Augentropfen

Bindehautentzündung

Rote, tränende und juckende Augen können Symptome einer Bindehautentzündung sein. Babys und Kleinkinder sind sehr anfällig, denn ihr natürlicher Eigenschutz muss sich erst noch entwickeln. Jedes zehnte Baby leidet in den ersten Lebensmonaten mindestens einmal unter einer Bindehautreizung.

Als Bindehaut bezeichnet man die feine, durchsichtige Schleimhaut, die die Innenseiten der Augen und den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Sie bildet dabei den Bindehautsack. Im gesunden Zustand ist sie von winzigen Blutgefässen durchzogen, die kaum sichtbar sind.

Wenn diese Schleimhaut durch äussere Einflüsse oder Erreger überreizt wird, kommt es zunächst zu einer Bindehautreizung, dann Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Das kann durch Einflüsse wie Fremdkörper (z.B. Staub, Russ), chemische Reize (z.B. chlorhaltiges Schwimmbad-Wasser), Zugluft, Kälte, grelles Licht, Allergene (z.B. Tierhaare, Hausstaub) und Krankheitserreger (meist Viren, seltener Bakterien) ausgelöst werden. Ausserdem kann eine  Bindehautentzündung auch als Begleiterscheinung anderer Krankheiten, wie z.B. Masern und Herpes, auftreten.

Eine einseitige Bindehautentzündung spricht auf jeden Fall für einen Fremdkörper als Ursache.

Neugeborene haben häufig ein harmloses „Schmierauge“ in den ersten Lebenstagen. Ist es nach einer Woche noch nicht verschwunden, kann eine Entzündung unter der Geburt die Ursache sein, wenn die Mutter mit Bakterien wie Gonokokken, Herpesviren oder Chlamydien infiziert ist und diese an das Kind weitergegeben hat (Neugeborenenkonjunktivitis). Eine weitere häufige Ursache im Säuglingsalter ist ein verstopfter Tränenkanal.

Ansteckend ist nur die infektiöse, also durch Bakterien und Viren ausgelöste Bindehautentzündung (Konjunctivitis epidemica oder Augengrippe). Sie wird meist durch Adenoviren ausgelöst und kann zusätzlich die Hornhaut befallen. Die Keime werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion mit dem Augensekret über die Hände oder Gegenstände (wie Handtücher) übertragen. Die Beschwerden beginnen ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung.

Bei Verdacht auf eine ansteckende Bindehautentzündung sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Bei Ansteckungsgefahr sollte Ihr Kind selbstverständlich zu Hause bleiben und nicht in die Kita, den Kindergarten oder die Schule gehen.

Symptome: Hat mein Kind eine Bindehautentzündung?

Behandlung: Was tun bei einer Bindehautentzündung?

Zur Vorbeugung einer Bindehautentzündung:

  • Mit ungewaschenen Händen nicht ins Auge fassen
  • Regelmässige Belüftung der Räume. Sauerstoffreiche Luft wirkt wie ein natürlicher „Augenbefeuchter“.
  • Schützen Sie die empfindlichen Kinderaugen vor der UV-Strahlung im Sommer, aber auch vor der starken Lichtreflektion des Schnees im Winter durch eine gut sitzende und qualitativ hochwertige Kinder-Sonnenbrille.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind z.B. im Auto keine Zugluft abbekommt.
  • Nutzen Sie nur dermatologisch getestete und verträgliche Babyprodukte.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH