Fusspilz
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Fusspilz

Im Winter, wenn die Füsse wieder weniger an die "frische Luft" kommen, beginnt auch für Kinder die Hochsaison der Pilzinfektionen. Denn in den dicken, warmen Winterstiefeln herrscht häufig ein feuchtwarmes Klima, das einen idealen Nährboden für Fusspilz bietet. Eltern sollten die Füsse ihrer Kinder deshalb in den Wintermonaten regelmässig in Augenschein nehmen.

Fusspilz und andere Hautpilzerkrankungen zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen. Medizinisch bezeichnet man solche Pilzerkrankungen als Mykosen oder Hautmykosen. Die Fadenpilze ernähren sich von der Hornsubstanz (dem Keratin) der obersten Hautschichten und des Nagels.

Übertragen wird die Pilzinfektion durch sogenannte Sporen, die Fortpflanzungsform der Pilze. Diese sitzen z.B. auf abgeriebenen Hautschuppen und können dort aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit mehrere Wochen überleben und somit überall verteilt werden. In Schwimmbädern, Saunen, Gemeinschaftsduschen, Turnhallen, aber auch in Bädern oder Teppichböden von Hotels und Wohnungen lauern die Pilzsporen. Hier finden sie optimale Bedingungen zum Überleben und zur Verbreitung.

Die Haut ist weisslich-aufgequollen oder rot und gereizt, sie schuppt und es können schmerzhafte Wundflächen, Bläschen und Hautrisse entstehen. Manchmal wird dies von starkem Juckreiz begleitet. Eine Fusspilzerkrankung kann sich aber auch schleichend und ohne Juckreiz entwickeln. Am häufigsten betroffen sind die Regionen, die häufig feucht sind oder wo Haut auf Haut liegt, weil sich hier leicht feuchte Kammern bilden - ein ideales Klima für Hautpilze. Dazu zählen die Stellen zwischen den Zehen sowie die Zehennägel. Bläschen dagegen sind mehr unter den Zehen und in Teilbereichen der Fusssohle zu finden.

Auf jeden Fall sollte frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden, um einer weiteren Verbreitung auf die Fussnägel (Nagelpilz) oder den Sohlen vorzubeugen. Der Arzt empfiehlt in der Regel Antipilzmittel (Antimykotika), die äusserlich und meist einige Wochen lang angewendet werden. Es ist wichtig, diese Mittel lange genug aufzutragen, da die Pilzsporen, die man mit dem blossen Auge nicht erkennt, noch überleben, wenn die Symptome schon verschwunden sind. Die Behandlung sollte daher nicht sofort nach Ausbleiben der Symptome abgebrochen werden, sondern auch noch darüber hinausgehend durchgeführt werden.

Tägliches Waschen mit einer hautfreundlichen, rückfettenden Waschlotion und sorgsames Abtrocknen der Füsse sind wichtige Massnahmen, um die Füsse vor einem Pilzbefall zu schützen. Vor allem die Zehenzwischenräume müssen danach gründlich getrocknet werden. Socken und Strümpfe, am besten aus kochbarer Baumwolle, sollten täglich gewechselt werden. Hilfreich sind zudem luftdurchlässige, atmungsaktive Schuhe. Besonders gefährlich sind Schuhe aus Kunstleder und Turnschuhe. Im Schwimmbad sollten Badeschlappen getragen werden.

Kinder mit einer Hautpilzerkrankung sollten keine öffentlichen Bäder oder Saunen aufsuchen, um nicht andere zu infizieren!


Wissen

Fusspilz bei Kindern - häufig im Winter

Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH

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