sollten allerdings länger als drei Jahre zusammengelebt haben und älter als 28 Jahre sein. Damit werden vor allem Kinder in den immer häufigeren Patchworkfamilien einen umfassenden rechtlichen Schutz geniessen, falls dem leiblichen Elternteil etwas zustösst. Die Adoption nicht-leiblicher Kinder (Fremdadoption) durch gleichgeschlechtliche Paare stand dabei nicht zur Diskussion. 

Kind im Mutterleib operiert

Kind im Mutterleib operiert30.05.2016

Zwei Spezialisten der Unikliniken Bern und Lausanne verödeten in einer intrauterinen Not-Operation einen gutartigen Lungentumor, der das Herz des Kindes lebensgefährlich belastete, und retteten so den Fötus. Die Operation fand mitten im Körper des Kindes statt, in unmittelbarer Nähe zum Herzen und der Aorta. Es musste sehr präzise und unter ständiger Ultraschallkontrolle gearbeitet werden. Der Eingriff gelang: Der Lungentumor konnte von der Blutzufuhr abgeschnitten werden. In den Wochen danach erholte sich das Herz des Kindes wieder. Am 13. April kam der Junge gesund zur Welt. Es war die erste Operation dieser Art in der Schweiz. Ohne den Eingriff hätte der kleine Junge sicher nicht überlebt.

Beikost

Beikost25.05.2016

Über viele Jahre haben Experten empfohlen, Säuglingen keine Lebensmittel zu verabreichen, die später häufig zu Allergien führen, wie Erdnüsse, Eier, Milchprodukte oder Fisch. Aber die Vermeidung von Allergenen in den ersten Lebensmonaten verhindert wahrscheinlich keine Allergien, sie kann sie möglicherweise sogar fördern. Eine Studie zeigte im vergangenen Jahr, dass eine frühe Gabe von Erdnüssen im Rahmen der Säuglingsernährung eine spätere Erdnussallergie verhindern kann. Und eine weitere Studie an 1300 Säuglingen kam zum Schluss, auch die frühe Gabe von Eiern könnte einer späteren allergischen Überreaktion entgegenwirken.

Zika-Gefahr bald auch in Europa

Zika-Gefahr bald auch in Europa21.05.2016

Laut einem Bericht der WHO könnte sich das Zika-Virus, das bei ungeborenen Kindern eine Mikrozephalie (zu kleiner Kopf mit geistiger Behinderung) auslösen kann, ab dem Frühsommer auch in Europa ausbreiten. In der Schweiz und Nordeuropa besteht für Schwangere ein geringes Risiko. Gefährdet seien  vor allem die Insel Madeira und die Schwarzmeerküste in Georgien und Russland. Ein mässiges Risiko besteht in 18 weiteren Ländern, darunter Mittelmeerstaaten wie Frankreich, Italien, Spanien, Kroatien, Griechenland und die Türkei, wo die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) das Virus weitergeben könnte. Gegen Mücken sollten sich Urlauber und Einheimische mit langärmliger Kleidung und Spray schützen.

Jodtabletten schon bei Kinderwunsch

Jodtabletten schon bei Kinderwunsch19.05.2016

Die Schilddrüse benötigt für die Hormonproduktion Jod. Viele Frauen haben zu Beginn ihrer Schwangerschaft einen Mangel an Schilddrüsenhormonen, weil sie zu wenig Jod mit der Nahrung aufnehmen. Während der Schwangerschaft benötigen sie jedoch etwa die doppelte Menge (ca. 250 Mikrogramm pro Tag), denn die Mutter muss in den ersten Wochen die Hormone für das Kind mit produzieren. Später ist auch die Schilddrüse des Kindes auf die Jodzufuhr durch die Mutter angewiesen, v.a. für die Entwicklung des Gehirns. Ein Mangel kann IQ-Punkte beim Baby kosten, warnen Experten und raten allen Frauen, schon bei der Planung der Schwangerschaft Jodtabletten einzunehmen. Dies fördere nicht nur die Intelligenzentwicklung des Kindes, sondern kann bei Kinderwunsch auch erst einmal den erfolgreichen Beginn einer Schwangerschaft ermöglichen.

Kind und Hirnforschung

Kind und Hirnforschung16.05.2016

Kinder, die längere Zeit von ihren Eltern getrennt sind, zeigen Veränderungen in einigen Hirnregionen. Das berichten chinesische Forscher, die von Grosseltern oder Verwandten aufgezogene Kinder untersuchten, deren Eltern auf der Suche nach besseren Arbeitsplätzen in die boomenden Städte der Küstenregion gezogen waren. Im Vergleich zu Kindern, die bei ihren Eltern lebten, fanden die Forscher Veränderungen im limbischen System, das neben dem Gefühlsleben auch die Speicherung von Gedächtnisinhalten steuert.  Die Forscher schliessen daraus, dass die Kinder dabei nicht die emotionale Wärme und intellektuelle Stimulation erfahren, die ihr Gehirn für eine normale Entwicklung benötigt.

Vitamin-D-Mangel bei Babys?

Vitamin-D-Mangel bei Babys?13.05.2016

Die Haut von Säuglingen ist feuchtigkeitsarm, dünn und verfügt noch über keinerlei Eigenschutzmechanismen. Sie reagiert deshalb auf UV-Strahlung besonders empfindlich, direkt mit Sonnenbrand und später mit Hautkrebs, weshalb für Babys direkte Sonne tabu ist. Schützende Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille dürfen bei keinem Spaziergang fehlen. Das Dilemma: Der Körper stellt Vitamin D, das eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung spielt, mit Hilfe natürlicher UV-Strahlung selbst her. Babys und Kleinkinder bis zirka zwei Jahren sollten trotzdem vor Sonne geschützt werden und ihren Vitamin-D-Bedarf durch ein Vitaminpräparat erhalten. Ältere Kinder können ihren Bedarf im Sommer aktiv über die Haut decken und dürfen dreimal pro Woche kurz ungeschützt in die Sonne.

Wenn Frausein schmerzhaft ist

Wenn Frausein schmerzhaft ist10.05.2016

Dass Schmerzen während der Periode nicht einfach hingenommen werden müssen, ist mittlerweile bekannt. Weniger bekannt ist die Krankheit Endometriose, die solche Schmerzen hervorrufen kann, weil sich Gebärmutterschleimhaut-Inseln ausserhalb der Gebärmutter ansiedeln. Und kaum jemand weiss, dass Endometriose sogar die Ursache von ungewollter Kinderlosigkeit sein kann. Deshalb vergehen oftmals Jahre bis die Krankheit entdeckt und die Frau behandelt wird. Rund 10 - 20 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter sind von Endometriose betroffen. Das zertifizierte Endometriosezentrum des Inselspitals Bern veranstaltet am 19. Mai 2016, 19.00 h, einen kostenlosen Informationsabend für Interessierte und Betroffene.

Gegen Rotaviren schützen

Gegen Rotaviren schützen08.05.2016

Brechdurchfälle, die durch das Rotavirus ausgelöst werden, haben in Entwicklungsländern oft fatale Folgen. Laut einer Studie in Mexiko konnte die Sterberate bei Fünfjährigen durch ein konsequentes Impfprogramm halbiert werden. Damit rettet die Impfung tausenden Kindern das Leben. Auch in Industrienationen gehören solche Brechdurchfälle zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern, hier verlaufen sie allerdings selten tödlich. Die Rotavirus-Impfung reduziert aber die Rate schwerer Verläufe mit Klinikaufenthalten deutlich, wie eine Studie in England und Wales bestätigt. Es gibt auch praktisch keinen Anstieg der Erkrankungen mehr in den Wintermonaten.

Tabakrauch schädigt das Erbgut

Tabakrauch schädigt das Erbgut05.05.2016

Raucht eine Frau während der Schwangerschaft, setzt sie sich und ihr Kind nicht nur einer direkten Schädigung aus, sondern beeinflusst auch das Erbgut ihres ungeborenen Kindes, wie jetzt eine Langzeitstudie zeigte. Im gesamten Genom von Neugeborenen der rauchenden Mütter konnten die Forscher bestimmte epigenetische Veränderungen nachweisen, die am Erbgut wie ein Schalter wirken und die Aktivität von Genen verstärken oder herunterfahren können. Damit verknüpft könnte ein erhöhtes Risiko für spätere Lungen- und Krebserkrankungen beim Kind sein. Die Veränderungen am Erbgut der Kinder sind dabei nach den Ergebnissen der Forscher dauerhaft; die Wissenschaftler konnten sie sowohl bei der Geburt der Kinder feststellen, als auch bis zu vier Jahren danach.

Jede zweite Dosierung falsch

Jede zweite Dosierung falsch02.05.2016

Arzneimittel für Kinder werden häufig nicht richtig gegeben. Klassische Situation: Das für das kranke Kind verschriebene Antibiotikum muss von den Eltern in den meisten Fällen erst mit Wasser vermischt und aufgelöst werden. In jedem zweiten Fall läuft das schief. So wurde beispielsweise das Wasser nicht bis zur richtigen Markierung aufgefüllt, nicht genügend geschüttelt, sodass die Suspension klumpig blieb, und nicht ausreichend lang bis zum Absetzen des Schaumes gewartet. Die Folge sind Unter- oder Überdosierungen, was den Therapieerfolg in Frage stellt. Ausserdem kann jeder zweite Erwachsene nicht richtig mit dem Dosierlöffel umgehen, wie eine französisch-schweizerische Studie ergab. Die meisten davon nahmen irrtümlich an, die 2,5-ml-Markierung im Löffel stelle die Marke für die 5-ml-Dosis dar. Weniger Probleme bereitete offenbar die Dosierspritze, hier lag die Fehlerquote bei 10%.

Schreibabys

Schreibabys28.04.2016

Nicht nur schwangere Veganerinnen, auch Schwangere mit normaler Ernährung sind auf die zusätzliche Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten angewiesen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Ein niederländisches Forschungsteam hat jetzt im Blut von knapp 3.000 schwangeren Frauen die Konzentration von Vitamin B12 in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft analysiert. Das erstaunliche Ergebnis lautet: Spätere Schreibabys waren achtmal häufiger bei Müttern mit vorgeburtlichem Vtamin-B12-Mangel. Die Forscher vermuten, dass sich das Nervensystem der Babys nicht vollständig entwickelt hat, woraus Schlafstörungen resultieren. Auch wird dann weniger Melatonin ausgeschüttet, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert, und um die Nervenzellen im Gehirn kann sich die schützende Biomembran Myelin nur unvollständig ausbilden.

Männer wollen kluge Frauen

Männer wollen kluge Frauen25.04.2016

Intelligenz über Schönheit? Bisher galt als sicher, dass Männer immer noch biologisch darauf programmiert sind, bei der Partnersuche vor allem auf Zeichen von Fruchtbarkeit (Rundungen und schöne Gesichter) zu reagieren. Frauen dagegen achten bei Männern auf wirtschaftliche Sicherheit zum Aufziehen ihrer Kinder. So können beide die grösstmögliche Zahl von Nachkommen hinterlassen. Einkommen und Bildung der Frau spielten früher bei der Partnerwahl kaum eine Rolle. Das sehen Männer heute anders, wie eine Studie der Universität Innsbruck zeigt. Wenn beide Eltern für das Auskommen arbeiten müssen, suchen Männer gebildete Frauen mit gutem Gehalt. Umgekehrt steigen die Erfolgschancen von Männern, die ihr Aussehen pflegen und auch im Haushalt mithelfen.